Thursday, May 21, 2015

Flüchtlingskatastrophen und politische Implikationen von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait, Juristin und Diplomatin a.D.


Die Flüchtlingskatastrophen und ihre politischen Implikationen geben Anlass zu folgender Stellungnahme, wie gewohnt zur Anregung, Verwendung und Weiterverbreitung.
Gruß,
Jan Lenkait 19.5.2015

Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 19.5.: "Im Meer der Unsicherheit" von Daniel Brössler und Kommentar "Flüchtlinge - Einsatz ohne Plan" von Stefan Kornelius

Die Alarmglocken klingeln...

Die aktuellen Flüchtlingskatastrophen, die Europa seit langem mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen aus Libyen, Syrien und dem Irak erlebt, sind Folge der fehlgeschlagenen Außenpolitik der USA/EU/Deutschland, die gegen das Völkerrecht und gegen das Grundgesetz verstößt. Aus diesem Rechtsbruch folgen alle humanitären Katastrophen. Von Bürgerkrieg in Fall Syrien zu sprechen und zu schreiben ist die Eskapade der führenden Medien, die die kriminelle Intervention von fremden Mächten in der Region nicht anerkennen wollen. Diese westliche Intervention schafft unendliche Kriege überall mit allen üblen Konsequenzen. Die Mahnung von Brigitte Queck (3.2.14), Dipl. Staatswissenschaftlerin Außenpolitik aus Potsdam, ist hier angebracht. Ihr Gedanke ist letztendlich wohl auch im Bundeskanzleramt aufgekommen und hat es realistisch werden lassen: 

<Bürgerkriege münden oft in von den US/NATO gewollten Aggressionskriege.
Angesichts bestehender internationaler Rechtsnormen, wie das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten, Artikel 2, Ziffer 5 der UNO-Charta, die ... von führenden westlichen Politikern gebrochen werden, fragt man sich, wo die Stimmen der Völkerrechtler in Deutschland bleiben.> 

Zur Flüchtlingskatastrophe treffen sich die Außenminister mit den Verteidigungsministern in Brüssel am 18.5., und diskutieren, ob Gewalt angewendet werden soll und darf. Abstoßend und vollkommen absurd zugleich! "Völlig irrig wäre die Vermutung, dass hier Schiffe beschossen würden, die Flüchtlinge transportieren..." kommentiert völlig zutreffend Stefan Kornelius den ungeheuerlichen Irrsinn führender EU-Politiker. ("Flüchtlinge - Einsatz ohne Plan" von Stefan Kornelius, SZ, 19.5.) Das Gebot zur Menschlichkeit ist bei Europäern blamabel verlorengegangen. 

Hätte die EU mit der Regierung in Syrien zusammengearbeitet, gäbe es die Flüchtlingsströme nicht. Niemand verlässt seine Heimat einfach freiwillig, auch Syrer nicht. Freiwillig wollen sie in ihre Heimat zurückkehren. 

In der Kette von 1914 bis 1939, weiter zur NATO-Aggression 1998/99 gegen Belgrad und zur aktuellen Aggression gegen Syrien und gegen die Ukraine ist derselbe verhängnisvolle Ungeist erkennbar. Zwar verabschiedeten Michail Gorbatschow und Helmut Kohl eine gemeinsame Erklärung , alle Völker hätten das Recht, "ihr Schicksal frei zu bestimmen", (13.Juni 1989) diese Erklärung blieb aber nicht nur unerfüllt, sondern absolut missachtet. 

Deutschland respektiert nicht die Grundsätze der Vereinten Nationen als Fundament für den Weltfrieden, nicht einmal sein eigenes Grundgesetz. Daraus folgen alle aktuellen humanitären Flüchtlingsprobleme.

Amerikaner und Europäer haben mit ihrer Waffenhilfe Terror und Gewalt geschaffen und verlängern ihn mit allen unmenschlichen Folgen von hunderttausenden Toten, Destruktion von Kultur-Staaten, Vernichtung und Millionen Flüchtlingen. Diese höchst kriminelle Politik zeigt eine Statistik der Schande für Europa. Nun will die EU militärisch vorgehen!

Frankreich hat sich mit seinen neokolonialistischen grausamen Aggressionen im Nahen Osten bis auf die Knochen blamiert. Schon mit seinem Bomben-Terror gegen Libyen 2011 verspielte Frankreich jeden Einfluss im Nahen Osten - definitiv genauso wie sein krimineller Mentor, die USA. Präsident Francois Hollande und die Regierung Frankreichs sind Teil des westlichen Interessengeflechts und Gangster-Systems. Kein Wunder, dass Hollande sich nicht von dem Unfug seines Vorgängers hat völlig distanzieren können. Niemand in Syrien will etwas von Frankreich hören. In Frankreich selbst ist die Unterstützung des Präsidenten Hollande auf 15% gesunken, während der syrische Präsident Baschar Al-Assad mit der Solidarität seines Volkes rechnet: Fast 90% laut Umfrage. Am 3.Juni 2014 wurde der syrische Präsident mit einer überwältigenden Mehrheit wiedergewählt. Welcher Präsident eigentlich zu gehen hat, sollte demnach für jeden klar sein. Diese Tatsache ist aber ein Dorn im Auge deutscher Redakteure und Politiker, die sich anmaßend als Herren und Richter über andere Völker aufspielen. Sanktionen gegen Syrien sind schädlich für die Menschen und schändlich für den inhumanen Westen. 

Sanktions- und Gewaltpolitik haben aufzuhören. Es ist an der Zeit, sich der aktuellen Herausforderung zu stellen und die Realität ehrlich wahrzunehmen: Entweder weiter an der Seite der Vernichtung durch Gewalt und Terror zu bleiben oder zu einer zivilisierten Politik umzukehren. 

Eine neue Ordnung der Beziehungen zwischen Deutschland-Europa und den USA ist nur möglich, wenn Deutschland bzw. Europa auf der gegebenen Grundlage der Vereinten Nationen (keine Gefolgschaft den USA) gemäß dem gemeinsamen Ziel des Weltfriedens (keine Weltherrschaft) seine Außenpolitik überdenkt und neu strukturiert. Die ständigen Bemühungen um den Weltfrieden werden immer das Leitmotiv und Zweck der Weltstaatengemeinschaft und der Weltdiplomatie bleiben. Inzwischen ist es wohl fast jedem hierzulande klar geworden, dass es nur Probleme schafft, sich weiter unter US-amerikanischem Einfluss manövrieren zu lassen. 

