Saturday, October 25, 2014


FÜHRT DER CIA EINE DEFAMIERUNGSKAMPAGNE GEGEN PUTIN DURCH?



Das neueste heiße Thema der russischen Medien. Russische Politiker sprechen darüber. Historische Präzedenzfälle und das Verhalten der westlichen Medien suggerieren, dass es so ist.
Er ist sehr populär zu Hause, wird als anständig, bescheiden, und bewundernswert angesehen, und die Russen können nicht verstehen, wie es zu so einem Unterschied zu westlichen Darstellungen kommt.
Vor kurzem haben führende russische Kommentatoren und Politiker suggeriert, dass dies nur erklärt werden kann durch eine gezielte Kampagne zur Verleumdung Putins durch Regierungen und andere Gruppen.
Gestern hat, bei einem Treffen mit ausländischen Journalisten, Sergej Iwanow, Putins Stabschef, der als zweitstärkster Mann in Russland angesehen werden kann, von einem Informationskrieg gesprochen, der aus persönlichen Attacken gegen Putin besteht.
Yesterday, at a briefing to foreign journalists, Sergey Ivanov, Putin’s chief of staff, arguably the 2nd most powerful man in Russia, spoke of an “information war” consisting of “personal attacks” on Putin.
Ein neues Tief der westlichen Medien
Einen Tag vorher hat ein anderes Mitglied von Putins innerem Zirkel, Wjatscheslaw Wolodin, ähnliche Bemerkungen gemacht. Ausländischen Journalisten sagte er, “eine Attacke gegen Putin ist eine Attacke gegen Russland”.
Die Logik, so wird argumentiert, ist, dass man durch Defamierung des Führers eines Landes seine Macht im Land schwächt, durch Unterminierung seiner Unterstützung durch das Volk, und international, durch das Sammeln populärer Unterstützung für Politik gegen dieses Land. Das endgültige Ziel ist die Schwächung des Landes selbst. Es ginge auch um Regimewechsel.
Sie argumentieren, dass, wenn man sich die Fakten ansieht, es genügend Indizien von laufenden Anschlägen auf sein Persönlichkeitsbild gibt, die nicht durch einen vagen populären Zeitgeist im Westen erklärbar sind, sondern sehr viel wahrscheinlicher Ergebnis von gezielten Anstrengungen um diese Defamierungen in den Nachrichtenstrom einfließen zu lassen.
Newsweek ist einer der penetrantesten Anti-Putin-Hetzer seit Jahren
Über die Frage nach der Manipulation von Nachrichten durch Geheimdienste wurde vor kurzem berichtet im Zusammenhang mit Informationen, dass der CIA und der deutsche Geheimdienst lang laufende Programme hätten um zu beeinflussen, wie die Medien und Top-Journalisten die Nachrichten darstellen und interpretieren, was direkte Geldzahlungen einschließt.
Hier einige Beispiele die genannt wurden:
  • Er wird als hinterhältiger Diktator dargestellt, der ein repressives Imperium wiederherstellen will.
  • Es wird behauptet, er hätte persönlich den Mord an einigen Journalisten angeordnet, und persönlich angeordnet, ein KGB-Überläufer solle durch radioaktive Vergiftung ermordet werden.
  • Häufig werden substanzlose Gerüchte, dass er eine Affäre mit einem berühmten Turner hätte, verbreitet.
  • Behauptungen er habe Milliarden für sich selbst beiseite geschafft, ohne dass dies belegt wird.
  • Behauptungen in einem kürzlichen Newsweek-Artikel, er würde ein luxeriösen und faulenzerischen Lebenswandel führen, spät schlafen gehen.
  • Ein kürzlicher Artikel in der NYT die persönliche Arroganz unterstellt.
  • Hillary Clinton erwähnt in jeder Rede, dass er ein schlechter Mensch sei, ein Drangsalierer, dem man mit Härte begegnen müsste.
  • Häufige Verwendung von beleidigenden Worten um seine Person zu beschreiben – “Narr und Gangster” (Thomas Friedman diese Woche in der NYT).
  • Falschzitate was sein Bedauern des Zerfalls der Sowjetunion betrifft.
  • Artikel über eine angebliche Super-Luxusvilla die für ihn in Südrussland gebaut wurde.
  • Die völlig überzogenen Überschriften in westlichen Medien (am schlimmsten von allen in Deutschland) die ihn selbst als persönlich verantwortlich für den Mord an den Opfern von MH17 machen.
  • Und weiche Methoden – Bilder in Magazinen die ihn finster und monströs aussehen lassen, usw..
RI hat sich mit dem Saker zusammengesetzt, einem führenden Analytiker zu Russland in internationalen Angelegenheiten, und ihn gefragt was er denkt:

