Tuesday, July 2, 2019

Merkels Zittern, Sinnbild für die Krise in unserem Land

Merkel zittert, Deutschland wankt: Ein Zittern als Sinnbild für die Krise des Landes

Merkel zittert, Deutschland wankt: Ein Zittern als Sinnbild für die Krise des Landes
Angela Merkels Zitteranfälle beschäftigen die Medien. Dabei weist dieses Phänomen auch über die Person Merkel hinaus – es kann als Sinnbild für die Krise verstanden werden, auf die sich Deutschland nach 14 Jahren Merkel-Regierung mit großen Schritten zubewegt.
von Andreas Richter
Die Medien berichteten am Donnerstag über einen erneuten Zitteranfall von Angela Merkel. An dieser Stelle soll nicht über die Gesundheit der Kanzlerin spekuliert werden oder darüber, ob "wir Angst haben müssen". Es ist aber festzuhalten, dass dieses Zittern nach 14 Jahren Merkel-Regierung geradezu sinnbildlich den Zustand des Landes beschreibt, das sich zügig auf eine tiefe gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Krise zubewegt.
Außenpolitisch haben die Regierungen Merkels das Land weiter in die Irre geführt: Unbeirrbar stehen sie an der Seite des absteigenden und immer unberechenbarer agierenden transatlantischen Hegemons, gegen Russland, vielleicht auch bald gegen China, solidarisch bei dessen Abenteuer in Venezuela, im Iran-Konflikt höchstens rhetorisch aufmuckend. Diese transatlantische Nibelungentreue führt Deutschland ins Nirgendwo und widerspricht den grundlegenden strategischen Interessen des Landes.
Die EU hat die angeblich "pro-europäische" Kanzlerin praktisch im Alleingang an die Wand gefahren. Zuerst mit ihrem Austeritätsdiktat, das nicht nur Griechenland ins Elend geführt hat, dann mit ihrem moralisch daherkommenden Diktaten in der Flüchtlingspolitik. Als Profiteur der Eurokrise und als überheblicher und egoistischer Besserwisser ist Deutschland heute in der EU so unbeliebt wie nie. Das gegenwärtige Postengeschacher verdeutlicht, dass sich die EU in offener Auflösung befindet. Das absehbare Ende der Gemeinschaftswährung dürfte für Deutschland besonders teuer werden.
Innenpolitisch sieht es nicht besser aus. Die inhaltlich nie wirklich begründete Energiewende hat Milliarden verschlungen und macht die Energieversorgung immer teurer und unsicherer, ohne dass damit der Umwelt geholfen wäre. Es sollte nicht vergessen werden, dass der angebliche Ausstieg aus Atom und Kohle nur ein Ausstieg aus diesen Formen der Stromerzeugung ist – aber Atom- und Kohlestrom künftig in größeren Mengen importiert werden dürften.
Der deutschen Wirtschaft kommt gerade das Geschäftsmodell abhanden. Die gewaltigen Exportüberschüsse werden von den Handelspartnern immer weniger hingenommen, die Neuordnung des Welthandels erfolgt zu ihren Lasten. Neue Ideen sind nicht in Sicht. Der ausufernde Niedriglohnsektor verhindert Innovation, gleichzeitig verfällt die Infrastruktur. Mit einem Ende der Währungsunion hätten die europäischen Nachbarn wieder die Möglichkeit, sich mit einer Abwertung der eigenen Währung wettbewerbsfähig zu machen.