Die Weltpolitik braucht keinen Weltherrscher, sie hat ihn niemals gebraucht. Für deutsche Politik-Cliquen war es einfach, zuerst dem Hitler-Diktat und dann dem US-Diktat zu folgen. Einfach, aber vor allem bequem. Sie brauchten sich keine Gedanken über die eigene Gestaltung internationaler Beziehungen zu machen, denn in beiden Fällen galt lediglich die bedingungs- und bedenkenlose Unterordnung und Gefolgschaft. Nach dem Nazi-Verbrecherregime war sicherlich die volle Anpassung und Ergebenheit gegenüber dem neuen Weltherrscher, nämlich dem US-Hegemon eine "moralische" Pflicht, denn die Amerikaner waren die "Guten" gegen die bösen Nazis. Man versäumte es deshalb in der alten westdeutschen Bundesrepublik, sich selbst ein Kriterium über richtig und falsch zu entwickeln, über Recht und Unrecht. Die unterwürfige Haltung vor einer Führung ging weiter, nur mit einem anderen Führer. Das kann man der Bundeskanzlerin nicht anlasten.* Die Unterwürfigkeit der CDU-CSU-SPD-Grünen Politiker und Redakteure ist das Ergebnis ihres Umfelds und ihrer Herkunft in einem Land, das jeden Bezug zur Zivilisation und Menschlichkeit unter Nazi-Deutschland vollkommen verloren hatte. Der humanistische und christliche Geist ist entfernt geblieben.

In einer multipolaren Welt gilt der Ausgleich der unterschiedlichen Interessen durch die internationalen Beziehungen, die sich in fortwährendem Dialog und Annäherung zwischen allen Staaten manifestieren. Dazu gibt es internationale Regeln (UN-Charta und Verträge), die von allen Beteiligten zu respektieren sind. Selbstverständlich schafft sich Deutschland Ärger und Probleme für seine eigene Sicherheit, wenn es sich dort einmischt, wo es sich nicht einmischen darf. Konkret gesagt, wenn es außerhalb seiner Staatsgrenzen militärisch interveniert, also in Räumen, wo es ihm nach internationalem Recht nicht erlaubt ist, zu intervenieren. Das verzerrte Beispiel der USA ist eine reale abschreckende Mahnung für Deutschland und alle Länder Europas, um dem unzulässigen verheerenden mörderischen US-Weg nicht weiter zu folgen. Stimmt: Die USA wird als die größte Gefahr für die Welt wahrgenommen. Heute sehen auch die Deutschen in den USA eine Bedrohung für den Frieden. Aber diese Erkenntnis muss zu Schlussfolgerungen führen, um die zukünftige Richtung sachlich zu erkennen. 

Wenn fremde Mächte den Konflikt befeuern, wie in Syrien, im Irak und in der Ukraine, also wenn es keinen Friedenswillen, sondern Gewaltwillen gibt, ist Frieden natürlich unmöglich und Flüchtlingsströme sind unausweichlich. Diese elementare Erkenntnis fehlt bei Redaktionen vollkommen. 

Die Außenpolitik der USA war immer von militärischer Intervention geprägt. Die zeitgenössische US-amerikanische Geschichte belegt es. Nach dem Korea-Krieg kam der Vietnam-Krieg. Mit Ronald Reagan die US-militärische Invasion in Grenada 1983 und Bomben auf Libyen 1986, als sich der deutsche FDP-Außenminister Hans-Dietrich Genscher im Flug nach Washington befand, gerade um solche US-Bombardierung zu verhindern; mit George Bush Sr. die US-militärische Invasion in Panama 1989 und der erste Irak-Krieg 1991 ("Operation Dessert Storm"), mit Bill Clinton Bomben auf Jugoslawien 1999, mit George Bush Jr. Bombardierung Afghanistans 2001 und der zweite Irak-Krieg 2003, mit Obama Libyen 2011 und der bereits mehr als drei Jahre dauernde infame verdeckte Krieg gegen Syrien. Also alle US-amerikanischen Präsidenten sind Interventionisten, weil das militärisch-industrielle System dazu treibt. 

Und Deutschland macht direkt oder indirekt bei den US-Interventionen mit und ist mitverantwortlicher Verursacher der aus diesen US-Interventionen entstehenden Flüchtlingskatastrophen. Die andauernde vernichtende deutsche Militärpolitik ist endlich an den Pranger zu stellen. Das ist eigentlich die Pflicht aller aufgeklärter Redakteure. Politiker und Journalisten müssen die Grundsätze der Vereinten Nationen als Fundament für den Weltfrieden respektieren und einhalten lernen, die Grundsätze des Grundgesetz überhaupt. Redaktionen sollten aufhören, die verheerende US-deutsche Außenpolitik, die den Völkern Böses antut, zu verherrlichen oder sie zu vertuschen. Sie sollten die Propaganda-Lügen, die solche Einsätze benötigen, entlarven und sich nicht länger für ihre Verbreitung einspannen lassen. Auf diese Weise kann die Presse dabei helfen, Deutschlands Außenpolitik auf eine andere, humanitäre, konstruktive Basis zu stellen. 

Wenn von der Leyen als Bundesverteidigungsministerin, oder Außenminister Steinmeier in ihren Statements, militärische Aktionen hinsichtlich der Schiffe mit Flüchtlingen in Erwägung ziehen, sollten bei uns allen die Alarmglocken klingeln. Militärische vernichtende Mittel sind seit den Haager Konventionen, die aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg datieren, auszuschließen. Man kann empirisch feststellen, dass mit dem Fortgang und der Weiterentwicklung der Kriegstechnik immer wieder und immer massiver gegen diese Haager Grundsätze verstoßen worden ist und verstoßen wird ebenso wie gegen die Genfer Konventionen. Sind sich Politiker darüber im klaren? 