Scheint diese Argumentation glaubwürdig, oder sind das amoklaufende Konspirationstheoretiker?
Für mich besteht kein Zweifel, dass die USA einen großen Psy-Op Krieg gegen Russland führen, wenn auch keinen Krieg mit klassischen Waffen, bis jetzt, und das was wir sehen ist eine gezielte Kampagne um Putin zu diskreditieren und einen Regimewechsel in Russland zu erreichen, oder, sollte dies scheitern, zumindest das Regime und Russland zu schwächen.
Und der Economist ist am Schlimmsten von allen ...
Das ist also ein US-Regierungsprogramm?
Ja, Putin ist absolut verhasst von einigen Fraktionen der US-Regierung, aus zwei Gründen:
1. er hat teilweise, wenn auch nicht vollständig, Russlands Souveränität wiederhergestellt, die unter Gorbatschow und Jelzin völlig verlorengegangen war. Russland war damals eine US-Kolonie wie es die Ukraine jetzt ist, und,
2. er hat sich getraut, sich offen der USA und ihrem Zivilisationsmodell zu widersetzen.
Ein freies und souveränes Russland wird vom US-”tiefen Staat” als existenzielle Bedrohung angesehen, welche vernichtet werden muss. Das ist ein Anschlag auf Russland und Putin persönlich auf voller Breite.
Also was die Russen sagen, dass die ständigen persönlichen Attacke gegen Putin in den globalen Medien teilweise das Ergebnis gezielter Bemühungen der US Geheimdienste sind … im Grunde untergeschobenes Material …
Ja, absolut.
Sieht aus wie “Operation Mockingbird” wieder einmal … Wissen Sie von anderen gegen Putin gerichteten Instanzen?
(Hinweis des Editors: “Operation Mockingbird” war ein CIA-Programm, welches in den 50er Jahren gestartet wurde um US-Medien zu beeinflussen, welches in den 60er Jahren teilweise von investigativen Journalisten aufgedeckt wurde, was in sensationellen vom Fernsehen übertragenen Kongressanhörungen 1975, welche die Nation schockierten und zum Abbruch des Programms führten, kulminierten. Kritiker sind überzeugt, dass dieselben Taktiken weiter fortgesetzt wurden, unter anderem Namen. Wikipedia.)
Ja, natürlich. Weil die Diffamierung wenig Zugkraft in der russischen Bevölkerung hat … Putins Beliebtheit ist größer als jemals zuvor … gibt es eine organisierte Kampagne um das Publikum zu überzeugen dass er Neurussland “verkauft”, dass er eine Marionette der Oligarchen sei, die Abmachungen mit den ukrainischen Oligarchen treffen um dem neurussischen Widerstand in den Rücken zu fallen …
… Bis jetzt hat Putins Politik in der Ukraine sehr starke Unterstützung durch das russische Volk, welches immer noch gegen eine offene militärische Intervention ist…
… aber wenn Kiew Neurussland wieder angreift – was sehr wahrscheinlich ist – und wenn solch ein Angriff Erfolg hat – was weniger wahrscheinlich aber immer möglich ist – wird Putin beschuldigt werden, den Ukrainern Zeit zur Umgruppierung und Reorganisation gegeben zu haben.
Sie sagen also dass wenn das ukrainische Militär seine Position genug stärkt um die Ostukrainer deutlich zu schädigen, kann die USA dies nutzen als eine Methode um Putins Unterstützungsbasis zu beschädigen …
Ja, das stimmt. …. es gibt eine Menge “Falschpatrioten” in Russland und Umgebung die jede Verhandlungslösung ablehnen und jeden Kompromiss als “Verrat” darstellen. Die sind “nützliche Idioten”, die vom westlichen Geheimdienst benutzt werden, um Putin zu verleumden und zu unterminieren.
Ist dies auf Regierungs-Spezialoperationen beschränkt, oder gibt es auch andere Gruppen, die ein Interesse daran haben?
Ja, dahinter steht etwas was die meisten Leute im Westen nicht mitkriegen … es gibt einen großen Kampf hinter den Kulissen innerhalb der russischen Eliten zwischen denen die ich “eurasische Souveränisten” nenne (im Grunde die Unterstützer von Putin) und die ich die “atlantischen Integrationisten” nenne (die, die Putin die “5. Kolonne” nennt).
Die westlichen Medien schreiben darüber als über den Kampf zwischen russischen Liberalen und Konservativen, Reformern und Reaktionären, richtig?
Ja so ungefähr, aber nicht exakt ….
Die ersten sehen Russlands Zukunft im Norden und Osten und wollen Russland in Richtung Asien, Lateinamerika und den Rest der Welt wenden, während die letzteren wollen, dass Russland Teil der nordatlantischen Machtkonfiguration wird.
Die atlantischen Integrationisten sind jetzt zu schwach um Putin offen herauszufordern – dessen Machtbasis seine immense Unterstützung durch das Volk ist – aber sie sabotieren seine Versuche, Russland zu reformieren, während sie Anti-Putin-Kampagnen unterstützen.
Was die CIA-Aktivitäten in Deutschland betrifft, glauben Sie dass dies auch in anderen Ländern passiert, und in den USA?
Ich bin sicher, dass dies in vielen Ländern weltweit geschieht. Die Natur der modernen Massenmedien ist so dass sie Journalisten korrumpiert.
Wie der französische Philosoph Alain Soral sagt, ist “ein Journalist heute entweder beschäftigungslos oder ein Prostituierter”. Es gibt, natürlich, ein paar wenige Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen stimmt das.
Das heißt nicht, dass die meisten Journalisten sich bestechen lassen. Im Westen ist dies meist subtiler organisiert – es wird klargemacht, welche Ideen durch die Kontrolle der Editoren kommen und welche nicht, indem die Journalisten, die “es verstehen”, freigiebig belohnt werden, und die, die das nicht tun, still entfernt werden.
Wenn ein Journalist oder Reporter das Verbrechen des “Kriminelldenkens” begeht, wird er oder sie an die Seite gedrängt und bald ohne Arbeit sein.
Es gibt keinen realen Pluralismus im Westen, wo die Grenzen dessen, was gesagt werden darf oder nicht, sehr strikt fixiert sind.
Ok, aber ist es so wie es in Deutschland aufgedeckt wurde … entsprechende spezifische Operationsprogramme in Frankreich, Italien, Lateinamerika usw.
Ja, das kann man annehmen – es ist in ihrem Interesse, sie zu haben, und es gibt keinen Grund es nicht zu tun.
Was die CIA betrifft, so kontrolliert sie genug der Medienkonzerne um den “Ton zu setzen”. Als jemand, dessen Job es in der Vergangenheit war, die Sowjetpresse zu lesen, kann ich ehrlich sagen dass sie viel ehrlicher und pluralistischer war als die Presse in den USA und EU heute.
Joseph Goebbels oder Edward Bernays können sich den Grad der Ausgereiftheit der modernen Propagandamaschinen nicht vorgestellt haben.
Wenn die USA das macht, kann man dann nicht annehmen, dass andere Regierungen das auch tun? Machen die Russen das gegen westliche Führer?
Ich glaube dass alle Regierungen solche Sachen versuchen. Was die USA aber so einzigartig macht ist die Kombination einer phänomenalen Arroganz und ein Multi-Milliarden-Dollar Budget.
Der US-”Tiefenstaat” besitzt die westlichen Medienkonzerne, welche klar die machtvollsten Medien auf der Welt sind. Die meisten Regierungen können so etwas nur innerhalb ihres eigenen Landes machen … einen politischen Opponenten verleumden oder eine öffentliche Person diskreditieren, aber sie haben nicht die Ressourcen um eine internationale strategische PsyOp-Kampagne durchzuziehen. Dies ist etwas was nur die USA kann.
Ausländische Regierungen haben also gegenüber den USA einen großen Nachteil? Absolut.
Quelle: http://www.vineyardsaker.de

Friday, October 24, 2014

Putin lashes out at US, West for destabilizing world

Published time: October 24, 2014 12:25
Edited time: October 24, 2014 17:42

Russian President Vladimir Putin (RIA Novosti / Vitaly Belousov)
Russian President Vladimir Putin (RIA Novosti / Vitaly Belousov)
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Vladimir Putin lashed out at the United States and the West for destabilizing the world order of checks and balances for its own gains. He also accused the West of inflaming the situation in Ukraine and said Russia is not interested in building an empire.
The Russian President delivered a fierce broadside aimed at the United States in a speech for the Valdai Club in Sochi, which is an informal group of scholars. He hit out at Washington for behaving without regard to the rest of the world's interests
“The system of international relations needed some changes, but the USA, who believe they were the winners of the Cold War, have not seen the need for this.” He added that the US has been trying to create the world “for their own gains." The Russian President added that because of this, regional and global security had been weakened.
During his speech, Putin used the Russian version of the Latin phrase, “Quod licet Iovi, non licet bovi”(what is allowed for god, is not allowed for cattle,) alluding to the double standards used by Washington.

US sponsoring Islamic extremism

Putin also touched on the issue of the growth of Islamic State in Syria and Iraq, and also accused the West of, "turning a blind eye," to the encroachment of international terrorism into Russia and Central Asia. Putin believes the US has played a considerable role in sponsoring the growth of Islamic extremism, using the example of Washington's funding of the Mujahidin in the Afghan-Soviet war in the 1980's, which eventually gave birth to the Taliban and Al-Qaeda.
“It never ceases to amaze me how our partners have been guilty of making the same mistakes time and again. They have in the past sponsored Islamic extremists who were battling against the Soviet Union, which took place in Afghanistan. It was because of this the Taliban and Al-Qaeda was created,” the president added.
Islamic State (IS, formerly ISIS) is the latest terrorist organization, which is destabilizing the world and Putin was scathing of countries that have been helping to fund the Islamist militants by buying cut price oil they are selling.
“Terrorists have been selling oil at really low prices and those countries who have been buying it and then selling it on, are financing terrorism, which will eventually come back to bite them,” the Russian President said.
Russian President Vladimir Putin (R) and former Chancellor of Austria Wolfgang Schussel during the final plenary meeting of the 11th session of the Valdai International Discussion Club in Sochi October 24, 2014. (RIA Novosti / Vitaliy Belousov)
Russian President Vladimir Putin (R) and former Chancellor of Austria Wolfgang Schussel during the final plenary meeting of the 11th session of the Valdai International Discussion Club in Sochi October 24, 2014. (RIA Novosti / Vitaliy Belousov)

Putin all for Nuclear cuts

Relations between Russia and the US have been plummeting for months; however Vladimir Putin accused the US of using the EU to further its own gains against Russia. He hit out at the numeroussanctions that have been imposed on Moscow, saying, "This was a mistake, which has a knock-on effect on everyone."
“The USA, which has implemented sanctions against Russia, is sawing at the branches, upon which they are sitting,” President Putin added.
The reduction of nuclear arsenals was another issue, which was high on the agenda for the Russian President and once again, he was not afraid of having a dig at Washington for their reluctance to cut the number of nuclear missiles. He mentioned that unfortunately many countries see the only way to preserve their sovereignty is, "To make a nuclear bomb."
The reduction in nuclear arsenals was initially proposed by the Obama administration and Putin admitted it had potential, before talks about decreasing weapons stockpiles collapsed.
"Russia has been all for the continuation of talks about the reduction of nuclear arsenals," and according to President Putin, "Moscow is ready for serious talks, but without “double standards."
Russian President Vladimir Putin speaks at the wrap-up session of the 11th Meeting of the Valdai Discussion Club in Sochi on 24 October 2014. (RIA Novosti / Vitaliy Belousov)
Russian President Vladimir Putin speaks at the wrap-up session of the 11th Meeting of the Valdai Discussion Club in Sochi on 24 October 2014. (RIA Novosti / Vitaliy Belousov)

