Fassbombenangriffe stoppen!

Auch bei anderen Treffen mit syrischen Oppositionellen wurde deutlich, wie dramatisch die Lage im Land ist. Die einen arbeiten im Untergrund, andere agieren mit kultureller Arbeit. Angesichts eines vierjährigen Bürgerkriegs, in dem nur noch wenig Hoffnung auf den Sturz des Assad-Regimes besteht, sind sie entkräftet und desillusioniert. Viele hatten sich mehr Unterstützung von Seiten der EU erhofft. Doch seit der Islamische Staat in der Region wütet, sind die Verbrechen der syrischen Regierung in der öffentlichen Wahrnehmung sogar noch in den Hintergrund getreten.
Dabei halten Assads Angriffe auf Oppositionelle und die Zivilbevölkerung weiter an. Allein in Aleppo sind Tausende von Zivilisten mit so genannten Fassbomben getötet worden, im vergangenen Jahr sind 2000 Kinder durch diese Waffen gestorben. Die Armee wirft die mit Sprengstoff gefüllten Ölfässer aus Hubschraubern ab.
Mehrmals wurden bei meinen Gesprächen mit Regimegegnern Forderungen laut, dass die internationale Gemeinschaft mit militärischen Schlägen den weiteren Abwurf dieser Bomben verhindert. Mir erscheint jeder Schritt, militärisch in diesen Konflikt einzugreifen, als ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Dennoch halte ich es in diesem Fall für sinnvoll, den Flughafen, von dem aus diese Angriffe geflogen werden, unbrauchbar zu machen. Offenbar lässt sich nur so eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen die Fassbomben umsetzen. Eine groß angelegte militärische Intervention lehne ich jedoch ganz klar ab.
Quelle: http://barbara-lochbihler.de/1/themen/internationales/libanon_2015/fassbombenangriffe-stoppen.html
Quelle: http://barbara-lochbihler.de/1/themen/internationales/libanon_2015/fassbombenangriffe-stoppen.html
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