Die soziale Frage stellt sich in Deutschland in immer größerer Dringlichkeit. Denn obwohl die wirtschaftlich relativ sorgenfrei lebende Mittelschicht hier größer ist als in anderen EU-Ländern, ist das Leben des Großteils der abhängig Beschäftigten und der Arbeitslosen härter geworden. Nie hat man so viele Menschen Pfandflaschen aus dem Müll fischen gesehen wie heute, nie gab es so viele Obdachlose wie im angeblich "besten Deutschland aller Zeiten". Das Bildungssystem verfällt, das Gesundheitssystem ist immer weniger auf das Wohl des Patienten ausgerichtet.
Die sozialen Probleme werden verschärft durch Merkels Migrations- und Flüchtlingspolitik, die Wladimir Putin zu Recht als ihren Kardinalfehler bezeichnet hat. Deren Folgen auch für die innere Sicherheit zeichnen sich immer deutlicher ab und werden nicht mehr lange unter dem Teppich gehalten werden können. Und die Kosten sind bereits heute gewaltig.
Der gravierendste und giftigste Teil von Merkels Erbe ist allerdings die Vergiftung der politischen Kultur des Landes durch die zur Norm gewordene moralische Argumentation bei der Begründung politischer Entscheidungen. Keine der erwähnten Grundsatzentscheidungen wurde inhaltlich begründet und diskutiert, sondern nur moralisch; die Entscheidungen erfolgten dabei völlig intransparent.
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Das ist nicht nur scheinheilig, es hatte auch die handfeste Konsequenz, dass abweichende Meinungen als unmoralisch diskreditiert wurden. Kritiker der Flüchtlingspolitik wurden und werden so ganz unabhängig von Art und Richtung ihrer Argumentation als "Nazis" beschimpft – ein Geschenk für die wirklichen Rechtsextremen. Gegner der Russlandsanktionen sind "Putin-Versteher", wer der allgegenwärtigen Klimawandel-Hysterie skeptisch gegenübersteht und differenziert zu argumentieren versucht, wird schnell zum "Klimaleugner". Nicht umsonst haben viele Deutsche den Eindruck, dass die Meinungsfreiheit faktisch längst von der politischen Korrektheit eingeschränkt wird.
Abgesehen davon, dass die hier nur erwähnten Debatten eher Scheindebatten sind, bei denen es wohl vor allem darum geht, die wirklich relevanten Themen zu überdecken, spaltet die Art des Debattierens nach dem Muster Gut gegen Böse die Gesellschaft immer tiefer. Noch gibt das linksliberale, urbane, postmodern geprägte Bürgertum in diesen Diskussionen den Ton an; es spricht aber vieles dafür, dass die Verschärfung der hier nur skizzierten Krisen dazu führt, dass sich die Realität gegenüber ideologisch induzierten Sichtweisen wieder stärker Geltung verschafft.
Nach 14 Jahren unter Angela Merkel fährt dieses Land in einer ganzen Reihe von Themenfeldern ungebremst gegen die Wand. Das Ausmaß der Misere ist im Moment eher zu erahnen als zu erkennen, doch ein Unbehagen ist schon länger spürbar. Das Zittern der Kanzlerin lässt sich dabei als Sinnbild für die innere Unsicherheit einer Gesellschaft verstehen, die sich vor dem Kommenden fürchtet und dabei unfähig wirkt, die bestehenden Probleme rational zu erfassen, um sie so lösen zu können.

