Monday, May 25, 2015

UNSER LENINGRAD von André Vltchek

Die Einsamkeit eines Internationalisten 
Aus dem Englischen und Spanischen von Einar Schlereth

„Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen.“ Dies ist in Gold in den Granitstein graviert, direkt hinter der Statue des Mutterlandes (im Russischen heisst es statt Vaterland eben Mutterland und nicht wie bei Wikipedia 'Mutter Heimat'. D. Ü.), die ihre Arme in Kummer ausbreitet. Der Piskariovskoye-Gedenkfriedhof liegt in der Stadt St. Petersburg mit 186 Massengräbern und etwa einer halben Million dort begrabenen Menschen, einschließlich des größten Teils meiner Familie von der mütterlichen Seite.
Im 2. Weltkrieg hat die Stadt Leningrad 900 Tage lang (zweieinhalb Jahre) standgehalten und einer der furchtbarsten Belagerungen in moderner Geschichte getrotzt
Sie stoppte den Vormarsch der Nazi-Truppen, widerstand dauernden Luftbombardements, bitterer Kälte, Hunger und dem Mangel an dem Allernotwendigsten. Beinahe die Häfte der Bevölkerung verschwand – von Bomben verbrannt, in Schützengräben erfroren und in ungeheizten Wohnungen oder verhungert.

Die kulturelle Hauptstadt Russlands gab ihr Äußerstes: sie erhob sich trotzig und mutig und spielte eine bedeutende Rolle bei der Besiegung des Nazismus und damit der Rettung der Welt.
Und das, während der größte Teil des Westens entweder mit dem Nazismus kollaborierte oder ihn zu „beschwichtigen“ versuchte.
Natürlich hat die UdSSR im allgemeinen und Leningrad im besonderen nicht die Welt gerettet, die der weißen Rasse gehört; sie retteten die Welt der 'Nicht -Menschen' laut den deutschen Faschisten, der auszulöschenden Wesen: Menschen des indischen Sub-Kontinents, Afrikaner, Juden, Roma, Slawen, Araber und die meisten der Asiaten.
Und durch die Zerschmetterung des Faschismus erhielt auch der Kolonialismus einen entscheidenden Schlag (da Faschismus und Kolonialismus aus demselben Stoff sind), was dutzenden Ländern in Asien und Afrika ermöglichte, die Unabhängigkeit zu gewinnen und die Freiheit. Zumindest für eine Zeit; zumindest, bis es den westlichen Ländern gelang, sich neu zu formieren.
Dies wurde natürlich in den europäischen und nordamerikanischen Hauptstädten niemals verziehen. Die Sowjetunion und alle ihre Ideale und Prinzipien mussten durch den Dreck gezogen und verteufelt werden. Obwohl sie die Welt vor dem Nazismus rettete, wurde es üblich, sie mit dem faschistischen Deutschland zu vergleichen, und viele progressive westliche Intellektuellen übernahmen dieses verdrehte und beleidigende Urteil.
Als ich mich auf eine Bank nahe der Statue des Mutterlandes setzte, war ich in Gesellschaft von Artem Kirpichenok, einem der führenden russischen Historiker; ein Jude, der 15 Jahre lang in Israel lebte, aber beschloss in seine Heimatstadt St. Petersburg zurückzukehren, nachdem er desillusioniert wurde durch den Rassismus und die institutionalisierte Diskriminierung der Minoritäten in dem jüdischen Staat. 
„Es ist unglaublich, dass es der westlichen Propaganda gelang, die meisten Menschen in der Welt glauben zu machen, dass der Nazismus und der sowjetische Kommunismus vergleichbar sind“, sagte ich. „Selbst einige progressive Intellektuelle sprechen beide 'ismen' in einem Atemzug aus.“
„Nazi-Deutschland, genau wie England, die USA und Frankreich basierte auf der rassistischen und kolonialistischen Denkweise, den weithin akzeptierten Prinzipien in der westlichen Bourgeoisie in den 30-er Jahren“, äußerte Artem Kirpichenok. „Hitler baute sein Imperium in Osteuropa nach dem britischen kolonialen Muster in Indien. Die Nazi-Rassen-Theorien unterschieden sich nicht allzusehr von dem Rassismus in dem Süden der USA oder von den Rassentheorien der französischen, belgischen, britischen oder holländischen Imperien, die in den Kolonien errichtet wurden. Der Kollaps des Dritten Reiches hat all diesen Idealen des Kolonialismus und Rassismus einen harten Schlag versetzt. Und der Sowjetunion konnte man hauptsächlich „die Schuld“ an diesem Kollaps geben. Die ideologische Basis der europäischen Dominanz über Asien, Afrika und Lateinamerika war beschädigt worden.“
Das konnte natürlich nie verziehen werden.
***
Während der Belagerung hob meine Großmutter in den Vorstädten der Stadt Schützengräben aus. Sie kämpfte gegen die Deutschen und wurde für ihren Mut mehrere Male ausgezeichnet. Ich habe keine Idee, wie sie es anstellte, wie sie es schaffte, zu kämpfen und zu überleben – sie war so liebevoll, zerbrechlich und sehr scheu. Viele Jahre nach dem Krieg, Jahre nach meiner Geburt, wenn sie mir Gedichte und Märchen vorlas, fand ich es schwierig, mir vorzustellen, dass sie eine Kalashnikov in der Hand hielt, Handgranaten oder selbst nur eine Schaufel. Aber das tat sie; sie kämpfte und sie war bereit zu sterben für das, was sie damals für eine epische Schlacht für das Überleben der Menschheit hielt. Und sie war sehr nahe dran, bei mehreren Malen zu sterben.
Sie war eine christlich-orthodoxe Dame, aber auch eine überzeugte Befürworterin des Kommunismus, eine seltene Kombination. Sie heiratete meinen Großvater, ein brillanter Moslem aus der chinesischen Minorität in Kasachstan, namens Husain Ischakov, ein Linguist und ein Gesundheitskommissar und später für die Nahrungsmittelversorgung (im Grunde ein Minister-Posten in der alten Zeit) zuständig.
Was folgte, war ein Abschnitt, der direkt aus der westlichen Propaganda hätte geholt sein können. Mein Großvater fiel bei Stalin in Ungnade, wurde verhaftet und erschossen. 1937 (die früheste Erinnerung, die meine Mutter aus ihrer „Kindheit“ hatte) beugte sich dieser große und elegante Mann über die Wiege, nahm meine Mutter in seine Arme und drückte sie an seine Brust, bevor er von den staatlichen Agenten weggeführt wurde, in die Vergessenheit und die Ewigkeit. Er weinte, als er in ihr Gesicht schaute; er wusste genau, was ihm bevorstand. Er kam niemals wieder.
Meine Großmutter kämpfte. Sie wurde dekoriert. Aber nichtsdestoweniger wurde sie, als der Krieg vorbei war, verhaftet und ins Gefängnis geworfen, weil sie „einen Staatsfeind geheiratet hatte“. Sie verbrachte Jahre im Gefängnis, während meine Mutter, praktisch ein Waisenkind, die Hölle durchmachte. Als meine Großmutter entlassen wurde, sagte sie zu meiner Muter: „Es war so furchtbar, dass ich dachte: noch zwei Wochen und ich hänge mich dort auf.“ Aber sie betrog niemals meinen Großvater: sie hätte nur unterschreiben brauchen, dass sie „bedauerte“, ihn geheiratet zu haben. Das tat sie nicht. Offensichtlich war ihr ihre Treue zu ihm wichtiger als ihr Leben. 
Sie verließ das Gefängnis, immer noch eine orthodoxe Christin und immer noch Kommunistin!
Der Name meines Großvaters wurde schließlich „rehabilitiert“; er wurde postum wieder zu einem „Helden“ gemacht. Über ihn wurden Bücher geschrieben und meiner Mutter wurde erlaubt, Architektur zu studieren.