Genie out of the bottle

Perhaps Putin's harshest criticism was reserved for the West's creation of color revolutions and"controlled chaos," which he a likened to "letting the genie out of the bottle," with particular reference to Ukraine.
"We have been trying to discuss the Ukraine issue with the EU for a long time, but we were told this was none of our business. They then put two countries against each other, which has led to countless destruction of infrastructure. When I asked why did they do this, they just shrug their shoulders and don’t have an answer," Putin added.
President Putin made reference to the ‘Bear’ defending its territory to take a swipe at the US for its continued encroachment towards Russia’s territory. “He is considered the owner of the Taiga, but he, I know for a fact, does not want to go to a different climatic zone, as it is uncomfortable for him there. However, he will not give it to anyone else; I think that this should be clear,” he said.
The Russian President said that there is no truth whatsoever in claims from the West that Russia is interested in empire building and that Moscow is looking to destabilize the world order. With relations between Russia and the West at a very low ebb, Putin also hinted Russia will look to develop allies further afield.
"Russia has made its choice – we want to develop our economy and develop democratic values. We work with our counterparts in the Shanghai Cooperation, the BRICS union for example. We want our opinions to be respected likewise. We all need to be cautious to not make hasty and dangerous steps. Some of the players on the global front have forgotten about the need for this," he said in another barb directed at Washington.
Source: http://rt.com/news/198924-putin-valdai-speech-president/

Frieden braucht Bewegung, Zuversicht und das Wissen um die wahre Geschichte!


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„ .. kann uns irgendetwas, das von dieser Welt ist, so wertvoll sein, um deswegen Krieg anzufangen, ein so verderbliches, so widerwärtiges Geschäft, dass selbst wenn der Krieg noch so gerecht, er keinem wirklich guten Menschen gefallen kann“ Erasmus von Rotterdam

Die Bewegungrichtung entscheidet über den Erfolg

Bewegung ist nötig. Wir müssen uns aufrichten und tätig einmischen. Aber das genügt nicht. Da die Welt um uns herum in Scherben liegt und der Scherbenhaufen täglich anwächst, müssen wir uns behutsam bewegen. Wollen wir nicht in diesem Scherbenhaufen mit versinken, brauchen wir alle unsere Sinne. Die Richtung unserer Bewegung wird für den friedenspolitischen Erfolg schließlich den Ausschlag geben, nicht die Bewegung als solche.
Ohne Ortung sind wir in diesem immer unübersichtlicher und gewalthaltiger werdenden Chaos verloren. Alles Bemühen wäre dann vergeblich gewesen, wenn wir wieder den Falschspielern aufsitzen, jenen nämlich, die an unserer Desorientierung ein Interesse haben. Verspielt wäre dann endgültig, was Generationen vor uns im Schweiße ihres Angesichts, mit Blut und Tränen erkämpft haben. Die Geschichte aber lehrt, dass der Menschheitsfriede durchaus erkämpft werden kann. Ohne solchen Kampf aber, ist er auch nicht zu haben. Es kommt dabei auf die Wahl der Waffen an. Der Kampf um den Frieden und um das Menschen- und Völkerrecht ist mit Opportunismus und Duckmäuserei nicht zu gewinnen. Erforderlich sind Aufrichtigkeit und Einsatzbereitschaft auf der Basis von überzeugenden, widerspruchsfreien Argumenten. Solche Argumente gewinnt man aus Einsicht in die wahren Zusammenhänge.
Lassen wir uns also nicht von modernen Irrationalismen beirren. Die Wahrheit existiert, aber sie sieht je nach Perspektive, je nach Interessenlage anders aus. Wir müssen uns folglich unseres eigenen Standpunktes vergewissern und diesen dann verteidigen. Dafür gilt als erstes, dass wir uns der massenmedial betriebenen Vernebelung unserer Gehirne erwehren. Das ist ein durchaus mühsamer Prozess, denn die Vernebelung ist allgegenwärtig und die Macht der Illusionsmaschinerie gewaltig. Wir müssen zunächst auch sämtliche Parteianbindungen ablegen und unseren persönlichen Ort in der Geschichte richtig bestimmen, daraus werden sich neue Verbindungen gegeben, allmählich und zwangsläufig.
Die von jeglichem Opportunismus befreite, auf historischen Fakten und nicht auf Geschichtsmythen beruhende logische Argumentationsführung wird unser Kompass, unser unverzichtbares Requisit. Wir werden jedes Wort daraufhin abklopfen, wem es zu nutzen vorgibt und wem es wirklich zugute kommt.
Mit zugkräftigen Argumenten wird es wieder möglich werden, eine unverzichtbare, gut organisierte Massenbewegung aufzubauen. Die Menschen sind nämlich nicht irrational veranlagt, höchstens gezielt verblendet. Wie es schon in der UN-Menschenrechtserklärung von 1948 in Artikel 1 richtig heißt , sind
alle Menschen  mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Um zu einer rationalen, gewissenhaften, ethischen und damit dem Frieden dienenden Politik zurückzukehren, bedarf es allerdings einer klarsichtigen Strategie, die ihre Kräfte auf  den Gegner eines solchen Anliegens fokussiert.

Den Gegner richtig erkennen

Der Gegner muss klar erkannt und benannt werden. Dieser Gegner einer friedlichen humanen Weltordnung existiert. Es ist kein einzelner Mensch, keine bestimmte Nation, kein Staatsgebilde als solches. Der Gegner  ist systematischer Natur, handelt es sichdoch um den global agierenden und die westliche Welt beherrschenden militärisch-industriellen Komplex und das mit ihm verflochtene Finanzkapital. Eingeschlossen in diesen überschaubaren Kreis sind alle mit und an diesem Komplex verdienenden gesellschaftlichen Kräfte.
Natürlich haben diese ‘Elemente’ Firmennamen und Adressen, natürlich werden sie von Individuen vertreten. Diese Vertreter des systemischen Unfriedens sind auszumachen und sie gehören an den Pranger. Solange sie nämlich ihre gewissenlosen  Geschäfte unerkannt im Dunkeln abwickeln können, solange bleibt der Krieg für sie – auf Kosten des Rests der Menschheit – ein äußerst profitables Geschäft. Nicht wenige Parasiten profitieren davon und hängen sich deswegen an falsche Freunde. Damit das alles so bleibt, kontrollieren die Kriegsgewinnler praktisch den gesamten massenmedialen Markt der noch tonangebenden Welt. Ihre gekauften Leitmedien, ihre NGOs, ihre  Zuträger und  ihre Mietlinge verunreinigen systematisch unsere Gehirne mit Müll. Sie verhindern so das Zustandekommen einer wirklich widerständigen, perspektivweisenden Gegenbewegung. Diese Kreise erzeugen auch ihre Pseudo-Gegner selber, die sie dann wieder mit ihren teuren Waffen bekämpfen können. Jüngstes und extremstes Beispiel dafür ist der sogenannte „Islamische Staat“ (IS), eine Teufelsbrut aus ihren hauseigenen Laboren.
Es handelt sich bei diesen verhängnisvollen Machenschaften, aber dennoch nur scheinbar um einen ausweglosen Teufelskreis, denn  es ist  alles Menschenwerk. Was aber von Menschen erzeugt ist, kann auch von Menschen überwunden werden.
Die für das gegenwärtige Unheil verantwortlichen Kreise verfangen sich mehr und mehr in ihren systemisch erzeugten Widersprüchen. Ihre Widersprüche aber sind unsere große Hoffnung. Hier liegen ihre entscheidenden Schwachstellen. Hierauf müssen wir daher unsere Wachsamkeit lenken.

Geschichtslügen aufdecken

Ebenso wichtig ist es, dass wir ihre Geschichtslügen aufdecken. Über die Vergangenheit wurden wir nämlich genauso belogen wie über die Gegenwart. Das Wissen um frühere Überlebenskämpfe, um Erfolge und Niederlagen, vor allem im vorigen  Jahrhundert, ist für unsere Orientierung unverzichtbar. Wir wurden in atemberaubendem Umfang getäuscht und genasführt. Großartige Erfolge im Kampf um eine humanere, friedlichere Welt, im Aufbau einer auf Gerechtigkeit ruhenden Menschheitsordnung gab es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Wissen darum ist weitgehend verloren. Der Blick darauf wurde uns verstellt. Auch mangelt es an Kenntnissen darüber, woran diese Alternativordnungen gescheitert sind oder besser, wie sie zugrunde gerichtet wurden.

