Monday, October 10, 2016

Nahostexperten Michael Lüders im info-radio

Nachschlag: Seltene Töne. 
Die Moderatorin war hörbar irritiert. Gerade hatte sie den Nahostexperten Michael Lüders gefragt, ob das Eingreifen Russlands in den syrischen Bürgerkrieg vor einem Jahr die Lage dort verschärft hat. »Sie hat sie sicherlich nicht einfacher gemacht«, begann Lüders. Doch dann sagte er Dinge, die man beim Inforadio aber offenbar noch nie gehört hat: In Syrien tobt ein Stellvertreterkrieg, in dem es dem Westen nicht um Menschenrechte geht, sondern darum, Russland und den Iran zu schwächen. Die Türkei hat lange den »Islamischen Staat« unterstützt, damit dieser die Kurden bekämpft. Der von Russland und den USA ausgehandelte Waffenstillstand war nicht ernst gemeint – was schon der US-Luftangriff auf Einheiten der syrischen Armee bewiesen habe. Und die vom Westen unterstützten »gemäßigten Rebellen« sind tatsächlich »fast durchweg radikale Dschihadisten (...), die bei uns in Deutschland völlig zu Recht als terroristische Organisationen gelten«. Selten gehörte Töne im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. (scha)      kurzlink.de/lueders
Der schmutzige Krieg gegen Syrien - "The Dirty War on Syria" von Tim Anderson

