Wednesday, May 14, 2014

Ziel Moskau
Die USA wollen die Ukraine zu einem permanenten Krisengebiet unterhalb der Kriegsschwelle verwandeln. Rußland wird dadurch bedroht, russophobe osteuropäische Staaten paktieren mit Washington, und Berlin verliert in der Region an Einfluß.*
Unten verlinked eine zumindest diskussionswürdige  Analyse von Rainer Rupp, die aber die  im Verbund EU mit der NATO betriebene Politik der  Eskalation zu einseitig den USA und ihren osteuropäischen und asiatischen Vasallen zuschiebt und damit Deutschland mit seiner Führungsrolle in der  EU entlastet.
Hauptinfoquelle Rupps ist der  private US-Dienst STRATFOR. Die Rolle des scheinlinken Zeitungsprojekts "JungeWelt" wäre  auch einmal dringend eingehen zu analysieren, da es marktführend im alternativen Spektrum ist und entsprechend meinungsbildend. siehe  http://www.jungewelt.de/2014/05-15/040.php 
*Vergleiche  dagegen  und ergänzend den wichtigen Beitrag von 
Martin Hantke, Beirat der Informationsstelle Militarisierung e.V. 
Kurz nach dem 1. Mai 2014 begann die militärische Offensive in der Ostukraine. Ermutigt von den USA, der EU und Bundesregierung begannen ukrainische Truppen unterstützt von Militärhubschraubern, Panzern und Artillerie ihre Angriffe auf von föderalistischen Rebellen gehaltene Städte. Zusätzlich sollen Milizen der faschistischen Organisation Rechter Sektor, die neben der rechtsextremistischen Partei Swoboda über Einzelpersonen auch an der ukrai- nischen Putschregierung beteiligt ist, an den Attacken beteiligt sein.
Diese Serie von Übergriffen ist der vorläufige Höhepunkt einer Eskalation der EU jenseits ihrer Ostgrenzen. Die Kiewer Regierung, die am Tropf von EU- und IWF-Finanzhilfen hängt, hätte diesen Schritt nicht ohne Einwilligung oder ein einvernehmendes Stillschweigen Washingtons, Berlins oder Brüssels gewagt.
Oft wurde im Hinblick auf eine Eskalation gegenüber Russland der Blick lediglich auf die NATO gerichtet. Sicherlich, die gebrochenen Versprechen der NATO sind Teil der Zuspitzung. Als Stichworte seien hier nur genannt: Die Erweiterung der NATO bis an die russi- sche Grenze nach 1989, das atomare Aufrüstungsprojekt Raketenschild, das sich angeblich gegen den Iran richten würde, und der Versuch Georgien und die Ukraine als geopolitische Frontstaa- ten gegen Russland zu etablieren. Die EU aber war von Anfang an in diese Politik eines neuen Kalten Krieges mit eingebunden. So ging die Militarisierung der EU Hand in Hand, auch im Rahmen einer immer engeren EU-NATO-Zusammenarbeit, mit einer gefährlichen Machtpolitik gegenüber Russland einher, mit dem Ziel der Ausweitung der EU-Interessensphäre auf dem Balkan und nach Osten. Politische und mi- litärische Instrumente ergänzten und ergänzen sich dabei.

NATO als Speerspitze für EU-Erweiterung

So kann die Geschichte der EU-Erweiterungen nicht ohne die Ausdehnung der NATO geschrieben werden. Die Zustimmung zum Beitritt zur NATO wurde implizit verknüpft mit einer Beitrittsperspektive für die Europäische Union. Von Seiten der USA wurde dies mitunter offen ausgesprochen. Die EU- Verantwortlichen taten sich hier immer schwerer. Den jeweiligen Beitritten war dann noch jeweils eine Mitgliedschaft in der NATO-Partnerschaft für den Frie- den (PfP) vorgeschaltet, eine Art „NATO-Light“-Mitgliedschaft. Bis auf Zypern, das sich auch nach der Ablösung seines kommunistischen Präsidenten bisher weigert, aufgrund der Besetzung eines Drittels seines Territoriums durch das NATO-Mitglied Türkei der PfP beizutreten, war das Szenario jedes Mal dasselbe. Erst die NATO, dann die EU, mit dieser Perspektive konnten auch viele kritische Stimmen in den jeweili- gen Ländern zum Schweigen gebracht werden. Denn wer wollte denn schon gegen eine europäische Richtung aufstehen, die Ausreisefreiheit gen Westen und für die Eliten Zugang zum EU-Binnenmarkt plus Finanzhilfen im Rahmen der EU-Struktur- und Regionalpolitik verhieß.

Zum Westen durch „Östliche Partnerschaft“

Mit dieser Strategie konnte ein Land nach dem anderen, das früher blockfrei war, dem Warschauer Vertrag angehörte oder als Teilrepublik der Sowjetunion war, an den NATO-EU-Block ange- schlossen werden. Dabei kam es zu einer regelrechten Einkreisung Russlands. Im letzten Herbst sollten mit der Intensivierung der „Östlichen Partner- schaft“ der EU die letzten Länder im Einflussbereich Russlands bzw. Staaten, die eine Brücke zwischen Ost und West bilden, an den expansiven Westblock angeschlossen werden. Georgien und Moldawien unterschrieben noch auf dem Gipfel von Vilnius die Freihandels- und Visafreiheits-Abkommen. Armenien und Aserbaidschan zögerten noch wegen des Konflikts um die Enklave Nagorny-Karabach, die Ukraine zog in letzter Minute ihre Zustimmung zum EU-Assoziierungsabkommen zurück. Einzig Weißrussland zeigte sich unempfänglich gegenüber den Sirenen- gesängen Brüssels.
In der Folge entfaltete die EU insbesondere auf die Ukraine und den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch einen ungeheuren Druck. Der Ukraine wurde schlicht das Recht, eigenverantwortlich einen völkerrechtlichen Vertrag zu unterschreiben, abgesprochen. Bedingungslos unterstützte Brüssel eine Bewegung, die sich an der Unter- schriftsweigerung entzündet hatte, in der sich allerdings viele andere Elemente mit hineinmischten. So richteten sich immer größere Teile der Bewegung auf dem Kiewer Maidan auf einen Kulturkampf gegen zu viel russischen Einfluss aus. Bei diesem Kulturkampf blieb nicht aus, dass sich auf braune Traditionen einer nationalistischen Bewegung für eine völkische Konstruktion der Ukraine gegen Russland besonnen bzw. diese aktiviert wurde. EU-Verant- wortliche standen in der ersten Reihe, wo es galt diesen Kulturkampf zu befördern. So traf sich der EU-Botschafter in Kiev auch mit Vertretern der faschisti- schen Swoboda-Partei und wertete sie somit als internationale Verhandlungspartner auf. Es scheint keine Spekulation, zu behaupten, dass durch diese Aufwertung die EU der Swoboda den Weg in die Putschregierung nach dem Sturz von Janukowitsch ebnete.

EU-Assoziierungsabkommen im Eiltempo

Um die Ukraine nach bewährtem Muster ins westliche Lager zu holen, wurde nur wenige Wochen nach dem Putsch der politische Teil des EU-Ukraine-Assoziierungsabkommens in Brüssel unterschrieben. Eine Unterzeichnung auch des ökonomischen Teils wäre zum jetzigen Zeitpunkt nur wenig opportun gewesen, beinhaltet sie denn ein Ende der ukrainischen Exporte nach Russland insbesondere auch im Bereich der Schwer- und Rüstungsindustrie. Dies hätte die schwierige wirtschaftliche Lage der Ukraine, die sich nur kurzfristig durch die IWF- und EU- Kreditzusagen noch über Wasser hält, massiv verschärft. Der politische Teil allerdings ist nicht weniger brisant. Beinhaltet er doch einen Anschluss der Ukraine in allen außen-, sicherheits-und verteidigungspolitischen Fragen an den EU-Block. Eine Vielzahl der gemeinsamen Vereinbarungen bezieht sich so auch auf die Mitarbeit der Ukraine bei der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), wie bei der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GSVP). Künftig wird der Nachvollzug außen- politischer Erklärungen der EU durch die illegitime ukrainische Regierung nur wenige Sekunden betragen. Zusätzlich wird eine Beteiligung der Ukraine an GSVP-Missionen befördert. Nicht zuletzt soll die Ukraine selbst aber zum Einsatzraum von GSVP-Missionen zur Stabilisierung der Sicherheitsorgane von Militär, Milizen und Polizei werden. Eine entsprechende GSVP-Mission mit Kiew wurde kurzfristig vereinbart. Der Vorteil für den Westen ist, dass die NATO nicht direkt beteiligt ist, aber de facto eine sicherheitspolitische Unterstützung durch EU-NATO-Strukturen unter dem blau-gelben Sternenbanner erfolgen kann.