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Was meiner Familie passierte, war natürlich brutal und furchtbar. Und zu behaupten, dass die UdSSR eine Art Paradies auf Erden war, würde verrückt sein.
Aber wir sprechen über die 30-er und 40-er Jahre. Und in dem Zusammenhang war die UdSSR definitiv humaner als das westliche Europa und die USA. Das zu bestreiten, hieße, die elementarsten Statistiker zu leugnen.
„Lass uns vergleichen“, wurde mir mehrfach von dem größten südostasiatischen Schriftsteller Pramoedya Ananta Toer gesagt, der ungezählte Male für den Nobelpreis nominiert wurde, aber ihn nie bekam, weil er, anders als Solschenizyn, im falschen, pro-westlichen KZ eingesperrt war. „Lass uns daran denken, dass alles in einem historischen Kontext passiert.“
Der westlichen Propaganda gelang es, einige ungeheuer effektive Lügen, Halbwahrheiten und direkte Erfindungen in Gang zu setzen, die weder geprüft noch diskutiert werden konnten (nicht, dass die meisten Leute es überhaupt versuchten): die Zahl der Opfer in den Gulags wurden übertrieben und die Zahlen der politischen Insassen und der gewöhnlichen Verbrecher wurden regelmäßig in einen Topf geworfen (in der Stalin-Ära mussten alle Verurteilten arbeiten in einer Art Arbeitslager mit furchtbaren Bedingungen, da das Land noch arm war. Viele Gefangene kamen nie wieder.)
Manche Mitglieder der sowjetischen und militärischen Elite (einschließlich mein Großvater) wurden erschossen. Aber geschah das wegen „Stalinistischem Terror“? Viele Analytiker (russische, chinesische u. a.) behaupten jetzt, dass der Nazi-Spionage-Apparat die sowjetische Spionage stark unterwandert hatte. Deutschland wollte die talentiertesten, loyalsten und tolerantesten Sowjet-Führer und Generale los werden. Sie identifizierten sie und begannen dann die schädlichsten, aber erfundenen Informationen über ihre Abtrünnigkeit zu verbreiten. Mein Großvater z. B. wurde unter der Anklage, „für Japan zu spionieren“ erschossen, eine lächerliche, aber irgendwie „logische“ Anklage, da er Linguist war und mehrere asiatische Sprachen sprach.
Darüberhinaus hatten Stalin und seine Umgebung genug, worüber sie „paranoid“ werden konnten: die Feindschaft des Westens gegenüber dem jungen kommunistischen Staat war offensichtlich. Die UdSSR wurde von den USA, England angegriffen und von brutalen tschechischen Legionen und anderen Invasionsmächten verwüstet.

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Jeder mit einer Spur von Objektivität müsste zugeben (wenn er oder sie nicht das grundlegende Prinzip des Humanismus leugnet, das besagt, dass alle Menschen gleich sind, egal welcher Rasse und/oder Nationalität), dass die kommunistische Sowjetunion viel weniger Verbrechen als die westlichen Länder unter dem Banner „konstitutioneller Demokratien“ oder „Viel-Parteien-Demokratien“ begangen hat.
Während die Sowjets damit beschäftigt waren Dutzende Millionen aus der Armut zu reißen (und wir sprechen z. B. über die Moslems im Nahen Osten, die Gebiete, wo der Lebensstandard am Ende dem des europäischen Teils Russland entsprach, aber auch von den zahllosen Minoritäten, die im riesigen Russland lebten), in einem Gebiet etwa von der Größe Kongos, wo die Belgier es fertig brachten, 10 Millionen Menschen zu töten, die Hände abzuhacken und Frauen und Kinder lebendig in ihren Hütten zu verbrennen.
Die Deutschen begingen einen monströsen Genozid (oder nennt es Holocaust) an den Hereros in Namibia, aus keinem anderen offenbaren Grund, als dass sie ihnen nicht passten. Die ersten Konzentrationslager auf Erden wurden vom britischen Imperium in Afrika gebaut; und der französische koloniale Ansturm in Südostasien, in West- und Nordafrika und sonstwo ist gut dokumentiert. Die Holländer plünderten, vergewaltigten, töteten und bereicherten sich in dem großen Archipelago, der jetzt Indonesien genannt wird. 


Die Genozide, Massenmorde und der Terror, die vom Westen in der übrigen Welt verübt wurden sind zahllos, aber natürlich wenig berichtet, da „Auslandshilfe“ für Erziehung und Medien es fertigbrachte, Kollaborateure in der armen Welt zu trainieren und zu disziplinieren, um sicherzustellen, dass die Wahrheit über die Vergangenheit im allgemeinen unter den Tisch fällt.
Selbst das Ende des 2. Weltkrieges brachte kein Ende der bestialischen Behandlung der „Eingeborenen“ durch die europäischen und nordamerikanischen Kolonialisten. Man sollte sich erinnern an die Behandlung der Menschen im Nahen Osten durch Winston Churchill und andere verherrlichte britische Führer. All dies ist natürlich gut dokumentiert, selbst in den Büchern von Winston Churchill, aber wird selten erwähnt von den disziplinierten und verlässlichen Mainstream-Medien und der Akademikerwelt, sowohl in den kolonisierenden als auch den kolonisierten Ländern.
Es gibt ungezählte Statuen von Winston Churchill oder dem belgischen König Leopold II in allen Hauptstädten Europas. 
In der zweiten Häfte des 20. Jahrhunderts, während des sogenannten „Kalten Krieges“, stand die Sowjetunion fest an der Seite der Unterdrückten, auf der Seite der Befreiungskämpfe für Freiheit in Afrika, Asien und Lateinamerika. Man fragt sich, wie mächtig die Propaganda gewesen sein muss, die all dieses in Vergessenheit fallen ließ?
Während Europa und die Vereinigten Staaten (und ihre konstitutionellen Monarchien und Viel-Parteien -“Demokratien“) Despoten im Iran, Ägypten, dem Golf, dem Nahen Osten, Südvietnam, Kambodscha, Südkorea, Chile, Argentinien, Guatemala, Nicaragua, Uruguay, der Dominikanischen Republik, Haiti, Brasilien, Kenya, Südafrika, Indonesien und vielen anderen unglücklichen Plätzen kultivierten, stand die Sowjetunion an der Seite der kubanischen, nicaraguanischen, tansanischen und nordvietnamesischen Revolutionen, unterstützte deren Führer, wahre Helden und Befreier wie Patrice Lumumba und Präsident Salvador Allende.
Und wir beide – Noam Chomsky und ich – kamen zu dem Schluss bei unserer jüngsten Diskussion am MIT, dass der Lebensstandard in Riga, Prag oder Ostberlin höher als in Moskau sein durfte, während der in Taschkent oder Samarkand nur geringfügig niedriger war. Der Lebensstandard in den Kolonien und den Klienten-Staaten des Westens war zehnmal, zwanzigmal, selbst hundertmal niedriger als der in Washington, Paris oder London, was oft zum Verlust von Millionen Menschenleben führte.