Fatalismus ein Feind des Friedens

Aus dem uns verordneten falschen Geschichtsbild erwächst ein gefährlicher Fatalismus. Die aus allen medialen Kanälen heraus dringende und immer hysterischer werdende Verurteilung einer mit der DDR untergegangenen ersten deutschen Alternativordnung sollte uns hellhörig werden lassen. Noch ungeheuerlicher ist die vorausgegangene und weiter anhaltende Dämonisierung der Stalin-Epoche in der russischen Geschichte, die erschreckender Weise kaum auf Widerstand stößt. In geradezu selbstzerstörender Weise wird das falsche Geschichtsbild  sogar von ehemaligen DDR-Bürgern und von ganz kleinen Leuten mitgetragen,  verteidigt und stabilisiert. Dennoch sind sich unsere “Leitmedien” der Sache nicht sicher. Sie betreiben deswegen zu allen Gedenktagen ihre Hetzorgien sozusagen präventiv.
Unsere Oberen fürchten sich vor unserem Erwachen. Sie fürchten sich gar davor, dass ihnen in Putin ein neuer Stalin erwachse. Ein Zeichen dafür, wie sehr dieser tote Staatsmann sie bis heute Mores gelehrt hat. Präsident Putin, gegenwärtiger Staatschef des geografisch verkleinerten und um den Sozialismus amputierten Russland wird deswegen heute im Westen ebenso dämonisiert, wie man es zuvor mit dem großen Staatsführer Stalin bis zum heutigen Tage erfolgreich betrieben hat.
Nachdem das Mittel gegen den schier unangreifbar scheinenden, populären Sieger über den Faschismus gewirkt und man mit Hilfe dieses Strategems die Stalinsche Sowjetordnung, allmählich und systematisch zerrüttet hatte, waren die weiteren Schritte ein Kinderspiel. Unter dem von westlichen Geheimdiensten lancierten und protegierten  Chruschtschow verlor die einst große Sowjetunion ab 1953 immer mehr an Glaubwürdigkeit . Mit ihr wurde das gesamte sozialistische Staatensystem peu a peu unterminiert und schließlich so ziemlich komplett ruiniert. Das Ziel des Faschismus war erreicht. Das Ziel genau jener Weltordnung, die vom militärisch-industriellen-finanzkapitalistischen Komplex geschaffen worden war, um die Welt ein für alle Male vom Sozialismus zu ‘befreien’ und zu ‘reinigen’. Deswegen rief die US-Regierung nach 1989 zunächst einmal das Ende der Geschichte aus.
Staatschefs, die dem Westen und seinem militärisch-industriellen Interessenkomplex die Strin boten, weil sie eine eigenständige souveräne, antikoloniale Ordnung vertraten, wurden in der Ära des ‘Kalten Krieges’ einer nach dem anderen beseitigt. Weit zurück liegt die Erinnerung an das Verbrechen am kongolesischen Ministerpräsidenten Patrice Lumumba (1961). Fast vergessen ist der plötzlich an einem Herzinfarkt verstorbene, in der ganzen arabischen Welt populäre ägyptische Staatschef Gamel Abdul Nasser (1970), verblasst die Erinnerung an seinen ermordeten Nachfolger Anwar as Sadat (1981). Näher ist uns vielleicht noch das qualvolle Sterben des Palästinenserführers Jasser Arafat (2004). Die beiden letztgenannten waren Träger des Friedensnobelpreises.
Die letzten Opfer in einer langen Kette politisch gewollten Frühablebens waren nach voraufgegangener Dämonisierung: Der irakische Staatschef Saddam Hussein (2003), der jugoslawische Staatschef Slobodan Milosevic (2006), das libysche Staatsoberhaupt Muammar al- Gaddafi (2011).
In unseren Tagen sind im Visier der selben Kräfte der syrische Präsident Anwar al-Assad und der russische Staatschef Vladimir Putin.
Manch einer unter den Friedensaktivisten der frühen 80iger Jahre erinnert sich vielleicht auch noch an die Ermordung zweier bedeutender Neutralitäts- und Friedenspolitiker aus jener Zeit, Indira Ghandi (1984) und Olaf Palme (1986). Erinnert sei ferner in friedenspolitischem Zusammenhang auch an den plötzlichen Tod Franklin D. Roosevelts am 12. April 1945 nach seiner Rückkehr aus Jalta, wo er mit Stalin konferiert hatte. Dies und seine sozialdemokratische New Deal Politik verziehen ihm seine politischen Gegend bis über den Tod hinaus nicht. Mit Harry  S. Truman setzte nach F. D. Roosevelts verfrühtem Tod eine sofortige Kehrtwendung in der US-Politik ein. Bedacht sei auch die geschichtswirksame Ermordung John F. Kennedys (1963), nach dessen Tod die Rüstungsaktien in die Höhe schnellten und der Vietnamkrieg in Fahrt kam.

Politische Morde und „plötzliche Tode“ wirken lange nach

Politische und Ruf-Morde wirken nachhaltig. So gilt es bis heute als äußerst unfein den Namen Stalins anders als mit den Attributen Dikator und Massenmörder in Verbindung zu bringen. Ähnliches gilt für die im Sinne von IWF/Weltbank und WTO unbotmäßigen Politiker Milosevic, Hussein und Gaddafi.
Anders als jene drei galten Olaf Palme und Indira Ghandi auch im Westen als Symbolfiguren der atomaren- und Blockfreiheit, sowie als IKONEN einer Friedenspolitik. Selbstredend waren sie nur Opfer interner Querelen. Ein Tor, der wie einst Hugo Chavez Schwefel riecht und Teufelshandwerk wittert. Dennoch haben derartige Morde friedenspolitisch verhängnisvolle und weitreichende Konsequenzen.

Schlüsselfaktor für Friedenspolitik: ein neuer Blick auf die Stalinära

Ganz im Gegensatz zu ihrem heutigen Ruf war die Stalinperiode zwischen 1924 bis 1941 eine Epoche der Prosperität, von der nicht nur alle Sowjetvölker profitierten. Von der UdSSR jener Tage gingen bedeutende friedenspolitische Signale aus. Das Sowjetvolk brauchte den Frieden dringend für seine enorme Aufbauarbeit. Auf das große Sterben im 1. Weltkrieg waren ja an allen Sowjet-Fronten  bis 1923 die Interventionskriege gefolgt. Dann kam im Sommer 1941, entgegen allen kooperativen Bemühungen seitens der Allunionsregierung, der un-provozierte, verheerende deutsche Angriffskrieg mit 27  Millionen toten Sowjetbürgern, unter ihnen ein sehr hoher Anteil jüdischer Ethnie oder Religionszugehörigkeit. Perfider Weise werden diese Opfer in westlichen Quellen meist unterschlagen oder doch minimiert.

Die Niederringung des Faschismus war eine Friedenstat.

Der Sieg über den Faschismus, aus heutiger Sicht ein vorläufiger, war maßgeblich durch die Opfer- und Kampfbereitschaft der Sowjetmenschen unter Stalins Führung zustande gekommen. Die Alliierten der Anti-Hitlerkoalition hatte sich so lange Zeit mit dem Aufbau einer zweiten Front gelassen, bis sichtbar war, dass die SU den Sieg davon tragen würde. Immerhin Jalta auf der Krim und das Zustandekommen der Atlantik-Charta, der Geburtsstunde der UN, waren Meilensteine auf dem Wege einer kooperativen, dem Frieden dienenden Außenpolitik. Sie wären ohne die Kooperationsbereitschaft zwischen Roosevelt und Stalin nicht möglich gewesen.
Unmittelbar nach Kriegsende begann in der Sowjetunion , noch unter Stalins Anleitung, eine atemberaubende Wieder-Aufbauarbeit. Hewlett Johnson, der damalige anglikanische Bischoff von Canterbury legt in seinen Schriften Augenzeugenkenntnis darüber ab.
Die Moskauer Prozesse der Jahre 1935-38 sind gut und auch von ausländischen Beobachtern dokumentiert. Berühmtestes Beispiel die Aufzeichnungen von Joseph E. Davies, dem damaligen Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Rechtmäßigkeit und Rechtsstaatlichkeit, ja die Notwendigkeit der Prozesse wurden von seriösen Zeitgenossen weder angezweifelt noch bestritten. Man denke etwa an die Zeugnisse der Schriftsteller Lion Feuchtwanger und Henry Barbusse. Die Prozesse richteten sich gegen Saboteure der Sowjetordnung. Diese zu verteidigen war eine menschheitlich notwendige Aufgabe, die dem Frieden diente. Anhand von Zeitdokumenten aus unabhängiger Feder lässt sich das beweisen. Die Verbrechen der Verurteilten waren von ähnlichem Zuschnitt wie die der heutigen Islamo-Faschisten oder die der Todesschwadronen, die in den 70iger Jahren in Lateinamerika wüteten. Wären sie damals nicht erfolgreich bekämpft worden, hätten wir damals schon heutige Zustände gehabt.
Ersichtlich wird  aber die ausgleichende, friedenspolitische Kraft der UDSSR, die noch lange über Stalin hinaus vorhielt, auch indirekt anhand der globalen Entwicklung seit Auflösung der Allunionsrepublik und der von ihr geprägten sozialistischen Staatengemeinschaft seit 1989. Einige Stichworte dazu, betreffend die westliche Hemisphäre, sind:
  • Aushebelung des in der UN-Charta verbrieften Völkerrechts
  • Ausweitung der Kriegszonen inzwischen ohne voraufgegangene Kriegserklärung
  • Ständig bedrohlicher werdende Terrorismusherde
  • Drohnenkriege
  • Soziale Verwerfungen ungeahnter Größenordnung
  • Ausspähung von Bürgern weltweit in ungeahnter Dimension
  • Aushebelung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
  • astronomische Aufblähung der Militärausgaben
  • Wirtschaftlicher Niedergang

