Sunday, July 19, 2015

Weltmacht im Perspektivenwechsel

Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Über Nacht schließen weltweit alle Filialen von McDonald’s, niemand konsumiert mehr Coca-Cola, T-Shirts mit US-Flaggen fehlen grundsätzlich im Ladensortiment. Stattdessen treffen Bürger überall auf Hinweise einer starken deutsch-russischen Freundschaft. Ein durchaus angenehmer, schöner Gedanke, oder nicht?
Redaktion
Die USA erheben seit jeher Weltmachtanspruch, gewähren keinem Land echte Souveränität. Verfehlt ihre psychologische Kriegsführung mittels Medien sowie dem inszenierten, teuren Spaßfaktor seine Wirkung, erfolgen regelmäßig dramatische, meistens konspirative Angriffskriege. Damit niemand die USA verschiedener Kriegsverbrechen bezichtigen kann, setzen sie sogenannte Söldner ein, welche für Sicherheitsfirmen wie Academi (ehemals Black Water), ergo vollkommen rein privatwirtschaftlich tätig sind.
Im Ukraine-Konflikt, während damaliger Maidan-Krawalle, traten jene Söldner ebenfalls in Erscheinung, um entstandene Unruhen weiter anzuheizen, Kontrolle auszuüben. Mitnichten überraschend, schließlich funktionierten solche Einsätze bisweilen bestens, siehe Irak, Libyen oder stellenweise Syrien, wo allerdings Russlands Präsident Wladimir Putin auftauchte, US-Mächte folglich gar daran hinderte, einen Krieg gegen Syrien durchzusetzen. Das gefiel Washington keineswegs, also musste man aus Wladimir Putin den Staatsfeind Nummer Eins machen. Wie geht sowas am besten? Ganz einfach, indem US-Europa Russland kontinuierlich vor der eigenen Haustür vehement provoziert.
Doch Wladimir Putin blieb ruhig, reagierte strategisch einmalig, äußerst besonnen. Russlands Präsident ist diversen NATO-Mächten stets mehrere Schritte voraus. Dadurch wuchs das Vertrauen zwischen Russlands Bevölkerung sowie Wladimir Putin. BRICS eröffnete völlig neue Wirtschaftsstrukturen zum Wohle aller beteiligten Nationen, bedeutet Wirtschaft auf Augenhöhe. Diverse EU-Mitgliedsstaaten beobachten jenes BRICS-Bündnis unter Neurussland, erkennen erste positive Akzente.
Was passiert nunmehr, wenn Deutschland souverän handelt zum Wohle der deutsch-russischen Freundschaft? Ganz einfach, dann fassen sämtliche Staaten Europas Mut, folgen wahrscheinlich dieser wertvollen Kooperation. Erste Annäherungen erfolgten unlängst, siehe Nord Stream. Barrieren brechen glücklicherweise ineinander, Russlands innovative Ideen schätzen insbesondere deutsche Unternehmen.
Weltmacht USA dürfte solche Szenarien gar nicht erfreuen, weil sie infolgedessen ihren globalen Wirtschaftseinfluss verlieren, wodurch wiederum die ohnehin angeschlagene US-Wirtschaft weiteren Schaden nimmt, mitunter der US-Dollar als Weltwährung gefährdet ist. Eurasien kann mithilfe einer deutsch-russischen Freundschaft Geschichte schreiben. Obgleich deutsche Politiker US-Administratoren hörig, stehen fortlaufend mehr Bundesbürger hinter Russland, da Wladimir Putin ganzheitlich überzeugt, Worten regelmäßig konstruktive Taten folgen lässt. Europa existiert fernab der Europäischen Union und erlebt zukünftig dank Eurasien einen zweiten Frühling.

"ISIS-Schwindel" ? - "Yinon-Plan"?

Zur kritischen Diskussion gestellt:

Hinter dem ISIS-Schwindel steckt der Yinon-Plan


"1982 veröffentlichte die Zionistische Weltorganisation (World Zionist Organisation, WZO) einen Aufsatz des Israeli Oded Yinon, der den Plan zum Inhalt hat, Israel zu einer regional-imperialen Macht zu machen. Verwirklicht sollte der Yinon-Plan werden, indem die umliegende staatliche arabische Welt zerstückelt würde. Wörtlich heißt es im Yinon-Plan: "Aus der arabischen Welt muss ein Mosaik ethnischer und religiöser Gruppen gemacht werden. Durch die Zerstückelung sind sie schwach und können so leichter manipuliert werden."[1] Und als regionale Übermacht muss Israel natürlich sein geopolitisches Umfeld neu gestalten, nämlich wie im Yinon-Plan beschrieben, eine Balkanisierung der arabischen Staaten durchführen.