Ich schätzte, dass etwa 55 Millionen Menschenleben seit dem 2. Weltkrieg als Ergebnis des westlichen Kolonialismus, Neo-Kolonialismus, direkten Invasionen, gesponserten Staatscoups und anderen Akten internationalen Terrors verloren gingen. Ich unterschätze wahrscheinlich sehr stark die Zahl, da es ja auch verlorene Menschenleben durch Hungersnöte, furchtbares Mismanagement und das direkte vom westlichen Imperialismus verursachte Elend gibt. 
Dutzende Millionen Menschenleben gingen ferner verloren als Ergebnis der furchtbaren Saat, die vom Imperialismus und dem Kolonialismus gesät wurde, wovon das sichtbarste Beispiel die Teilung des indischen Subkontinents ist.
Ich würde vorschlagen, dass, statt Faschismus mit dem sowjetischen Kommunismus zu vergleichen, die Linke und die ganze denkende Welt anfangen solltre, das zu vergleichen, was wirklich vergleichbar ist: der Faschismus, der westliche Kolonialismus und der Markt-Fundamentalismus (der gewalttätigste und fundamentalistischste Glaube heute auf Erden), der von westlichen Multi-Parteien-Systemen und „konstitutionellen Monarchien“ bedient und repräsentiert wird. 

***
Wenn ich eine neue Person treffe, was sehr häufig vorkommt, dann ist für mich die gefürchtetste Frage die einfachste und natürlichste Frage: „Wo kommst du her?“
Ich weiss nicht, was ich sagen soll, ich kann nicht antworten und selbst wenn ich könnte, würde die Antwort zu unscharf, zu komplex und zu philosophisch sein. Und obendrein, falls ich mich entscheiden würde für eine lange und detaillierte Antwort, würde die Information, die ich gäbe, nicht sehr genau sein.
Ich bin ein geschworener Internationalist, aber das wird von der Mehrzahl der Leute, die ich treffe, nicht als eine Identität angesehen.
Meine Interviewer und Rezensenten wählen häufig Prag, die ehemalige Tschechoslowakei oder das heutige Tschechien als meine Identität, aber das ist gründlich falsch. Prag war niemals meine Heimat. Die Tschecholowakei war das, wo ich eine höllische Kindheit verbrachte, wo im Winter mir meine Schuhe mit Urin gefüllt wurden und sie die Kerle vor der Schule oder dem Gymnastiksaal gefrieren ließen, eine der zahllosen Strafen dafür, dass ich eine „asiatische Mutter“ hatte. Das ist der Ort, wo ich nach jeder Klasse um mein Leben kämpfen musste, ab dem Alter von sechs Jahren, weil meine Mutter nicht nur halb asiatisch war, sondern auch noch halb russisch. 
Meine wahre Identität ist überall verstreut: sie liegt tief und hoch in den Anden von Peru und Bolivien, wo ich mehrmals dem Tod ins Auge schaute, als ich über den „schmutzigen Krieg“ Perus schrieb. Sie liegt in Chile, wird reflektiert von den engen, sich windenden und oft heimgesuchten Gassen der Hafenstadt Valparaiso, sie liegt bei den chilenischen Dichtern und den Liedern der Fischer an der Küste. Mein Identität ist zerstreut in den gewaltigen Gewässern des Süd-Pazifik, der übersät ist mit winzigen Landflecken – jetzt Insel-Länder – die von den traditionellen Kolonialmächten kolonisiert und gründlich zerstört wurden.
Meine Identität reicht von der Swahili-Küste Afrikas bis rund um die großen Seen des Kontinents, zu all den Plätzen, die den schlimmsten Genozid der modernen Geschichte durchmachten, ein Genozid, der von den europäischen und nordamerikanischen politischen und ökonomischen Interessen entfacht wurde. Meine Identität liegt auch in den Wüsten des Nahen Ostens, und wenn ich nur den Sub-Kontinent etwas besser kennte, würde sie auch dort liegen. In bin zuhause in Havana, Caracas, Buenos Aires, Onomichi, Beijing, Kapstadt und Kuala Lumpur. Und ich lebe auch in Japan, Indonesien und Kenya.
Es ist ein totales Durcheinander, ich weiss, es ist sehr verwirrend und ich kann es nicht erklären, aber es ist so. 
Jahrelang, selbst Jahrzehnte lang, war meine Heimat dort, wo der Kampf für Gerechtigkeit und Unabhängigkeit tobte; ich habe Bücher und Artikel geschrieben, Filme gemacht oder wurde direkt in den Kampf verwickelt. Ich kann kaum meine Rasse, Kultur oder nationale Identität ausmachen, und ich versuche es auch gar nicht erst. Ich gehe hin, wo ich gebraucht werde. Und am Ende auch, wie Garcia Marquez schrieb: mein Heim ist, wo man meine Bücher liest.

