Sunday, February 24, 2013

antimilitarismus klassisch

»Das ist nicht des Deutschen Größe:
Obzusiegen mit dem Schwert,
In das Geisterreich zu dringen
Vorurteile zu besiegen (...)
Männlich mit dem Wahn zu kriegen
Das ist seines Eifers wert.«

Friedrich Schiller (1797)Sämtliche Werke, Bd. I, S. 475









Hands off Iran!


  • Lift immediately all sanctions and stop threats of war against Iran.
  • Recognize the right of the Iranian people to develop nuclear energy for peaceful purposes.
  • Hands off Iran


 International Action Center - iacenter.org 

SIGN ON to IRAN statement responding to the upcoming 5+1 talks on Iran's nuclear development -- supported by the IAC and Ramsey Clark

International support is growing for the legitimate rights of the Iranian people

Support of the legal and legitimate rights of the Iranian people for self-determination and sovereignty is growing as the new round of negotiations with Iran and the countries of 5+1 i.e. US, UK, France, Russia, China plus Germany is set for February 26th in Kazakhstan. A statement demanding the immediate lifting of sanctions and an end to war threats on Iran, which was drafted by SI Solidarity with Iran and initially endorsed by Ramsey Clark and the International Action Center, has gained the support of many known antiwar activists.

The text of the statement which also calls for recognition of the internationally recognized right of the Iranian people to develop nuclear energy for peaceful purposes as well as a partial list of the petition endorsers are included below.

Take a stand against U.S. war threats and sanctions. Please CLICK HERE to use the form below to add you name in support.


Hands off Iran!

There are two sides in this dispute, one composed of the U.S. and its allies in the European Union who accuse Iran of trying to develop nuclear weapons – without presenting even an iota of credible facts or supporting documents – and the other, Iran, which is striving to protect its right to develop nuclear energy for peaceful purposes based on provisions of the International Atomic Energy Agency (IAEA).

Using an unfounded accusation as a pretext for acts of aggressions, one side of the dispute headed by the US empire is currently punishing the other side, Iran, with the genocidal sanctions, an inhuman act that has endangered the life of 10s of millions of innocent Iranian citizens for their “crime” of deciding to live independent and free from the yoke of hegemonic powers. The excuse for these aggressions is an allegation that has strongly been denied by Iranian officials and international organizations such as the Non-aligned Movement representing 120 countries. Furthermore, the charge against Iran on intending to develop nuclear weapons has even been refuted by the intelligence agencies of the U.S. government itself.

One side to this dispute has continuously shown its imperial arrogance through war crimes in Afghanistan, Iraq, Libya, and Syria and by fully backing the repeated Israeli mass killings of the Palestinian people, and the other, Iran, has not initiated any war against any nation since its people overthrow the US puppet regime of Shah back in 1979. That record matched with the current position of Iran on opposing wars elsewhere in the world indicates the fact that Iran wishes to live in peace with other nations.

Knowing the facts and the real stands of each party to this dispute, all those who love freedom and truth cannot remain silent or impartial in the “negotiations” between these two opposing camps?

In these negotiations one side is the oppressor and the other side is oppressed. One side is after domination, exploitation and plunder and the other side is looking to preserve its right to self-determination and sovereignty. One side represents the privileged interests of the big capitalist forces, which constitute less than 1% of the world’s population, and the other is struggling for peace, independence and justice, causes in common with the interests of the 99ers. For these reasons we side with Iran and we urge all activists in the international peace movement to join us in signing this statement and raising the demands:
  • Lift immediately all sanctions and stop threats of war against Iran.
  • Recognize the right of the Iranian people to develop nuclear energy for peaceful purposes.
  • Hands off Iran


Add your support by CLICKING HERE to fill in the online form.