Dennoch kein Grund für Pessimismus, denn Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Der rasanten Verschlechterung unserer Lebensbedingungen sowie dem Kriegskurs ist Einhalt zu gebieten. Die Entwicklung ist kein Selbstläufer, aber sie wird gegen die Wand fahren, wenn wir sie nicht daran hindern.
Halten wir fest: Die Entwicklung ist aufhaltbar. Der Weg in die Ausweitung der Kampfzonen oder gar in den Atomkrieg ist alles andere als zwangsläufig.  Wir müssen nur die Verursacher und Profiteure der zum Kriege drängenden Politik richtig erkennen und  zu benennen wissen.  Wr müssen uns  konsequent gegen die verordneten Sprachregelungen und damit  gegen die Knebelung unserer Sinne stellen. Sich  der richtigen, präzisen  Sprache zu  befleißigen, ist  dafür  unabdingbar. Sprechen wir  also nicht mehr von unserem  “Verteidigungsbudget” sondern von der Kriegskasse. Einer Kasse,  die  wundersame Weise  selbst in Zeiten verordneter Sparpolitik ständig  erweitert wird. Machen wir,  wie Oskar Lafontaine es uns rät, das Gerde von der  westlichen  ‘Wertegemeinschaft’ nicht länger mit. Weisen wir  stattdessen auf den unheilbringenden Charakter des NATO-Kriegsbundes hin. Weigern wir uns im Stile unserer Leitmedien  von Präsident Putin oder Bashar als Assad als “Diktatoren” zu fabulieren .  Bezeichnen wir  Landesbürger, die sich ihrer bloßen Haut erwehren, wie etwa  die Palästinenser im GAZA-Streifen und im Westjordanland oder   die Angehörigen  der offiziellen syrischen Landstreitkräfte  oder  die Bürger der Ostukraine nicht länger pauschal als ‘Aufständische’, als ‘Rebellen’ oder gar als  “Terroristen”. Widerstand gegen eine Unrechtstat auch gegen unheilbringende Politik beginnt im Kopf. Ein klares Bewusstsein von Recht und Unrecht ist die wichtigste ‘Waffe’ und das wichtigste Mittel der Solidarität mit Menschen und Völkern, die  um ihr Recht auf  Land und Leben kämpfen.
In der Partei ‘Die Linke’ scheint jetzt  immerhin ansatzweise  ein echter Diskurs zumindest über die notwendige Aufrechterhaltung friedenspolitisch-programmatischer Leitvorgaben begonnen zu haben. Ihre wichtigsten Protagonisten sind Sevim Dagdelen, Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Wenngleich auch deren Geschichtsbild, in vielleicht opportunistischer Weise, noch  die gleichen Defizite aufweist, wie sie bezogen auf die Stalin-Epoche ebenso wie  bezüglich Präsident Assad und Präsident Putin ‘Vorschrift’ sind, so weisen jedoch ihre jüngsten friedenspolitischen Stellungnahmen in die richtige Richtung. Diese Stimmen bedürfen trotz mancher Halbherzigkeit  der Rückendeckung genauso wie die vielen einzelnen aus allen Fraktionen, die sich gegen den reißenden Strom wenden, wenngleich sie dem verhängnisvollen alten Opportunismus und Komporißlertum  noch  hie und da anhaften. Wichtigstes Gebot der Stunde ist die richtige friedenspolitische  Grundhaltung. Der am 16. August  verstorbene  deutsche Journalist Peter Scholl-Latour bietet uns  dafür in seinem höchst aktuellen, jüngst erschienenen Buch “Der Fluch der bösen Tat – das Scheitern des Westens im Orient “  durchaus wichtige Hinweise.
Das Versagen des Westens ist schließlich in diesem Jahr endlich  überdeutlich geworden. Der wirtschaftliche Niedergang  ist kaum noch aufhaltbar, während China nun definitiv auch die Vereinigten Staaten von Amerika an Wirtschaftskraft überholt hat und  mit seinen 1,3 Milliarden Menschen  heuer die Nummer eins  der Weltwirtschaft geworden ist.
Sehen wir die Chancen, die daraus für eine friedlichere, multipolare Weltordnung erwachsen.
Die Aufarbeitung der Geschichte, die am Ende den Niedergang der westlichen Unheilbringer  bewirken wird sowie die Richtigstellung der  verheerendsten Fälschungen  bleiben ein Friedens-Gebot dieser Stunde. Auch im Westen gibt es dafür  viele  kleine Hoffnungsschimmer. Grover Furr, ein  US-amerikanische Forscher und Professor an der Montclair-Universität hat uns zwei Bücher beschert, die uns helfen können, die Herkules-Aufgabe zu meistern.  Sein älteres Werk “Chruschtschows Lügen” erscheint in diesem Herbst endlich auf Deutsch. Sein jüngstes Buch trägt den Titel “Blood Lies”  und liegt vorerst nur auf Amerikanisch vor.
Aus dem vorbildlichen Wirken unserer Vorgänger schließlich, der großen Friedenskämpfer des 20. Jahrunderts und aller voraufgegangen Zeiten erwächst uns Mut und Kraft zum Widerstand gegen den Kriegskurs unserer Tage. Wir dürfen uns nicht in opportunistischer Manier in der Hoffnung auf zweifelhafte Zugeständnisse den Vorgaben einer erkennbar verbrecherischen, dem Kriege Vorschub leistenden Politik in der Gegenwart beugen.
Beziehen wir uns daher  positiv auf jene Staaten, die dem Terror ernsthaft die Stirn bieten, allen voran das von Assad geführte Syrien und seine Verbündeten Iran, Russland, Lateinamerika und  China.
Vergessen wir  bei unserer vermeintlichen Sisyphosaufgabe nicht die Klassiker, die sich mit ähnlichen Sorgen und Zwängen quälten  und lernen wir von ihnen. Befassen wir uns mit dem eingangs zitierten Erasmus von Rotterdam (1469-1536) und seiner personifizierten „Klage des Friedens“, die bezeichnender Weise nicht mehr aufgelegt wird, aber in Bibliotheken und Antiquariaten erhältlich ist.
Betrachtungen von Irene Eckert, korrigiert am 24. 10. 2014


Solidarität mit Rojavaye und Solidarität mit Assad erforderlich! Anti-Terrokrieg nur mittels UN-Resolution 2178 erfolgverprechend!