Was für ein Partner ist das, dem sich europäische Regierungen bisher nicht entgegen zu stellen wagen, damit die Ursache für die Flüchtlingsströme nach Europa beseitigt werden kann. Die grobe Äußerung einer Vizeaußenministerin Nuland über Europa ist dazu ein Augenöffner, denn sie ist keine Ausnahme. Nicht zu vergessen, wie der US-Außenminister John Kerry auf der Genfer Syrien-Friedenskonferenz am 22.1.14 gebrüllt hat. Ein US-Außenminister, der seine schlechte Sache verloren sieht, zeigt sich außerstande, sich der Realität mit Ehrlichkeit, pragmatischer Richtigstellung und Noblesse zu stellen, sondern verliert beschämenderweise jede Contenance und fängt an, in aller Öffentlichkeit zu brüllen. Genau dass passt in das Bild, was man von den Yankees hat, die sich in schlechter Cowboy-Manier in der Welt präsentieren. Ohne Anstand, ohne Respekt für andere Menschen und Sitten maßen sie sich an, ihren unverschämten Kommandoton zu erheben, zu brüllen und zu fluchen, wenn sie auf Widerstand stoßen. Unkultiviert zeigen diese Sorte US-Amerikaner Missachtung, nicht nur vor der Bundeskanzlerin, sondern vor Europa insgesamt. 
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie halte die Äußerung aus dem State Department für "absolut inakzeptabel". Sie drückt damit eine besonders scharfe Missbilligung aus, gerichtet an die USA. 
In Bezug auf den Rechtsbruch der USA bei ihrer überzogenen Spionage hat sich die Kanzlerin auch klipp und klar ausgesprochen: "Auf deutschem Boden hat man sich an deutsches Recht zu halten. Bei uns, in Deutschland und Europa gilt nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Stärke des Rechts." So die deutsche Kanzlerin Merkel. (ZDF-Berlin Direkt, 17.5.) Es sind Journalisten und inkompetente Außenpolitiker diejenigen, die gegenüber der inakzeptablen amerikanischen Grobheit nicht angemessen reagieren und keine Würde als Europäer zeigen. Eine Renaissance der Beziehungen mit Washington auf vertraulicher Basis ist derzeit unwahrscheinlich. 
Das Problem gleichwertiger Beziehungen mit den USA beruht auf der US-Sondervorstellung von "Moral", Demokratie und Freiheit, nämlich die totale Unterwerfung unter den US-Willen und Führung. Ist die US-Regierung, ist der US-Außenminister nicht ein Freund der korruptesten Männer, die zuerst in Syrien und dann in der Ukraine agieren und agitieren? Haben die USA nicht fortwährend sowohl gegen Syrien als auch gegen die Ukraine konspiriert? Die Komplizen des US-Außenministers sollten sich hüten, dass sie sich nicht, in dem sie andere schützen, selbst verurteilen. Die Namen von John Kerry und diejenigen in seiner schamlosen europäischen Gefolgschaftsclique werden als Schandfleck für ihr jeweiliges Land in die Geschichte eingehen. Die US-Regierung mit ihren Repräsentanten sind dabei, jedes Gewissen abtöten zu wollen. Deshalb ist die Anklage der Liga für Menschenrechte gegen die Bundesregierung vom 3.2.14 ein wichtiger Anfang für das erforderliche Stoppen des Welt-Diktators. Er muss wissen, dass Europa und die Welt nicht mehr nach seiner Pfeife tanzen. Weitere Anklagen müssen folgen, und zwar gegen die Hauptverbrecher, nämlich die Mitglieder der US-Regierung, die den Takt vorgeben. Die deutsche Bundesregierung, und zwar ihre Vertreter, können die Bestechung, und Erpressung durch den Supermacht-Boss USA als mildernde Umstände geltend machen. Es liegt an der Bundesanwaltschaft, Klarheit über diese erbärmliche Lage zu schaffen. "Edward Snowden hat die Welt ein Stück weit verändert. Und jede weitere Wendung ... sollte Anlass sein, unser Verhältnis zu den Vereinigten Staaten zu überdenken....Aus den deutlichen Warnsignalen wurden keine Konsequenzen gezogen." Der ehemalige FDP-Bundesinnenminister, Gerhart Baum, trifft mit diesen Worten den Nagel auf dem Kopf in seinem Beitrag unter der Rubrik "Außenansicht" für die Süddeutsche Zeitung: "Im Jahr drei nach Snowden" (SZ,18.5.) 
Die Tatsache, dass US-Regierungen die deutsche Rechtsordnung nicht respektieren, versetzt Berlin in die juristisch gut begründete Lage, alle Vertragsverpflichtungen mit den USA auf seinem Territorium zu überprüfen und gegebenenfalls mit sofortiger Wirkung aufzukündigen. Ein Anliegen, das selbstverständlich die deutsche Kanzlerin zu entscheiden und im Bundestag zu erklären hat. Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait


PROTESTTAG GEGEN DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE CHEVRONS