Monday, July 1, 2019


Freedom or socialism? It’s a false dichotomy, Mr Pence

Neil Clark
Freedom or socialism? It’s a false dichotomy, Mr Pence
Mike Pence recently said that the Trump administration stood for freedom, not socialism, and it was this that made America great. In fact, the US is nowhere near as ‘free’ as he implies, and socialism often enhances freedom.
US political leaders love to boast don’t they? Earlier in the week, Mike Pence declared the US to be “the most prosperous and powerful nation in the history of the world”. And what makes America GREAT? Why, it stands for ‘FREEDOM’ (remember to cap those words up in case someone misses them), and not socialism.
Where does one begin with this dumbed-down binary thinking? For a start, it’s worth introducing to Pence the ideas of a truly great American, Eugene Debs. Debs declared: “They tell us that we live in a great free republic; that our institutions are democratic; that we are a free and self-governing people. That is too much, even for a joke”. Debs, who ran five times for president as a socialist candidate, the last time from a prison cell, was doubtful that genuine ‘freedom’ could exist under capitalism. “As long as he (the capitalist) owns your tools he owns your job, and if he owns your job, he is the master of your fate. You are in no sense a free man. You are subject to his interest and to his will. He decides whether you shall work or not. Therefore, he decides whether you shall live or die. And in that humiliating position any one who tries to persuade you that you are a free man is guilty of insulting your intelligence.”
And this insulting of our intelligence is still going on.
We hear a lot about ‘freedom to’ in the US, but very little about ‘freedom from’. Freedom from things such as concern over the economic consequences of becoming ill or being involved in an accident. Around 10% of people in “the most prosperous nation in the history of the world” to use the Veep’s own words, have no health insurance. Millions of middle or lower income Americans are just one major illness (or heart attack) away from financial ruin given the lack of a national health service.
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It’s a concern that, at least for the time being, Britons don’t have, thanks to the 1945 Labour government which gave us the NHS.
Think too of how the high crime rate in many US cities impacts negatively on the freedoms of those who simply want to live their life without fear of attack. The positive ‘freedom’ to bear firearms, means a great reduction in freedom in those killed or traumatized in the regular “going postal” mass shootings. Or, as the philosopher Isaiah Berlin would have put it, “freedom to the pike is death for the minnows.”
In any capitalist society (in America or anywhere else) the amount of freedom which any individual has is in direct proportion to the amount of money that they possess. The rich can buy their freedom but the poor and not-so-rich cannot.  
Far from being inimical to freedom, socialism, or at least certain types of socialism, can greatly enhance it, by protecting the minnows from the pikes.
One man who understood this well was the writer and playwright Oscar Wilde. In ‘The Soul of Man under Socialism,’ he argued that it was only under socialism that man could be truly free. Socialism would encourage genuine individualism, one in which people would really be themselves. The individualism created by socialism would, in Wilde’s words, be “unselfish and unaffected.” People would lead “free, beautiful lives.” The alienation that the majority feel under capitalism, a system where we are defined by our economic relationship to each other, and human beings are actually described in terms of how much they are ‘worth’ financially, would disappear.
The US has never experienced socialism, but the nearest it came to it was in the Roosevelt New Deal period and the era following WWII. Interestingly, this was also a time in which crime rates generally fell. Not surprisingly a lot of older Americans look back nostalgically to these times. Yet for ‘freedom crusaders’ Roosevelt was a villain, particularly after his ‘Four Freedoms’ speech of January 1941, in which he listed ‘freedom from want’ and ‘freedom from fear’ alongside ‘freedom of speech’ and ‘freedom of worship.’
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FDR was right though. Freedom of speech and freedom of worship are crucially important. But so too are the ‘freedoms from’ and it is these that the likes of Mike Pence won’t acknowledge. Not only does the US fall down on the ‘freedom from want’ and ‘freedom from fear’ stakes, the freedoms it did once score well on, have been eroded. Political correctness, and the role of certain special interest lobby groups, has greatly reduced the parameters of freedom of speech, despite the First Amendment.
The US today languishes in 48th position in the World Press Freedom Index.
How ironic that it was a lack of ‘freedom of speech’ (in the political arena), and media pluralism that communist governments in eastern Europe used to be berated for in the 1970s. Some of these governments were also attacked for having ‘political prisoners.’ The ‘Land of the Free’ would never have those, would it? Fast forward forty years and the US is pressing for the extradition of a journalist who published material which exposed war crimes carried out by the US. If found guilty, that journalist, who is not even American, faces a prison sentence of up to 175 years. In fact, the next time Pence starts to brag about the US standing for ‘FREEDOM’  (in big capital letters), and not socialism, we simply need to respond to him with two words. JULIAN ASSANGE.
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Wednesday, June 26, 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Auftritt im deutschen Bundestag