Buchbesprechung von Ludwig Watzal

Regierungspropaganda und die Desinformation von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben die Medienberichterstattung über den Syrienkonflikt von Beginn an stark beeinflusst. „Der schmutzige Krieg gegen Syrien“ wurde von einer Fülle von Desinformation begleitet, wie sie die Welt bisher noch nie gesehen hat. Diese Faktoren haben Tim Anderson motiviert, dieses Buch zu schreiben.
Von Beginn des inszenierten Aufstandes in der Stadt Daraa durch Agenten der USA und befreundeter Geheimdienste haben die internationalen Nachrichtenagenturen und fast alle führenden westlichen Medien dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad die alleine schuld an diesem Konflikt zugewiesen. 
Tim Anderson, australischer Politikwissenschaftler hat mit seiner Untersuchung den Schleier der Propaganda über den Krieg in Syrien gelüftet. Hervor kamen die USA, ihre westlichen Alliierten, deren despotische arabische Freunde, Israel und die Türkei, die sich Terrororganisationen wie den  „Islamischen Staat“, al-Kaida“ oder die „al-Nusra-Front“ als nützliche Idioten halten, um einen weiteren Umsturz eines säkularen Regimes im Nahen Osten zu bewerkstelligen. Mit dem Schutz der Menschenrechte hatte diese zynische Politik des Westens nie etwas zu tun. Hätte nicht Präsident Vladimir Putin in diesen Konflikt eingegriffen, und zwar auf Einladung von al-Assad, wäre der Umsturzplan des Westens vermutlich schon längst aufgegangen.
Der Autor bietet nicht nur der Leserschaft, sondern insbesondere den Medienschaffenden einen alternativen Narrative an, da letztere nur die US-amerikanische Propaganda nachgeplappert und somit die westliche Öffentlichkeit manipuliert haben. Seine Untersuchung beruht auf Tatsachen und nicht wie die des Westens auf Fiktionen. Meldungen einer obskuren „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ in London werden von westlichen Journalisten ungeprüft übernommen und als Tatsachen verkauft. Dieser Ein-Mann-Betrieb ist ähnlich fragwürdig wie die damalige „Libysche Liga für Menschrechte“ in Genf. Beide „Beobachtungsstellen“ erschienen auf der Bildfläche, als der Westen seine Aggressionskriege gegen Libyen und Syrien startete. Erinnert sei an die angeblichen Gräueltaten von Saddam Hussein in Kuwait, als angeblich Neugeborene aus den Brutkästen herausgenommen worden seien. Oder das die Soldaten von Gaddafi angeblich Frauen vergewaltigt haben sollen. Diese Schauermärchen entpuppten sich als eine von den USA inszenierte Propagandashow, um ihre anschließend begangenen kolossalen Kriegsverbrechen in einem „positiven“ Licht erscheinen zu lassen.
Anderson zerreißt den gängigen Mythos von einem „Bürgerkrieg“, „Volksaufstand“ oder einer „Auseinandersetzungen zwischen Religionen“ und weißt in überzeugender Weise nach, dass es sich um einen mörderischen Amoklauf handelt mit dem Ziel, alle Regime des Nahen und Mittleren Ostens zu stürzen. Die meisten Massaker wurden von den vom Westen geschaffenen und unterstützen Terrormilizen begangen, aber dem Assad Regime in die Schuhe geschoben. Beim Einsatz von Giftgas war es so offensichtlich, dass es selbst Präsident Obama aufgefallen ist und er nicht auf Seiten der Terroristen in den Konflikt eingegriffen hat, was diese ursprünglich erreichen wollten. Bis auf die westlichen Medien war jedem klar, wer die eigentlichen Urheber dieses Verbrechens waren. Aber die westlichen Konzern- und Staatsmedien verbreiten bis heute die Mär vom Einsatz von Giftgas durch Assad. Anderson hebt besonders die verräterische Rolle der NGOs hervor, die die westlichen Propagandalügen eifrig nachplapperten.
Er zeigt sich überrascht von dem enormen Propagandaerfolg des Westens, der immer noch behauptet, dass seit fast sechs Jahren die syrische Armee die eigene Bevölkerung tötet. Würde dies den Tatsachen entsprechen, wäre Assad schon längst von der Bildfläche verschwunden und es hätte nicht der vom Westen bezahlten Killertruppen bedurft, um das Land zu zerstören.
Dem Autor ist es gelungen, die meisten der Propagandalügen der westlichen Medien als solche zu entlarven. Als besonders treue Propagandisten haben sich die BBC, The Guardian, die New York Times und selbst der arabische Sender Al Jazeera betätigt. Der Fernsehsender gehört dem Emir von Katar, einem der Sponsoren der in Syrien aktiven Terrororganisationen. Auch NGOs wie Amnesty International, Human Rights Watch oder die zionistische Organisation AVAAZ haben an diesem Lügengebäude eifrig mit gebaut.Insbesondere die Medien in der BRD haben ihre Berichte regelrecht wie „Offenbarungen“ behandelt. Die Glaubwürdigkeit dieser NGOs ist nicht nur durch diese einseitige Parteinahme schwer beschädigt, werden sie doch auch durch staatliche und private Gelder auf eine systemkonforme Linie gebracht.
Vor fünf Jahren hat Obama lauthals verkündet: „Assad has to go“. Assad ist immer noch im Amt, aber Obama wird in vier Monaten von der politischen Bildfläche verschwunden sein. Sollte er durch die kriegsgeile Hillary Clinton ersetzt werden, wird sie die Welt an den Rand eines nuklearen Konflikts zwischen Russland und den USA führen. Dass sie skrupellos ist, hat ihr rücksichtsloses Vorgehen in Libyen bewiesen. Der Autor zeigt, dass trotz massivem Einsatz von Terror es dem Westen und seinen arabischen Vasallen-Staaten nicht gelungen ist, das politische System Syriens und die syrische Armee zu zerschlagen, was von einer hohen Loyalität gegenüber Assad zeugt.
In 13 Kapiteln gibt Anderson eine nüchterne Bestandaufnahme des Krieges, seiner Verursacher und Hintermänner. Dem Leser fällt es bei der Lektüre wie Schuppen von den Augen, wie er durch die westliche Propaganda von vorne bis hinten belogen worden ist. Wer über den tatsächlichen Krieg in Syrien informiert sein will, sollte das Buch unbedingt lesen. Er wird erschüttert sein und sich vom Westen und dessen verlogenen „westlichen Werten“ indigniert abwenden.

