Tuesday, September 3, 2013

Wir dürfen den Friedensauftrag nicht den Parlamenten überlassen! Der Sicherheitsrat der UNO ist die allein befugte Instanz und selbst er ist an die Charta der Vereinten Nationen gebunden!

Gegenwärtig spricht manches dafür, dass die Friedenskräfte an Schwung gewinnen. Einen
wesentlichen Impuls dafür setzte das britische Parlament, das dem Kriegskurs der Regierung Cameron einen Dämpfer versetzte  und damit auch Barack Obama und in der Folge den französischen Präsidenten Hollande in Zugzwang brachte. Ein völkerrechtswidriger  kriegerischer Angriff auf Syrien wird mit jedem Tag der vergeht  schwerer zu vermitteln. Aber wir wissen nicht, welche Kniffe die interessierten Kreise sich noch werden einfallen lassen, um die Zustimmung ihrer Parlamente zu gewinnen. Nur muss uns dabei stets klar sein, auch die Abgeordneten des Volkes haben nicht das Recht einen Angriffskrieg auf Syrien gut zu heißen. Selbst die Drohung damit verstößt ja bereits gegen Völkerrecht. Im Fall Deutschlands auch eindeutig gegen das Friedensgebot des Grundgesetzes. Völkerrecht geht aber ohnehin vor nationalem Recht. Nur im Fall der Selbstverteidigung dürfen Völker zu den Waffen greifen. Dass Syrien keines der ihm  drohenden Völker angreift oder auch nur bedroht, ist nun in der Tat ein klarer Fall.  Syrien hat zwar  die Chemiewaffen-Konvention aus welchem Grunde auch immer nicht unterzeichnet. Aber  weder die USA noch seine Verbündeten haben  den Auftrag Weltpolizist zu spielen.  Heißt es doch in der UN-Charta unmissverständlich, dass die Vereinten Nationen  einen Friedensauftrag haben und schon die Androhung der Gewalt gegen souveräne Nationen verboten ist. Die UN-Charta ist die Richtlinie an die sich die Mitgliedstaaten zu halten haben. Nach Artikel 42 kann allein  der Weltsicherheitsrat  militärische Sanktionen beschließen und auch das nur, wenn der Weltfrieden gefährdet ist oder die internationale Sicherheit. Das Studium der Charta  ist für Friedenskräfte eine unverzichtbare Lektüre und die Berufung auf dieses wichtige Dokument die entscheidende Grundlage im Friedenskampf.
Wenn nun gar eine Frau Merkel  in ihrer Eigenschaft als Bundeskanzlerin im Fernsehduell am gestrigen Sonntagabend unwidersprochen die NATO und die EU mit den Vereinten Nationen  gleichsetzen darf und  diesen Bündnissen  die Kompetenz zuspricht über Kriegseinsätze zu befinden, an denen sich dann unser Land  straflos würde beteiligen können, so zeugt das von einem kaum zuvor  da gewesenen Tiefstand an Debattenkultur.  Die führenden Politiker und Medienfachleute der Bundesrepublik Deutschland scheinen nicht zwischen einem Friedenszusammenschluss wie der UNO, Ergebnis zweier Weltkriege, und einem Militär- bzw. Kriegsbündnis wie der NATO und der ihr eng verknüpften Wirtschaftsunion EU mehr unterscheiden zu können.