Saturday, February 23, 2013

W.Ashajew "Fern von Moskau"antikriegsliteratur/weltliteratur

Wassilli Ashajew, Jahrgang 1915,  sowjetischer Chemie-Ingenieur und Absolvent eines Literaturfernstudiums in Moskau, kriegserfahren und nach Verletzung  im Einsatz in Sibirien, wo er eine Erdölleitung bauen hilft, publiziert 1948 die Romantrilogie "Fern von Moskau".
Der Autor erhält dafür 1949 einen ersten Stalinpreis.

Der Roman zeigt, wie heldenmutig unter widrigsten  Witterungs-Bedingungen die Menschen im abgelegensten Hinterland ihre sowjetische Heimat verteidigt haben. Er zeigt uns, dass die Bedrohung durch Sabotage auch im Krieg nicht aufhörte und dass an der Ostfront die Japaner  auf den Sieg der Deutschen lauerten um ihrerseits anzugreifen.
Wertvoll daran für  uns heutige ist das positive Menschenbild, der Gemeinschaftsinn, die Verantwortung, die schon sehr jungen Menschen für gesellschaftliche Aufgaben übertragen wurde und die Bedeutung Sinn stiftender  gesellschaftlicher Arbeit.
Menschen, die selbst schwerwiegende Fehler machten, ja sich an der Gemeinschaft vergangen haben, dürfen sich bewähren. Die indigene Bevölkerung wird einbezogen, ihre Interessen berücksichtigt.
Vieles ließe sich daran für heute lernen, könnte man die antistalinistische Brille ablegen.

Sagt NEIN zum Krieg, VEREINIGT euch für Demokratie!


INNENPOLITIK

Sagt NEIN zum Krieg, VEREINIGT euch für Demokratie!