Putin und Erdogan wollen humanitäre Hilfe in Syrien gemeinsam leisten

 © Sputnik/ Alexej Druschinin POLITIK 21:03 10.10.2016(aktualisiert 21:06 10.10.2016) Russland ruft zur Gewährleistung der Sicherheit bei der Zustellung von humanitären Hilfsgütern nach Aleppo auf, wie der russische Staatschef Wladimir Putin im Anschluss an Verhandlungen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan mitteilte. Die Beiden Länder würden ihre Kooperation in diesem Bereich fortsetzen.  „Wir teilen die gemeinsame Position, dass es alles getan werden muss, um humanitäre Hilfsgüter nach Aleppo zu liefern. Die einzige Frage ist die Gewährleistung der Sicherheit bei der Zustellung dieser Güter“, sagte Putin. Erdogan betonte seinerseits, dass die Türkei und Russland die Zusammenarbeit zur Leistung humanitärer Hilfe in Syrien auf der Ebene der Verteidigungsministerien, der Geheimdienste und der Außenministerien fortsetzen werden. Russlands Verteidigungsamt: Humanitäre Hilfe in Syrien kein Handelsgegenstand „Wir haben die entsprechenden Anweisungen an die zuständigen Behörden gegeben, diese werden sich in Kontakt setzen. Dies wird unter anderem auf der Ebene unserer Militärs, der Aufklärung und der Außenministerien erfolgen. Am Ende wird eine Strategie ausgearbeitet“, sagte Erdogan. Im Anschluss an die Verhandlungen teilten Moskau und Ankara zudem mit, sie würden den Vorschlag des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, laut dem alle Terroristen Aleppo umgehend verlassen sollten, unterstützen. „Zusammen mit dem türkischen Präsidenten haben wir uns darauf geeinigt, dass wir alles Mögliche tun werden, um die Initiative des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, zum Abzug aller bewaffneten Einheiten, die sich weigern, die Waffen zu strecken, aus der Stadt Aleppo zu unterstützen, mit dem Ziel, das Blutvergießen zu stoppen“, sagte der russische Staatschef.Terroristen aus Aleppo bringen: Moskau unterstützt Vorstoß von de Mistura Am Samstag hatte der UN-Sicherheitsrat die Resolution Russlands zur Lage in Aleppo nicht verabschiedet. Als Antwort auf Russlands Veto gegen den französisch-spanischen Vorschlag einer Flugverbotszone über der Stadt hatten Opponenten Moskaus und Damaskus' das Dokument abgelehnt. Der russische Entwurf sah die Unterstützung einer Initiative zum Rückzug der Kämpfer aus den östlichen Gebieten Aleppos vor.

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161010312889637-moskau-ankara-syrien-kooperation/
Türkei – Syriens Friedenstaube: Ankara will russisch-amerikanische Konflikte brechen

POLITIK 12:40 10.10.2016(aktualisiert 12:44 10.10.2016) Zum Kurzlink Themen: Regelung der Syrien-Krise (2016) (438) 614901124 Die Türkei sieht sich laut dem türkischen Premierminister Binali Yildirim verpflichtet, Russland, die USA und den Iran zur Regelung der Syrien-Krise zusammenzubringen. „Die Rolle der Türkei besteht darin, Russland, die USA und den Iran zusammenzubringen. Auch Saudi Arabien könnte diesem Prozess angeschlossen werden“, sagte der türkische Premier in einem Sputnik-Türkiye-Interview. „Damit soll das Blutvergießen in der Region und der Tod von unschuldigen schutzlosen Menschen gestoppt werden. Wir geben uns Mühe dabei“, so Yildirim. Fehlende Einigung in den Handlungen Russlands und der USA machten die Lage in Syrien derweil immer schwieriger. „Besonders diese Leere im politischen Willen im Zusammenhang mit den kommenden Wahlen in Amerika trägt zu weiteren ungünstigen Situationen in der Region bei.“
 Russlands UN-Botschafter erklärt Kern der Syrien-Resolution Frankreichs Demnach laste auf Russland eine große Verantwortung: „Russland ist ein wichtiger Faktor bei der Regelung des Syrien-Problems. Es ist die Zeit gekommen, da es seinen Einfluss auf Assad in Gang geltend machen sollte. Ich denke, dass Russland eine aktive Stellung einnehmen muss, solange noch keine weiteren unschuldigen Menschen ums Leben gekommen und ihr Zuhause verloren haben“, so der türkische Regierungschef.   Man müsse so schnell wie möglich einen Ausweg finden und den Widerstand Russland-USA in den Hintergrund rücken. „Wir fordern alle interessierten Seiten dazu auf, ihre Machtdemonstrationen zu verzichten, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und eine Lösung für das Problems zu finden“, so Yildirim weiter. 