Um so wichtiger ist unsere Aufgabe als Friedenskräfte. Unser  vornehmster Auftrag ist die  Verteidigung des Völkerrechts, wie dieses auch die Präsidentin  des Weltfriedensrates und Chefin des        brasilianischen Friedensverbandes CEBRAPAZ in ihrer jüngsten Stellungnahme hervorhebt. (Siehe Blogeintrag vom Montag, den 2. 09. 13)

Irene Eckert für den Vorstand des AKF

Syria: German intelligence uses same empty phrases as US intelligence. We need to denounce this as anti-constitutional war propaganda


German Intelligence: Syrian President Assad ordered use of Sarin Gas

Syria: ANNA-news in Jobar
Syria: German intelligence uses same empty phrases as US intelligence. According to reports from Germany in regards of the claims against the Syrian government about the use of chemical weapons in Syria says that the German intelligence agency (Bundesnachrichtendienst / BND), the Federal Intelligence Service of Germany, has enough evidence in its hands to conclude that the Syrian President Bashar al-Assad has ordered the recent chemical attack near the capital, Damascus. The report was published by the German magazine “Der Spiegel”. Read More »

Military Strike on Syria would be a War Crime: Chomsky

Middle East, North Africa, sub-Saharan Africa and Central Asia
Obama meets John McCain in terms of the US Congress and the war on Syria. According to several reports from Washington, it is to expect that the Nobel Peace Prize Laureate, US President Barack Obama, will meet with the US Senator John McCain at the White House today in order to debate the plans of a US-led military intervention in Syria and how to sell this idea of a US strike on Damascus to the US Congress, where the majority seems to be very sceptical in terms of another US-led war against the next country in the Middle East. Read More »

Der BND liefert Schützenhilfe für Angriffskrieg gegen Syrien

Heute früh um 7.30 wusste es noch der Deutschlandfunk: Der BND habe Telefonate abgehört zwischen einem libanesischen Hisbollah Vertreter und der iranischen Botschaft, wonach Assad eingeräumt haben soll, versehentlich zuviel Giftgas verwendet zu haben. Jetzt ist die Meldung aus dem Nachrichtenprogramm verschwunden. Noch will es aber der Spiegel-online wissen:


Der Bundesnachrichtendienst hat nach Darstellung von «Spiegel Online» Informationen zum mutmaßlichen Giftgas-Einsatz in Syrien abgefangen, die eine Täterschaft von Machthaber Baschar al-Assad nahelegen. BND-Präsident Gerhard Schindler habe ausgewählten Bundestagsabgeordneten in geheimer Sitzung von einem abgehörten Gespräch berichtet, schrieb das Magazin. Ein BND-Sprecher wollte den Bericht auf dpa-Anfrage nicht kommentieren.

vom 

  1. Beweise gegen Assad: BND fing Informationen zu Giftgas-Befehl ab ...

    www.n-tv.de › Politik
    vor 1 Stunde - Die Hinweise, dass Machthaber Assad für die Giftgas-Angriffe in ... dieAssad militärisch unterstützt, den Befehl zum Giftgaseinsatz durch das ...

  2. Syrien: BND soll Beweise für Assads Giftgaseinsatz haben - Politik ...


    www.stern.de/.../syrien-bnd-soll-beweise-fuer-assads-giftgaseinsatz-haben-2...
    vor 2 Stunden - Der Vertreter der Miliz soll "Spiegel Online" zufolge den Befehl zumGiftgaseinsatz durch die Führung eingeräumt haben. Assad seien die ...

  3. Beweise für Giftgas-Attacke verdichten sich: Assad warnt vor dem ...


    www.n24.de/n24/.../d/.../assad-warnt-vor-dem-funken-im--pulverfass-.html
    vor 13 Stunden - Darin habe der Funktionär der Hisbollah, die Assad militärisch unterstützt, den Befehl zum Giftgaseinsatz durch das Regime erwähnt. Assad ...

  4. +++ Live-Ticker zur Syrien-Krise +++: USA verlieren wichtigsten ...


    www.focus.de › Politik › Ausland › Krise in der arabischen Welt › Syrien
    vor 4 Tagen - Die ehedem geschlossene Front des Westens gegen Assad scheint zu bröckeln. ... machen ihm seine politischen Gegner einen Strich durch die Rechnung. ...in Syrien Kanzlerin hat „wenig Zweifel“ an Assads Giftgas-Angriff.