HEUTE FINDET wieder EIN PROTESTTAG GEGEN DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE CHEVRONS
„ LAS MANOS SUCIAS DE CHEVRON“ STATT 
17 Uhr Brandenburger Tor
Zunächst einige kurze Informationen:
Texaco hatte von 1964 bis 1992 die Ausbeutung des Erdöls im ecuadorianischen Regenwald vorgenommen und rücksichtslos die Zerstörung derUmwelt und der Gesundheit der Bevölkerung in Kauf genommen . Über 70 Millionen Liter giftige Erdölrückstände und über 60 Millionen Liter Rohöl haben den Boden und das Wasser kontaminiert. Mehr als 30.000 Einwohner haben dramatische Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihre Lebensumstände bis heute zu ertragen. Wasser und Boden sind dauerhaft schwer verseucht. Seit 2 Jahrzehnten führen Betroffene Klagen gegen Chevron-Texaco, seit 2001gegen den Rechtsnachfolger Chevron, der als 2. größter Ölmulti Texako übernommen hatte. Im Falle Texacos bestand das Skandalöse darin, dass Texaco vorsätzlich die giftigen Rückstände nicht den technischen Möglichkeiten entsprechend entsorgt hatte, so wieder Konzern esin den USA patentiert und angewandt hatte.
Was kann daraus geschlossen werden?
Die indigene Bevölkerung zählte für das Unternehmen als Menschen 2. Klasse! Ein koloniales Verständnis, das von industrialisierten Ländern gegenüber Ent- wicklungsländern bis heute anzutreffen ist. Ich erinnere mich an die 90-er Jahre als beispielsweise Shell im Nigerdelta horrende Umweltschäden verursachte und zwar in Kooperation mit dem nigerianischen Präsidenten Abacha. Dieser verhängte die Todesurteile gegen Ken Saro Wiwa und seine Kampfgefährten, die gegen Shell kämpften. Der darauf einsetzende weltweite Boykott gegen Shell war so wirksam, dass Shell –bescheidene- Zugeständnisse machte. Das immer gleiche Prinzip der imperialen Ressourcen-Ausbeutung ist, ob bei den Ölförderungen, in Gold- und Diamantenminen, bei Coltan und anderen seltenen Erden: Staaten des Südens werden weiterhin ökonomisch und politisch wie Kolonien behandelt.
Zugunsten unmoralischer Profitraten ausländischer Unternehmen werden und wurden Investitionsschutzabkommen abgeschlossen - wie in Ecuador zur Zeit der Texaco-Ölförderung. Kooperationen dieser Art zwischen einheimischen Oligarchien und Multikonzernen sind ein belastendes Erbe für diejenigen Regierungen, die angetreten sind, ihre Souveränität zu verteidigen. Im Falle von Texaco konnte das damalige Investitionsschutzabkommen juristisch rückwirkend glücklicherweise nicht mehr zur Anwendung kommen. In Lateinamerika hatte in den 90-er Jahren der US- amerikanische Vorstoß, die Freihandelszone ALCA für den gesamten Kontinent einzurichten, eine deutliche Absage erfahren. Es war die Geburtsstunde der Morgen- röte ALBA, die die stärkste Gegenoffensive gegen ALCA trug. Es bedeutete den ersten Sieg im Kampf Davids gegen Goliath, ein entscheidender Sieg für die sichzusammenschließenden ALBA- Länder. Der jetzt hier geführte Kampf gegen Chevron wird als ein weiterer Kampf Davids gegen Goliath bezeichnet. Es ist der Kampf gegen Chevron um Ausgleichszahlung von 9.1 Milliarden Dollar, notwendig u. a. zur Sanierung eines Gebietes in der Größe von mehr als 2 Millionen Hektar. Das ist die höchste Summe an Entschädigungszahlung, die je von einem Konzern gefordert wurde. Sie ist mehrfach juristisch geprüft und vom Obersten Gericht Ecuadors im Oktober des Jahres bestätigt.
Der Rechtsstreit ist jedoch noch nicht beendet.
Chevron weigert sich zu zahlen. Das Unternehmen stellt unbotmäßige Gegen- rechnungen auf und operiert mit Verleumdungen.
Die Kampagne „Las manos sucias“ gegen CHEVRON-TÓXICO ist eine Kampagne zur Verbreitung der Wahrheit und zur Durchsetzung der Gerechtigkeit. Mehr dazu: 
http://www.berlin.freidenker.org/wp-content/uploads/2014/01/Chevrons-dreckige-Haende.pdf

Wednesday, May 20, 2015

Gloria Steinem Joins Female Activists in North Korea for DMZ Peace March

In the news
  • Image for the news result
    The WomenCrossDMZ group, which includes noted American feminist Gloria Steinem, will .
  • History of World War II: America Was Providing Military Aid to the USSR, While Also Supporting Nazi Germany