Krisenzuspitzung seit 2008
Man kann diese EU-Militarisierung, die sich wie im Falle der Ukraine auch gegen Russland richtet, nicht verstehen ohne sich die Krise des Kapitalismus in der EU genau anzusehen. Gerade seit der Zuspitzung der Krise 2008/2009 aber erst recht seit ihrer Transformation zur „Eurokrise“ 2011, gewinnt die Militarisierung der EU in den Eliten unter den EU-Mitgliedsstaaten immer mehr Anhänger. Deutsch- land als mitunter einziges größeres EU-Land, das auch in dieser Krise auf eine Erhörung seiner Militärausgaben setzt, hat daran ein besonderes Inter- esse.
Was als EU-Militärstrukturen sich herausbildet, sind allein aufgrund der Bereitstellungsfähigkeit de facto nationalstaatliche Strukturen, die hegemonial gerade gegenüber kleineren und mittleren EU-Mitgliedstaaten unter der Flagge Brüssels segeln. Die im Vertrag von Lissabon verankerte strukturierte Zusammenarbeit sowie die Realität der Battle Groups bildet diese He- gemonialstrukturen der großen drei Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien vortrefflich ab. Sie sind es auch in der Regel, die Finanzen und Soldaten für die zahlreichen GSVP-Missionen im Norden Afrikas, von Mali bis Somalia, zur Verfügung stellen.
Dazu kommt, dass Ländern der EU, die sich unter den so genannten Rettungsschirm begeben mussten, weil sie sich nicht mehr an den Finanzmärkten zu erträglichen Zinsen Geld besorgen konnten, de facto ihre Souveränität über detaillierte Memoranden, die nahezu alle wichtigen Aspekte von der Wirtschafts- bis zur Beschäftigungspolitik regeln, abgegeben haben. Dementsprechend wird die Stimme Berlins im EU-Rat immer stärker. Ziel ist es einen imperialen Block EU aus- zubauen, der vornehmlich deutsche Kapitalinteressen bedient.

Feindbild Russland mit Sanktionsspirale

Bei diesem Prozess tauchen selbst-
verständlich auch Widersprüche auf. So ist ein Teil des deutschen Kapitals, insbesondere vertreten vom Ost-Aus- schuss der deutschen Wirtschaft, wei- terhin für die Möglichkeit einer Auswei- tung des Kapitalexports in Richtung Russland. Für die jeweiligen Unterneh- men, gerade im Bereich der Chemiein- dustrie, war diese Ausweitung in den letzten Jahren äußerst erfolgreich. Wer allerdings meint, dass sich dieser Teil der deutschen Industrie trotz gewichti- ger Partner in der Politik durchsetzen wird, könnte sich bitter getäuscht se- hen. Zu schwer wiegt das gesamt-im- perialistische Interesse einer Schwä- chung Russlands und damit auch einer Einhegung Chinas.
Sanktionen der EU als integraler Teil von GASP und GSVP sind in den letzten Jahren zu einem immer mehr ausgefeilten und ausgebauten außen- politischen Instrument Brüssels gewor- den. Sie sind zudem ein Eskalations- verstärker. Schaut man sich die lange EU-Sanktionsliste an, so muss man von einer eigenen Achse des Bösen sprechen, die Brüssel qua der Verhän- gung restriktiver Maßnahmen, ausge-
macht hat. Die gegen Russland ver- hängten Sanktionen, die vornehmlich darauf zielen ein Feindbild zu konstru- ieren und die sich verschärfenden Wi- dersprüche im eigenen Block zu glät- ten, sind dazu angetan in wirklichen Wirtschaftssanktionen zu münden. Nur eine völlige Aufgabe eigener Interessen Moskaus könnte die EU davon abhal- ten, die Sanktionsspirale auszusetzen. Es ist aber kaum anzunehmen, dass Moskau dem Angriff der Kiewer Milizen auf die ostukrainischen Städte auf die Dauer tatenlos zusehen wird. Dies wie- derum könnte Teil eines Kalküls im Westen sein, um Russland dauerhaft zu isolieren.
Die Sanktionsbegründungen schei- nen nachgeordnet, wenn es um die Es- kalationslegitimationen geht, auch wenn sie vehement von privaten wie auch Staatsmedien propagandistisch aufbereitet werden. So wurde nicht sehr viel Mühe aufgewandt, um die An- erkennung der einseitigen Unabhängig- keitserklärung des Kosovo durch die meisten EU- und NATO-Staaten gera- de angesichts der einseitigen Anerken- nung des Beitritts der Krim durch Russ- land, erneut zu rechtfertigen. Während politische Gewalt auf dem Euromaidan als legitimes Mittel einer Freiheitsbewe-
gung zum Sturz eines autokratischen Regimes erscheint, wird politische Ge- walt zur Durchsetzung politischer Selbstbestimmung im Osten der Ukrai- ne als Terror einer ausschließlich von Russland gesteuerten und bezahlten Bewegung diffamiert.
Der Charakter nicht nur der interna- tionalen Politik der EU, sondern auch der EU selbst, zeigt sich daran, Putsch- Regierungen wie in der Ukraine blind- lings anzuerkennen. In diesem Fall wird nicht nur die Regierungsbeteiligung von Faschisten hingenommen, sondern es werden für diese auch Milliarden Euro an Finanzhilfen zur Verfügung gestellt und trotz deren Beharrens auf militäri- sche Lösungen auch noch Militärbera- ter im Rahmen einer GSVP-Mission be- reitgestellt. Die EU angesichts dieses Tabubruchs militaristisch, neoliberal und wenig demokratisch zu nennen, käme einer Beschönigung gleich. Die EU-Außenpolitik ist insbesondere mit ihrer Eskalation gegenüber Russland gerade dabei, neben der NATO zum größten Hindernis für den Frieden in Europa zu werden. Der Widerstand ge- gen die EU-Militarisierung wird dies künftig ins Kalkül ziehen müssen. 