Gegen derartige Kriegspropaganda ist  Gegenaufklärung vonnöten! Aufgabe der Friedenskräfte ist es diese Propagandalügen zu entlarven.

Syrianews liefert wichtige Informationen:

Demgemäß hat der BND die Terroristen in Syrien seit Anbeginn des Konflikts in dem arabischen Land unterstützt und unterstützt auch einen möglichen US-MIlitärschlag .... 

However, this is not true according to an investigation, conducted by Russian experts. It seems that Germany or at least the German Federal Intelligence Service, which has supported the terrorists in Syria since the beginning of the conflict in the Arab country, also support the possible US-led military strike on Syria while knowing that such a military attack on Damascus will only increase the suffering of the Syrian people and the level of violence in the country, instead of resolving the conflict or to help the civilians.






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Monday, September 2, 2013

»Stoppen Sie die in Gang gesetzte Kriegsmaschinerie gegen Syrien.« Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela


JungeWelt vom 03.09.2013 / Schwerpunkt / Seite 3 Inhalt

Friedensbrief an Obama

Venezuelas Präsident wendet sich an seinen Amtskollegen in Washington: »Stoppen Sie die in Gang gesetzte Kriegsmaschinerie gegen Syrien.«

Von Nicolás Maduro
Keine US-Bomben auf Syrien – Demonstration am Samstag in N
Keine US-Bomben auf Syrien – Demonstration am Samstag in New York
junge Welt dokumentiert einen Brief des Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro, an seinen US-amerikanischen Amtskollegen Barack Obama vom 1. September 2013:
Ihre Exzellenz Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika,

im Namen des Volkes des Befreiers Simón Bolívar und des Comandante Hugo Chávez wende ich mich als entschlossener Kriegsgegner an Sie, um die Sache des Friedens zu verteidigen. Dieser Brief soll Sie zum Nachdenken über die ungerechte, unheilbringende und erschreckende Möglichkeit einer US-Militärintervention gegen das Volk Syriens aufrufen.

Präsident Obama, diese Zeilen haben keine andere Absicht als den Ruf der Völker für eine Welt des Friedens aufzugreifen, um uns in heutiger Weise als Schwestern und Brüder zu verständigen. Ich mache mir die schönen Worte des Befreiers Simón Bolívar vollständig zu eigen: »Mein Hafen, mein Ruhm, meine Entschädigung, meine Hoffnung, mein Glück und alles, was auf dieser Welt wertvoll ist, wird der Frieden sein.« Im selben Sinne geht es darum, dem Weg zu folgen, den uns Jesus von Nazareth in seiner schönen Predigt weist: »Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.«

Beziehungen des Respekts

Nach dem wichtigen Treffen zwischen Staatssekretär John Kerry und unserem Außenminister Elías Jaua aus Anlaß der 43. Generalversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten in der Stadt Antigua, Guatemala, habe ich erklärt: »Es kann Beziehungen des Respekts mit der Regierung der Vereinigten Staaten geben, Beziehungen in den Grenzen der Gleichberechtigung. Unsere Differenzen können wir verarbeiten.« Es ist dieser selbe Geist, der mich heute dazu bringt, mich an Sie zu wenden, damit wir über die Differenzen hinweg unsere Anstrengungen vereinen, damit sich nie wieder solch zerstörerische Vorgänge wie die im Irak, in Afghanistan oder in Libyen wiederholen. Insbesondere möchte ich die Stimme der Gefühle von Millionen und Abermillionen Menschen in unserem Amerika und überall auf der Welt sein, die über die sozialen Netzwerke und viele andere Medien ein Ende der Feindseligkeiten sowie keine Militärintervention ausländischer Mächte in der Syrischen Arabischen Republik fordern. Eine solche Militär­intervention wäre verheerend für die gesamte Region des östlichen Mittelmeeres, in der sich die historischen Wege unserer Zivilisation begegnen.