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161010/312878955/syrien-regelung-tuerkischer-premier-interview.html

Putin & Erdogan to talk restoring trade, Turkish Stream, Syria cooperation in Istanbul

On Tuesday, Turkish Defense Minister Fikri Isık said that Turkey wishes that “Russia and the US would not oppose [each other]” referring to the recent escalation of tensions between the two powers after Washington suspended cooperation on Syria. While the US cited Russia’s non-compliance with the deal, Moscow accused US of shielding terrorists, in particular former Jabhat Al-Nusra fighters, by failing to separate them from moderate rebels. 
Russia's President Vladimir Putin interacts with Turkey's President Tayyip Erdogan © Damir Sagolj
Russia and Turkey are set to find common ground on Syria, revamp stalled energy projects and boost bilateral trade, closing a sour chapter in relations with an array of deals as President Putin and President Erdogan meet in Istanbul. 
Vladimir Putin is coming to Istanbul on Monday at the invitation of Turkish President Recep Tayyip Erdogan to participate in the 23rd World Energy Congress, which opened on October 9.
The meeting of the two leaders will focus on restoring Russian-Turkish relations “in all aspects” and is going to provide the presidents with an opportunity to exchange views on a broad range of regional and international topics, first and foremost on the situation in Syria, Kremlin spokesman Dmitry Peskov told RIA Novosti on Sunday. 
Russia’s Foreign Ministry expressed hope that cooperation within the war-ravaged country will bear fruit and may even pave the way for joint action, pointing out that Ankara is ready to assist in the renewal of a ceasefire and to facilitate humanitarian aid deliveries. 
On Tuesday, Turkish Defense Minister Fikri Isık said that Turkey wishes that “Russia and the US would not oppose [each other]” referring to the recent escalation of tensions between the two powers after Washington suspended cooperation on Syria. While the US cited Russia’s non-compliance with the deal, Moscow accused US of shielding terrorists, in particular former Jabhat Al-Nusra fighters, by failing to separate them from moderate rebels. 
The expectations from the second Putin-Erdogan face-to-face meeting since August 9, which has already signaled a thaw in relations, are running high. In particular, there are hints that the recently resumed Turkish Stream project could be brought into force.  
"All of us aim to finalize the works on this intergovernmental agreement by the [time of the] meeting of Mr. President Putin and Mr. President Erdogan on the sidelines of the World Energy Congress," Russian Energy Minister Alexander Novak told Turkey’s Anadolu news agency, adding that its implementation will “drive further development of Turkey's economic growth.” 
The Turkish Stream gas pipeline would see Russian natural gas delivered directly to Turkey via the Russian Black Sea coast and on to Greece. The project, with an estimated total cost of 11.4 billion euros, was initially unveiled by Putin in December 2014 during a visit to Turkey as an alternative to the canceled South Stream route through Bulgaria. After the downing of a Russian jet in November 2015, Russia suspended the project. It was revived only after Turkey publicly apologized for the incident in August.
The capacity of the pipeline would reach some 32 billion cubic meters per year, from which Turkey would take 15.75 billion cubic meters in the first leg of the pipeline, transiting the rest to Europe via the second leg. The construction of pipelines was expected to be finalized by 2019.
The construction of the Akkuyu nuclear plant, with four 1,200 MW reactors, will be also given an extra impulse, according to Novak, who hopes that it “is going to get the status of a strategic investment.” Russia and Turkey signed an agreement for the facility to be built by Russia’s Rosatom back in May 2010. The first block of the $22 billion power station will be put into operation in 2020, the minister said. 
“Energy is one of the main issues in the normalization process. That’s why both the Turkish Stream and Akkuyu nuclear plant projects play a key role in the revitalization of bilateral relations,” Novak said in an interview to Turkish Daily Hürriyet, as cited by TASS. 