Union der Aggressoren
Wie militaristisch ist die EU? - von Gregor Schirmer
Der Lissabonner EU-Vertrag von 2007 enthält einen eige- nen Abschnitt »über die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik« (GSVP), der die Militarisierung der EU quasi verfassungsrechtlich – auf »EUropäisch« heißt das »primärrechtlich« – festschreibt. [...]
Die drei Kernpunkte über die GSVP: Erstens der Artikel 42 Absatz 1 des »Vertrags über die Europäische Union« (EUV) bestimmt: »Die Gemeinsame Sicherheits- und Ver- teidigungspolitik ist integraler Bestandteil der Gemeinsa- men Außen- und Sicherheitspolitik«. Rüstung und Militär sind Instrumente der Außenpolitik der EU. Die GSVP »si- chert der Union eine auf zivile und militärische Mittel ge- stützte Operationsfähigkeit«. Bei der Verwirklichung ihrer Ziele setzt die EU zumindest gleichrangig aufs Militär wie auf zivile Instrumente, in der Praxis auf eine Mischung aus beiden. [...] Sie beansprucht also weltweites Eingreifen auch mit militärischen Mitteln. Zweitens: Artikel 42 Absatz 3 EUV: »Die Mitgliedsstaaten stellen der Union (...) militärische und zivile Fähigkeiten (...) zur Verfügung.« Sie »verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern«. Ständige Aufrüstung als verfassungsrechtliche Pflicht und Schuldigkeit der Mitgliedsstaaten! [...] Drittens der Artikel 43 Absatz 1: Die zivilen und militärischen Missionen »umfassen gemeinsame Abrüstungsmaßnahmen, humanitäre Aufgaben und Rettungseinsätze, Aufgaben der militärischen Beratung und Unterstützung, Aufgaben der Konfliktverhütung und der Erhaltung des Friedens sowie Kampfeinsätze im Rahmen der Krisenbewältigung einschließlich Frieden schaffender Maßnahmen und Ope- rationen zur Stabilisierung der Lage nach Konflikten.« [...]
Quelle: Junge Welt, 2.5.2014
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Die Militarisierung des westeuropäischen Staatenverbun- des begann nach dem Maastrichter Vertrag über die Euro- päische Union von 1992, also nach der Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Vertrags. Es wurde die sogenannte zweite Säule der EU aufgerichtet, nämlich die »Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik« (GASP), zu der auch eine gemeinsame Verteidigungspolitik gehört. Unter »Verteidigung« verstand man nicht etwa die Abwehr von bewaffneten Angriffen auf die Union und ihre Mitglieder, sondern das Eingreifen in alle möglichen für die Interessen der Mächtigen im Bündnis gefährlichen Situationen in Staaten und Regionen außerhalb der EU mit militärischer und/oder »ziviler« polizeilicher/justitieller Gewalt. Nach Maastricht ging es holprig, aber doch stetig voran: Einbindung der bislang störrischen Engländer in die militärische Dimension der EU, Aufbau militärischer Fähigkeiten zum »autonomen« Losschlagen, Bildung der flexibel einsetzbaren »Battlegroups«, der Deutsch-Französischen Brigade und des Eurokorps, Arrangements mit der NATO über Dominanz und Priorität des von den USA beherrschten Kriegs- paktes, Verabschiedung einer eigenen Europäischen »Sicherheitsstrategie« 2003, Gründung einer Rüstungsagentur, Aufbau eines gemeinsamen Rüstungsmarktes, Schaffung einer eigenen Kriegsbürokratie (Militärausschuß, Militär- stab) und Eingliederung dieser Bürokratie in den Europäi- schen Auswärtigen Dienst, der von einem Hohen Vertreter – aktuell Catherine Ashton – geleitet wird. [...]
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Nazism: Immunity to Change

Olga SHEDROVA | 14.05.2014 | 09:32

«Integral nationalism» became an official ideology of Ukraine. According to its founders, it’s a compilation of Italian fascism and German Nazism adapted to Ukrainian reality. It presupposes the establishment of nationalist dictatorship and persecution of all dissidents up to their physical annihilation. The enemy is the Kremlin who is responsible for causing all the trouble Ukraine has to face. Everything related to the common past of Russians and Ukrainians is to be desecrated, done away with and sunk into oblivion.  
That’s why the celebrations of Victory Day marking the defeat of Nazi Germany on May 9 were considered by the Kiev-based interim government as subversive actions. The regime staged provocations to spoil the holiday festivities. 
The events in Zaporozhye were the most harmless example. Local people were moving in cars to the memorials of Grieving Mother and the Soviet Soldiers (armor crews) who were the first to enter the city occupied by German fascists.  They wanted to lay wreaths.  The local authorities forbade it as an action staged by separatists and even tried to detain those who took part in it.  Policemen abused their authority. A local newspaper reporter was attacked by them. It stopped only when foreign journalists arrived.    
It was relatively calm in Slavyansk, a city in the Donetsk region, but still blood was shed.  A Ukrainian Neo-Nazi sniper shot three times wounding in shoulder and abdomen a 12 year boy playing in a street.  They fired at him only because he wore a St. George ribbon. The St. George ribbon's origins date back to the reign of Catherine the Great and it is adorned by many Russians on Victory Day, which falls on May 9, to commemorate the victory over the Nazis in World War II. The child found strength to get back home and say, «Mother, I’m dying!»  
The most terrible thing happened in Mariupol (the Donetsk region) where the head of local police gave an order to dispel the crowd.  The policemen refused to carry it out. The police chief loyal to the Kiev junta called in National Guard units and Pravy Sector militants. Armor vehicles entered the city to fire at the police station. They also fired at the local people, who came to support the policemen, and pursued those who were running away. According to local sources, 99 civilians died and 119 were heavily wounded… Ukrainian parliament member and «presidential candidate» Oleh Lyashko, who is notorious for his sadistic behavior, personally led the punitive action       
The main goal of the Ukraine’s Neo-Nazi authorities was to frustrate the Donetsk and Lugansk referendums slated for May 11. The two regions account for around 15% of Ukraine’s population and 26-28% of GDP. The loss of these parts of the country will entail catastrophic results. That’s why the best forces were sent to quell the Donbass uprising, including the troops coming from Western Ukraine, Maidan paramilitary formations, the private punitive units formed by oligarch Igor Kolomoisky and America mercenaries. The CIA and FBI operatives acted as instructors.  
The restoration of control over Donbass is one of key conditions for receiving the promised International Monetary Fund loan.  So the authorities were ready to go to any length and use any methods to accomplish the mission, including terror against civilians – something Ukrainian nationalists did as far back as in the middle of XX century.      
The battalion «Dnepr», formed especially for punitive actions by Kolomoisky, attacked Krasnoarmeysk in the Donetsk region. The chasteners came into the city council building to carry away the voting bulletins.  They fired at the people standing in line to cast votes and   got away in the armored collectors’ vehicles that belonged to the Kolomoisky-owned Privatbank. Two civilians died.  
Slavyansk is a real pain in the neck for junta forces. It is has been defending itself against the attacks of 11 thousand strong formation using armor, artillery and MLRS. The day of referendum started by artillery shelling damaging a few houses. 
Needless to say that the chasteners’ atrocities and the reluctance on the part of interim government to hear what dissidents had to say resulted in the referendum results that were catastrophic for the Kiev rulers. 
As is known the crimes committed by Ukrainian military and Nazi militants in Slavyansk and Mariupol spurred attendance and the aspiration for independence. Over 70% took part in the vote; over 90% of them supported the idea of cessation from the Ukraine led by Banderites and Nazi. 
 Neither the promulgation of independence, nor the planned unification of the two republics will stop killings by Maidan gangs and army units loyal to the junta. The logic of Neo-Nazism, which has become an official ideology of Ukraine, dictates the actions undertaken by Turchinov, Yatsenyuk and the like.     
There is also a different logic. As a rule, after Nazism is defeated, the fascist leaders who have waged a war against their own people are held responsible for the committed crimes and face tribunals.
Souce :  http://www.strategic-culture.org/news/2014/05/14/nazism-immunity-to-change.html
Consequently:Solidarity with Ukrainian People Struggling Against Outright Fascism  Is The Watchword Of The Day!