Mit Blick auf Bush und die Falken des Pentagon hat Susan Sontag, dieses großartige Gewissen der USA und der Welt, mit stechender Ironie gesagt: »Sie haben immer recht. Für sie ist es ein Nutzen für sich, die amerikanische Macht zu demonstrieren. Es wäre egal, wenn sie Saddam Hussein nicht fassen würden. Es wäre egal, wenn keine einzige der Waffen auftauchen würde, deren Besitz sie dem früheren irakischen Regime vorgeworfen haben – der Krieg war aus sich selbst heraus gerechtfertigt und Punkt. Am Vorabend der Invasion haben sie mit vier oder fünf Ausreden jongliert, und am Ende haben sie sich für die mit den Massenvernichtungswaffen entschieden. Wenn der Präsident mit Saddam Hussein nicht Schluß gemacht hätte, hätte er seinen Verfassungsauftrag verletzt, das Volk der Vereinigten Staaten zu beschützen. Man konnte den Inspektoren von Hans Blix nicht einen einzigen Tag mehr gewähren, die Lage erforderte dringend eine Intervention, denn die irakischen Atomraketen zielten schon auf unsere Städte…« Wie Sie sehr gut wissen, handelte es sich um eine zusammengeschusterte Farce, doch sie führte in der Konsequenz zur Zerstörung des Irak und kostete eine Million Iraker das Leben. Alles, was Sontag hier sagt, paßt hier und heute perfekt auf Syrien: die Farce wiederholt sich Punkt für Punkt. Einmal mehr wird der unmoralische und verbrecherische Krieg aus sich selbst heraus gerechtfertigt und Punkt.

Am gestrigen Tag (31. August, Anm. jW) führte die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) in Paramaribo, Republik Surinam, ihr VII. Gipfeltreffen durch. Der südamerikanische Block hat eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, in der Position zu Syrien bezogen wird. Ich erlaube mir, Ihre Aufmerksamkeit auf dieses Dokument zu lenken, das die ausländischen Interventionen verurteilt, weil sie unvereinbar mit der Charta der Vereinten Nationen sind, und die Entwicklung interventionistischer Strategien jeder Art zurückweist.

Ich möchte Sie an sich selbst erinnern, Präsident Obama. Erinnern Sie sich, woher Sie kommen. Erinnern Sie sich an Ihre afro-US-amerikanischen Wurzeln. Erinnern Sie sich an die leuchtenden Beispiele der Würde von Malcolm X und Martin Luther King, an denen Sie sich gebildet haben und die Sie dazu geführt haben, für ein besseres Schicksal zu kämpfen. Erinnern Sie sich an Ihre Herkunft: Denken Sie an jene junge Führungspersönlichkeit und sozialen Kämpfer aus Chicago. Erinnern Sie sich daran, daß Sie sich frontal gegen den Krieg gegen Irak gestellt und jeden Lügenmantel zurückgewiesen haben, mit dem dieser gerechtfertigt werden sollte.

Mehrheit der Völker

Überhören Sie nicht den Trommelwirbel des Gewissens, der aus diesen noch voll gültigen Worten von Malcolm X spricht: »Und wenn die Völker dieser verschiedenen Regionen beginnen zu erkennen, daß ihre Probleme dieselben Probleme sind, und wenn wir 22 Millionen schwarzen Nordamerikaner sehen, daß unsere Probleme dieselben sind wie die Probleme der Völker, die in Südvietnam und im Kongo und in Lateinamerika unterdrückt werden – denn die Unterdrückten der Welt sind die Mehrheit und keine Minderheit –, dann werden wir uns unseren Problemen als eine Mehrheit stellen, die Forderungen erheben kann, und nicht als eine Minderheit, die betteln muß.« Inspiriert durch die Worte und den Geist des Bruders Malcolm möchte ich Ihnen eine feste Überzeugung übermitteln: Heute sind wir Millionen Männer und Frauen überall auf dem Planeten, die das Recht ausüben, Sie aufzufordern, endgültig die Möglichkeit eines kriegerischen Abenteuers gegen das edle Volk von Syrien auszuschließen. Wie hat der großartige John Lennon gesungen: »Alles, was wir sagen ist: Gib dem Frieden eine Chance!«