EMEPKampagneDie Partei der Arbeit (EMEP) startete kürzlich eine Kampagne gegen den Krieg, die von zahlreichen Gewerkschaften, Berufsverbänden, Künstlerorganisationen, Wissenschaftlern und Intellektuellen unterstützt wird. EMEP möchte nach eigenen Angaben der Kriegstreiberei der AKP-Regierung die Forderung nach Frieden und Fortsetzung des Dialogprozesses in der kurdischen Frage entgegensetzen.
Die EMEP-Vorsitzende Selma Gürkan, die auf einer Pressekonferenz den Startschuß der Kampagne gab, forderte die demokratischen Kräfte in der Türkei sowie auf internationaler Ebene auf, die Friedensbemühungen zu unterstützen.Im Rahmen der Kampagne wurden in Istanbul die ersten Demonstrationen sowie in Betrieben, Stadtteilen und an Universitäten wird eine breit angelegte Aufklärungsarbeit durchgeführt. Nachfolgend dokumentieren wir den Aufruf der Kampagne von EMEP:
Seit langem verfolgen die herrschenden Klassen und AKP-Regierung die Losung „Krieg nach Innen und Außen“. Die „neo-osmanische“ Außenpolitik, die mit der Nahost-Strategie des US-Imperialis-mus kompatibel gemacht wurde, rückt unser Land immer mehr ins Zentrum der Brandstätte Nahost.
Nach der Stationierung des Flugabwehrsystems in Kürecik werden nunmehr in der Region zwischen Kahramanmaraş und Adana Patriot-Raketen stationiert. Angeblich sollen die Patriots von der NATO lediglich zum Schutz der Türkei vor Raketen-Angriffen aus Syrien stationiert werden. So lautet die Begründung der Regierung, die alles andere bestreitet. Darin liegt wohl auch der Grund dafür, warum die AKP-Regierung in ihrer Dankbarkeit bei der NATO alle Grenzen überschreitet. Ministerpräsident Erdogan ging sogar so weit, dass er die Türkei zum „NATO-Boden“ erklärte. Und die Stationierung der Patriots wurde am Parlament vorbei beschlossen.
Allerdings konnte das Argument „Syrien“ niemanden so recht überzeugen. Sowohl Rußland, als auch der Iran erklärten offen und ohne die diplomatische Sprache zu bemühen, dass sie das wahre Ziel seien und warfen der Türkei Kriegstreiberei in der Region vor.
Heute ist von der „Null-Problem-Politik“ keine Spur mehr zu sehen. Vielmehr steckt das Land im Clinch mit allen Nachbarstaaten. Und das ist nicht der einzige Makel der AKP-Regierung. Die Türkei beteiligte sich an dem militärischen Übergriff gegen Libyen, nachdem Erdogan eine Woche zuvor erklärt hatte, dass die NATO dort nichts zu suchen hätte. Und das Hauptquartier der Alliierten Land-streitkräfte der NATO wurde nach Izmir verlegt.
Wir fordern die Offenlegung und Kündigung aller geheimen militärischen und politischen Abkommen, mit denen unser Land zu einem Wachposten des Imperialismus in der Region gemacht wurde. Die Militärbasen in Kürecik, Incirlik und anderswo müssen geschlossen werden. Wir fordern den Austritt aus der NATO!
Im Gleichschritt in den Sumpf eines Kriegs in der Region
Die Haltung der Türkei im Bezug auf Syrien stellt eine konkrete Gefahr dar, die das Land in den Sumpf eines Kriegs im Nahen Osten treibt. Die Türkei wirft Bashar al-Assad einen Völkermord im eigenen Land vor und macht sich angeblich aus humanitären Gründen für einen Regimewechsel in Syrien stark. Angesichts der über 40.000 Toten, die im kurdischen Konflikt ihr Leben verloren, sind die Bestrebungen der Herrschenden in der Türkei und der AKP-Regierung, als Verteidiger der Demokratie aufzutreten keinesfalls glaubhaft. Sollen denn die bewaffneten Banden, die den Namen Freie Syrische Armee (FSA) tragen, Demokratie nach Syrien bringen?
Keine Intervention in einem souveränen Staat, somit auch in Syrien ist akzeptabel. Über die Zukunft Syriens hat einzig und allein das syrische Volk bestimmen und nicht die USA, EU, die Türkei oder eine andere Macht. Jeder Schritt, den die Türkei bezüglich Syriens unternimmt, liefert nach internationalem Recht einen Kriegsgrund und treibt unser Land in den Sumpf des Kriegs. Es ist kein Geheimnis, dass die FSO-Truppen von der Türkei bewaffnet werden und sich nach ihren Attacken auf den türkischen Boden zurückziehen.
Ebenso ist es kein Geheimnis, dass die türkischen Krankenwagen keine Verletzen, sondern Waffen transportieren. Kein souveräner Staat kann zusehen, wenn sein Nachbarland zum Haupt-stützpunkt solcher Bestrebungen wird.