Wie Meinung über die Kiewer in PR-Agentur erzeugt wird

Urs P. Gasche / 14. Mai 2014 - Eine hoch professionelle Journalisten-Bearbeitung sorgt für vereinfachte Argumente und Berichte gegen Russland. siehe:
http://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/Ukraine-PR-UCMC-beeinflusst-Journalist-Medien-gegen-Russland

Referenda Expose Illegal Western Regime Change in Ukraine

Finian CUNNINGHAM | 14.05.2014 | 00:00

Following the massive popular votes calling for independence in Eastern Ukraine, Western political leaders engaged in a predictable contest of who could throw the biggest stones in a glass house.
The referenda held in the Donetsk and Lugansk constituencies recorded over 90 per cent popular support for the respective self-declared People’s Republics, with voter turnout over 75 per cent. The referenda pave the way for secession from Ukraine and for the application to join the Russian Federation. 
Nonetheless, Western political figures and media continued in their threadbare accusations that Russia was destabilizing Ukraine. The day after the independence ballots, European Union foreign ministers enacted further sanctions against Russian individuals and commercial companies. 
The London-based Economist accuses Moscow of waging an «apparent proxy war against Ukraine». While the Financial Times reported: «The US and its leading European allies are preparing wider sanctions on Russia’s economy… if Moscow is seen to disrupt Ukrainian presidential elections on May 25».
The contradiction to that particular Western lie is that Russian leader Vladimir Putin last week urged the Eastern Ukrainian populations to delay their referenda until after the country’s presidential poll later this month. As it turned out the Eastern Ukrainians went ahead with their ballots on independence as planned. Yet Western leaders and media persist in their claims that Moscow is instigating the anti-Kiev protests and fomenting «pro-Russian separatists» even though it is clear that the referenda were organized independently from Moscow.
«Congratulations on the birth of the Lugansk Republic," said Vasily Nikitin, deputy head of the region's separatist movement. "We are now preparing an appeal to the UN and international community asking them to recognise us."
Denis Pushilin, the leader of the Donetz People’s Republic, said his country now wants to join Russia.
The Governor of the Lugansk People’s Republic, Valery Bolotov, spoke with clarity about the significance of the vote. «We have chosen our path of independence from arbitrariness and bloody dictate of the Kiev clique, fascism and nationalism».  
No wonder the Western governments and media do not want to treat the referenda with respect or give the people their right to speak out. What the people of Eastern Ukraine are saying – like in Crimea earlier in March – is an excruciating blow to the Western propaganda myths being pumped out on a daily basis in the West.
For its part Moscow said it respected the «voice of the people» and urged the Western-backed regime in Kiev to enter into dialogue with the newly ascendant popular assemblies in the East of the country.
But the unelected junta in Kiev immediately pilloried the plebiscites as «a farce» conducted «by terrorists». Seriously, how is one supposed to dialogue with such depraved mentality?
The Russian foreign ministry decried the intransigence expressed by Kiev as «a criminal refusal to dialogue».
Of course, where the self—styled government in Kiev gets this belligerent and irrational attitude from is precisely the fawning indulgence bestowed on it by Washington and its European allies.
Admittedly, the referenda in Donetz and Lugansk may not have conformed to normal international standards. True, there were no official international observers present and there are questions over the validity of electoral registers. But nevertheless, the votes are significant expressions of popular opinion. Such expressions should be respected. As well as voicing a desire for political independence from the Western-backed regime in Kiev, the massive electoral turnout also reveals the lack of legitimacy of the Western-backed junta. 
Perversely, the most egregious violation of electoral conduct in Donetz and Lugansk last weekend was the systematic deadly violence against civilians – including serious allegations of shoot-to-kill orders – violence that is condoned and supported by the Western governments. Yet, laughably, all that the West seems to find fault with in the electoral conduct is negligible by comparison to a reign of terror that citizens are being subjected to directed by the junta in Kiev.
The Kiev regime’s obscurantist doublethink and hypocrisy merely reflects that of its political patrons in the West.
Within 24 hours of the largely ethnic Russian people of Donetz and Lugansk heaping electoral scorn on the coup plotters in Kiev – who seized power in a violent putsch against the elected government of President Viktor Yanukovcyh on February 22 – the regime was afforded the highest accolades of European Union support.
Herman Van Rompuy, the president of the European Council, flew to Kiev and held a joint press conference with the junta’s acting prime minister, Arseniy Yatsenyuk. Van Rompuy echoed the deprecatory words of Yatsenyuk, describing the referenda as «illegal and illegitimate». The set piece had the unmistakable air of being contrived at the highest EU levels as a spoiler to what was a salutary East Ukraine snub to the Western-backed coup in Kiev.
The irony of Van Rompuy lecturing about democracy is too cringing for comfort. The former Belgian premier was selected, not elected, for the top EU post back in 2009. The 67-year-old, described by Brussels insiders as the «Belgian waffler» because of his boring personal style, is thus a grey bureaucrat with no popular mandate. And yet he commands a salary equivalent to more than $500,000 – paid for by European taxpayers. That makes him the most highly paid political figure in the world, with his remuneration package even exceeding that of US President Barack Obama. 
Then on next day, Tuesday, Yatsenyuk was hosted in Brussels by the president of the European Commission, Jose Manuel Barroso. Barroso is another arch bureaucrat with no popular legitimacy, who has overseen draconian economic austerity cuts imposed on the European public ever since the global financial crisis erupted in 2008, but somehow he could allocate €1 billion to Yatsenyuk’s regime, as an initial installment of an overall EU «aid package» worth €11 billion. This all constitutes illegal infringement of Ukrainian sovereignty conducted by EU bureaucrats in cahoots with unelected demagogues in Kiev.
Again, like Van Rompuy, Barroso lambasted the referenda held in Donetz and Lugansk as «illegal» and all the while referred to Yatsenyuk as the «prime minister» and to the «government of Ukraine» even though this cabal and its neo-Nazi shock troops occupy government buildings owing to a violent Western-backed regime change operation, involving covert mass murder of some 100 protesters and police in Kiev’s Maidan Square on February 20.
European governments also denounced the votes for independence. Britain’s Foreign Secretary William Hague, Germany’s Chancellor Angela Merkel and French President Francois Hollande hurled brickbats with reckless abandon, excoriating the polls as illegal and asserting that the only valid election is the forthcoming Ukrainian presidential vote on May 25. How these European leaders can ascribe an election carried out amid widespread lethal violence against civilians by the Kiev junta as «valid» defies credibility.
The White House and US State Department issued statements condemning the East Ukraine referenda, but somewhat surprisingly President Obama and his foreign minister, John Kerry, remained low-key on the matter. Maybe they were trying to not confer any recognition of the votes by letting their underlings perform the rhetorical hatchet jobs.
The Western indulgence of the coup in Kiev – which has deployed state forces and neo-Nazi paramilitary death squads against civilian populations in the East and South of Ukraine since it launched its «anti-terror» campaign last month – will ensure that violence will continue to escalate. This is in spite of the so-called Geneva agreement signed on April 17 between the US, EU, Russia and the Kiev junta, which explicitly calls on all sides to de-escalate. 
Russian President Vladimir Putin’s peace proposal worked out last week with Swiss President Didier Burkhalter as chairman of the Organization for Cooperation and Security in Europe also emphasizes dialogue between the Ukraine factions. 
Following the referenda, the Eastern region has even more democratic mandate and should be afforded autonomy, or at the very least the respect of recognition as political representatives. What mandate does the coup in Kiev have? On what authority – apart from the barrel of a gun – does the junta act to suppress people who simply oppose its reactionary self-imposed rule?
Western governments and their media cannot accept the results of the latest referenda or engage in a rational assessment. Not because the referenda lack legitimacy. But rather because recognizing the reality of widespread dissent within Ukrainian society against the Kiev cabal, which the referenda demonstrably show – that exposes the reality of criminal Western regime change in Ukraine. 
Foto: RT
Tags: European Union Novorossia Russia Ukraine US




Süddeutsche.de
, 14. Mai 2014 05:46

Amerikanische Söldner in der Ukraine Das jüngste Gerücht

Für Moskau wären amerikanische Söldner in der Ukraine ein unbezahlbarer Propagandasieg, für den Westen ein Desaster 
Amerikanische Söldner im Osten der Ukraine? Falls diese Vermutung des Bundesnachrichtendienstes tatsächlich wahr sein sollte, wäre das ein Desaster für den Westen. Ein Bürgerkrieg würde so geschürt anstatt verhindert.
Ein Kommentar von Hubert Wetzel
Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist davon überzeugt, dass im Osten der Ukraine etliche Hundert Söldner einer privaten amerikanischen Sicherheitsfirma gegen die prorussischen Separatisten kämpfen. So jedenfalls hat es ein Vertreter des BND vor einigen Tagen im Kanzleramt vorgetragen.
Wer diese Männer genau sind, wer sie beauftragt hat, wer sie bezahlt - und wofür -, scheint unklar zu sein. An ihrer Existenz aber besteht in den Augen des deutschen Auslandsgeheimdienstes offenbar kein Zweifel.
Nun gibt es kenntnisreiche Menschen, die die Aufklärungsfähigkeiten des BND für, sagen wir, wenig beeindruckend halten. Und es mangelt in den ukrainischen Krisenregionen auch nicht an jenen "grünen Männchen", die maskiert und in Tarnuniformen ohne Hoheitsabzeichen herumlaufen. Das soll nicht heißen, dass der BND nicht recht haben könnte und irgendjemand mit genügend Geld - die US-Regierung, die ukrainische Regierung, ein ostukrainischer Oligarch? - der amerikanischen Firma Academi den Auftrag gegeben hat, die Separatisten gewaltsam aus ihren Hochburgen zu vertreiben.