    us-war-terror-isis-aid1.si
    See Part I: 
    Nonlethal lend-lease aid
    Besides weapons, other supplies were also provided under lend-lease. And those figures are absolutely indisputable indeed.
    Specifically, the USSR received 2,586,000 tons of aviation fuel, an amount equal to 37% of what was produced in the Soviet Union during the war, plus almost 410,000 automobiles, making up 45% of the Red Army’s vehicle fleet (not counting cars captured from the enemy). Food shipments also played a significant role, although very little was provided during the first year of the war, and the US supplied only about 15% of the USSR’s canned meat and other nonperishables.
    This support also included machine tools, railway tracks, locomotives, rail cars, radar equipment, and other useful items without which a war machine can make little headway.
    Of course this list of lend-lease aid looks very impressive, and one might feel sincere admiration for the American partners in the anti-Hitler coalition, except for one tiny detail: US manufacturers were also supplying Nazi Germany at the same time …
    rockefellerFor example, John D. Rockefeller Jr. owned a controlling interest in the Standard Oil corporation, but the next largest stockholder was the German chemical company I. G. Farben, through which the firm sold $20 million worth of gasoline and lubricants to the Nazis.And the Venezuelan branch of that company sent 13,000 tons of crude oil to Germany each month, which the Third Reich’s robust chemical industry immediately converted into gasoline. But business between the two nations was not limited to fuel sales – in addition, tungsten, synthetic rubber, and many different components for the auto industry were also being shipped across the Atlantic to the German Führer by Henry Ford. In particular, it is no secret that 30% of all the tires produced in his factories were used by the German Wehrmacht.
    The full details of how the Fords and Rockefellers colluded to supply Nazi Germany are still not fully known because those were strictly guarded trade secrets, but even the little that has been made public and acknowledged by historians makes it clear that the war did not in any way slow the pace of the US trade with Berlin.
    Lend-lease was not charity
    There is a perception that lend-lease aid was offered by the US out of the goodness of its heart. However, this version does not hold up upon closer inspection. First of all, this was because of something called “reverse lend-lease.” Even before the Second World War had ended, other nations began sending Washington essential raw materials valued at nearly 20% of the materials and weapons the US had shipped overseas. Specifically, the USSR provided 32,000 tons of manganese and 300,000 tons of chrome ore, which were highly prized by the military industry. Suffice it to say that when German industry was deprived of the manganese from the rich deposits in Nikopol as a result of the Soviet Nikopol–Krivoi Rog Offensive in February 1944, the 150-mm frontal armor on the German “Royal Tiger” tanks turned to be much more vulnerable to Soviet artillery shells than the 100-mm armor plate previously found on the ordinary Tiger tanks.
    In addition, the USSR paid for the Allied shipments with gold. In fact, one British cruiser, the HMS Edinburgh, was carrying 5.5 tons of that precious metal when it was sunk by German submarines in May 1942.
    The Soviet Union also returned much of the weaponry and military equipment after the war, as stipulated under the lend-lease agreement. In exchange they were issued an invoice for $1,300 million. Given the fact that lend-lease debts to other nations had been written off, this seemed like highway robbery, and Stalin demanded that the “Allied debt” be recalculated.
    1012992595Subsequently the Americans were forced to admit their error, but they inflated the interest owed in the grand total, and the final amount, including that interest, came to $722 million, a figure that was accepted by the USSR and the US under a settlement agreement signed in Washington in 1972. Of this amount, $48 million was paid to the US in three equal installments in 1973, but subsequent payments were cut off when the US introduced discriminatory practices in their trade with the USSR (in particular, the notorious Jackson-Vanik Amendment).
    The parties did not return to the discussion of lend-lease debt until June 1990, during a new round of negotiations between Presidents George Bush Sr. and Mikhail Gorbachev, during which a new deadline was set for the final repayment – which would be in 2030 – and the total outstanding debt was acknowledged to be $674 million.
    After the collapse of the Soviet Union, its debts were categorized as either sovereign debt (the Paris Club) or debts to private banks (London Club). The lend-lease debt was a liability owed to the US government and is part of the Paris Club debt, which Russia repaid in full in August 2006.
    Direct speech
    US President Franklin D. Roosevelt explicitly stated that aid to Russia was money well spent, and his successor in the White House, Harry Truman, was quoted in the pages of New York Times in June 1941 as saying,
    “If we see that Germany is winning the war, we ought to help Russia; and if that Russia is winning, we ought to help Germany, and in that way let them kill as many as possible …”
    Nikolay Voznesensky (1903-1950)
    Nikolay Voznesensky (1903-1950)
    The first official assessment of the role played by lend-lease aid in the larger victory over Nazism was provided by the chairman of Gosplan, Nikolai Voznesensky, in his work Voennaya Ekonomika SSSR v Period Otechestvennoi Voiny [Soviet military complex during the Great Patriotic War] (Moscow: Gospolitizdat, 1948), where he wrote,
    “If one compares the quantity of industrial goods sent by the Allies to the USSR with the quantity of industrial goods manufactured by socialist factories in the Soviet Union, it is apparent that the former are equal to only about 4% of what was produced domestically during the years of the war economy.”
    American scholars and military and government officials themselves (Raymond Goldsmith, George Herring, and Robert H. Jones) acknowledge that allthe Allied aid to the USSR was equal to no more than 1/10 of the Soviets’ own arms production, and the total quantity of lend-lease supplies, including the familiar cans of Spam sarcastically referred to by the Russians as the “Second Front,” made up about 10-11%.
    Moreover, the famous American historian Robert Sherwood, in his landmark book, Roosevelt and Hopkins: An Intimate History (New York: Grossett & Dunlap, 1948), quoted Harry Hopkins as claiming the Americans “had never believed that our Lend Lease help had been the chief factor in the Soviet defeat of Hitler on the eastern front. That this had been done by the heroism and blood of the Russian Army.”
    British Prime Minister Winston Churchill once called lend-lease “the most unselfish and unsordid financial act of any country in all history.” However, the Americans themselves admitted that lend-lease brought in considerable income for the US. In particular, former US Secretary of Commerce Jesse Jones stated that the US had not only gotten its money back via supplies shipped from the USSR, but the US had even made a profit, which he claimed was not uncommon in trade relations regulated by American state agencies.
    His fellow American, the historian George Herring just as candidly wrote that lend-lease was not actually the most unselfish act in the history of mankind, but rather an act of prudent egotism, with the Americans fully aware of how they could benefit from it.
    51ngzqSD3zL._SY344_BO1,204,203,200_And that was indeed the case, as lend-lease proved to be an inexhaustible source of wealth for many American corporations. In fact, the United States was the only country in the anti-Hitler coalition to reap significant economic dividends from the war.There’s a reason that Americans often refer to WWII as “the good war,” as evidenced, for example, in the title of the book by the famous American historian Studs Terkel: The Good War: An Oral History of World War II (1984). With unabashed cynicism he quoted, “While the rest of the world came out bruised and scarred and nearly destroyed, we came out with the most unbelievable machinery, tools, manpower, money … The war was fun for America. I’m not talking about the poor souls who lost sons and daughters. But for the rest of us the war was a hell of a good time.”
    Evgeniy Spitsyn is a Russian historian and author.
    Source in Russian: Ukraina.ru
    Adapted and translated by ORIENTAL REVIEW.

    “First Strike” Attack against Iran? Washington’s “Missile Defense” Deal with the Gulf Monarchies

    persiangulf
    When the attacked nation attempts to fire a retaliatory strike it is then that the MD systems are used to pick off the remaining military capability thus giving the Pentagon a “successful” first-strike.

    us-war-terror-isis-aid1.si
    John D. Rockefeller Jr. owned a controlling interest in Standard Oil, but the next largest stockholder was the German chemical company I. G. Farben, through which the firm sold $20 million worth of gasoline and lubricants to the Nazis.

    In Altschewsk wurde eine Internationale Konferenz für Solidarität mit dem Donbass veranstaltet.