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Geboren wurde ich in Russland, in Leningrad (tut mir leid, aber ich kann es einfach nicht St. Petersburg nennen, wie es jetzt genannt wird, es wird für mich immer Leningrad bleiben). Ich habe niemals dort gelebt, weil meine Eltern mich mit in die Tschechoslowakei nahmen, als ich erst wenige Monate alt war. Aber jedes Jahr setzte mich meine Mutter in ein Flugzeug, eine jener alten sowjetischen Tupolew-Maschinen mit Mahagoni-Tischen, Lampenschirmen und schwarzem Kaviar, der auf allen internationalen Flügen serviert wurde, mit nur einer einzien Klasse, um mich nach Leningrad zu schicken, wo meine Großmutter auf mich warten würde, mit einem Schlüsselbund für ein einfaches gemietetes Zimmer an der Finlandbucht, ein Zimmer, das für mich wie ein Paradies war. Meine Großmutter hatte immer einen Packen mit Eintrittskarten und Pässen für die Oper, das Ballet und Kunstausstellungen. In den kommunistischen Zeiten kosteten sie nichts, waren aber schwer zu bekommen.
Und sie hatte Berge von Büchern, die auf mich warteten. Sie musste sie mir vorlesen, obwohl ich selbst lesen konnte. Sie las bis spät in die Nacht und wenn es draußen regnete, waren das besonders magische Augenblicke.
Vom Moment an, wo ich Leningrad verließ, begann ich die Tage zu zählen, die bis zu meiner Rückkehr vergingen. Ich hatte mein besonderes geheimes Buch, in dem ich jeden Tag, der ging, verzeichnete. Das kalte tiefe Wasser der Newa, ihre Brücken, die offenen Plätze, die Schönheit dieser ehemaligen russischen Hauptstadt, die so oft in Nebel gehüllt war, das Pathos der russischen und damals sowjetischen Geschichte, das Pathos der Geschichte meiner eigenen Familie – all das fesselte meine Sinne, ließ mich träumen, machte mich frühzeitig erwachsen. 
In der Tschecholowakei vermisste meine Mutter Russland furchtbar. Sie weinte fast jede Nacht. Auch sie las mir Bücher vor und eine Menge Gedichte.
So hatte ich keine eigentliche Kindheit, aber beide Frauen schafften es, aus mir einen Schriftsteller zu machen und in einem sehr frühen Alter. Ich erbte ihren Kampf, ihre 900-tägige Belagerung, ihren Krieg, ihr Russland.
Beide Frauen reichten alles an mich weiter, aber nicht einfach nur das Leiden, die Gefängnisse und die Kriege sondern auch große Hoffnung, die Fähigkeit zu träumen, Enthusiasmus, Optimismus und eine große Solidarität. Sie lehrten mich, dass man immer aus dem Nichts aufbauen konnte oder aus der Asche neu bauen konnte. Und diese Liebe, wenn sie wahre Liebe ist, ist nicht etwas, was verschwindet, es verflüchtigt sich nicht in einem Monat und nicht in vielen Jahren.
Sie reichten mir auch ihre Liebe für ihre Stadt weiter; ihre verlorene aber niemals vergessene Liebe.
***
Jetzt, nach all diesen Jahren, kam ich zurück nach Leningrad. Mittlerweile war ich mehr Lateinamerikaner oder Asiate als Russe. Meine Muttersprache fühlte sich plötzlich so schwer und rostig an: meine Aussprache war zwar immer noch perfekt, aber die Sprache war archaisch und über-höflich.
Ich kam erschöpft zurück, nachdem ich mein großes Buch in London vorgestellt hatte – das Buch über Indonesien und wie der Westen das Land nach dem US-gesponserten Coup von 1965 ruiniert hat. Ich kehrte zurück, nachdem ich gerade meinen 160 Minuten Dokumentarfilm über den Genozid in der Demokratischen Republik Kongo beendet hatte und nachdem ich in Uganda und dann an der türkisch-syrischen Grenze gearbeitet hatte.
Ich fühlte mich einsam und sehnte mich verzweifelt nach jemandem, den ich mochte, um meine Geschichte zu erzählen. Aber es ergab sich, dass niemand in Leningrad zu mir stieß.
Ich wanderte durch die Straßen, so vertraut und so fremd.
Ich lief zur alten Bucht in Zelenogorsk, aber sie hatte sich verändert; die Marina war voller Privatboote und Yachten, statt meinen alten Schleppern und Patrouillen-Booten.
Ich ging den Wald besuchen, wo der tote Körper meines Großvaters aus dem Zug geworfen worden war. Jetzt ist es der Gedenkfriedhof, tatsächlich ein Gespenster-Wald, in dem Namen und Fotos an Bäume genagelt sind. Ich wollte gar nicht hierher kommen aus der Stadt, in der ich geboren war, von Leningrad, sondern von Helsinki aus, von einem neutralen Ort, aber es sollte nicht sein.
Der Wald war still. Es gab ein paar Trauernde, aber ansonsten war alles still. Mein Moslem-, Kommunisten-, Chinesen-Großvater war hier. Mein Großvater, der Linguist, der Gesundheits-Minister für Kasachstan, ein Mann, der sein ganzes Leben der Revolution gab, aber in Ungnade fiel und getötet wurde, in diesen ruhigen Wald geworfen, ohne Respekt und ohne Ritual.
Es war leicht, Schlüsse zu ziehen, alles zu verurteilen. Aber ich hatte genug über ihn gehört, um zu wissen, dass er niemals seine Überzeugung verraten hat, genau wie meine Großmutter es niemals tat.
Bevor sie starb, fragte ich meine Großmutter: „Du hast nie wieder geheiratet. Du bist jahrzehntelang so schön geblieben, nachdem mein Großvater starb. Warum?“
Sie lächelte ihr schlichtes Lächeln. „Dein Großvater, „sagte sie, „war ein sehr großer Mann. Es ist äußerst selten, einen Mann wie ihn zu treffen. Andere reichten ihm nicht einmal bis zur Schulter.“ Und sie meinte nicht die Größe meines Großvaters. 
Er war ein Kommunist, was für ihn einfach der Prozess bedeutete, eine viel bessere Welt aufzubauen als jene, die er aus seiner Kindheit kannte.
Im Wald setzte ich mich ins Gras. Es war kalt. Nach all den Kriegen, über die ich geschrieben habe, nach 145 Ländern, die ich besucht habe, den Dutzenden von Büchern, die ich geschrieben habe und den Filmen, die ich produziert habe, nach all diesem Kampf, hatte ich plötzlich das Bedürfnis, mich an jemanden anzulehnen, nur für diesen Moment; ich wollte sprechen, gehalten werden, meine Geschichte erzählen, von Anfang bis Ende. Ich habe mir nie was aus Autobiographien gemacht, aber jetzt wollte ich verstanden werden. Aber am Ende kam ich allein, nur mit meiner Leica und einem dünnen Buch mit Gedichten von Antonio Guerrero Rodriguez, einer der fünf kubanischen Patrioten, die brutal in Miami eingesperrt wurden.
Meine ganze Familie mütterlicherseits war zerbrochen und zerstreut. Aber wir waren alle Kämpfer.
Wie mein Großvater und meine Großmutter musste ich weitermachen: ich musste kämpfen und für das streiten, woran ich glaube. Wie sie auch, weiss ich, wie kurz das Leben ist, wie wenig Zeit man hat, wie wertvoll es ist und wie mächtig der Feind ist.

***
Später fuhr ich mit der legendären Leningrader Metro mit all ihren Untergrundpalästen und den alten baufälligen Wagen aus der Sowjet-Ära.
Ich las weiter Antonio Guerrero Rodriguez, in der 2-sprachigen spanisch-russischen Ausgabe, die mir der Übersetzer meiner Bücher in Kiew geschenkt hatte.


El amor que expira no es amor
Die Liebe, die erlöscht ist keine Liebe
El verdadero amor pertenece
Die wahrhaftige Liebe überdauert
A todo el tiempo, a la tierra toda
Alle die Zeiten und auch die ganze Erde
Sin Temor enfrenta tempestades
Ohne Furcht widersteht sie Stürmen
Resiste hasta el filo de la muerte
Widersteht bis über den Tod hinaus
Y, como la natura, es eterno.
Und, wie die Natur, ist sie ewig.