‘Making up for lost time’

In response to the downing of its jet in November, Russia has imposed a string of harsh sanctions on Turkish goods, fruit and vegetables, as well as placed travel restrictions and reintroduced visas for Turkish citizens. The diplomatic downturn dealt a heavy blow to the Turkish economy with bilateral trade volume plummeting from $24 billion in 2015 to just $11.2 billion for the first eight months of 2016, Turkish Economy Minister Nihat Zeybekci told TASS. 
Now, the countries are seeking to restore the volume of Russian-Turkish trade turnover to its pre-crisis levels.
To reach the goal of $100 billion trade volume reinstated by Erdogan at the August meeting, the countries are looking at mutual settlements in Turkish liras and Russian rubles. “I hope that the Central Banks are going to discuss it now,” Russian Economy Minister Alexey Ulyukayev said, confirming that dialog on the issue has been resumed.   
In January 2017, Russian and Turkey plan to sign a comprehensive services and investment agreement, the details of which are still being thrashed out.
"We have settled all our differences. The document is practically ready for signing. We hope it will be signed in the presence of the two countries' presidents in January, during a  session of the top-level cooperation council," Ulyukayev told Rossiya-24 television channel.
By the end of 2017, the countries may also enter into a free trade agreement, according to Zeybekci.
“In general, I want to say that we have actively set our hands to work and have been making up for what was lost in the last few months,” Ulyukayev said upon meeting with his Turkish counterpart.
https://www.rt.com/news/362196-russia-turkey-talks-putin-istanbul/

Friday, October 7, 2016

alle zur friedensdemo heute wider den konfrontationskurs mit russland! Text von Rainer Rupp

Zur Friedensdemonstration am 8. Oktober 2016 in BerlinLinke Friedenstäubchen flattern für KriegstreiberVon Rainer Rupp

Gegen aktuelle Kriege und eine Konfrontationspolitik gegen Russland wird am Samstag, dem 8. Oktober, in Berlin eine von etwa 200 Organisationen unterstützte Protestdemo stattfinden. "Linke" Gesinnungstaliban attackieren die Aktion bereits im Vorfeld. "Deutschland befindet sich im Krieg fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Das Geschäft mit dem Tod blüht", heißt es im Aufruf zur Demo.

Tatsächlich beobachten immer mehr Menschen völlig entsetzt, wie unsere Bundesregierung im Gleichschritt mit NATO und EU völlig ungebremst von parlamentarischer oder außer-parlamentarischer Opposition in aller Welt zündelt, von der Ukraine über Syrien bis nach Afrika. Das alleine wäre schon schlimm genug, aber zusätzlich geht man auch noch auf Konfrontationskurs mit Russland und riskiert es dabei, nicht nur einen neuen "Kalten" sondern womöglich sogar einen heißen Krieg zu provozieren.

Alle Umfragen in unserem Land haben bisher gezeigt, dass das Potenzial für eine mächtige Friedensbewegung vorhanden ist. Es würde schon genügen, einen Teil davon zu mobilisieren. Durch ein geschlossenes außerparlamentarisches Auftreten, das progressive und konservative Kräfte auf breiter Front verbindet, würden überall im Land die anti-militaristischen und friedliebenden Kräfte gestärkt. Über die entsprechenden Folgewirkungen auf die Politik könnten dann die Kriegstreiber in Berlin in die Schranken gewiesen oder im Idealfall davongejagt werden.

Seit vielen Jahren beklagen nämlich die eingefleischten "Atlantiker", NATO-Angriffskrieger und Regimechange-Befürworter hierzulande, dass trotz Jahrzehnte langer, massiver Propaganda für "mehr Verantwortung weltweit" immer noch über 60 Prozent der deutschen Bevölkerung stabil gegen jegliche Beteiligung der Bundeswehr an militärischen Interventionen und sonstigen Abenteuern im Ausland sind, egal mit welchen "humanitären" Deckmäntelchen der Krieg schöngeredet wird.

Auch die Ermahnung des Spiegels auf seiner Titelseite im November 2006, die Deutschen müssten (wieder) "das Töten lernen" - ein Fach, in dem sie einmal Weltmeister waren -, hatte auf die Masse der Bevölkerung nicht die gewünschte Wirkung, dafür aber umso mehr auf unsere Medien, Politiker und Parlamentarier. Mit Ausnahme (wie lange noch?) der Stimmen der Partei "Die Linke" - hat der Bundestag bisher nahezu einstimmig alle Kriegseinsatz- und Kriegsverlängerungsforderungen der Bundesregierung abgesegnet. So hat das "Hohe Haus", wo jeder "nur nach seinem Gewissen frei entscheidet", wenigstens für unsere Jungs und Mädels in Uniform den Weg freigemacht, an der Seite der für Frieden, Demokratie und Menschenrechte kämpfenden US-Soldaten wieder so richtig das Töten zu lernen.