»Weiß Obama, daß er auf der Seite von Al-Qaida kämpft?« lautet die Überschrift eines aufklärerischen Artikels von Robert Fisk, den The Independent kürzlich veröffentlicht hat. Fisk schreibt: »Es ist natürlich ironisch. Während die Amerikaner in Jemen und Pakistan Al-Qaida mit Drohnen töten – natürlich neben den üblichen Zivilisten –, werden sie in Syrien mit Hilfe der Herren Cameron, Hollande und der anderen kleine Generäle spielenden Politikern materielle Hilfe gewähren, um die Feinde von Al-Qaida zu schlagen. Tatsächlich können Sie Ihren letzten Dollar darauf wetten, daß zu den Zielen, die die Amerikaner in Syrien nicht attackieren werden, Al-Qaida oder die Nusra-Front gehören werden.« Es ist ein Meer gefährlicher Widersprüche, in die sich die internationale Politik der USA verstrickt hat.

Präsident Obama, ich erlaube mir, Sie im Lichte von Fisks Reflexion voller Beklommenheit zu fragen: Werden Sie einen Krieg erklären und entfesseln, um die Machtergreifung von Al-Qaida in der Syrischen Arabischen Republik zu begünstigen?

Das syrische Volk muß seine Konflikte selbst unter dem heiligen, allen souveränen Nationen innewohnenden Recht auf Selbstbestimmung beilegen. Alle Söldnerkräfte, die so viel Tod und Zerstörung verursacht haben, müssen Syrien verlassen.

Wie es der Comandante Chávez formuliert hat: Es handelt sich um ein neues Armageddon. Unter der ernsthaften Gefahr eines permanenten Krieges ist auf der Welt niemand sicher. Ist das die Welt, die Sie wollen? Eine Welt, in der Friedhofsruhe herrscht?

In dieser Stunde weitreichender Entscheidungen fragen wir uns mit Howard Zinn: »Sollten wir nicht alle bitten, für einen Moment aufzuhören mit dem übertriebenen Gerede und sich vorzustellen, was ein Krieg Menschen antut, Menschen, deren Gesichter wir nicht kennen, deren Namen nirgends erscheinen werden außer auf irgendeinem zukünftigen Kriegerdenkmal?« Was auch immer wir für dauerhaften Frieden und die Stabilität irgendeiner Nation des Planeten tun werden, es wird niemals genug sein, denn das Wohlergehen eines Volkes erhebt uns, während uns sein Leiden in die schlimmste Unmenschlichkeit stürzt.

Ausgehend von der Friedensliebe, die das venezolanische Volk pflegt, weisen wir den Krieg zurück und sagen nein zu den Bomben, nein zur Zerstörung und nein zum Tod. Das ist unsere Hoffnung, dieselbe, die auch Martin Luther King beseelte, als er sagte: »Wenn ich wüßte, das morgen die Welt in tausend Stücke zerbräche, ich würde noch heute einen Baum pflanzen.« Wir wünschen diesem Baum, daß er in diesen angespannten und verhängnisvollen Stunden erblühen möge.

Ich hoffe, daß der Aufruf, den ich in diesem Brief an Sie gerichtet habe, Herr Präsident, nicht ins Leere gesprochen bleibt. Ich hoffe, daß Sie sich berichtigen und die Kriegsmaschinerie aufhalten, die Sie in Marsch gesetzt haben. Ich hoffe, daß Sie den Wirbel der Kriegstrommeln gegen Syrien aufhalten. Ich bete zu Gott, daß dies so sein wird.