Russland: Das fordert die deutsche Wirtschaft von Merkel 

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKE
WIRTSCHAFT
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Natalia Pawlowa
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Die deutsche Wirtschaft hat Milliarden Euro wegen Sanktionen verloren. Sie fordert von Bundeskanzlerin Merkel mehr Russland-Engagement und tritt für die rechtzeitige Inbetriebnahme von Nord Stream 2 ein. In Moskau wurden Ergebnisse einer Umfrage der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) zum Geschäftsklima in Russland vorgestellt.
Die deutsche Wirtschaft habe nach wie vor ein hohes wirtschaftliches Interesse an der Zusammenarbeit mit Russland, betonte Rainer Seele, AHK-Präsident, CEO OMV AG.
„Die AHK-Mitglieder wünschen sich ganz eindeutig, dass Zusammenarbeit und Gespräche auf allen Ebenen, auch auf höchster, weiter verstärkt werden. 87 Prozent der Befragten  sprechen sich dafür aus, dass  Bundeskanzlerin Angela Merkel an großen russischen Wirtschaftsforen wie SPIEF  in Sankt Petersburg teilnimmt. In diesem Jahr habe Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier das Petersburger Wirtschaftsforum erstmals seit Sanktionsbeginn als Vertreter der Bundesregierung besucht und damit  ein wichtiges Signal für Dialog und Wiederannäherung beider Länder gegeben“, so Rainer Seele.
Der deutschen Wirtschaft sei es gelungen, in Russland trotz lahmender Konjunktur und Sanktionen weiter zu wachsen, sagte der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp. Davon zeugen Ergebnisse der Geschäftsklima-Umfrage und 3,2 Milliarden Euro der Netto-Direktinvestitionen der deutschen Wirtschaft in Russland im Jahr 2018 – der beste Wert seit einem Jahrzehnt. Laut Umfrage  wollen 39 Prozent der Unternehmen in nächster Zeit in Russland investieren. 29 Prozent wollen ihre Russland-Aktivitäten trotz der US-Sanktionen gegen Russland weiter ausbauen, 63 Prozent halten unverändert an ihren Russland-Plänen fest.
Die US-Sanktionen kosten den 4671 in Russland tätigen deutschen Unternehmen mehrere Milliarden Euro, sagte Schepp weiter. Allein die an der Umfrage beteiligten Unternehmer geben die Verluste durch entgangene Geschäfte mit 1,1 Milliarden Dollar an. 93 Prozent der AHK-Mitgliedsunternehmer sprechen sich dafür aus, dass die EU-Sanktionen gegen Russland schrittweise oder vollständig abgebaut werden sollen, „um wieder zu vernünftigen, historisch bedingten guten deutsch-russischen Beziehungen zurückzukehren“.
Die Sanktionen führen zu einer politischen Abwärtsspirale, unterstrich Schepp. Laut ihm sollen Probleme, die auf politischer Ebene entstanden sind, politisch gelöst werden, betonte er im Gespräch mit Sputnik.
„Die Wirtschaft ist natürlich nur eine Stimme in der pluralen Gesellschaft. Neben Wirtschaftsverbänden gibt es Nichtregierungsorganisationen, es gibt Gewerkschaften. Und die Politik wird von der Regierung gemacht. Wir haben immer sehr deutlich gesagt und davor gewarnt, die Sanktionen über Jahrzehnte in Kraft zu lassen, weil sie eine Entwicklung in Gang setzten, die nicht nur die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiter degradieren lassen, auch zu einem gefährlichen Maß, sondern weil sie auch in Russland dazu führen, dass diejenigen Kräfte, die für das stehen, was wir  als Wirtschaftsverband nicht wollen, stärker werden. Deshalb appellieren wir als Deutsch-Russische-Auslandshandelskammer und als größter ausländischer Wirtschaftsverband in Russland an alle Parteien, so miteinander zu sprechen, dass die politischen Probleme gelöst werden können. Uns gefällt nicht, wenn die Wirtschaft in Geiselhaft für politische Probleme genommen wird“, sagte Schepp gegenüber Sputnik.
Rainer Seele wies darauf hin, dass in der letzten Zeit die Sanktionen sich insbesondere auf das wichtige europäisch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 konzentrieren. Die befragten Firmen halten auch weiterhin unbeirrt an Nord Stream 2 fest: 93 Prozent sind der Meinung, dass die Ostseepipeline trotz der starken Kritik aus Amerika in der EU und in Deutschland gebaut werden soll.
„Wir fordern eindeutig, dass wir diese Investition in die Versorgung der Energiesicherheit Deutschlands entsprechend politisch gewürdigt bekommen und dass dieses Projekt unnötig politisiert wird. Es ist und bleibt ein wirtschaftliches Projekt“, unterstrich AHK-Präsident Seele.
Seinen Worten zufolge habe die deutsche Wirtschaft auch ein Interesse, das über die Kooperation mit Russland hinausgeht. Immer mehr Mitgliedsunternehmen wollen laut Umfrage die Eurasische Wirtschaftszone stärker ins Augenmerk nehmen.
„Ich möchte daran erinnern, dass Präsident Putin, als er in Deutschland während des Besuches in Dresden mit einer bemerkenswerten historischen Rede begonnen hat, ein Angebot ausgesprochen hat – eine Freihandelszone zwischen Lissabon und Wladiwostok. In der Welt, wo man immer mehr Einschränkung des globalen Handels sich anschaut, ist gerade dieser Gedanke außerordentlich attraktiv und für die deutsche Wirtschaft eine sehr nahe liegende Option“, sagte Seele abschließend.