Gemeinsam können wir diese verheerende Entwicklung in unserem Land stoppen und auch zurückdrängen. Die Teilnehmerzahl der Demo am kommenden Samstag gegen die Kriegstreiber in der Bundesregierung, NATO und EU sowie gegen die Strippenzieher in Washington wird zwar noch lange nicht mit den Hunderttausenden mithalten können, die von physischer Existenzangst getrieben Anfang der 1980er an den  Friedenskundgebungen gegen die nukleare Aufrüstung teilgenommen hatten.

Nach dem großartigen Erfolg der Demo vor der US-Basis Ramstein Mitte Juni dieses Jahres gegen den von der Bundesregierung gebilligten US-Drohnenkrieg könnte die Demo in Berlin ein weiterer Schritt sein, wenigstens einen Teil der 60 Prozent auf die Straße zu bekommen, was aus Sicht der Herrschenden unbedingt verhindert werden muss.

Auffällig ist, dass es jedes Mal, wenn es danach aussieht, als hätten sich die unterschiedlichsten Friedensgruppen zur Durchführung von Großaktionen auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt, ausgerechnet "linke Friedenskämpfer" sind, oder Leute, die sich zumindest dafür halten, die spalterische Aktionen starten und diffamierende Aufrufe verbreiten. Die Leier ist stets dieselbe, nämlich dass Teilnehmer und/oder Organisatoren der entsprechenden Demo verkappte Rechte, Faschisten oder so genannte "Querfrontler" seien und auch sonst alles tun, um die Demos möglichst klein zu halten. Das ist diesmal nicht anders.

Mitte September hat etwa eine Initiative aus "fünf Friedensgruppen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland" auf ihrer Webseite stolz vermerkt, dass sie die querfrontlerische, rechtslastige und neo-nazistische "Stopp-Ramstein-Kampagne" rechtzeitig durchschaut und deshalb nicht mitgetragen habe, obwohl diese Großdemo quasi vor ihrer lokalen "Haustür" stattgefunden hatte.

Zugleich ruft die Initiative alle friedensbewegten Menschen dazu auf, an wie auch immer gearteten Folgedemonstrationen zu Stopp Ramstein, so auch jetzt in Berlin, nicht teilzunehmen. Begründet wird das u.a. mit dem "problematischen Anteil von Rednern", zu denen auch Rainer Rupp gehört, denn der habe Anfang 2016 die "junge Welt" verlassen, "weil diese die Montagsmahnwachen kritisiert" habe und Rupp sei zudem – was offensichtlich noch verwerflicher ist - "schon 2014 als Interviewpartner von 'Russia Today Deutschland' [sic!] und von Ken Jebsen bei KenFM" aufgetreten.

Die "linke" Scharia-Polizei lässt grüßen. Diese Leute würden am liebsten jeden auf seine Gesinnung prüfen, bevor sie ihn zu einer Friedensdemo zulassen.

Ein weiterer Rundumschlag gegen alle, die sich in den vergangenen Jahren gegen die angeblich "linke" Ausgrenzung der "neuen" Friedensbewegung eingesetzt haben, erschien am Wochenende bei Telepolis unter dem Titel "Der Friedenswinter ist tot! Es lebe der Friedenswinter!".

Das Pamphlet (Teil 1 hier und Teil 2 hier) gipfelte in dem Fazit:
    Beworben wird die Demo vom 8.10. in bewährter Mahnwachen-Manier in 'alternativen' Medien wie KenFM, RT-deutsch und anderen. Dabei wird mal wieder billigend in Kauf genommen, an der Seite von Rechtsextremen und Neonazis zu marschieren."
Unter diesen Gegnern der Friedensdemo, die am kommenden Samstag um 11:30 Uhr am Alexanderplatz, Ecke Otto-Braun-Straße mit einer Kundgebung beginnt und dann zum Brandenburger Tor führt, findet man so genannte "Linke" jeglicher Couleur, besonders junge Leute, die sich in Migrationsfragen dem "Mutter-Theresa-Kommunismus" verschrieben haben.