Außenminister in der Ukraine Steinmeier sucht den runden Tisch

Frank-Walter Steinmeier wirbt in der Ukraine für die Idee eines runden Tischs. Doch wer soll daran Platz nehmen? Die Suche nach geeigneten Kandidaten ist so zäh wie heikel. Für einen Hoffnungsschimmer sorgt ausgerechnet ein scheuer Oligarch aus der Ostukraine.
Wenn das so wäre (und dieses Wenn ist sehr groß), dann wäre das für den Westen ein Debakel - ein so gewaltiges und offensichtliches, dass es selbst den skrupellosesten Kriegsstrategen auffallen müsste, bevor sie hineinstolpern. Kaum etwas würde die Glaubwürdigkeit von Europäern und Amerikanern mehr erschüttern als die bestätigte Nachricht, dass amerikanische Söldner für die ukrainische Regierung im Einsatz sind.

Unwissenheit wäre keine glaubhafte Ausrede

Alle diplomatischen Bemühungen, die Krise zu beruhigen, wären damit zum Teufel. Für Moskau wäre das ein unbezahlbarer Propagandasieg, der Westen stünde moralisch nackt da - genauso nackt wie jetzt Russland - als kämpfende Partei in einem Stellvertreterkrieg.
Und das zu Recht: Die Tatsache, dass russische Agenten und Spezialeinheiten die Separatisten unterstützen, kann weder für den Westen noch für Kiew eine Rechtfertigung sein, selbst mit Söldnern einzugreifen. So schürt man den Bürgerkrieg eher, als dass man ihn verhindert.
Auf Unwissenheit könnte der Westen sich wohl nicht glaubhaft herausreden - 400 Kämpfer plus Waffen, Munition und andere Ausrüstung kann auch ein großer internationaler Konzern nicht mal so eben unbemerkt um die halbe Welt transportieren und dann in der Ukraine herumschieben. Zudem würde ein Unternehmen wie Academi - Nachfolger der berüchtigten Söldnerfirma Blackwater - einen so heiklen Auftrag wie den in der Ukraine vermutlich kaum ohne Nachfrage in Washington annehmen. Schließlich verdienen solche Konzerne viel Geld mit Staatsaufträgen.

Linken-Fraktionschef in Moskau Gysis kleine Ostpolitik

In der Ukraine-Krise sind viele deutsche Politiker unterwegs, aber keiner wird so herzlich empfangen wie Gregor Gysi in Moskau. Der Chef der Linksfraktion sucht Putin und äußert Kritik. Er findet andere Russen - und seine Vorwürfe werden erwidert.
Gibt es also amerikanische Söldner in der Ostukraine? Wer weiß. Der "Nebel des Krieges" liegt dicht über der Region, und ob der BND eigene Erkenntnisse hat oder nur Gerüchte nachplappert, ist völlig unklar. Sicher ist allenfalls: Wenn Söldner eingesetzt wurden, waren sie ihr Geld nicht wert. Die Ostukraine ist immer noch fest in der Hand der Separatisten.


Tuesday, May 13, 2014

Noch mehr Einspruch gegen kriegsteiberische Medienhetze! von Peter Vonnahme



Guten Abend,

der Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, Walter Roller, hat auf meine Kritik an seiner parteiischen Berichterstattung bzw. Kommentierung im Ukrainekonflikt (vgl. meine Mail vom 29. April 2014) ziemlich ungehalten reagiert.
Ich habe mich mit Rollers Vorwürfen und der insgesamt kläglichen Rolle der aktuellen deutschen Mainstream-Publizistik nochmals auseinandergesetzt (siehe unten Mail vom 9. Mai 2014).
Im Interesse einer größtmöglichen Objektivität wollte ich ursprünglich auch Herrn Rollers Brief an mich dieser Mail anfügen, so dass sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden kann.
Dem hat Herr Roller heute jedoch widersprochen. Ich respektiere seine Bitte, seinen Brief nicht weiterzuleiten, habe Herrn Roller jedoch Folgendes zu bedenken gegeben:

„... Ihre Auffassung, es handle sich um einen persönlichen Brief, kann ich nicht teilen.
Wenn der Chefredakteur Roller seine wiederholt öffentlich vorgetragenen Auffassungen zur Ukraine und zu Putin gegenüber einem Kritiker verteidigt, hat das inhaltlich keinen privaten Charakter. Abgesehen von Ihrem reichlich überflüssigen Hinweis auf meinen früheren Beruf und Ihrer Vermutung über meine parteipolitischen Präferenzen (warum eigentlich die Linkspartei??) enthält Ihr Brief keine persönlichen Bezüge. Alles andere ist öffentlich und deshalb nicht schutzbedürftig: Ihr geradezu zwanghaftes Feindbild Putin, die Geringschätzung russischer Sicherheitsinteressen und Ihre unübersehbare Sympathie für die westliche Expansionspolitik sind den Lesern Ihrer Zeitung hinlänglich bekannt. Man fragt sich deshalb schon, weshalb Sie sich nun der Weiterverbreitung von Altbekanntem so vehement widersetzen. Könnte es sein, dass Sie eine rationale Durchleuchtung Ihrer Einschätzungen scheuen? Es ist schon verwunderlich, dass ein Publizist, der die öffentliche Meinung tagtäglich hunderttausendfach einseitig beeinflussen kann, auf die vergleichsweise geringen Einflussmöglichkeiten eines Privatmannes so empfindlich reagiert. Noch verwunderlicher ist Ihr Hinweis, dass Sie in Ihrem Brief „nur einige Aspekte der Ukraine-Krise beleuchten konnten“. Sie und Ihre Zeitung haben seit Monaten Ihre Sichtweise umfassend öffentlich gemacht – ein Privileg, das ich nicht habe.
Da mir aber daran liegt, unser Verhältnis nicht zusätzlich zu belasten, werde ich Ihren Wunsch jedoch respektieren. Sie können davon ausgehen, dass ich Ihre Schreiben nicht verbreiten werde.“

Unten beigefügt ist also lediglich mein Brief. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Text auch ohne Rollers vorausgehenden Brief verständlich ist.
Mir liegt viel daran, dass die Leser den Vorgang nicht nur als Privatfehde zwischen dem einflussreichen Chefredakteur einer Regionalzeitung und einem verärgerten, aber weitgehend machtlosen Zeitungsleser begreifen. Die aufgezeigten Meinungsunterschiede sind vielmehr exemplarisch für die sich vertiefende Kluft zwischen dem Machtkartell aus Politik und Medien einerseits und dem Rechtsempfinden vieler Medienkonsumenten andererseits.
PV

Von: Peter Vonnahme [mailto:peter.vonnahme@onlinehome.de] 