Das Konzept von "Groß Israel" (Eretz Yisrael Hashlemah) im Sinne des Gründervaters Theodore Herzl sieht einen Judenstaat vor, der sich "vom Nil bis zum Euphrat erstreckt". [2] "Groß-Israel umfasst das heutige Israel, die palästinensischen Gebiete, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Kuwait, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, den größten Teil der Türkei und alles was östlich des Nil liegt." [3]

Am 9. Juli 1947 erklärte Rabbi Fischmann von der "Jüdischen Palästina Agentur" (Jewish Agency for Palestine) gegenüber dem Spezial-Komitee der Vereinten Nationen: "Das verheißene Land erstreckt sich von den Wassern Ägyptens bis zum Euphrat und beinhaltet Teile Syriens und den Libanon." [4]

Nach dem sogenannten 6-Tage-Krieg von 1967 wollte schon gar niemand mehr in Israel von der biblischen Weisung, Erez-Israel zu schaffen, abrücken: "Der Studentenspruch vom Juni 1967 verstärkte sich zum nationalen Sprech-Chor im November: Israel größer zu machen und den Kriegszustand zu belassen. … Ein neues Schlagwort aus Jerusalem geht im Lande der Sieger um: 'der Ruf nach Groß-Israel'. … Von Groß-Israel sprach nun auch der bis dahin auf Ausgleich bedachte Premier. Am 30. Oktober 1967 sagte Eschkol in der Knesseth, dem israelischen Parlament: 'Es ist klar, dass nach dem Sechs-Tage-Krieg der Stand von vor dem 5. Juni nicht wiederhergestellt werden kann'." [5]

Vor diesem jüdisch-verschwörerischen Geschichtshintergrund versteht man die Video-Nachrichten und Bilder über die ISIS-Verbrechen im Irak etwas besser. Wir werden von bildhaften Eindrücken überflutet, die uns sunnitische ISIS-Kämpfer in islamischer Kleidung zeigen. Die sozialen Netzwerke des Internets wie YouTube sind voll davon.

Aber den Zuschauern ist nicht bekannt, welcher Plan mit Hilfe dieser mordenden Horden gerade verwirklicht wird. Niemand weiß, dass der ständig erwähnte menschenverachtende Plan der ISIS-Kämpfer, den Irak zu zerstören und durch ein sunnitisch-islamisches Kalifat zu ersetzen, einen ganz anderen Hintergrund hat. Das neue Kalifat soll sich von Syrien bis in das westliche sunnitische Herzland der irakischen Provinz Anbar erstrecken. Durch die Verwendung des Mohammed-Siegels als Staatswappen (SAW) auf der Isis-Flagge und auf den Hoheitsabzeichen wird hervorgehoben, dass es sich bei der ISIS-Organisation um eine sunnitische Kampfgemeinschaft handelt.

Der rasche Vormarsch der ISIS nach Bagdad, die noch schnellere Einnahme von Mosul, Tikrit, der Baijil-Ölraffinerie sowie die Einnahme von Fallujah und Ramadi in der Provinz Anbar, nicht zuletzt die Besetzung von Grenzübergängen nach Syrien und Jordanien, werden uns von sogenannten politischen Analysten als "Bürgerkrieg" sektiererischer Gruppen präsentiert. Sunnitische Araber gegen schiitische Araber. Dazu kommt, dass die ethnisch unterschiedlichen irakischen Kurden, die unter dem amerikanischen Patronat eine Semi-Unabhängigkeit genießen durften, kurz davor stehen, sich komplett von Bagdad abzutrennen und die volle Unabhängigkeit auszurufen.

Durch die Brille der mächtigen westlichen Mediengiganten glotzt die Welt erschüttert und erschrocken auf den sich gerade entfaltenden Blitzkrieg der ISIS-Kämpfer im Irak. Sie kämpfen mit dem Schlachtruf, "wir schaffen den Islamischen Staat Irak und Syrien". Auch "Islamischer Staat Irak und al-Sham" (Levante) genannt. Das Schauspiel, das sich vor den Augen der Welt abspielt, zeigt den Irak als dreigeteiltes Land. Geteilt in einen sunnitischen Irak, in einen schiitischen Irak und in ein unabhängiges Kurdistan.