In diesem erstaunlichen Gedicht, geschrieben in einem Gefängnis in Miami, meint Rodriguez, dass Liebe, die vergeht, keine wirkliche Liebe ist. Dass wahre Liebe selbst dem Tod widersteht und wie die Natur ewig ist.
Ich bemerkte, dass eine junge Dame über meine Schulter hinweg mitlas. Nach einer Weile fragte sie mich in gutem Spanisch: „Ist es wahr, was er sagt?“ - Auch auf Spanisch antwortete ich: „Ja, sie sind im Gefängnis, sie alle. Es ist furchtbar.“
„Das ist es nicht, was ich meine“, sagte sie mit einer gewissen Dringlichkeit. „Ist es wahr, was er sagt? Dass Liebe ewig ist oder es ist keine Liebe?“
Ich war verblüfft, da dies nicht einmal in Buenos Aires passiert wäre. So ein Austausch konnte nur in Havana stattfinden – und hier. Dann wurde mir klar, dass dies schließlich meine Stadt war, die Stadt, in der Dichter von Millionen gelesen werden, und dass diese Stadt mich zum Schriftsteller gemacht hat. Ich schaute das Mädchen an, schaute ihr gerade in die Augen und erwiderte auf Russisch: „Meine Großeltern dachten so. Ich weiss nicht, ob es die Wahrheit ist, aber ich habe immer gelebt, als wäre es so.“
Das Mädchen nickte. Sie sagte nichts, aber als sie den Wagen an der nächsten Station verließ, schenkte sie mir das strahlendste Lächeln, das ich seit Jahren erhalten habe. Offenbar hatte die Stadt ihre eigene Art, mir Stärke zu verleihen. 
Draußen, am Ufer der Newa, lehnte ich kurz meine Stirn an die Granitmauer, die den Gehsteig von der großen Wasserstraße trennt. Der Stein war kalt, erfrischend.
Leningrad versuchte nicht, mich zu halten. Es war zu stolz, zu riesig. Aber ich fühlte, dass es mich umarmte, bevor es mich zurück in den Krieg schickte, in die Schlacht. Ich musste das Erbe jener weiterführen, die für das Überleben der Menschheit in den 40-er Jahren gekämpft hatten. Ich kannte alle die Plätze, die belagert wurden; ich kannte so viele Plätze auf dieser Erde, die schlimmer als irgendeine Hölle waren, die religiöse Theorien erdenken können. Ich kannte wirklich so viele von ihnen. Ich bin verpflichtet zu kämpfen und zu arbeiten, Tag und Nacht.
Wie Rodriguez und andere klar sahen, muss man kämpfen, wenn Männer, Frauen und Kinder gemetzelt werden, wenn ganze Nationen und Kulturen zerstört werden. Wenn Ungerechtigkeit Gerechtigkeit genannt wird und in ihrem Namen die Grausamkeit herrscht.
Mit den tiefen Wassern der Newa vor mir flüsterte ich, wie ich es als Kind machte, wenn ich zur Stadt sprach: „Jetzt werde ich gehen, aber ich werde zurückkommen. Bitte, warte auf mich.“
André Vltchek ist Romanschriftsteller, Filmemacher und untersuchender Journalist. Er hat über Kriege und Konflikte in Dutzenden von Ländern geschrieben. Sein Buch über den westlichen Imperialismus im Südpazifik 'Oceania' wurde bei Lulu verlegt. Sein provokatives Buch über Indonesien nach Suharto und das markt-fundamentalistische Modell heisst 'Indonesia – Der Archipel der Angst' erschien bei Pluto. Nachdem er viele Jahre in Lateinamerika und Ozeanien gelebt hat, wohnt und arbeitet Vltchek gegenwärtig in Ostafrika und Asien. Er kann auf seiner Webseite erreicht werden. Phänomenal, was dieser Mann alles gemacht hat.

Steinmeier verweigert die Unterschrift und die Kanzlerin handelt nach "bestem Wissen und Gewissen"


 
 
 Wissen, aber ohne Gewissen.  Evelyn Hecht-Galinski
 
Am 15. Mai wurde weltweit der Nakba, der palästinensischen Katastrophe gedacht.
.... Kanzlerin Merkel, die über viel Wissen verfügt, aber wenn es heikel wird, ihr Gewissen, wenn sie denn überhaupt eins hat, gut versteckt – wie gerade bewiesen im Sumpf der NSA-Spionage und der deutschen Verwicklungen – lässt verlauten, nach “bestem Wissen und Gewissen zu handeln”!  Ja, was heißt das, dass wir von einer Kanzlerin regiert werden, die eine Regierung leitet, die mit Wissen, aber gewissenlos handelt? (2)  Schlimmer noch, nach diesen Aussagen kann man ihr. wie auch dieser deutschen GRO/KO -Regierung überhaupt nicht mehr ein Wort glauben....  -   ....was ist vom SPD Justizminister wie Maas zu halten, der offensichtlich jedes Maß verloren hat und bei seiner Anbiederung im “Jüdischen Staat” kein Wort darüber verliert, dass seine neue “jüdische Kollegin”, Ayelet Schaked in Palästinensern generell Feinde sieht und schon einmal während des Gaza-Angriffs dazu aufrief, palästinensische Mütter zu tötenund ihre Häuser dem Erdboden gleich zu machen, damit sie nicht mehr dazu kämen, “kleine Schlangen zu gebären”! (7)  -    Was ist vom ultra-orthodoxen Minister Eli Ben Dahan zu halten, der verlauten lässt, dass Palästinenser Tiere seien und kein Recht haben zu leben?   Was ist von einem jüdischen Lobbyisten und Direktor zu halten, der..

......Kanzlerin Merkel, die über viel Wissen verfügt,...  lässt verlauten, nach “bestem Wissen und Gewissen zu handeln”!....  A.K
                                             
 

  Aus der israelischen Zeitzung Haaretz.doc:  EU-Außenminister drängen auf korrekte Kennzeichnung  israel. Siederprodukte.   -   Steinmeier verweigert die Unterschrift.  

16 europ. Außenminister (AM) forderten die Auslandsbeauftragte Francesca Mogherini  auf, für korrekte Ursprungsangaben von Siedlerprodukten aus der israelisch besetzten Westbank, Golan + Ost-Jerusalem zu sorgen. Der Brief wurde unterzeichnet von 16 der  28 EU -AM einschließlich UK u. Frankreichs. Sie warnten davor, dass....  -   ...wurde unterzeichnet für Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Schweden, Malta, Österreich, Irland, Portugal, Slowenien, Ungarn, Finnland und Dänemark, Niederlande und Luxemburg. Walter Steinmeier ist der einzige Außenminister der 5 größten europ. Länder, der die Unterzeichnung verweigerte.   Steinmeiers Begründung könnte von Merkel diktiert  sein....
 

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http://rt.com/news/261485-us-blocks-nukes-deal/
 II ) US blocks nuclear disarmament document over Israel, Moscow fumes.
Washington has blocked the final document of a UN conference that reviewed the nuclear non-proliferation treaty, accusing Egypt of manipulating the gathering to target Israel. Moscow has slammed the US for rendering the four-week meeting futile.   The 9th international conference was held in New York from April 27 until May 22. A total of 162 Nuclear Non-Proliferation Treaty (NPT) participant states were in attendance. These conferences are held every five years to assess the worldwide disarmament process.  The blocked document included a plan to establish a nuclear-free zone in the Middle East. To do this, Egypt, who first proposed such a zone in 1980, suggested a regional UN conference on banning weapons of mass destruction. The gathering would have no pre-determined agenda and would go ahead with or without the presence of Israel....
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http://www.intifada-palestine.com/2015/05/israeli-mp-publicly-tears-christian-new-testament-to-pieces/
 III a )Israeli MP publicly tears Christian New Testament to pieces. by FalastinNews Staff
Michael Ben Ari ripped up a copy of the New Testament and threw it in the garbage.
Ben Ari, of the National Union Party, had his legislative aide, Itamar Ben Gvir, photograph his destruction and released the photo Tuesday to the daily Maariv. Lawmakers had received in their Knesset mailboxes copies of the new edition of the New Testament released by the Bible Society, which distributes Christian books, Ynet reported. Some returned it to the society and others quietly disposed of it....
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 III b ) The Nation magazine’s shameful history of aiding ethnic cleansing in Palestine.  by Rania Khalek
In 2005, Palestinian civil society implored people of conscience around the world to stand up for justice by honoring its call for boycott, divestment and sanctions (BDS) against Israel. A decade later certain segments of the US left are still debating whether this Palestinian request for solidarity is a worthy enough cause.... -  ....Last year, following my criticism of The Nation’sunwillingness to take a stand, I was assured by multiple sources inside the magazine that there would be an editorial meeting to discuss endorsing BDS. In the end, The Nation’s leadership decided against supporting boycott.  And so The Nation continues to hold debates on BDS, despite the growing urgency for Palestinians, whose lives are at the mercy of an increasingly fanatical regime led by people who openly promise to slaughter civilians and incite to genocide....  -   Indeed, The Nation assisted in Israel’s foundation as a Zionist settler state,which...    Campaigning for Zionism.....     Painting Arabs as Nazis.....   Ethnic cleansing as “fitting and just”.....  Past haunts the present.....
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 4 a ) Zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen: offene Kritik an Israel ist nötig! Avraham Burg.
 