Gesendet: Freitag, 9. Mai 2014 15:42

An: 'Walter Roller'
Betreff: da capo Putin und Roller

Sehr geehrter Herr Roller,

zuerst möchte ich Ihnen aufrichtig danken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auf meinen geharnischten Brief ausführlich (und ehrlich) zu antworten. Nur so besteht eine Chance des gegenseitigen Verstehens und - im günstigsten Fall - auch der schrittweisen Annäherung.
Ich habe meinen Brief, wie Sie wissen, nicht als ehemaliger „hoher Richter“ geschrieben. Sie haben jedoch insofern Recht, als meine Empörung über Ihre journalistische Arbeit wesentlich durch mein Berufsverständnis gespeist wird.
Was Ich Ihnen vorwerfe ist nicht, dass Sie eine andere Meinung haben als ich, sondern dass Sie mit zweierlei Maß messen mit der Folge, dass Ihre Einschätzungen zwangsläufig fehlerhaft sein müssen. Da ich Ihnen Unkenntnis in der Sache nicht unterstellen will, drängt sich der Verdacht der bewussten Diskriminierung des politischen Gegners oder gar der Hetze auf; letzteres wäre für den leitenden Redakteur einer auflagenstarken Zeitung allerdings ungut.
Selbstverständlich darf ein Journalist in einem Kommentar seine persönliche Auffassung darlegen. Allerdings rechtfertigt das nach meinem Verständnis nicht die Anlegung von zweierlei Maßstäben und genau das tun Sie bzw. Ihre Redaktion:

·         Wer die Verletzung des Völkerrechts durch Russland rügt, der darf die ungleich zahlreicheren und folgenschwereren Völkerrechtsverstöße des Westens unter der Führung der USA und der Nato im letzten Vierteljahrhundert nicht stillschweigend übergehen. Tut er es dennoch, macht er sich unglaubwürdig.
·         Wer die Abspaltung der Krim kritisiert, sollte die völkerrechtswidrige Abspaltung des Kosovo mit westlicher Beförderung zumindest nicht unerwähnt lassen. Natürlich rechtfertigt ein Rechtsbruch der einen Seite nicht einen solchen der anderen Seite. Aber es relativiert die Beurteilung.
·         Wer die Aktivisten auf dem Maidan zu Freiheitshelden und Kämpfern für Demokratie hochstilisiert, darf die Aufständischen in der Ostukraine nicht als ferngesteuerte Gewalttäter diskriminieren. In beiden Fällen spielen dunkle Elemente und Interessen von außen eine große Rolle.
·         Wer Putin einen Lügner, Täuscher oder Rechtsbrecher schilt, darf nicht müde werden, Obamas alltägliche Drohnenmorde, Guantanamo und die diversen Ausspähprogramme anzuprangern – und zwar gerade dann, wenn man sich selbst der westlichen „Wertegemeinschaft“ zugehörig fühlt.
·         Wer sich so vehement zum Fürsprecher des Völkerrechts aufschwingt wie Sie es in Ihren Kommentaren tun, kann – nebenbei bemerkt - auch den jahrzehntelangen massiven Völkerrechtsverletzungen der Besatzungsmacht Israel nicht mit Stillschweigen begegnen. Auch da wäre ein vergleichbar vehementes Wort am Platze.

Noch ärgerlicher als die erwähnten Kommentare empfinde ich die unzulängliche Berichterstattung Ihrer Zeitung aus dem Krisengebiet. Ich frage mich, ob die Ursache hierfür miserable Recherche vor Ort, Bequemlichkeit (unkritische Übernahme parteiischer Agenturmeldungen) oder politische Einäugigkeit ist. Durch solche Pressearbeit wird die Kritikfähigkeit der Leser nicht gestärkt, sondern der Vertuschung oder Meinungsmanipulation der Weg bereitet. Ich nenne nur stichwortartig: Brandanschlag in Odessa (wer war Täter, wer Opfer?), die fragwürdige Rolle der sog. „OSZE-Beobachter“, Funktion Putins bei deren Freilassung, Rolle der Rechtsextremisten und der Oligarchen auf dem Maidan und in der „Regierung“, Werdegang und Verhalten von Jazenjuk, Rolle westlicher Geheimdienste bei der Destabilisierung der Ukraine, etc.

Ihr berechtigter Hinweis, dass auch andere Journalisten und große Zeitungen mit gleicher Tendenz berichten, ist kein überzeugendes Argument gegen meine Kritik. Ein Blick in internationale Blätter und in die Neuen Medien (Internetzeitungen, Blogs) zeigt, dass jenseits des deutschen publizistischen Mainstreams eine große Unzufriedenheit mit Printmedien, Funk und TV herrscht. Dies wird durch die überaus zahlreichen zustimmenden Mails und Anrufe bestätigt, die ich als Reaktion auf meinen Brief an Sie erhalten habe. Die oben genannten Leitmedien sind im Begriff, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Wenn nicht die Lokalberichterstattung wäre, hätte ich Ihre Zeitung schon längst abbestellt.

Sie haben Recht, ich hätte meinen Brief auch an Joffe und Kornelius adressieren können, mein Vorwurf trifft sie mindestens in gleicher Weise (ich hatte allerdings ihre Mailadressen nicht). Aber Sie sind der Chefredakteur der Zeitung, die ich seit Jahrzehnten abonniert habe und lese. Und deshalb müssen Sie meinen Leserunmut aushalten.

Nein, ich glaube nicht, dass sich zahlreiche große Blätter und renommierte Journalisten „gegen Russland verschworen“ haben. Aber ich glaube sehr wohl, dass sie (und Sie!) Teil einer transatlantischen Gesinnungsgemeinschaft sind, deren erklärtes Ziel es ist, einseitig die Interessen der USA und des Westens zu befördern (mehr dazu in der Dokumentation „Atlantikbrücke“, Anlage).

Dass auch der „Spiegel“ die von Ihnen verwendeten und von mir gerügten Bewertungen gebraucht hat, entschuldigt Ihre Missgriffe nicht. Zum einen kann man eigene Fehler nicht mit dem Hinweis auf das Fehlverhalten eines anderen rechtfertigen. Entscheidend ist allein, dass Sie sich die Abwertungen zueigen gemacht haben. Zum anderen hat der „Spiegel“ längst nicht mehr die publizistische Orientierungskraft wie einst unter Augsteins Verantwortung (Indiz: „Die Spiegel-Affäre“, ARD).

Herr Roller, seien Sie versichert: Sobald Sie zu einer gerechten Beurteilung vergleichbarer Sachverhalte finden, werde ich der erste sein, der Sie dafür genauso leidenschaftlich lobt (und zwar öffentlich) wie ich Ihr Verhalten jetzt (halböffentlich) kritisiert habe.

Die einseitige Pressearbeit ist dem Weltfrieden abträglich. Im konkreten Zusammenhang wirkt sie sich zulasten Russlands aus, dem gerade unser Land mehr Sensibilität und auch mehr Dankbarkeit schuldet (2.Weltkrieg, Wiedervereinigung).
Im Übrigen hat die Ukraine-Krise nicht Putin/Russland ausgelöst, sondern los ging es mit dem unüberlegten EU-Assoziierungsvertrag. Es folgte die Unterstützung des Maidan durch Minister Westerwelle und die Kanzlerin sowie die rechtlich hochproblematische Unterstützung einer durch Verfassungsbruch installierten „Regierung“. Begleitet wurde all das seit den 90er Jahren durch die von Nato/EU orchestrierte und von westlichen Staaten finanzierte planmäßige Einkreisung Russlands. Dass hierbei legitime russische Interessen nicht ausreichend berücksichtigt worden sind, leuchtet inzwischen auch altgedienten Atlantikern ein (Kissinger, Schmidt, Eppler, Teltschik, Ischinger, Gauweiler, Schröder, u.a.).