     Jurij Georgiew

    Wegen einer Reihe von Umständen verläuft die Achse der militärischen und sozialen Spannung im heutigen Europa an seinen südlichen Rand entlang. Fängt an im Baskenland, verläuft über Griechenland, Zypern, Kosovo und die ehemaligen Republiken Jugoslawiens und endet in Donezk und Lugansk. Die Freiwilligen aus manchen westeuropäischen Ländern kämpfen schon lange in der Volkswehr. Und nicht zufällig sind vor dem Tag des Großen Sieges in dem Land des Südwestens Menschen aus dem Baskenland, Katalonien, Aragon, Italien und Griechenland erschienen. Am 8. Mai hat auf dem Territorium der LNR ein Forum für internationale Solidarität, „Antifaschismus, Internationalismus, Solidarität“, stattgefunden.
    Zu Besuch bei Mosgowoj…
    Vor dem Forum hat sich die Lage an der Kontaktlinie verschärft – die ukrainische Armee verstärkte heftig den Beschuss von Donezk, Gorlowka und der anderen Städten. Bevor ich mich auf den Weg gemacht habe, habe ich einen der Veranstalter, Maxim Tschalenko, angerufen, mit der Frage – wurde die Begegnung nicht abgesagt? Maxim hat geantwortet: Das Forum findet statt, selbst wenn der Krieg im vollen Maßstab beginnt.
    Nichtdestotrotz drohte eine Verhinderung der Veranstaltung. Daran war gar nicht der angebliche Angriff der ukrainischen Armee schuld. Jemand von der Leitung der LNR hat versucht, die Veranstaltung zu verhindern. Kaum waren wir über den Grenzübergang Iswarino auf dem Territorium der LNR gelandet, haben wir erfahren, dass das Forum, das in Lugansk stattfinden sollte, wegen des Widerstands mancher lokalen Behörde abgesagt wurde, obwohl sie es selbst zugelassen haben. Dabei haben das Außenministerium und manche andere Behörde der LNR nach wie vor für dieses Forum plädiert, weil sie begründet die internationale Unterstützung der jungen Republik für enorm wichtig hielten. Zu diesem Zeitpunkt sind über 100 Teilnehmer, dazwischen sehr viele Ausländer, in Neurussland angekommen.
    Am Ende hat der Kommandeur der mechanisierten Sonderbrigade „Prisrak“ (Geist), Alexej Mosgowoj, die Aufnahme der Gäste zugesagt. Dort, in den Kasernen, wurde die Delegierten aus Russland, Ukraine, Weißrussland, Italien, Spanien, Griechenland, Großbritannien, Deutschland und Türkei untergebracht.
    Am 7. Mai nachmittags ist auf dem ganzen Territorium des Donbass Mobilfunk und Internet ausgefallen. Manche sagten, das sei für ein Gebiet in Frontnähe eine gewöhnliche Situation, andere sahen darin ein Zeichen für den nächsten Angriff der Junta. Am Abend des selben Tages ist bekannt geworden, dass der Kommandeur der Brigade zu einer Erklärung nach Lugansk bestellt wurde. Die Auseinandersetzung war sehr scharf, der Kommandeur der Brigade wurde beinahe verhaftet. Aber Mosgowoj ist doch zurückgekommen und hat angekündigt, dass die Konferenz stattfände, koste es, was es wolle. Am Morgen des nächstes Tages, als sie sich zum Gebäude des Kulturhauses begaben, wussten die Delegierten immer noch nicht, was sie erwartet. Aber das Forum hat wie versprochen doch stattgefunden.
    Neurussland als der Staat der Zukunft?
    Alexej Mosgowoj hat selbst die Konferenz eröffnet. Der Kommandeur der Brigade „Prisrak“ redete darüber, wie wichtig die Einigkeit aller politischen Kräfte in der Situation des Überlebenskampfes der Volksrepubliken ist.
    „Uns kann niemand trennen. Uns vereint ein gemeinsames Ziel – der Kampf gegen Faschismus. Aber wir dürfen auch die anderen Probleme nicht vergessen, die in unseren Staaten existieren. Obwohl ich ein Verbot bekommen habe, veranstalten wir dieses Forum. Einem freien Menschen, einem freien Volk kann man nicht verbieten, die Wahrheit zu sagen“, begrüßte Mosgovoj die Versammelten.
    Eine der beeindruckendsten Delegationen war die griechische. Viele griechische Delegierte sprachen wunderbar Russisch.
    „Was heute im Donbass geschieht, ist ein Aufstand der Volksmassen gegen den Faschismus, der erste solche Aufstand im XXI Jahrhundert. Der moderne Faschismus hat sich zur aggressivsten Kraft der Globalisierung verwandelt. Bloß sind heute die Werkzeuge des Genozids weiterentwickelt – das sind die Kriege, und die finanzielle Abhängigkeit von den internationalen Währungszentren. Alle Nöte des griechischen Volkes rühren aus den USA, von der EU und der NATO her. Auch die Kiewer Regime ist eine Marionette des amerikanischen Imperialismus. Aber wir müssen den neuen Staaten helfen, echte Volksrepubliken zu werden und die oligarchische Seuche loszuwerden!“, rief der Aktivist aus Griechenland, Patelis Dimitris, auf, der nach Mosgovoj aufgetrat.
    Übrigens sind die sozial engagierten Menschen aus Hellas auch über das Schicksal der griechischen Gemeinde in Donbass und in der Ukraine beunruhigt. Aus unklaren Gründen haben die Kiewer Behörden den Umzug des griechischen Konsulats aus Mariupol, wo der grösste Teil der griechischen Diaspora wohnt, nach Dnjepropetrowsk. Abschliessend haben die griechischen Aktivisten versprochen, zivile Spezialisten für die Arbeit in den Donbass zu schicken, und haben ihre Bereitschaft erklärt, Opfer aus der unter dem Krieg leidenden Region in ihren Familien in Griechenland aufzunehmen.
    Igor Kamili aus der sozialistischen Partei in Italien sagte, die moderne Zivilisation habe den Countdown angefangen und befinde sich wieder sich im Griff der braunen Pest. Laut Kamili verbreitet der Atlantische Pakt Chaos und führt zur Errichtung direkt faschistischer Regime in Europa. Und das Volk von Donbass habe als erstes dagegen die Waffen ergriffen. Die Kämpfer von Neurussland brächten wieder Freiheit und Gerechtigkeit nach Europa. Die progressiven Italiener erinnerten sich beim Anblick des Donbass und seiner Volkswehr an die Brigade Garibaldi und die Volksfront.