Für den Frieden in Syrien und überall auf der Welt!

Nein zum Krieg!

Übersetzung: André Scheer

Denunzieren wir endlich die "Westlichen Umsturzpläne" Joachim Guillard

"Der Konflikt in Syrien ist kein Bürgerkrieg,  sondern eine ausländische Intervention - breite Bewegung in der westlichen Öffentlichkeit gegen die Kriegspolitik der NATO erforderlich !"

Artikel von Joachim Guillard
Demonstration in Albany, NY 08/31/13
Die drohenden NATO-Angriffe auf Syrien kommen nicht überraschend. Experten warnen schon lange davor, dass regierungsfeindliche Kräfte mit Hilfe ausländischer Geheimdienste versuchen werden, das Militärbündnis durch einen der syrischen Armee untergeschobenen Einsatz von Giftgas zum direkten Eingreifen zu bewegen beziehungsweise einen geeigneten  Vorwand dafür zu liefern.
Erste mörderische Versuche gab es bereits im Dezember und März. Sie scheiterten nicht daran, dass UN-Experten zu dem Schluss kamen, dass die Giftstoffe sehr wahrscheinlich von »Gegnern des Regimes« eingesetzt wurden. Sie scheiterten daran, dass Washington zunächst weiter auf die Aufrüstung der Aufständischen setzte. Nachdem diese in den vergangenen         Wochen aus strategisch wichtigen Gebieten verdrängt wurden und die syrischen Streitkräften weiter auf dem Vormarsch sind, scheint die US-Führung jetzt ein direktes Eingreifen für notwendig zu halten.
Der Versuch der USA, Frankreichs, Großbritanniens, der Türkei und der Golfmonarchien die syrische Regierung, durch einen Stellvertreterkrieg in- und ausländischer Kämpfer zu stürzen, ist gescheitert. Offensichtlich hat das säkulare System, für das Präsident Baschar al-Assad steht, mehr Rückhalt als im Westen dargestellt wird. Auch wenn sich die meisten Syrer weitere demokratische und soziale Reformen wünschen, als zu Beginn der Proteste gewährt wurden, die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter Assad oder lehnt zumindest seinen Sturz ab.
Solange die regierungsfeindlichen, überwiegend islamistischen Milizen ausreichend mit Nachschub an Geld, Waffen und Kämpfern versorgt werden und in der Türkei und Jordanien über ein sicheres Hinterland verfügen, kann die syrischen Armee sie nicht endgültig besiegen. Da sie zwangsläufig weite Gebiete den diversen, zum Teil rivalisierenden aufständische Kräften überlassen muss, droht das Land auseinanderzubrechen.
Der Konflikt in Syrien ist im Kern kein Bürgerkrieg, sondern eine ausländische Intervention mit der Absicht, den wichtigsten Verbündeten der Regionalmacht Iran auszuschalten. Von Beginn an wurden die im März 2011 einsetzenden Demonstrationen für demokratische Reformen von Anschlägen bewaffneter Gruppen begleitet, die eine Eskalation der Auseinandersetzungen herbeiführen wollten. Von Anfang an erhielten diese Militanten Unterstützung von außen. Das Ziel war der Sturz des syrischen Regimes – und das um jeden Preis.
Jeder Ansatz für eine politische Lösung wurde daher konsequent torpediert. Alle Verhandlungsversuche scheiterten, weil die Aufständischen und ihre ausländischen Förderer auf den Rücktritt der Regierung – d. h. auf ihre Kapitulation – als Vorbedingung für Gespräche bestanden. Jede vereinbarte Feuerpause wurde unterlaufen, indem immer größere Kontingente an Waffen und Kämpfer ins Land geschleust wurden.
Der einzige Weg zur Beendigung des Krieges liegt nach wie vor in Verhandlungen unter Beteiligung aller relevanten syrischen Kräfte. Um zu einer Lösung zu kommen, muss die Regierung die veränderten Realitäten wie zum Beispiel den erreichten Grad an Autonomie der Kurdenregion akzeptieren, während die oppositionellen Gruppen, die an einem Ende der Kämpfe interessiert sind, hinnehmen müssen, dass sie nur eine Minderheit vertreten und eine Stabilisierung des Landes ohne die amtierende Regierung nicht möglich ist.
Frieden kann es jedoch erst geben, wenn die NATO-Mächte und ihre arabischen Verbündeten die Umsturzbemühungen einstellen. Vor allem müssen die militärische und politische Unterstützung der regierungsfeindlichen Milizen beendet, deren Basen in der Türkei geschlossen und die britischen, französischen und US-amerikanischen Spezialeinheiten aus der Region abgezogen werden. Die Aussichten dafür sind indes trübe, die Entwicklung geht in Richtung einer weiteren Eskalation.
Die Syrer können dem nur entgegenwirken, indem sie durch eine Isolierung der auf einen Umsturz zielenden Kräfte der Intervention von außen jegliche Legitimationsmöglichkeit nehmen. Um sie zu stoppen ist jedoch eine breite Bewegung in der westlichen Öffentlichkeit gegen die Kriegspolitik der NATO erforderlich. Dazu müssen Friedensbewegung und Linke endlich – unabhängig von den unterschiedlichen Einschätzung der innersyrischen Verhältnisse – erstens die äußere Aggression gegen das Land am Mittelmeer als solche benennen und zweitens deren Beendigung zu ihrem Hauptziel machen.