Ein großes Missverständnis liegt darin, dass Sie offensichtlich meinen, ich mache mich zum Fürsprecher Putins. Nein, ich verteidige nur einen (in mancherlei Hinsicht fragwürdigen) Menschen gegen unangemessene Anwürfe. Im Grunde nehme ich auch nicht Putin in Schutz, sondern das hinter ihm stehende Land. Und ja, an dieser Stelle melden sich Gewissen und Berufserfahrung des ehemaligen Richters!
Ich vermag im Gegensatz zu Ihnen nicht zu beurteilen, ob Putin „durch Schmerz über das Ende der Sowjetunion“ getrieben wird. Genauso gut kann ich mir vorstellen, dass ihn seine Verantwortung als russischer Präsident zu Reaktionen auf die massive westliche Expansions- und Einkreisungspolitik antreibt. Aber vielleicht haben Sie einen besseren Einblick in Putins Seelenleben.

Wenn Sie mir, dem „Putinversteher“, auch noch die Rolle von „Gysis Pressesprecher“ zutrauen, dann ehrt mich das. Ich bekenne, dass mich diese Funktion intellektuell weniger überfordern würde als der Versuch, die Ukraine-Politik Merkels, Obamas oder Rasmussens der Welt zu erklären.
Nebenbei, ich habe Sie nicht als Pressesprecher dieses Dreigestirns bezeichnet. Vielmehr habe ich Sie gebeten, Sie möchten sich besinnen, dass Sie genau das nicht sind. Das ist, mit Verlaub, ein großer Unterschied. Und als Kriegstreiber habe ich Sie auch nicht bezeichnet, das sind Sie sicher nicht. Aber Leuten wie Ihnen liegt erkennbar viel daran, die Vormachtstellung des „freien Westens“ auszubauen – auch zum Preis einer Doppelzüngigkeit und einer globalen Ungerechtigkeit.

Sehr geehrter Herr Roller, ich bemerke gerade, dass meine Antwort viel zu lang geraten ist. Betrachten Sie das bitte als Wertschätzung Ihrer offenen Äußerung.
Ich bin mir im Übrigen auch dessen bewusst, dass ich Sie vermutlich durch noch so viel Worte nicht von Ihren Grundüberzeugungen abbringen kann. Denn wir „ticken“ offensichtlich zu unterschiedlich.

Deswegen grüße ich Sie aber nicht minder freundlich.

Peter Vonnahme

p.s.
Ich beabsichtige, auch diesen Brief wieder demselben ausgewählten Empfängerkreis zugänglich zu machen. Eine Weiterverbreitung über Webportale und Mailaustausch ist zu erwarten.

Von: Peter Vonnahme [mailto:peter.vonnahme@onlinehome.de] 

Gesendet: Montag, 12. Mai 2014 23:31

An: Walter Roller; zuefle@augsburger-allgemeine.de; AA-Redaktion; SZ-Redaktion; SZ-Prantl Heribert Dr.; andreas.zielcke@sueddeutsche.de; spiegel; FAZ; redaktion focus; presse@stern.de; Welt; NachDenkSeiten; Florian Rötzer; NRhZ; phoenix; Tagesschau; WDR; ZDF; zdf-auslandsjournal; dradio; '"Günther Jauch"'; 'Deutsche Welle DW'; 'Tagesspiegel Online'; 'taz Tageszeitung'; 'Maybritt Illner'; 'Theo Koll'; 'WAZ Tageszeitung'; Kirchhoff Guido;politik@netzeitung.de; nzz; Welt
Cc: LT-Redaktion
Betreff: Medienkrieg 2. Teil; Replik an Chefredakteur

19. März 2013
Journalisten, der Atlantikbrücke in Treue verbunden
...
Journalisten erklären uns die Welt, beeinflussen unsere Meinung, machen Politik. Wer aber erklärt den Journalisten die Welt, beeinflusst ihre Meinung und macht somit Politik? In Berlin gibt es die Hintergrundkreise in denen Politiker mit den Hauptstadtjournalisten kungeln. Gezielt werden bei einem guten Essen und reichlich teurem Rotwein sogenannte Hintergrundinformationen gegeben, unter dem Mantel der Verschwiegenheit Gerüchte gestreut und den Journalisten ein Gefühl der exklusiven Nähe vermittelt.

Lobbyisten bearbeiten nicht nur Politiker und hohe Beamte, sondern auch die Hauptstadtkorrespondenten.
PR-Agenturen liefern fertige Texte, in denen sie die Sicht ihrer Auftraggeber verbreiten. Und dann gibt es noch die Vereinigungen der Strippenzieher, Stiftungen, Institute, Center und Konvente.


Eine der ältesten und auch wohl einflussreichsten Verbindungen von Finanzwelt, Großindustrie, Militärs, Politik, Geheimdienst und Journalismus, ist die
Atlantikbrücke. 1952 von dem Deutsch-Amerikanischen Bankier Eric M. Warburg in Hamburg gegründet, hat sie sich die Pflege der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA auf die Fahnen geschrieben. Ihr derzeitiger Vorsitzender ist der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordneter Friedrich Merz. ......
Die Atlantikbrücke war einer der Hebel, die eingesetzt wurden, um die deutsche Elite für sich einzunehmen. Es ging und es geht den Amerikanern aber neben der militärischen Zusammenarbeit vor allen Dingen um den Export ihres Wirtschaftssystems, die angeblich unlösbar feste Bindung der Demokratie an den Kapitalismus.
...
Mit dem Young-Leaders-Programm betreibt die Brücke eine Art Elitebildung in ihrem Sinn. Junge Leute aus Wirtschaft und Politik werden von ihren Mentoren empfohlen und in das Programm aufgenommen. Dass diese jungen Streber nicht gerade ein Ausbund an Eigenständigkeit und der Fähigkeit eigenen ungebundenen Denkens sind, versteht sich von selbst. Der Name "Young Leader", also "Junger Führer" gewährt einen Eindruck in die Denkweise der Mitglieder der
Atlantikbrücke, egal ob jung oder alt.

Der Begriff "Elite" ist in den Kreisen der
Atlantikbrücke allerdings ein ganz spezieller. So tummelten sich jahrelang geistige Tiefflieger und Aufschneider wie Karl Theodor zu Guttenberg, Patrick Döhring, mittlerweile FDP-Generalsekretär, oder Phillip Mißfelder von der CDU bei den verschiedenen Veranstaltungen der Atlantikbrücke im wärmenden Schein der Gunst von Leuten wie Richard von Weizsäcker, ehemaliger Bundespräsident, Jürgen Fitschen, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, oder eines Henry Kissinger bei seinen zahlreichen Besuchen bei der Atlantikbrücke.