    „Der Kampf der Helden vom Donbass ist der Kampf für die Menschen! Handwerker, Bergleute und Soldaten des Donbass sind in einem Geist vereint, auf dem Grund der Traditionen der Verteidigung des eigenen Landes und des Kampfes für eine bessere Zukunft. Sie erinnern an die Helden der Vergangenheit, solche wie Nestor Machno“, sagte Igor Kamili mit der Spontanität, die den in den Apenninen Geborenen eigen ist.
    Ljubov Korsakova aus Donezk erinnerte daran, dass die Organisation der ukrainischen Nationalisten (OUN), die jetzt in Kiew wiedererrichtet und verherrlicht wird, vom Nürnberger Tribunale als verbrecherisch verurteilt wurde. Auch daran, dass die USA im Laufe ihrer ganzen Geschichte jährlich zwei bewaffnete Konflikte angezettelt, Millionen Indianer, Afrikaner, Vietnamesen vernichtet haben, und dazu jetzt auch noch Tausende Getöteter in Donbass und Millionen Flüchtlinge gekommen seien.
    Ewgenij Wollenberg, der Stellvertreter des Kommandeurs der Brigade „Prisrak“ für politische Fragen, sagte, die Propaganda der Junta sei in der Lage, ganz verschiedene Menschen zu zombifizieren. „Heute kämpfen sogar manche ukrainische „Antifa“ in den Freiwilligenbataillonen, töten und foltern das Volk von Donbass. Sie haben sich als Pseudoantifaschisten entpuppt. Aber die Pflicht der Volkswehrmitglieder besteht daran, nicht in Tageträume zu verfallen, nicht zuzulassen, dass dieser Konflikt zum Krieg der Russen gegen die Ukrainer wird. Ukrainer sind keine Faschisten. In den Reihen der Volkswehr kämpfen Menschen der verschiedener Nationalitäten, einschließlich jener, die aus der ukrainischen Armee geflüchtet sind. Nach der Niederlage des Faschismus werden die Menschen eine andere Ukraine sehen“, sagte Wollenberg.
    Laut dem Stellvertreter des Kommandeurs solle man nicht nur die LNR aufbauen, sondern auch der benachbarten Ukraine helfen, den Nationalismus loszuwerden, einen eigenen freien Staat zu erschaffen. „Wir, die Bürger Neurusslands, sind verpflichtet, den Bewohnern der Ukraine zu helfen, dieses Leben anders zu organisieren. Nach dem Sieg schmieden wir die Waffen in das Werkzeug um, mit dessen Hilfe wir die neue Welt aufbauen werden“, beendete Ewgenij Wollenberg seinen Auftritt.
    Der Italiener Lujgetta Barella, der Vertreter der Kommunistischen Partei „Rifondatione“, erzählte von den totalen Lügen der westlichen Medien über die Ereignisse in der Ukraine. „Es ist typisch, dass, mit Blick auf die „linke“ Mentalität vieler Europäer, viele Medien die bewaffneten Nationalisten auf dem Maidan von Anfang an „Junge Revolutionäre“ und „Kämpfer für die Freiheit“ nannten“, betonte der italienische Kommunist. „In Wirklichkeit passierte in Kiew keine Revolution, sondern ein Staatsstreich. Eine riesige Rolle bei seiner Vorbereitung haben die Nicht-Regierung-Organisationen gespielt – das trojanische Pferd des westlichen Imperialismus, das mit einer Hand die „humanitären“ Almosen gibt, und mit der anderen den ganzen nationale Reichtum an sich nimmt. Heute erobern innerhalb der EU reiche nördliche Staaten, vor allem Deutschland, das nationale Volkskapital der südeuropäischen Länder. 113 Stützpunkte der NATO in Italien sichern die fremden Interessen dort. Aber der Sieg über den ukrainischen Faschismus wird einen Anstoß für den sozialen Kampf in ganz Europa geben“.
    Jurij Sinenko aus dem öffentlichen Verein „Kommunisten von Luganschtschina“ hast festgestellt, dass in der Ukraine heutzutage der Rechte Sektor das Recht ersetzt hat. Die Grundlage der Ideologie der Junta besteht, laut dem Bewohner von Lugansk, aus Antikommunismus und Russophobie. „Das Volk des Südostens tritt mit den Forderungen dem oligarchische Regime entgegen, den Terror der nationalistischen Banden zu beenden und die Freiheit und Sicherheit aller Bürger zu sichern, ungeachtet ihrer politischen Überzeugungen“, rief Sinenko auf.
    Eine Internationale Einheit, in der Freiwillige aus verschiedenen Ländern kämpfen, gibt es zum Beispiel in der Brigade „Prisrak“. Ihr Kommissar (Rufname „Dobrij“) sagte, dass Menschen verschiedener Überzeugungen und Nationalitäten an der Seite Neurusslands kämpfen, und es hier kein schwarzweißes Bild gebe. Es treten alle in die Einheit ein – von den Kommunisten und Anarchisten bis hin zu Monarchisten. Und selbst die Monarchisten halten die kommunistische Einheit für ihre eigene. „Die Menschen, die Arbeit, Familie, Zuhause verlassen haben und täglich ihr Leben riskieren, wissen ganz genau, warum sie Ruhe und Gemütlichkeit gegen den Krieg, Hunger, Kälte und Mangel getauscht haben. Neurussland kann zu einen Projekt der Zukunft für die ganze Welt werden“, meint „Dobrij“.
    Ein Vertreter der Antiimperialistischen Volksfront der Türkei, deren Aktivisten schon gegen den amerikanischen Aggressor im Irak und in Palästina gekämpft haben, ist auch auf dem Forum aufgetreten. Er teile die Welt auf in zwei Hälften – auf einer Seite EU und USA, auf der anderen – „das einfache Volk“, das der globalen Versklavung wiederstehen soll.
    „Die EU muss zerstört werden“
    Während der Koordinator der Organisation „Borotba“ (Der Kampf“) Wiktor Schapinow, der vor einigen Monaten aus Moldawien wegen “prorussischer Tätigkeit“ ausgewiesen wurde, tritt von den Namen deren auf, die gegen die „neue ukrainische Ordnung“ im Untergrund kämpfen. „Aktivisten aus Griechenland und Spanien wissen gut, was der illegale Kampf unter den faschistischen Regimes bedeutet. Heute riskieren die Aktivisten in der Ukraine ihre Freiheit, und unter Umständen auch ihr Leben, nur für ein Flugblatt, in dem die Uneinigkeit mit der Junta ausgedrückt wird. Es wird mit dem Aufruf zum Terrorismus gleichgestellt“, sagte Schapinow.