Monday, June 24, 2019

Chinesisch-russische Beziehungen im neuen Zeitalter bringen der Welt mehr Stabilität (Kommentar:)


09.06.2019
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Mittwoch in Moskau zwei wichtige gemeinsame Erklärungen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin unterzeichnet. Es geht zum einen um den Ausbau der bilateralen umfassenden, strategischen, kooperativen Partnerschaft im neuen Zeitalter und zum anderen um eine gemeinsame Verstärkung der globalen strategischen Stabilität. Damit wurden die chinesisch-russischen Beziehungen auf ein beispielloses Hoch aufgewertet. Dies wird einen tiefgehenden Einfluss auf die bilaterale Zusammenarbeit und die Weltlage ausüben.

Mit den chinesisch-russischen Beziehungen im neuen Zeitalter ist gemeint, dass beide Staaten stets auf der Grundlage des Vertrauens gegenseitig die jeweiligen Kerninteressen unterstützen. Es geht ebenso darum, Interessen noch besser ineinander zu integrieren, die Seidenstraßen-Initiative und die Eurasische Wirtschaftsunion enger zu verbinden und den Austausch in verschiedenen Bereichen und Regionen fördern.

Mit den chinesisch-russischen Beziehungen im neuen Zeitalter soll die bilaterale Zusammenarbeit umfassend optimiert werden. Dies wird den beiden Völkern Vorteile bringen. Im vergangenen Jahr hat das bilaterale Handelsvolumen die 100 Milliarden US-Dollar-Marke übertroffen, 27 Prozent mehr als 2017. Allerdings ist dies noch nicht mal ein Sechstel des Güterhandelsvolumens zwischen China und den USA. Deshalb ist es verbesserungswürdig.

Die Komplementarität der chinesischen und russischen Wirtschaft führt dazu, dass beide Staaten ihre gemeinsamen Interessen ausbauen. Beide Länder haben am Mittwoch 23 Kooperationsdokumente bezüglich Wirtschaft, Investition, Industrie und Bildung unterzeichnet. Wie der Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten Sergey Glaziev meinte, könne das russisch-chinesische Handelsvolumen in den kommenden fünf Jahren 200 Milliarden US-Dollar erreichen, solange beide Seiten wirtschaftlich einander ergänzen und den Mehrwert der industriellen Zusammenarbeit erhöhen.

Als ständige Mitglieder des Weltsicherheitsrats haben China und Russland in wichtigsten globalen Fragen gleiche oder ähnliche Standpunkte. Unter den chinesisch-russischen Beziehungen im neuen Zeitalter versteht man zudem, dass beide Länder gemeinsam die Autorität der UNO wahren und die Koordination und Zusammenarbeit in den Mechanismen Shanghaier Kooperationsorganisation, BRICS und G20 ausbauen werden, um die multilateralen Regelungen und die grundlegenden Normen der internationalen Beziehungen zu wahren. http://german.china.org.cn/txt/2019-06/09/content_74868870.htm