Ähnlich wie der betrügerische Kriegsgrund der Amerikaner und Briten von 2003, mit einer Invasion im Irak angeblich die dortigen "Massenvernichtungswaffen" vernichten und damit die Welt retten zu wollen, sind die westlichen Medien heute damit beschäftigt, die Weltöffentlichkeit irrezuführen, damit sie von den wirklichen Schöpfern des ISIS-Projekts nichts erfahren. So wie der Westen den sogenannten Arabischen Frühling in Nordafrika schuf, ist auch das ISIS-Projekt ein usraelischer Schwindel der schlimmsten Art. Das ISIS-Unternehmen gründet auf hasserfüllten Planungen, mit der die Region in unvorstellbares Chaos gestürzt und schlimmste Verwüstung durch militärische Macht angerichtet werden soll. Das Projekt hat zum Ziel, einen neuen Mittleren Osten zu schaffen mit Israel als regionaler Supermacht. Israel soll als neue Supermacht des Mittleren Ostens die Kontrolle über die Öl-, Wasser- und Gasreserven zufallen.

Nochmals: Der ISIS-Blitzkrieg im Irak erzeugt die Illusion des Beginns der Erfüllung eines vom Westen in Zusammenarbeit mit Israel schon lange erdachten Plans, der die gesamte Region in einen Neuen Mittleren Osten verwandeln soll. Es handelt sich um den Versuch der Verwirklichung des Yinon-Plans, der das Ziel verfolgt, den Mittleren Osten und Nordafrika (MENA) zu balkanisieren. Es sollen kleine und schwache Staaten entstehen, um die Überlegenheit Israels in der Region zu sichern, damit der Judenstaat die Kontrolle über die Bodenschätze mühelos ausüben kann.

Während dieser Balkanisierung der arabischen Staaten, so sieht es der Yinon-Plan vor, müssen die ethnischen und religiösen Gruppen mit ihrer eigenen Zerstörung beschäftigt werden, womit sie gleichzeitig den vorprogrammierten Alarm bei den Vereinten Nationen auslösen, unschuldige Zivilisten "schützen zu müssen". Genau nach diesem Muster soll der Weg zur Erreichung des Endziels, die Schaffung eines Neuen Mittleren Ostens, geebnet werden. Selbst die FAZ kam nicht mehr umhin, das Ziel dieses Planes, ohne die Urheber beim Namen zu nennen, in einer Hauptkolumne vom 18. August 2014 einzugestehen: "Der 'Islamische Staat' stellt die arabischen Staaten in Frage und hebt die Grenzen auf."

Das von der ISIS verursachte Chaos, die Zerstörung und Vernichtung der staatlichen Strukturen der Region im Zuge der Errichtung eines sunnitisch-islamischen Kalifats auf irakisch-syrischem Boden, ist auch die Verwirklichung der vom Westen ausgedachten Politik, die öffentliche Wahrnehmung gegenüber dem "Krieg gegen den Terror" dahingehend zu verändern, dass der "Krieg gegen den Terror" niemals ein Krieg des Westens gegen den Islam gewesen sei, sondern ein "Krieg innerhalb des Islam". Schuld daran sollen gemäß der jetzt weltweit losgelassenen medialen Gehirnwäsche religiös-ethnische Spannungen in der islamischen Welt sein. Der "Islamische Staat von Irak und al-Shams", das sunnitische Kalifat-Projekt, deckt sich mit dem schon seit langem existierenden amerikanischen Plan, Irak und Syrien in einzelne Gebiete aufzuteilen. In ein sunnitisch-islamisches Kalifat, in eine arabisch-schiitische Republik und in eine Republik Kurdistan

Die Aufteilung des Irak in drei Einzelstaaten wird schon seit geraumer Zeit von US-Vizepräsident Joe Biden propagiert. Bidens Herkunft und eine Analyse seiner Wählerschaft soll uns helfen zu verstehen, warum er sich für die Fragmentierung des Irak nach dem Yinon-Plan so sehr einsetzt. Biden gegenüber der jüdischen Nachrichtenagentur Ynetnews: "Ich bin ein Zionist. Man muss kein Jude sein, um Zionist zu sein. … Mein Sohn ist mit einer jüdischen Frau verheiratet. … Israel ist unser größter Verbündeter im Mittleren Osten." [6]

Es war sicherlich auch kein Zufall, dass US-Vizepräsident Joe Biden, lange Vorsitzender des "Senats-Komitees für auswärtige Beziehungen" (Senate Foreign Relations Committee) im US-Kongress, zusammen mit dem jüdischen "CFR-President-Emeritus", Leslie Gelb, in der New York Times einen Artikel veröffentlichte, in dem nachdrücklich gefordert wird, den Irak aufzuteilen. Biden schreibt: "Wir sollten jeder ethno-religiösen Gruppe – Kurden, sunnitische Araber und schiitische Araber – ein Gebiet zuteilen, in dem sie ihre eigene Politik machen können." [7]