    Die Vertreter des „Vereins der Politischen Emigranten der Ukraine“ haben berichtet, dass neben den gewöhnlichen Gefängnissen, in denen Tausende Gegner des Regime festgehalten werden, in letzter Zeit auch von der Existenz von Geheimgefängnissen in der Ukraine die Rede war.
    Auch die Delegierten aus Spanien sind auf die Tribüne getreten, die bis heute noch der Sowjetunion dankbar sind für die Hilfe im Kampf gegen Frankismus, wie auch Aktivisten aus dem Baskenland (Euskadi), die, wie die Bewohner des Donbass, auch oft „Separatisten“ genannt werden.
    Mario Sante Padro aus Italien sagte, dass das neuliberale Imperium EU nicht reformiert werden kann – die EU muss zerstört werden. An ihrer Stelle müssen laut dem italienischen Aktivisten die Länder Südeuropas einen neuen gerechten Verbund der Mittelmeerländer erschaffen.
    Viele Sprecher haben ihre Sympathien für Russland nicht verborgen. Mit jungendlichem Feuer und Spontanität ist Anastasia Pjaterikova („Die Junge Garde“ von Lugansk) in Tarnfarben. „Wir sind froh, dass wir Russland sind. Putin ist der wichtigste Mensch“, sagte die Aktivistin.
    Mit seiner Ehrlichkeit hat der Auftritt von Sergej Nauchin aus dem 1. Kosaken-Regiment namens Ataman Platow beeindruckt. „Bei uns in Stachanow gibt es ein Denkmal der 890 Bewohnern der Stadt, die von Hitlers Soldaten brutal ermordet wurden. Meine Mutter hat mich immer dorthin mitgenommen, an jedem 9. Mai. Ich hasste Faschismus seit Kindheit. Die Mutter hat drei Narben auf dem Rücken von der faschistischen Peitsche. Sie ist durch ein Wunder nicht in dem brennenden Schuppen gelandet, wo die Zivilbewohner unserer Stadt ums Leben gekommen ist“, erzählte der Kosak. „Mama kam mit 11in das Konzentrationslager. Die Menschen haben Brot über den Stacheldraht geworfen, und sie hat versucht, ein Stück aufzuheben. Und dann hat der ukrainische Polizist angefangen, sie zu verprügeln. Aber der deutsche Soldat hat ihn mit dem Gewehrkolben geschlagen und seine eigene Margarine auf ihr Brot geschmiert. Und zwei Tage später hat er den Stacheldraht angehoben und sie rausgelassen. Bei uns im Kosakenregiment dient ein Kerl aus Ivanofrankowsk. Der, der waschechte Westukrainer, kam, um uns zu verteidigen. Faschismus hat keine Nationalität. Ich werde bis zum letzten Bluttropfen dagegen kämpfen“.
    Die Bruderschaft der Völker
    Am Abend des 8.Mai hat in Altschewsk das Konzert der italienischen Gruppe „Banda Bassotti“ zur Unterstützung des Donbass stattgefunden. Die Italiener haben ihre Lieder gemischt mit alten sowjetischen gesungen. Der Platz hat gejubelt. Und am 9. Mai sind die Teilnehmer der Konferenz – Griechen, Spanier, Italiener, mit den russischen Georgsbändchen geschmückt, die schon zu einem internationalen Symbol des Kampfes gegen Faschismus wurden, in einem gesonderten Block in dem festlichen Umzug in Altschewsk mitgegangen.
    Nicht nur Reden, schöne Konzerte und Umzüge sollten das Ergebnis dieses Forums werden. Die Teilnehmer sind nach Hause gefahren, nachdem sie versprochen haben, Spendensammlungen und Massenaktionen zur Unterstützung des Donbass in allen Ländern Westeuropas zu organisieren. Und falls es gelingt, die Mauer des Schweigens und der Lüge im Westen durchzubrechen, wird sich die Stunde der Befreiung des Südostens schneller nähern.
    „Ehrlich und gewissenhaft leben“
    Am 8.Mai hat Mosgowoj, der Kommandeur der mechanisierten Sonderbrigade „Prisrak“, für „Russischer Planet“ die Ereignisse um das Forum für internationale Solidarität kommentiert:
    „Bezüglich des gestrigen Versuchs, die Durchführung des Forums zu verhindern, kann ich Folgendes sagen – tatsächlich wurde ich nach Lugansk bestellt, mit Festnahme und Hinrichtung durch Erschießen bedroht. In der Umgebung von Igor Plotnizkij gibt es einen Berater, der behauptet hat, dass die Hälfte der Angekommenen „Spione“ sind, dass sie hier für sich Werbung machen wollen, etc. Es wurden natürlich keine Beweise vorgelegt. Ich meine, dass, wenn die Menschen sich dafür entschieden haben, aus Solidarität dorthin zu kommen, wo es geschossen wird, das für sich spricht.
    Die Sache ist, dass sich bei uns heutzutage ein steriles politisches Feld gebildet hat, wo nur der Verein „Die Welt von Luganschtschina“ anwesend ist, also praktisch ein Monopol. Sie wollen keinen anderen reinlassen, das ist das ganze Problem. Aber wenn sie ein bisschen klüger wären, hätten sie selbst auf dieses Forum kommen können, es unterstützen, in die richtige Richtung leiten. Damit hätten sie für sich eine positives Image erreicht und der Sache geholfen. Oder zumindest äußerlich ihre Nähe zum Volk gezeigt, wenn ihr schon eine Volksrepublik seid. Und so war es einfach eine dumme Politik…
    Wir versuchen, der Bevölkerung des Gebiets, auf dem die Brigade „Prisrak“ tätig ist, soziale Unterstützung zu leisten. Noch vor kurzem haben wir in Altschewsk vier Kantinen betrieben. Es gab auch mobile Suppenküchen, die in den Dörfern des Bezirkes Perewalskij, der sich auf der Feuerlinie befindet, fünftausend Kinder und Erwachsene ernährt haben. Aber jetzt können wir uns nur noch eine Kantine leisten. Die Sache ist, dass die Lieferungen der humanitären Hilfe abgeblockt werden. Jetzt muss die ganze humanitäre Hilfe zentralisiert verteilt werden, und, natürlich, über „Die Welt von Luganschtschina“.
    In unserer Brigade kämpfen die Vertreter der verschiedenen Völker, und, was charakteristisch ist, auch der verschiedenen Ideologien. Und das freut mich. Bei uns gibt es orthodoxe Christen, und Muslime, und die Anhänger des Neuheidentums, und Kommunisten, und Monarchisten. Die Probleme haben doch alle gemeinsam. Und das ist nicht nur der Kampf mit den Faschisten, sondern auch der mit den Idioten, die in der Machtstruktur gelandet sind. Und das Ziel ist bei allen normalen Menschen gleich – ehrlich und gewissenhaft zu leben. „