Die Beziehungen zum Irak stellen einen weiteren Konfliktherd dar, der das Potenzial für einen Krieg hat. Die AKP-Regierung richtet ihre Politik in der Region am schiitisch-sunnitischen Konfessions-konflikt aus, die das Ergebnis der US-Strategie ist und spielt dabei mit dem Feuer. Sie nahm den früheren, sunnitischen Vizepräsidenten Hashimi unter ihren Schutz und versucht mit Barsani zusammen die irakische Regierung zu unter-minieren. Der derzeitige irakische Regierungschef Maliki warnte die AKP-Regierung mehrmals und forderte sie auf, sich nicht in die Angelegenheiten seines Landes einzumischen. Auch wenn nicht in diesem Maße, werden die Konflikte zwischen der Türkei und dem Iran zusehends schärfer. Und Russland stellt sich als einer der im Hintergrund agierenden Hauptakteure gegen jeden Schritt, die die Türkei unternimmt.
Kurzum; ihr Traum, zu einer regionalen Macht zu werden, macht die Türkei zu einem Wachposten des US-Imperialismus und der NATO. Angesichts der wachsenden Zahl von Konfliktparteien wird das Land immer mehr in einen Krieg getrieben.
Die Konflikte im Nahen Osten sind auf die Hegemoniebemühungen der imperialistischen Mächte (vor allem der USA) zurückzuführen. Die imperialistischen Interventionen in der Region sind inakzeptabel. Wir fordern, dass die imperialistischen Mächte sich aus der Region zurückziehen und ihre Interventionen unterlassen. Die Staaten und Völker der Region müssen die Probleme unter Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts untereinander lösen.
Kriegshetze auch im Inneren
Die Entwicklungen in der Region und dieLage in Syrien machen das kurdische Problem immer mehr zu einem Problem mit regionalem Charakter. Zugleich wird der Gefahr eines potenziellen inneren Konflikts zwischen Aleviten und Sunniten immer mehr Nahrung geliefert. Und beide Konflikte werden als Faktoren eines inneren Konfliktes immer stärker miteinander verwoben. Obwohl breite Teile der Bevölkerung bezüglich der kurdischen Frage den Wunsch nach einem Ende des Blutvergießens äußern und den neu angestoßenen Dialogprozess unterstützen, geben die Erklärungen der Regierung Grund zur Sorge. Kann denn in einer Situation, in der die Kämpfe fortgesetzt werden, dieser Dialog tatsächlich erfolgreich abgeschlossen werden?
Wenn man darauf beharrt, die Forderungen der Kurden nach nationalen Rechten und die Forderungen der Aleviten nach uneingeschränkter Glaubensausübung ablehnt und mit Gewalt erwidert, kommt das der Fortsetzung der “Kriegspolitik” nach Innen gleich. Die Regierung führt quasi einen Kreuzzug gegen alle gesellschaftlichen Gruppen wie Kurden, Aleviten, Arbeiter, Beamte, Bauern, Umweltbewegung, Studenten, Intellektuelle, Künstler etc., die ihre Rechte einfordern. Sie ist auf dem Weg zu einem autoritären Staat ziemlich weit gekommen.
Während die AKP-Regierung im Bereich von Bildung, Gesundheit und anderen Sozialausgaben Kürzungen vornahm, erhöhte sie den Etat des Verteidigungsministeriums. Mit der Erhöhung des Etats für verdeckte Operationen um ein Vielfaches auf 800 Mio. Lira machte sie deutlich, dass sie auf dem Weg zu einer Kriegsregierung ist. Aus diesem Etat wurden die Gegner von Gaddafi mit Zig-Millionen US-Dollar finanziert. Dass heute die gegen Assad kämpfenden Truppen hohe Beträge aus diesem Topf erhalten, ist ein offenes Geheimnis.
Wir fordern, dass die Regierung ihren militärischen und politischen Operationen ein Ende setzt, damit der begonnene Dialogprozess zu einer demokratischen und populären Lösung führen kann. In diesem Zusammenhang sind die im Rahmen des KCK-Prozesses inhaftierten kurdischen Politiker freizulassen.
Einig für Frieden und Demokratie!
Um die „Kriegspolitik“ der AKP-Regierung und der Herrschenden zu beeenden, müssen wir unsere Kräfte bündeln. Denn Krieg richtet sich gegen die gesamte Bevölkerung und ist der Feind von Demo-kratie und Freiheit. Er bedeutet, dass die Reichen ihre Kassen füllen und das Blut der Armen in Strömen fließt. Er bedeutet Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend. Diese Regierung möchte unser Land zum NATO-Boden, unsere Kinder zu US-Soldaten machen. Das lassen wir nicht zu! Dort, wo die Waffen reden, kommen Frieden, Demokratie und Freiheit nicht zum Wort.
Vereinigen wir uns für den Frieden! Denn wenn wir den Frieden erreichen, können wir auch die Demokratie aufbauen. Zur Demokratie gehört mehr als die Erweiterung von politischen und ökonomischen Rechten. Sie dient auch zur Lösung von Problemen bei Umwelt, Frauenrechten, Bildung, Gesundheit, Recht auf Wohnen etc.
Vereinigen wir uns für die Demokratie! Denn wenn wir die Demokratie aufbauen, erreichen wir eine Lösung der kurdischen Frage sowie das gleichberechtigte Zusammenleben aller Nationen, und Konfessionen. Mit ihr ebnen wir den Weg für den Kampf der Werktätigen.
Sagt NEIN zum Krieg, VEREINIGT euch für Demokratie!  