SyriaNews - Real Updates about Syria

"Kriegsrechtfertigung heute" - 8. Dresdner Symposium 29. Nov. 2003

"Diese Pax Americana ist noch nicht Wirklichkeit geworden, sie kennzeichnet aber den Weg, den die Hypermacht USA bereit ist einzuschlagen, um die von Bush sen. apostrophierte neue Weltordnung zu errichten. In ihrem gegenwärtigen Stadium führt sie zum Aufbau eines neokolonialistischen Systems.
Zwar scheinen die USA auf ihrem Weg zur imperialen Hypermacht nicht
 unmittelbar die Weltherrschaft anzustreben, aber doch die Weltvorherrschaft.
Diese stützt sich vor allem auf eine globale militärische Dominanz, die mittels der über die ganze Erde verteilten militärischen Basen der US-Streitkräfte
 bereits jetzt gegeben ist."
Demo in Albany,NY, yesterday

Beiträge zum
8. Dresdner Symposium
Für eine globale Friedensordnung am 29. November 2003
DSS-Arbeitspapiere
Heft 68 - 2004
Herausgeber: Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V. (DSS)

page2image1384Das Papier ist obwohl 10 Jahre alt von hervorragender Bedeutung zur Aufklärung und Aktivierung einer Antikriegsbewegung gegen einen Angriff auf Syrien. 

Es wurde erarbeitet unter der Leitung despage2image1808 page2image1968 page2image2392 page2image2552
Vorstandsvorsitzenden: Prof. Dr. Rolf Lehmann 
VOLKER BIALAS , ERNST WOIT
HORST-DIETER STRÜNING, VOLKER BIALAS
ROLF LEHMANN
HARRY PURSCHE , ENDRE KISS
Inhalt:

  • Zur Strategie und Ideologie der Rechtfertigung  imperialistischer Kriege seit dem Ende des Kalten Krieges 
  • Philosophische Grundlagen und die ambivalente Rolle der gegenwärtigen bellum iustum-Lehre
  • Der Popanz Antiamerikanismus Kriegsrechtfertigung heute - aus russischer Sicht
  • Der Antiterrorkrieg als Kriegsbegründungslüge für den Weltordnungskrieg der USA
  • Differenzen in Theorie und Wirklichkeit der Globalisierung

Redaktion und Druckvorbereitung; V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Siegfried Schönherr