Am 12. Mai werden die Regierungen Deutschlands und Israels die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 50 Jahren als großes Jubiläum feiern. In Bremen organisieren die Senatskanzlei, die Jüdische Gemeinde und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG)..... -   ....Sehr nachdenklich äußerte sich zu diesem Jubiläum im Deutschlandfunk Avraham Burg. Der bekannte israelische Politiker und Autor war in führenden Funktionen in der israelischen Arbeitspartei und neben anderen prominenten Ämten von 1999 bis Anfang 2003 Parlamentspräsident der Knesset. Burg hat im Januar 2015 seinen Beitritt zum linken Parteienbündnis Chadasch bekannt gegeben. In seinem 2009 auch auf deutsch erschienenen Buch “Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss” stellt er eine Reihe von Kernthesen des Zionismus in Frage.  -   Im Interview der Woche des Deutschlandfunks vom 10. Mai 2015 fordert Avraham Burg Deutschland und Europa zu offener Kritik an der israelischen Politik auf. Aus dem langen Interview hier zwei besonders aufschlussreiche Passagen: a) “Das kann so nicht weitergehen. Solange sich Deutschland fürchtet, seine Meinung öffentlich zu äußern – Merkel hat es im vergangenen Jahr höflich formuliert – und solange Deutschland denkt, dass unter moralischen Beziehungen zwischen den Völkern die Lieferung von U-Booten zu verstehen ist, kann sich nichts ändern....  b) .... Israel ist geschlossen und schließt sich mit der Zeit weiter ab. Und wogegen schließen wir uns ab? Die Israelis sind zutiefst überzeugt – das ist natürlich eine ungenaue Verallgemeinerung -, dass erstens die ganze Welt gegen sie ist, zweitens Europa vom Antisemitismus getrieben ist und drittens die zweite Schoah vor der Tür steht. Alle diese Dinge sind aus meiner Sicht – ich formuliere es vorsichtig – Unsinn....
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 4 b ) Avi Primor in Bremen: “… und nicht gleich ‘Antisemitismus!’ schreien. Das ist doch wahnsinnig”!   23. Mai 2015
 
Avi Primor war Israels Botschafter in Deutschland von 1993 bis 1999. Er sprach am 21. Mai 2015 im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft auf Einladung der Senatskanzlei und anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen über “Der israelisch-deutsche Dialog – heute, gestern, morgen”. Avi Primor wurde 1933 als Sohn eines niederländischen Einwanderers in Israel geboren. Vielleicht rührte daher seine unnachahmliche Art,....  -  .....Es sei richtig, die Beziehungen zwischen den Ländern Israel und Deutschand seien gefährdet. Zwei Drittel der Deutschen hätten ihre Sympathie für Israel in den letzten Jahren verloren. “Aber warum haben sie sie verloren?”, fragte Primor. Seine Antwort: “Natürlich wegen der israelischen Politik, wegen der israelischen Politik in den besetzten Gebieten, gegenüber den Palästinensern, wegen der Besatzung, dem Siedlungsbau und allem, was man aus diesem Bereich hört.” Nicht nur bei den Deutschen seien die Sympathiewerte gesunken, auch bei den anderen Europäern und bei den Amerikanern....
 
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http://www.uri-avnery.de/news/334/17/Wer-wird-Israel-erretten
 4 c ) Wer wird Israel erretten?  Uri Avnery  23. Mai 2015

DIE SCHLACHT  ist beendet. Der Staub hat sich gelegt. Eine neue Regierung – zum Teil lächerlich, zum Teil erschreckend – ist installiert worden.
Es ist Zeit, Inventur zu machen.
Das reine Ergebnis ist, dass Israel allen Anspruch auf Frieden,  aufgegeben hat und dass die israelische Demokratie einen Schlag erlitten hat, von dem sie sich vielleicht nicht erholen dürfte. 
DIE ISRAELISCHEN REGIERUNGEN – mit der möglichen Ausnahme  von Yitzhak Rabin – haben nie wirklich Frieden gewünscht. Den Frieden, der möglich ist.   -      Frieden bedeutet natürlich  festgelegte endgültige Grenzen. In der Gründungs-Erklärung des Staates, die  von David Ben Gurion am 14. Mai 1948 in Tel Aviv vorgelesen wurde, wurde  jede Erwähnung von Grenzen absichtlich weggelassen. Ben Gurion war nicht bereit, Grenzen zu akzeptieren, die von der UN-Teilungsresolution festgelegt worden waren, weil sie nur für einen winzigen jüdischen Staat vorgesehen war. Ben Gurion sah voraus, dass die Araber einen Krieg beginnen würden, und er war entschlossen, diesen dazu zu benützen, um  das Staatgebiet zu vergrößern.  -    Dies geschah tatsächlich. Als der Krieg  von 1949 mit einem Abkommen und einer  Waffenstillstandslinie endete, die auf den endgültigen Linien des Endkampfes basierten, hätte Ben Gurion sie als Endgrenzen anerkennen können. Er weigerte sich aber Israel ist ein Staat ohne Grenzen.... 
http://zope.gush-shalom.org/home/en/channels/avnery/1432296815/

 IV d ) WHO WILL SAVE ISRAEL?
                               By Uri Avnery
The net result is that Israel has given up all pretense of desiring peace and that Israeli democracy has suffered a blow from which it may never recover. ISRAELI GOVERNMENTS – with the possible exception of Yitzhak Rabin's – have never really desired peace. The peace that is possible.  -   Peace, of course, means accepting fixed borders. In the founding declaration of the state, which was read out by David Ben-Gurion on May 14, 1948 in Tel Aviv, any mention of borders was deliberately omitted. Ben Gurion was not ready to accept the borders fixed by the UN partition resolution, because they provided only for a tiny Jewish state. Ben-Gurion foresaw that the Arabs would start a war, and he was determined to use this for enlarging the territory of the state....
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 5 a ) A.Hass Israelischer Kolonialismus.rtf: schlicht und einfach.Amira Hass,  11.5.15, Haaretz
Die beiden Gerichtsentscheidungen, die damit beschäftigt sind, Palästinenser von ihrem Land zu treiben, haben dem Obersten Gerichtshof  bestätigt, was Israels Kritiker  sagen: dass Israel seit 1948 ein Kolonialstaat ist....  -   .... Teil eines Kampfes gegen die institutionelle Ungleichheit und Diskriminierung.   Am selben Tag unterstützten die Richter  das Gesetz, das Israel erlaubt Land zu rauben, das den Bewohnern von Bethlehem, Beit Sahour und Beit Jala und Abu Dis gehört. Das Land ist dort, wo es immer ist, seit Israel das von Israel  beherrschte Jerusalem  annektierte . Seine Besitzer  bleiben dort, wo sie immer waren – einige km weit entfernt von ihrem privaten Land. Aber jetzt nennt der Staat  sie „Abwesende“ auch jenseits der Trennungsmauer....
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 5 b ) Beate Zilversmidt-Rassismus.rtf: Ich liebe Jerusalem - ich hasse Rassismus. BeateZilversmidt, Kibush  Occupation-Magazine
 
Am 17. Mai 2015 ging die (israelische) Flaggenparade durch das arabische Jerusalem, und jedes Jahr wird es dominiert durch die Schreie: „Tod den Arabern“ und natürlich  durch die Verhaftungen  provozierter palästinensischer Jugendlicher....
 