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Die UN-Resolution 2178  vom 24. September 2014 ernst nehmen: Iran, Irak und Syrien einbeziehen, nicht Katar und Konsorten

Zur Rolle von Religion und Ideologie angesichts des Terrors des US-Imperiums von Irene Eckert

Seit Ende September   setzen  die Amerikaner auch im Norden Syriens  Bomben ein, angeblich um den „Islamischen Staat”s- Terror der ISIL oder IS dort zu bekämpfen und die Kurden in Rojava vor dessen furchterregenden Übergriffen zu schützen. Ihre vorgeblichen Anti-Terror-Maßnahmen müssten als Umsetzung der einmütigen UN-Sicherheitsrats-Resolution vom 24. September S/RES/2178 (2014) begrüßt werden, wenn sie a) in Absprache mit dem syrischen Staat erfolgt wären und b) die Menschen gerade jetzt im hart umkämpften, strategisch äußerst bedeutsamen Kanton AYN AL ARAB (Kobane) zu schützen vermöchten. Keines von beidem ist aber offenkundig der Fall. Vielmehr setzt der NATO-Verbündete Türkei  seine seit langem sattsam bekannte Förderung der IS-Banden fort. Dem von der UNO eingeforderten Antiterrorkampf will Erdogan sich nur anschließen, wenn das Ziel in absolut völkerrechtswidriger Manier die Beseitigung des syrischen Staatschefs Assad heisst. Ein autonomes, rätedemokratisch verwaltetes Kurdenterritorium an seiner Grenze ist offenkundig nicht nach seinem oder seiner Verbündeten Geschmack. Die US-Angriffe auf syrisches Hoheitsgebiet  sind ohne UN-MAndat ebenso als ebenso völkerrechtswidrig einzustufen und zu verurteilen wie das Verhalten des NATO Mitgliedes Türkei. Die US-Bomben zielen auf die Infrastruktur der souveränen arabischen Nation und auf die Einkunftsquellen der Autonomieregion. Es ist zu befürchten, dass sie nach dem anti-libyschem Drehbuch den Weg für das Phantomgebilde „Islamischer Staat“ (IS) eher frei bomben als ihn versperren sollen. Das vorgebliche Ziel der Zerstörung des einen islamistischen Terrorhaufens, dient demnach nur als kaum noch wirksamer Nebelwerfer. Ablenken soll das angekündigte Vorgehen gegen den IS-Terror davon, dass mit Bahsar al Assad wieder einmal und noch immer ein unliebsames Regime und sein zu Hause populärer Staatschef beseitigt werden soll.

Anti-Terrorkampf nur auf Basis der UN-Sicherheitsresolution Erfolg versprechend

Der Anti-Terrorkampf muss mittels der in der UN-Sicherheitsresolution vorgegebenen Möglichkeiten und Methoden erfolgen. Die Zusammenarbeit mit den Staaten und Ethnien, die über jahrelange Erfahrung im Widerstand gegen den islamo-faschistischen Bandenterror verfügen, ist ein Schlüsselfaktor. Wer ihn nicht beachtet, ist nicht glaubwürdig und begibt sich der wichtigsten Möglichkeiten.Das Lügenmärchen, nach dem unsere „besten Freunde“ sich auf diese Weise einer tödliche Bedrohung gegen ihr Mutterland erwehren müssen, erweist sich als fadenscheinig. Die Rechtsansprüche, auf die sie sich berufen, sind unglaubwürdig und halten der Prüfung nicht stand, solange der Iran, Russland, Syrien und seine Kurden der Antiterrorkoalition ferngehalten und bekämpft werden. Solange das in der UN-Charta verbriefte Völkerrecht missachtet oder für imperialistische Ziele verbogen wird, solange bleibt der Anti-Terrorkampf eine zynische Farce.

Fragwürdige Verbündete behindern erfolgreiche Anti-Terrorstrategie

Während einmütig alle Nationen der UN-Entschließung S/RES/2178 (2014) ihre Zustimmung erteilt haben und damit dem Terror Schach zu bieten gelobten, haben sich nur vierzig “tapfere” Raubgesellen der fragwürdigsten Sorte der Obama-Regierung in ihrem neuerlichen Anti-Terror- Kreuzzug angeschlossen, alles abhängige Vasallen. Unter diesen Komplicen sind die reaktionären Golfmonarchien. Nicht nur ihre Frauen verbergen diese Völker-und Menschenrecht missachtenden Regime hinterm Schleier, auch die Freiheiten ihrer übrigen Bürger werden beschnitten. Die Opern-Scheichs regieren mit harter Hand, von Demokratie keine Spur. Darüber hinaus finanzieren und exportieren sie seit Jahrzehnten den islamo-faschistischen Terror mit ihren Petro-Dollars. Solcher Art sind die „Verbündeten“ der abendländischen Führungsnation, einer Nation, die es nach all den von ihr geführten Kriegen noch wagt, mit Konzepten wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechtsschutz für immer weitere Kriege zu werben.
Diese vorgeblichen Freiheits-und Menschenrechtsfanatiker haben die Scheichtümer am Golf dazu angestiftet, ihre Gefängnisse und Zuchthäuser zu öffnen. Die Familien der entlassenen Schwerverbrecher werden sogar gar noch entschädigt dafür, dass ihre Sprößlinge seit 2011 das Mordhandwerk nach Syrien trugen und dafür, dass sie gewaltbereite und gewissenlose  Spießgesellen weltweit im Tötungshandwerk schulen. Die Scheichs und ihre Hintermänner handeln gemäß einer mittelalterlich anmutende Leitideologie, dem Wahabismus,  einer kolonialen Abart des Islam. Ein fratzenhaft verzerrter Islam findet so seine gotteslästerliche Anwendung in Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Indienstnahme von Religion und Pervertierung ihres Gerechtigkeitsideals zeitigt katastrophale Folgen

Ein derart gemeingefährliches Vorgehen, wie es die ISIS und ihre Brüder an den Tag legen, ist auch aus atheistischer Sicht mit dem Attribut „gotteslästerlich“ zu charakterisieren, weil es jeglicher Moral oder Ethik Hohn spricht und weil es höchste Autoritäten in den Schmutz tritt, die von Milliarden Menschen für heilig erachten werden. Solches Tun, das in überheblicher Manier davon ausgeht, niemandem mehr Rechenschaft schuldig zu sein, hat schwerwiegende Folgen für die ganze Menschheit. Es ist ebenso frevelhaft und brutal wie dasjenige der Kreuzzügler im Mittelalter zur ‘Befreiung des Grabmals Christi’ in Jerusalem oder jenes der darauf folgenden ‘Heiden’-Bekehrung im Zeichen Christi in der ‘Neuen Welt’.
Die heutigen Islamo-Faschisten und ihre Einflüsterer kennen genau wie jene Pseudo-Christen der mittelalterlichen Kreuzzugs-Ära keinerlei Respekt vor fremder Kultur und Tradition. Sie kennen nur das Dogma der harten Münze, für die sie morden und brandschatzen. Die aufgeblasenen Berichte über die angeblich sprudelnden Geldquellen des IS aus geraubten syrischen Ölraffinerien sollen den Staatscharakter des Banditen-Gebildes untermauern helfen, den Bombeneinsatz gegen sie rechtfertigen und vor allem von den wahren Finanziers der Meisterschüler des Mordhandwerks ablenken.
Mietlinge der Mordgesellen sind all jene zu nennen, die dem Imperium in seinem menschenverachtenden Unrechttun beistehen und ihm gar noch ideologisch den Steigbügel halten. Nicht Bomben werden gebraucht, um diesen Brandschatzern das Handwerk zu legen, sondern Argumente. Vor allem aber muss man ihnen den Geldhahn zudrehen, ihren Waffenzufluss unterbinden, ihr reibungsloses Grenzgängertum verunmöglichen und damit aufhören, das eigentliche Ziel,  den Sturz des  mit großer Mehrheit wiedergewählten syrischen Präsidenten Bashar al Assads nämlich, zu rechtfertigen oder gar zu unterstützen. Solches Unterfangen als völkerrechtswidrig zu brandmarken, ist schon deshalb geboten, weil selbst kleine “linke” Organe wie die Tageszeitung “Junge Welt”, immer wieder dem Irrtum aufsitzen, eine solche Forderung sei legitim, sie bedürfe nur der richtigen Leute und Mittel dafür.
Es ist also an der Zeit, dass die Schöpfer der Horrorgestalten vom Zuschnitt IS an den Pranger gestellt werden. Aber auch jene sind zu kritisieren, die in Verurteilung des kriegerischen Terrors inkonsequent sind.
Die Völker sehnen sich nach klarer Orientierung, die dazu führen wird, dass Kreaturen vom Zuschnitt der IS das finstere Handwerk gelegt wird. Die für deren Verbrechen verantwortlichen Politiker aber müssen nach Den Haag beordert werden und dort über ihre den Massenmord fördernden Tätigkeiten Rechenschaft ablegen. Es ist überfällig solches zu fordern, denn deren heuchlerisches Getue um Menschenrecht, Demokratie und „Schutzverantwortung“ hat sich in den Augen der Weltöffentlichkeit erschöpft.