Die selbstverliebten Manager und die in die Jahre gekommenen Alphatiere der Politik halten sich aber nicht nur einen Stall gegelter, karrieresüchtiger "Young Leader", die unselbstständig und unfähig zu eigenem Denken, dereinst die Geschäfte in ihrem Sinne weiterführen. Sie müssen auch dafür sorgen, dass die öffentliche Meinung in ihrem Sinne beeinflusst wird. Deswegen werden auch immer wieder Spitzenjournalisten, besonders gern von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF zu den Treffen und Reisen der
Atlantikbrücke eingeladen.
Allein in den Jahren 2006 bis 2012 werden in den Jahresberichten 88 Journalisten erwähnt, davon allein 26 aus dem Bereich der Öffentlich-Rechtlichen.
Hier die Liste der Journalistinnen und Journalisten, die dem Ruf dieser undemokratischen, anarchischen Altherrenloge nicht widerstehen konnten, sie birgt sicher ein paar Überraschungen:
Schönenborn Jörg ARD – Chefredakteur WDR-Fernsehen
Deiß Matthias ARD – Hauptstadtstudio
Roth Thomas ARD – Korrespondent New York
Mikich Sonja Seymour ARD – Leiterin der Programmgruppe Inland des WDR - Monitor
Wabnitz Bernhard ARD – Moderator Weltspiegel
Hassel Tina ARD – Studio Washington seit 01.07.2012
Zamperoni Ingo ARD – Tagesthemen, Nachtmagazin
Ehni Ellen ARD – WDR Fernsehen - Leiterin der Programmgruppe Wirtschaft und Recht
Jahn Frank ARD- Korrespondent London
Löwe Rüdiger Bayrischer Rundfunk
Wilhelm Ulrich Bayrischer Rundfunk – Intendant
Schröder Dieter Berliner Zeitung – Herausgeber bis2001, seither Leitartikler, Autor
Schoeller Olivia Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau – Leiterin Ressort Panorama zuvor USA Korrespondentin
Diekmann Kai Bild Zeitung – Chefredakteur
Kessler Katja Bild Zeitung – Klatschkolumne
Blome Nikolaus Bild Zeitung – Leitung Hauptstadtbüro
Kallen Paul-Bernhard Burda Media – Vorstandsvorsitzender
Pleitgen Frederik CNN, davor ZDF, RTL, NTV
Feo de, Dr. Marika Corriera della sera – Deutschlandkorrespondentin
Aslan Ali Deutsche Welle TV
Meurer Friedbert Deutschlandradio – Ressortleiter Redaktion Zeitfunk
Stürmer Michael Die Welt – Chefkorrespondent, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur - Autor
Sommer Theo Die Zeit - Herausgeber, seit 2000 Editor-at-Large
Joffe Josef Die Zeit – Herausgeber
Naß Matthias Die Zeit – Internationaler Korrepondent
Brost Marc Die Zeit – Leiter Hauptstadtbüro
Leicht Robert Die Zeit – Politischer Korrespondent, Kolumnist Berliner Tagesspiegel
Ross Jan Die Zeit – Redakteur
Stelzenmüller Constanze Die Zeit – Redakteurin, Leitung des Berliner Büros des German Marshall Fund seit 2009 Senior Transatlantic Fellow
Klingst Martin Die Zeit – US-Korrespondent
MCLaughlin Catriona Die Zeit Referentin der Geschäftsführung, Zeit online
Heckel Margret ehem. Welt – Welt am Sonntag – Financial Times Deutschland Politikchefin seit 2009 freie Journalistin und Buchautorin
Busse Dr. Nikolas FAZ
Frankenberger Klaus Dieter Frankfurter Allgemeine – Redakteur
Wrangel, von Cornelia Frankfurter Allgemeine Zeitung - Redakteurin
Kammerer Steffi Freie Journalistin schreibt für Stern, Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Spiegel online, Park Avenue
Seligmann Rafael Freier Journalist – publiziert in Spiegel, B.Z., die Welt, Bild, Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung, Jüdische Allgemeine, Atlantic Times
Herles Helmut Generalanzeiger – Chefredakteur
Schulte-Hillen Gerd Gruner und Jahr – Bertelsmann bis 2003
Innacker, Dr. Michael J. Handelsblatt – stellvertr. Chefredakteur
Steingart Gabor Handelsblattgruppe – Geschäftsführung
Klasen-Bouvatier Korinna Jungle World
Ippen Dr. Dirk Münchner Merkur – Verleger
Marohn Anna NDR – Persönliche Referentin von Intendant Lutz Marmor
Diehl Julia NDR – Redakteurin
Bremer Heiner ntv – Moderator „Das Duell“, Stern Chefredakteur
Kolz Michael Phoenix - Leiter Redaktion Ereignis 2 – Stellvertr. Programmgeschäftsführer
Augter, Dr. Stefanie Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union, Brüssel, Pressesprecherin Familienministerium, Wirtschaftswoche, Handelsblatt
Arnold Tim Pro-Sieben-Sat-1 - Senior Vice President Political Strategy der ProSiebenSat.1 Group
Schremper Ralf ProsiebenSat1 - CFO Digital & Adjacent
Ebeling Thomas ProSiebenSat1 Vorstandsvorsitzender
Procházková Bára Respekt, Zeitschrift Tschechien
Krauel Thorsten Wilhelm Rheinischer Merkur – Ressortleiter Innenpolitik
Ulbrich Sabine Sat 1 – N24 Korrespondentin Washington
Ridderbusch Katja schreibt aus Atlanta für Welt Handelsblatt Spiegel online, Deutschlandfunk, WDR, The European
Stuff Eckhard SFB Ausbildungsleiter, RBB Kulturradio
Hoffman Christiane Spiegel – Leiterin Hauptstadtbüro, FAZ
Hujer Marc Spiegel online
Trautmann Clemens Springer Verlag – Büroleiter Döpfner
Klaeden von Dr. Dietrich Springer Verlag – Leiter Regierungsbeziehungen
Döpfner Mathias Springer Verlag – Vorstandsvorsitzender
Gloger Katja Stern – Korrespondentin, Washington – Ehefrau von Georg Mascolo, Chefredakteur Spiegel
Gohlke Reiner Maria Süddeutsche - Vorsitzender der Geschäftsführung des Süddeutschen Verlags bis 2000
Wernicke Christian Süddeutsche – US-Korrespondent
Klüver Reymer Süddeutsche – USA-Korrespondent
Kornelius Stefan Süddeutsche- Leiter Ressort Aussenpolitik
Dewitz von Ariane Tagesspiegel
Schäuble Juliane Tagesspiegel
Marschall, von Christoph Tagesspiegel – Korrespondent Washington – Kommentator Deutschlandfunk, Deutschlandradio, Cicero, Atlantic Times
Rohwedder Cecilie Tagesspiegel – Redakteurin
Rimscha, von Robert Tagesspiegel bis 2004, FDP, 2011 Botschafter Laos
Lehming Malte Tagesspiegel Us-Korrespondent
Görlach Alexander The European – Herausgeber
Karnitschnig Matthew Wall Street Journal – Büroleiter Deutschland
Kiessler Dr. Richard WAZ – Sonderkorrespondent Aussenpolitik bis 2011, Freier Journalist, Kommentator deutschlandfunk, Deutsche Welle
Hombach Bodo WAZ-Mediengruppe – Geschäftsführer, Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP)
Plättner Anke WDR
Siegloch Klaus-Peter ZDF - Korrespondent Washington, seit 2011 Lobbyist als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) 
Biedenkopf-Kürten Susanne Gabriele ZDF – Europaredaktion
Koll Theo ZDF – Hauptredaktion Außen-, Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik
Burgard Jan Philipp ZDF – Hauptstadtstudio, Morgenmagazin
Bellut Thomas ZDF – Intendant
Kampen van Udo ZDF – Leiter Studio Brüssel
Kleber Claus-Detlev ZDF – Moderator Heute Journal
Schmiese Wulf ZDF – Moderator Morgenmagazin
Jobatei Cherno ZDF – Morgenmagazin
Theveßen Elmar ZDF – Stellvertretender Chefredakteur – Leiter Hauptredaktion Aktuelles
Sölch Rudi ZDF – Verwaltungsdirektor

Besonders fällt auf, dass sehr viele Korrespondenten, die von ihren Sendern und Verlagen in die USA entsandt worden sind, in der Liste vertreten sind. .... Die Verbindungen der Brücke zu erzkonservativen Politikern und Think Tanks in den Staaten sind hervorragend.
Alte Strippenzieher wie Henry Kissinger, Madeleine Albright, 
Zbigniew Kazimierz Brzeziński und John Kornblum können jenseits des Atlantiks so manche Tür öffnen. Die Berichterstattung ist dann auch entsprechend und zeichnet hier ein Bild von den USA, wie es diese machiavellischen Machtpolitiker sehen wollen. Die CIA dürfte bei jedem Treffen dieser Journalisten mit amerikanischen Politikern, Wissenschaftlern und Militärs immer mit am Tisch sitzen.
Den Lesern und Zuschauern bleibt es überlassen aus der obigen Liste ihre Schlüsse zu ziehen. Sie sollten allerdings der Berichterstattung der Medien in Zukunft etwas kritischer gegenüberstehen und Artikel in den Druckmedien, im Internet oder Filmbeiträge im Fernsehen gründlich hinterfragen.