Friday, February 22, 2013

Was tun angesichts der wachsenden Kriegsgefahr?




Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ lautet ein altes deutsches Sprichwort und Sprichwörter bewahren die Weisheit des Volkes. Ein jeder weiß doch: Der Arzt, der falsch diagnostiziert, kann kein wirksames Heilmittel verordnen, das gleiche aber gilt für Krankheiten, unter denen die ganze Gemeinschaft leidet.
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, wusste vor über 200 Jahren Hölderlin, ein in seiner Zeit verkannter deutscher Dichter. Wollen wir aber gemeinsam Wege bauen aus höchster Gefahr, wozu wir Menschen mit modernsten Werkzeugen durchaus vorzüglich in der Lage sind, dann müssen wir die Bedrohungssituation richtig einschätzen. Wir müssen die gegnerischen Kräfte genau kennen und ihre Schliche durchschauen. Genau daran aber krankt es in Deutschland und Frankreich vor allem, aber auch in den meisten anderen EU-Staaten. Das selbst ernannte „Führungspersonal“ der vor sich hin dümpernden „deutschen Friedensbewegung“ kann Freund und Feind nicht mehr unterscheiden. Ihre Sprecher gehen immer wieder den Feindbildkonstruktionen der mächtigen Rüstungslobby auf den Leim und tanzen nach deren Menschenrechtsmelodie. Sie kaufen seltsamer Weise auch deren Demokratiegesäusel. Anstatt sich auf den harten Boden sozialer Tatsachen zu Hause zu stellen, fantasieren sie mit von "Demokratie-Export", von"Antiterrorkampf", von zu entsorgenden  südöstlichen "Diktatoren" und westlicher "Entwicklungshilfe". Wieder einmal soll die ganze Welt am deutschen Wesen genesen, wie zu Kaisers Zeiten, während der Sparzwang und die Verarmungsspirale in Germania ganz Europa in den Abgrund zieht.
Was dagegen Not tut, ist eine gut organisierte, kämpferische Kraft gegen Lohnabbau, gegen die Rüstungsagenturen und andere Bösewichte im eigenen Land. Soziale Sicherheit und Entwicklungshilfe bei uns zu Hause dienen dem Frieden in der Welt mehr als Waffenexport und Soldaten. Fordern wir also den Ausbau ziviler Infrastruktur, den Ausbau des Bildungs-, des Gesundheits- und  öffentlichen Verkehrswesens. Wenden wir uns gegen den Export des Modells Deutschland. Damit werden wir Massen mobilisieren für gesicherte Arbeitsplätze zu Hause, gegen  den Eintritt perspektivloser Jugend in die  Berufsarmeen und gegen das Söldnerunwesen.

- Exportieren wir soziale Sicherheit anstelle angriffsfähiger „Patrioten“!
- Gehen wir rückwärts um, vorwärts zu kommen!
- Studieren wir die klassischen Antikriegstexte und lernen wir daraus“:

Friede den Hütten, Krieg den Palästen!" (Georg Büchner, Hessischer Landbote, 1834)

Papstrücktritt: "Er ist so weich geworden" FOCUS 8/13

"Vom Standpunkt der Kirche wäre es wohl besser, wenn Benedikt tot wäre" 
ein Kurienmitarbeiter gegenüber Focus 08/13

"Wie die Gegner des Papste zu erkennen sind? Es sind jene, die ihm jetzt den höchsten Respekt bekunden."