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 5 c ) Rezension - Zionismus.doc: Israel – ein Staat im permanenten Kriegszustand. Von Arn Strohmeyer (wärmstens zu empfehlen!)
 
Wie die deutsch-israelische Historikerin Tamar Amar-Dahlden Zionismus beschreibt: eine politische Ordnung, die nicht von Dauer sein kann
Es gibt Bücher, die man erst spät entdeckt, die besprechend wahrzunehmen aber nie zu spät ist. Dazu gehört Tamar-Amar Dahls Buch Das zionistische Israel. Jüdischer Nationalismus und die Geschichte des Nahost-Konflikts. Dass nur wenige Deutsche Zionismus und Judentum auseinanderhalten können, mag eine banale Feststellung sein. Tatsache ist aber, dass man Israels Politik nicht verstehen kann, wenn man die Grundsätze des Zionismus nicht kennt....

Die Entwicklung der Menschheit von Erich Kästner


Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.
Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.
Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.
Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.
So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.
 Das Soundfile zum Gedicht!
Gelesen vom Autor (gelesen vom Autor)
Erich Kästner

"The Chinese People Lost 35 Million of Their Compatriots during World War II."

Skipping Victory Day in Moscow West Unwillingly Made Russia and China Get Much Closer

Dmitry MININ | 20.05.2015 | 10:46

The news that Western leaders skipped the Victory Day celebrations in Moscow on May 9 hit the radar screen. Chinese leader Xi Jinping was at the top of the guest list. Did they pull a boner? It has become the most frequently asked question in the United States and Europe. 
Claire de Morsier of French Le Temps wrote that ignoring the Moscow festivities was tactless and even dangerous. According to her, the attempts to humiliate Russia only strengthen anti-Western and nationalist feelings in the country. In its comments on the presence of Chinese President Xi Jinping at the military parade Newsweekwrote that it was the event «some analysts have described as a "Nixon Goes to China" moment in reverse». Benny Avni of the New York Post  wrote, «…our Western European allies, who stayed away from the parade. Chinese President Xi Jinping, however, did not. He was seated quite comfortably right next to Putin. Xi waxed poetically about the historical Russian-Chinese alliance since fighting together in WWII.» To sum things up he added, «Politicians periodically talk of a «new American century.» Let’s hope the 21st won’t turn into the Sino-Russian century instead».



There is ground for coming to this kind of conclusions. The West does its best to confirm the fact. Educated people in the West have heard at least something about the role of the Soviet Union. But they know nothing about the China’s contribution into the Second World War. Americans and Europeans are dead sure that the United States fully shouldered the burden of war against Japan. In reality the Soviet Union was the country that bore the brunt of war effort against the countries of «axis» in Europe. The contribution of China and the USSR was decisive in the effort to achieve victory in Asia. The striving for historic veracity is one of the things that unite Russia and China. 
There is no doubt Russian President Vladimir Putin will be the main guest at the Victory Day celebrations to be staged in Beijing on September 3. Western leaders are expected to be there too. Putin will pay tribute to great contribution of Chinese people into the victory. 



The Second Sino-Japanese War was fought primarily between the Republic of China and the Empire of Japan from 1937 to 1941. There had been smaller scale combat actions before the full-blown war started. In 1931, Japan invaded Manchuria. Leaving the prejudices spread among Europeans aside, it would be logical to backtrack the events to those dates instead of Hitler’s attack against Poland. By that time Japan had joined the Anti-Comintern Pact along with Germany and Italy and stepped on the path of struggle for global dominance. The previous military expeditions of Italy in Africa had no relation to the activities of the «axis» alliance. They were rather part of traditional colonial policy implemented by Italy. Unlike China, Africa was not considered to be a major theater of future war. In 1937 it became clear that the world conflict was inevitable. It really matters. 
This approach makes possible to see the events followed after the Japan’s intervention against China in different light. Those days diplomatic activities mainly boiled down to seeking allies, neutralizing potential enemies and forming coalitions. The war had already been started before the Munich collusion of 1938 and the non-aggression pact concluded between the Soviet Union and Germany in the August of 1939. Those events should be viewed through this prism. When Germany and Poland divvied up Czechoslovakia they committed an act of outright aggression to become belligerent states. It was logical to surmise that Poland would do the same when Germany attacked the Soviet Union. That’s why the Soviet-German non-aggression pact did not unleash the war but rather prevented the formation of more powerful coalitions in the east and the west. The three million strong Polish military armed with German weapons could make a serious contribution into making the German Wehrmacht even stronger. 
Munich-style collusion took place in the Far East too. China was fighting Japan alone since 1937 to 1941. Anglo-American allies were engaged in appeasement efforts actually satisfying the appetites of aggressor at the expense of others. They joined the war only when Japan attacked them. Today Washington and London want to belittle this fact. They are not ready to admit that the Second World War began in 1937 when Japan attacked China. Rana Mitter is a British historian who specializes in the history of republican China. He is Professor of the History and Politics of Modern China at the Institute for Chinese Studies at Oxford University and a Fellow of St. Cross College. In 2013 he wrote the book called China’s War with Japan, 1937-1945: The Struggle for Survival about the Second Sino-Japanese War. According to him, politicians hid the historic facts that people have a right to know. Over one million and a half of Japanese soldiers lost lives in China since 1931 till 1945. It accounts for 70% of all Japanese casualties in WWII. 64% of Japan’s ground forces were concentrated in China. 
Professor Atsushi Koketsu, the vice president of Japan's Yamaguchi University and a distinguished historian, made calculations that enabled him conclude that Japan sent more troops to fight in China than to confront the United States. Besides, the war against China lasted three times longer than the war against America. Japan spent more money to fund its war effort in China in comparison with what it had to allocate for the hostilities against the United States. The puppet regimes of Manchukuo and other quasi-states lost 1, 18 million soldiers in the war against China. By the end of war Chinese forces took prisoner 1, 28 million Japanese soldiers and 1, 46 million servicemen of puppet states’ armies. The Kuomintang military was 3, 6 million strong. The China People's Liberation Army had a strength over one million. From the point of view of the scale of operations the Sino-Japanese war could be compared only with the battles that took place at the Eastern Front in Europe where the Soviet Union confronted the Wehrmacht. 
According to Japanese archives, the strong resistance offered by China made Tokyo review its plans to occupy Australia and India, as well as join the German forces in the Persian Gulf making Great Britain and the United States face the consequences. China paid dearly for victory. According to the results of thorough research, the Chinese people lost 35 million of their compatriots during World War II. The cost of war exceeded $560 billion. The Japanese military deployed in China were often as brutal as Germans in Europe. The Nanking Massacre or Nanjing Massacre, also known as the Rape of Nanking or Rape of Nanjing, was an episode of mass murder and mass rape by Japanese troops against the residents of Nanjing (then spelled Nanking), the capital of the Republic of China. Soldiers of the Imperial Army murdered 200,000 Chinese civilians and disarmed combatants, and perpetrated widespread rape and looting. 
General Kenji Doihara, a leading intelligence officer, was behind the plans of the country’s destabilization and disintegration of the traditional structure of the Chinese society in order to diminish reaction to the Japanese plans using highly unconventional methods. He became the mastermind of the Manchurian drug trade. The General wanted to turn China into the largest opium producer and consumer to deprive the population of will to resist. It brings to mind the events of the XIX century – the Anglo-French opium monopoly in China. After the end of World War II, Doihara was prosecuted for war crimes in the International Military Tribunal for the Far East (the Tokyo Trials or the Tokyo War Crimes Tribunal was convened in 1946 to try the leaders of the Empire of Japan for war crimes). Opium dens appeared everywhere. They had posters informing people that they were was under Japanese control. Chinese opium growers had perks. They were freed from land taxes and military service. Normally they got certificates of honor and were appointed village headmen. According to official data, every third citizen of Manchukuo was an opium addict. The revenue from drug business was used to fund the war effort. That’s how Japan planned to find «the final solution» to the China’s problem. Today it brings to mind the situation in Afghanistan, the country that has become the main source of drug trafficking threatening Russia and China. 
Russia and China have an experience of being comrades in arms. Together they shed blood fighting the one million strong Kwantung Army - the most capable and well-armed Japanese force deployed in the northern part of China at the Soviet border. The place of deployment happened to be a strategic trap. On the one hand, the Army could not launch an offensive against the Soviet Union because of the risk to be attacked by Chinese forces in the rear. On the other hand, the Kwantung Army could not advance deep into the Chinese territory leaving behind the powerful Red Army force deployed to the Far East. This historic experience should not be forgotten. There is a lesson to draw. As the old Chinese stratagem says, «Make friends to avoid war and keep the enemy wondering!»
http://www.strategic-culture.org/news/2015/05/20/skipping-victory-day-moscow-west-unwillingly-made-russia-china-get-much-closer.html