Menschenrecht und Demokratie gegen dessen Usurpatoren verteidigen

Das Ursprungsland der Demokratie und der Menschenrechte, die Vereinigten Staaten von Amerika, stehen heute nackt und bluttriefend da vor aller Welt. Sicht- und erkennbar sind nun die Untaten der einst so neu erscheinenden US-amerikanischen Welt. Das darf nicht länger folgenlos bleiben. Die Menschheit erwartet durchaus, dass Verbrechen gesühnt werden, ungeachtet dessen, wer sie begeht. Niemand kann gegenüber dem Völkerrecht einen Ausnahmezustand oder Sonderrechte geltend machen und stattdessen mit dem Finger auf andere zeigen.
Friedenskräfte, die ernst genommen werden wollen von ihren Mitmenschen, müssen das frevelhafte Tun des US-Imperialismus ins Visier nehmen und ihn deutlich anprangern. Sie müssen vor allem fordern, dass Schluss mit der Unterstützung seiner Kriege und dessen Finanzierung des weltweiten Terror gemacht wird, der wiederum als Rechtfertigung für neue Kriege herhalten muss. Ein neuer, rechtsstaatlicher Wind muss angefacht werden, der zu Sturm wird und der die Kriegstreiber am Ende hinwegbläst.

Die Förderer der Monster-Golems gehören an den Pranger

Auch die „Verbündeten“ NATO-Brüder, ihre Waffenzuträger und Wahrheitsverdreher müssen wegen der abgrundtiefen Rechtswidrigkeit ihres Tuns angeklagt und verurteilt werden. Schließlich waren sie es, die Pate gestanden haben bei der Gründung und Förderung solcher Frankensteins vom Schlage Mujahedin, Taliban, UCK, Al Nusra, Boko Haram und vieler, vieler anderer Teufelskinder ähnlichen Zuschnitts. Nicht nur das. Sie begleiten das unheilvolle Werden und Wirken ihrer Golems weiterhin aktiv und mit Wohlwollen. Erfolgt doch deren Mission auch in ihrem menschenfeindlichen Sinne und Interesse und lautet: Aufräumen mit jeder Form von Widerstand und mit jeglicher Gerechtigkeitsphilosophie!
So unwahrscheinlich es für manch heutigen Menschen klingen mag, der menschenfreundliche Islam war nach dem vorläufigen Ende des Sozialismus das letzte zu erbringende Opfer auf dem Altar des Imperiums. Nach dem schmählich dahin Gemordeten blieb die Weltanschauung der Muslime die letzte noch auf fast allen Kontinenten lebendige Gerechtigkeitslehre.
Den islamo-faschistischen Monsterbabies von obiger Prägung dagegen ist es zu verdanken, dass der einst heilige Name des Islam (Shalom/Frieden) nicht nur in den Schmutz gezogen, sondern nachhaltig ruiniert wurde. Man erinnere sich an die Symbolhaltigkeit der überheblichen, frevelhaften Gesten. Im US-KZ Guantanamo wurden nach dem selbstinszenierten 11. September öffentlichkeitswirksam Koran-Exemplare in Abtritte geworfen! Wer immer heute Islam hört, denkt an Mord und Totschlag, denkt an Terror und Krieg. Ähnliches war der monströsen NATO-Liaison, ihren Ideologen und Sinn-Verdrehern in jahrzehntelanger Wühlarbeit mit dem Sozialismus gelungen. Seine besten und in aller Welt beliebten Führungspersönlichkeiten waren nachhaltig verunglimpft und entsorgt worden. Das Antlitz der Menschenhoffnung wurde auf diese Weise vollkommen ins Fratzenhafte entstellt.

Verteidigen wir die Religion gegen die Religion

Dem alttestamentarischen Judentum war es ähnlich ergangen. Es ist schon lange bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Und doch hatten seine in der Gerechtigkeit wurzelnden Ideale einst maßgeblich zur Geburt einer sozialistischen Ideenwelt beigetragen. Auch deswegen mussten dessen humanistische Ideale geschliffen werden. Die Nazi-Ideologen, Geschöpfe der selben noch immer nach Weltherrschaft gierenden Eltern, wussten wohl, warum sie beide Lehren in einem Atemzug verteufelten. Der Schlachtruf vom „jüdischen Bolschewismus“ war gleichzeitig Auftakt zu völkermörderischem Handeln. Er zielte aber nicht nur auf Menschen, sondern, noch folgenreicher, auf gleich zwei bedeutsame Gerechtigkeitslehren.
Die meisten übrig gebliebenen Juden gingen fataler Weise bei den Zionisten, den Erben der Nazis, in die Lehre und trugen so das Böse weiter in die Welt hinaus. Aber nicht nur unter den Juden, auch unter den Sozialisten war ein derartiger Geist der Zersetzung schließlich erfolgreich eingesetzt worden..
Das Christentum, ebenfalls im Kern eine Gerechtigkeitslehre, wie ursprünglich alle Welt-Religonen, Pate sozialer und humaner Menschheitsvisionen, war ja längst perveriert und diskreditiert, nachdem seine Kirchenfürsten Frieden mit jedweder Macht geschlossen hatten.
Selbst der friedfertige Buddhismus war seit den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts vereinnahmt, ja geradezu in Geiselhaft genommen worden in der Person des Dalai Lama. Im braunen Gewande etwa des vietnamesischen Mönches Thich Nhat Hanh treibt der für fremde Zwecke instrumentalisierte Sinn des Buddha im französischen Plum Village sein Unwesen.
Alle kritischen, nach Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, ja nach purer Menschlichkeit strebenden Lehren wurden also usurpiert, damit sie dem Imperium nicht zur Gefahr werden könnten. Dafür musste alle käufliche Weisheit der Welt herhalten, um alle Philosophie  und alle Theologie  in ihr  obszönes Gegenteil zu verkehren. Man erinnere sich etwa an die “Satanischen Verse” des  sprachgewaltigen indischen Autors Salman Rushdie.
Am schlimmsten  traf die Sinn-Verkehrung jüngst die Muslime. Vor ihnen waren es die leidgeprüften Juden und die Völker des fortschrittlichen Russlands gewesen, dann die Koreaner, die Vietnamesen und Kambodschaner, meist Anhänger eines noch überwiegend friedlichen Buddhismus. Ihr Widerstand brach am Ende ein und sie erlagen in Massen dem Ungeist des US-Imperiums. Dessen Dienste standen wie stets bereit, um seine eigenen Monsterbabies schließlich mit den Insignien fremder Religionen oder der daraus resultierenden Ideologien auszustaffieren und so die Menschheit auf perfideste Weise zu täuschen .
Zentriert in der arabischen Welt, wenn auch über den ganzen Erdball verteilt, sah das Imperium seit 1989, nach erfolgreicher Zerstrümmerung der sozialistischen Weltgemeinschaft, im Islam die letzte Bastion, die geschliffen werden musste.
Zwar haben fast alle Segnungen unserer modernen Zivilisation im Orient ihren Ursprung, wo zuletzt der Islam starke Wurzeln geschlagen hatte, aber ‘was tut’s der Muslim wird verbrannt’ und zwar gerade deswegen!
Aus der Sicht jener Kräfte, die nach Weltherrschaft streben und alle Ressourcen der Erde als ihnen gehörig betrachten, inklusive der dort hausenden Seelen, bildet die eigentliche muslimische Umma einen erheblichen Störfaktor. Nicht nur wegen ihrem tief empfundenen Gerechtigkeitssinn, wegen ihrer Offenherzigkeit und Freundlichkeit. Überall wo Muslime siedeln, befinden sich die edlesten Rohstoffe des Industriezeitalters: Öl, Gas, Uran und nicht zu vergessen Wasser.
Schon früh im 19. Jahrhundert hatten die Briten die muselmanische ‘Gefahr’ für sich erkannt. Auf der arabischen Halbinsel schufen sie daher die Mikro-Staatengebilde der Golfmonarchien. Mit Hilfe einer ultra-reaktionären, sinnentstellenden Abart des Islam, der Pseudo-Lehre vom Wahabismus, entstand so, künstlich auf den Plan gerufen, eine langsam wirkende Gegenkraft, die die relative Einheit der islamischen Welt sprengen sollte.