"Ein pensionierte Papst ist nirgendwo vorgesehen.
Der einzige Papst, der bisher auf sein Amt verzichtet hat, taugt nicht als Präzendenzfall und erinnert an die finstersten Zeiten der katholischen Kirche"
 ... (Papst Coelestin 1294 floh, seine verfolger  fingen ihn und ermordeten ihn)
 immerhin, der Focus schreibt laut letztem interview mit Beneditkt XVI:

"Das Amt des Papstes empfinde er als "Fallbeil". Wenn dem so ist, brachte der Pontifex am vergangenen Montag sein Haupt in Sicherheit."

..." das Boot des heiligen Petrus ... tanz nämlich bei Windstärke 12 im offenen Meer ...  und  "Der Papst ... ziehe den Kopf aus der Schlinge." ... " zermürbt vom Kampf gegen seine persönlichen und erbitterten Feinde." "Für sie sei Benedikt nicht weniger als ein Verräter."
... folgert niemand im Vatikan, der Papst leide an einer akuten  geistigen oder körperlichen Krankheit, deren fataler Konsequenz er mit seinem Rücktritt  quasi  zuvor kommen wolle."
"Nicht ein einziges Mal sprach Benedikt in seiner Rücktrittserklärung  von einer Krankheit (morbus)...
Der Papst müsse auf größeren Widerstand gestoßen sein als wir ahnen. Ein Widerstand, der schließlich zu einer besonders schmutzigen Attacke führte, dem Diebstahl vertraulicher Dokumente  Bendedikts vom Schreibtisch seines Privatsekretärs Gänsewein... Dass wegen der "Vatileaks" - Affäre ermittelt wurde, ist eine Farce. Dass Benedikt den Dieb sofort begnadigte und damit die  offizielle Version von der Alleintäterschaft offiziell beglaubigte, ist schlicht absurd."

"Ich könnte mir gut vorstellen, so erklärt  ein Kurienmann gegenüber dem Focus, dass der Papst erpresst wurde."

Wednesday, February 20, 2013

330 Bundeswehrsoldaten nach Mali: "Die Rüstungskonzerne werden sich die Hände reiben"

Eine solch resignative Feststellung zur Ausweitung der deutschen Kampfzone in Mali mobilisiert niemanden! Wir müssen uns mit aller Kraft unseres Wissens und unserer Analysefähigkeit vielmehr dagegen wehren!

Die Sprecher des 'Bundesausschuss Friedensratschlag', Peter Strutynski (Kassel) und Lühr Henken (Berlin) erklären am 19. Februar 2013 - Anlässlich der Kabinettbeschlüsse, 330 Bundeswehrsoldaten nach Mali zur Bekämpfung des „Terrorismus“ zu entsenden in einer Stellungnahme:

"Aus Afghanistan nichts gelernt: Bundeswehr wird in Mali-Krieg geschickt - Terrorkrieg wird zunehmen. Friedensbewegung lehnt Einsatzbeschluss der Bundesregierung ab."

Anstelle der Prognose: "Terrorkrieg wird zunehmen!" muß entschiedener gefordert werden:

Wir lehnen  jegliche - ohnehin grundgesetzwidrigen - Kriegseinsätze entschieden ab und wenden  uns gegen die verlogenen Begründungszusammenhänge, mit denen sie verfochten werden. Ob in  Mali,  ob in Afghanistan oder als "Patrioten" in  der Türkei füllen die als Verteidigungseinsätze kaschierten Lieferungen von Kriegsmaterial und Soldaten  nur die Kassen der Rüstungsindustrie. Ihr Zweck dient außerdem der Absicherung von Rohstoffausbeutung und entsprechender Transportwegsicherung. 

 Wir sagen Nein zu neokolonialistischer  Politik ob in Mali, Afghanistan oder an der türkisch -syrischen Grenze!.

Die auf der Seite des Kasseler Friedensratschlags  nachzulesenden Stellungnahme von P. Strutynski und  L. Henken ist dagegen halbherzig und kann  keine Friedenskräfte mobilisieren helfen.