Sunday, May 24, 2015

Prisrak-Brigade (East-Ukraine) Comments on Murder of Alexej Mosgowoi

I am forwarding this message about another deadly attack in Eastern Ukraine to good friends, not knowing the person who sent it to me. The message it contains is very important to be taken notice of. I have not before heard of the 'Brigade Prisrak' in  Eastern Ukraine, nor do I have any details of the battle going on there, however, it seems to me that these people need and deserve our solidarity more than ever. Their struggle is for survival and for a better life, and for all for us, too. Some of you might not like "military" by principle but there are times when one has to be prepared to defend oneself, ones family, friends and belongings too. Sometimes one has no choice of arms, the alternative would be surrender and bringing about worse.
I share the mourning and the historic optimism of the  spokespersons in the video. Personally I do believe that whoever commits such acts of atrocities will have to be prosecuted of course but also will have to  justify himself before higher authorities. He or she must be in an extremely desperate situation, a situation that offers no way out.. Individuals and systems who take refuge in brutality of such kind cannot survive, they must be and will be overcome in the near future.
Witsun is a holiday in my country, a country supposedly based on Christian values. Witsun according to the Bible stands for  understanding among nations.
Let us work and join forces for that noble perspective. With warm regards 
 "No Pasarán!".

Saturday, May 23, 2015

US blocks nuclear disarmament document over Israel, Moscow fumes

Published time: May 23, 2015 14:37 
A deactivated Soviet-era SS-4 medium range nuclear capable ballistic missile is displayed at La Cabana fortress in Havana (Reuters / Desmond Boylan)
A deactivated Soviet-era SS-4 medium range nuclear capable ballistic missile is displayed at La Cabana fortress in Havana (Reuters / Desmond Boylan)
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Washington has blocked the final document of a UN conference that reviewed the nuclear non-proliferation treaty, accusing Egypt of manipulating the gathering to target Israel. Moscow has slammed the US for rendering the four-week meeting futile.
The 9th international conference was held in New York from April 27 until May 22. A total of 162 Nuclear Non-Proliferation Treaty (NPT) participant states were in attendance. These conferences are held every five years to assess the worldwide disarmament process.
The blocked document included a plan to establish a nuclear-free zone in the Middle East. To do this, Egypt, who first proposed such a zone in 1980, suggested a regional UN conference on banning weapons of mass destruction. The gathering would have no pre-determined agenda and would go ahead with or without the presence of Israel.

This was stonewalled by the US, with Washington representative Rose Gottemoeller saying the final document reviewed on Friday was "incompatible with our longstanding policies."
She accused Egypt and other Arab supporters of the nuclear-free zone of being "not willing to let go of these unrealistic and unworkable conditions," AP reports.
Israel, which is an observer, but not a participant of the NPT, is widely believed to have the Middle East's only nuclear arsenal, which it has neither confirmed nor denied. It is also a close ally of the US.
Egypt expressed its disappointment and said: "This will have consequences in front of the Arab world and public opinion."

Washington's position was backed by the UK and Canada, ultimately sinking the proposal which had to be approved by all countries.
Russia, for its part, said it was committed to nuclear non-proliferation and saw similar commitment from most other participants.
"The vast majority of the delegations have noted that the treaty remains a 'cornerstone' of international security and stability, and serves their interests," a Russian Foreign Ministry statement said. "Participant countries have confirmed their readiness to comply with their obligations under the NPT."
"We regretfully acknowledge that because of the positions of the US, Britain and Canada, we could not adopt the final document which included provisions on fulfilling the 1995 resolution on creating a Middle East zone free of nuclear and other types of weapons of mass destruction." the Russian Foreign Ministry said.
It added, however, that Russia still has faith in the Treaty: "Despite such an outcome of the conference, the Russian Federation is ready to continue cooperating with other countries to help strengthen the NPT, provide its wholesomeness and viability."
The failure of this conference means the next one can only be held in 2020.
http://rt.com/news/261485-us-blocks-nukes-deal/

Pfingsten zielt auf Völkerverständigung

Von den biblischen Geschichten über den Turmbau in Babel und von Pfingsten in Jerusalem leitet sich die Wegweisung ab, sich gegenseitig an den verschiedenen Orten der Welt wahrzunehmen und die Menschen hier und dort in ihrer Geschichte und Prägung und Ausgestaltung ernst zu nehmen. 

Dieser Geist Gottes hat sich in besonderer Weise auf Christus, den Menschgewordenen, gelegt und von ihm in Nächstenliebe, in Feindesliebe hinein ausgestrahlt.

„Wohlauf, lasst uns weniger von gestern oder für dereinst leben, vielmehr als Nebenan-Menschen – in unmittelbarer Nachbarschaft auf der ganzen Erde. Wohlauf, lasst uns die Erde als rund erkennen: damit unser Denken die Richtung wechseln kann, und respektieren, dass jeder Ort, jeder Punkt auf diesem Globus ein Mittelpunkt ist, sodass Anfang und Ende nur noch eine Frage der Perspektive sind“, betonte Bischof Janssen.

Mo, 13.06.2011

Der Oldenburger Bischof Jan Janssen predigte am Pfingstmontag 2011 in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche 

Die biblischen Berichte schildern nach Jesu Tod am Kreuz, der Auferstehung Christi und Himmelfahrt eine neue Gemeinschaft der Jünger: "Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen", heißt es in der Apostelgeschichte. 
Die babylonische Sprachverwirrung, die nach der Hybris des Turmbaus zu Babel einsetzte ist mit Pfingsten aufgehoben. Jetzt verstehen die  Nachfolger Christi  die Botschaft Jesu in ihrem Sinngehalt: Gemeinschaftsbildung, Völkerverständigung, Reden miteinander statt schießen. Die Möglichkeit der Diplomatie erschließt sich von Pfingsten her.
Möge dieser "heilige Geist" unsere Herzen öffnen und vor allem scheinbar verfeindete Völker, unter die die Herrschenden Zwietracht säten wieder einander näher bringen.
irene eckert