Gleichzeitig fordern sie in Syrien die Bombardierung Assads, nähern sich so genannten "antideutschen" Überzeugungen an mit anti-palästinensischen Spruchbändern wie "Bomben auf Ramallah, das ist die wahre ANTIFA", und sehen im Krieg in der Ukraine bestenfalls nur einen Streit zwischen "dem imperialistischen Russland und den imperialistischen USA". Längst sind sie unfähig geworden, Angreifer und Angegriffene auseinander zu halten.

Dass ausgerechnet diese "Linken" mit ihren neo-konservativen Sichtweisen dann auch noch Zuspruch in unseren Mainstreammedien finden, ist vor diesem Hintergrund nicht verwunderlich. Obwohl viele von ihnen Mitglieder in der DKP, in der Linken, in der Antifa oder anderen, einst hochgeschätzten Organisationen sind, haben sie längst jeden Anspruch verloren, als "linkes Gewissen" in der Gesellschaft zu fungieren. Objektiv arbeiten diese "linken Friedenstäubchen" als Teil einer Querfront aus "Antideutschen", "Linksliberalen", Neokonservativen, Neoliberalen und der Springerpresse für die Kriegstreiber. Daher auf zur Demo am 8.Oktober!


Mit freundlicher Genehmigung übernommen von RT Deutsch – Erstveröffentlichung am 5.10.2016
Siehe auch:

Waffen nieder! Kooperation statt NATO-Konfrontation!
Aufruf zur bundesweiten Friedensdemonstration am 8. Oktober 2016 in Berlin
NRhZ 581 vom 28.09.2016
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23172http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23172

Online-Flyer Nr. 582  vom 05.10.2016

"Washington Leads The World To War" Paul Craig Roberst


Washington Leads The World To War
EDITOR'S CHOICE | 07.10.2016

Washington Leads The World To War


Paul Craig Roberts
What must the world think watching the US presidential campaign? Over time US political campaigns have become more unreal and less related to voters’ concerns, but the current one is so unreal as to be absurd.
The offshoring of American jobs by global corporations and the deregulation of the US financial system have resulted in American economic failure. One might think that this would be an issue in a presidential campaign.
The neoconservative ideology of US world hegemony is driving the US and its vassals into conflict with Russia and China. The risks of nuclear war are higher than at any previous time in history. One might think that this also would be an issue in a presidential campaign.
Instead, the issues are Trump’s legal use of tax laws and his non-hostile attitude toward President Putin of Russia.
One might think that the issue would be Hillary’s extremely hostile attitude toward Putin (“the new Hitler”), which promises conflict with a major nuclear power.
As for benefitting from tax laws, Pat Buchanan pointed out that Hillary used to her benefit a loss almost as large as Trump’s and during the Arkansas years Hillary even took a tax deduction for itemized pieces of used clothing donated to a charity, including $2 for one of Bill’s used underpants.
The vice presidential “debate” revealed that the Democratic Party’s candidate is so ignorant that he thinks Putin, who is democratically elected and has enormous public support, is a dictator.
Here is what we know about the two presidential candidates. Hillary has a long list of scandals from Whitewater and Vince Foster to Benghazi and violation of national security protocols. She is bought-and-paid-for by the oligarchs on Wall Street, in the mega-banks, and in the military-security complex as well as by foreign interests. The proof is the Clinton’s $120 million personal fortune and the $1,600 million in their foundation. Goldman Sachs did not pay Hillary $675,000 for three 20-minute speeches for the wisdom they contained.
What we know about Trump is that the oligarchic establishment cannot stand him and has ordered the Ministry of Propaganda, a.k.a., the US media, to destroy him.
Clearly, Hillary is the candidate of the One Percent, and Trump is the candidate for the rest of us.
Unfortunately, about half of the 99 percent is too dumb to know this.
Moreover, if Trump were to end up in the White House, it doesn’t mean he could prevail over the oligarchy.
The oligarchy is entrenched in Washington with control over economic and foreign policy positions, think tanks and other lobbyists, and the media.
The people control nothing.
What does the world think when they see Donald Trump damned because he doesn’t want war with Russia or the American economy moved offshore?
Where in American politics do Washington’s European, British, Canadian, Australian, and Japanese vassals see leadership worthy of their sacrifice of sovereignty and independent foreign policy? Where do they even see a modicum of intelligence?
Why does the world look to the most stupid, vile, arrogant, corrupt and murderous government on the planet for leadership?
War is the only destination to which Washington can lead.