Israels Rolle als Pfahl im Fleische der arabischen Welt durchschauen

Mit der Gründung des Staates Israel, einer europäisch-abendländischen Bastion im Fleische der arabisch-stämmigen Siedlergemeinschaft Palästinas, wurde ein weiterer Spaltpilz gezeugt. Zwar musste die britische Weltmacht nach 1945 den Stab an ihre US-Nachfolger abgeben, aber der Grundstein war gelegt durch Theodor Herzl, die Balfour-Erklärung und den Völkermord an den europäischen Juden. Das entsetzliche Verbrechen Nazi-Deutschlands, dem die westliche Wertegemeinschaft jahrelang tatenlos zugesehen hatte, kam dem Globalherrschaftsanspruch des US-Imperiums und seiner Vasallen schließlich in mehrfacher Hinsicht zu paß.
Die Auswanderung nach Palästina wurde nämlich durch den NS-Völkermord massgeblich begünstigt, ja erst in belangvollem Umfang erwirkt. Mit der Staatsgründung schuf man 1948 ein monströses Staatsgebilde, das auf Unrecht gründend, täglich neues Unrecht gebar. Allerdings war den Überlebenden der Vernichtungslager ewige Strafheit zugebilligt. Wer auch immer es wagen sollte, fürderhin dennoch seine Stimme kritisch geltend zu machen, wurde mit dem Stigma „Antisemit“ gebrandmarkt.
Der Mini-Staat in Nahost von der Größe der Schweiz, mit dem Status der ewigen Opferrolle ausgezeichnet, erfüllt für das Imperium viele Missionen gleichzeitig: Pfahl im Fleische der arabischen Welt, bester Abnehmer der modernsten Rüstungs’güter’, allzeit bereit, diese an seinen Nachbarn zu erproben. Hinzukommen: Die Entwicklung modernster Sicherheitstechnologie, Hüterschaft des Öls und der Gasvorkommen vor der Küste GAZAs, Zuchtstelle für fromme Fundamentalisten, Zeuge für erfolgte Wiedergutmachung und damit ewiger Entschuldung und vor allem zuverlässiger Verbündeter im kriegerischen und subversiven Vorgehen gegen unliebsame, weil unbotmäßige Regime wie Iran und Syrien.
Allerdings verdeutlicht das Beispiel des „Judenstaates“ Israel, eines Hortes des Terrors und der Kriegspolitik, auch die Fragilität eines auf Gewaltherrschaft basierenden Kunstprodukts. Nicht nur ist Israels Glaubwürdigkeit vor der Welt mit dem Bombenterror gegenüber GAZA vom Sommer 2014 endgültig erschöpft. Die inneren Widersprüche werden die Nation am Ende zerbrechen. Die laut Eigenbezeichnung „einzige Demokratie im Nahen Osten“ ist nicht nur genau so dünkelhaft und überheblich wie ihre ‘Leadnation’, die selbsternannte Führungsmacht USA. Ihre “Kreatur” Israel ist genauso repressiv nach innen und kriegerisch nach außen wie ihre Schöpfer es ihnen gebieten. Demokratie gilt im hebräischen Staat, genau wie in den USA, nicht für alle Bürger. Es gibt hier wie dort Landeskinder, die die Polizei straflos abschießen darf.
Die fortgesetzte und mörderische Unterdrückung der Palästinenser, denen man Hab und Gut weg nahm, um sie am Ende als Täuflinge des Terrors dastehen zu lassen, wendet sich langsam aber stetig gegen die Staatslenker. Ebenso wie seine große Stütze, die NATO- Bruderschaft, steht das Land bloß und bluttriefend vor der Weltgemeinschaft. Das Mitleid, das sie lange  Zeit genoß, ist für immer verspielt. Die fundamentalistisch-zionistisch-jüdische Ideologie, Hauptsäule des Staates Israel, verweist zurück ins Mittelalter und zeigt große Ähnlichkeit mit den ansonsten manchmal verhaßten Brüdern in den Golfmonarchien, mit denen man sich neuerdings bestens versteht. Die Orthodoxen im Herzen Jerusalems unterdrücken ihre Frauen genauso wie die Wahabiten dies tun. Sie fordern häusliche Beschränkung, Arbeitsamkeit, Gebärfreudigkeit und Verhüllung weiblicher Attribute. Die Perücke ersetzt das Kopftuch und wollene Strümpfe und Röcke bis übers Knie den Schleier. Während es deren Männern freisteht, müßig oder den Tag über in die “Schul” zu gehen und die Thora zu studieren, obliegen sämtliche anfallenden Arbeiten den Frauen. Orthodoxe Männer und Frauen genießen allerdings gegenüber den übrigen Bürgern Privilegien, so etwa die Freistellung vom Wehrdienst. Die überwältigende Mehrheit der jungen Israelinnen hält sich  begreiflicherweise so wenig an solche Kleidervorschriften wie die Töchter der Scheichs in Saudi Arabien dies tun. Zur Bestrafung könnte man fast sagen, müssen sie ihre jugendliche Unschuld auf dem Altar der Armee opfern. Das schafft böses Blut innerhalb der Nation.
Der Wohnungsnot im Lande Israel und anderer sozialen Probleme versucht man durch fortwährenden Siedlungsbau auf geraubtem Gebiet beizukommen, was wiederum neue Sicherheitsmaßnahmen auf den Plan ruft. Die Jugend wird vom Armeedienst traumatisiert und verhetzt. Aber die widerständigen Stimmen mehren sich mit Zunahme der Zumutungen, die auch vor jüdisch-israelischen Bürgern nicht Halt machen. Die Kriegspolitik nach außen, schafft soziale Probleme nach innen. Vor allem aber wird die Substanz des Judenstaates durch die Unglaubwürdigkeit und Brüchigkeit seiner Ideologie angegriffen. Diese Ideologie ruht auf Selbstlob und Selbstüberhebung. Der Singularitätscharakter des Staats Israel wird von seinen Machthabern in ganz ähnlicher Weise beschworen, wie es der Friedensnobelpreistragende Präsident der Vereinigten Staaten nicht müde wird von seinem Land hervorzukehren. Der Sicherheitswahn wirkt im Inneren  beider Staaten verhängnisvoll und zehrt  im Übrigen das Volkseinkommen auf.

Es gibt Wege aus der Gefahr, wir müssen sie nur sehen und gehen

  • Erkennen wir also die Brüchigkeit und Schwäche jener Nationen, die mit überheblicher Arroganz die Weltgemeinschaft mit Krieg bedrohen und damit von ihren wachsenden inneren Widersprüchen ablenken wollen.
  • Schauen wir auf die Hohlheit ihrer Ansprüche und nutzen wir die Widersprüche zwischen ihren Worten und Taten einerseits und ihrem realen ökonomischen Niedergang und dem dem völligen Bankrott ihrer Ideologie.
  • Vertreten wir demgegenüber die Sache von Recht und Gerechtigkeit.
  • Stützen wir uns auf Geist und Buchstaben des in der UN-Charta und den nachfolgenden Konventionen verbrieften Völkerrechts.
  • Stellen wir uns auf die Seite der Ethik, den basalen Kern aller Weltreligionen.
  • Fordern wir die Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens der USA und ihrer gedungenen Verbündeten und verweisen wir auf den Widerspruch zwischen ihren Worten und Taten!
  • Fordern wir die sinngemäße Einhaltung aller UN-Resolutionen.
  • Erinnern wir große und kleine Nationen an ihre Pflicht zur Wahrung des Völkerrechts.
  • Fordern wir von der Türkei ihre Unterstützung der IS-Terror-Islamisten einzustellen und stattdessen, den Kurden in Kobane/ Ayn al Arab Beistand zu leisten. Sollte auch dies unterbleiben, sind wir genötigt zu fordern:
  • Erdogan, Netanjahu und Obama nach den Haag wegen der aktiven Unterstützung von Terror und fortgesetzter Missachtung des Völkerrechts!
  • Fordern wir von unserer Regierung den Rückzug der Patriot-Raketen samt Begleitpersonal und Ausrüstung sowie den Verzicht auf weitere bewaffnete Einmischung in fremde Händel!
Geschrieben am 11. Oktober 2014