Obwohl USrael mit diesem Plan zerstören will, helfen sie ungewollt an der Entstehung einer Neuen Nationalen Weltordnung, nämlich die Schaffung von Nationalstaaten nach ethnischer Ordnung. Das Todesprojekt Multikultur, das von denselben Menschenfeinden erdacht und durchgesetzt wurde, wird von ihnen selbst abgelöst. Der Serbien-Krieg wurde noch zur Vernichtung der gewachsenen Ethnien geführt wie der UN-Administrator Sergio Vieira de Mello am 4. August 1999 in einer Sendung des US-Radiosenders PBS (Public Broadcasting System) erklärte: "Ich wiederhole: Unvermischte Völker sind eigentlich ein Nazi-Konzept. Genau das haben die alliierten Mächte im 2. Weltkrieg bekämpft. Die Vereinten Nationen wurden gegründet, um diese Konzeption zu bekämpfen, was seit Dekaden auch geschieht. Genau das war der Grund, warum die NATO im Kosovo kämpfte. Und das war der Grund, warum der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine solch starke Militärpräsenz im Kosovo verlangte - nämlich um ein System ethnischer Reinheit zu verhindern."

Und jetzt fördert der Yinon-Plan also ganz offen "ein Nazi-Konzept" der unvermischten Ethnien, getrieben aus dem fiebrigen Wahn, der Judenstaat müsse die Bodenschätze des neu zu schaffenden Mittleren Ostens kontrollieren. Wer denkt da nicht an Goethes Faust, wo der Teufel gesteht: "Ich bin Teil jener Kraft, die stets das Böse will, doch stets das Gute schafft." 

Der Irak war nicht nur der fortschrittlichste und weltoffenste Staat in der Region, mit den größten Ölreserven des Mittleren Ostens unter seinem Boden, sondern er war auch ein Mehr-Völkerstaat mit den verschiedensten Konfessionen, der aber im Innern sehr eng zusammenhielt, was die große strategische Herausforderung der Verschwörer für ihren Balkanisierungs-Plan bedeutete.

Die Zerstörung des Irak begann von innen, sie ging von der Region aus, nämlich mit dem Iran als Widersacher. Der Achtjährige Krieg zwischen Irak und Iran ließ beide ölreiche Länder wirtschaftlich völlig erschöpft und militärisch schwach zurück. Um die Khomeini-Revolution niederzuschlagen, wurde der Iran für die Anhänger des Yinon-Plans zum idealen Versuchsobjekt gemacht und militärisch gegen den Irak gehetzt. Obwohl der Irak der Welt als ein Staat mit schiitischer Mehrheit präsentiert wurde, stellen die Sunniten die Mehrheit, da die Kurden im Norden ebenfalls Sunniten sind. Die Existenz der zwei ethno-sprachlichen Hauptgruppen, die Araber und die Kurden, sowie die zwei Haupt-Religionen, die Sunniten und die Schiiten im Irak, erlaubten es den Planern der arabischen Balkanisierung, Spannungen zu schüren, die seit der amerikanisch-britischen Invasion von 2003 zu einem totalen Auseinanderbrechen des sozialen Gefüges der irakischen Gesellschaft führte

Vor der Invasion von 2003 bildeten Sunniten und Schiiten eine gleichrangige Allianz im politischen Alltagsgeschäft und in Bezug auf die politische Mitsprache im Land. Die Kurden genossen überdies eine weitgehende Autonomie innerhalb des irakischen Staates unter Präsident Saddam Hussein.

Durch die vom Westen nach dem Ersten Irakkrieg verhängte Flugverbotszone, von 1993 bis 2003, über dem Kurdengebiet im Norden und der schiitischen Region im Süden, wurden die Demarkationslinien für die nach dem usraelischen Plan zu schaffenden drei Staaten auf irakischem Gebiet bereits gezogen. ISIS verwirklicht nun, wahrscheinlich unwissentlich, den Yinon-Plan zur Schaffung eines übermächtigen Judenstaates und einem staatlichen Flickenteppich kleiner, schwacher arabischer Staaten. Der Regierung von Saddam Hussein blieb das damals nicht verborgen. Vor der amerikanisch-britischen Invasion im Irak 2003 sagte der ehemalige Außenminister des Irak, Tariq Aziz: "Es geht hier nicht um einen Regime-Wechsel, sondern um die Errichtung eines übermächtigen israelischen Kolonial-Regimes."

Wenn wir also jetzt täglich hören, die Amerikaner würden die Stellungen der ISIS-Kämpfer im Norden Iraks bombardieren, dann müssen wir diese Meldungen mit Vorsicht genießen. Denn wie will Obama erklären, dass er nun die ISIS im Irak bombardiert, während er sie in Syrien mit Waffen und Geld versorgte sowie militärisch an geheimen Plätzen in Jordanien ausbildete. Dahinter steckt vielmehr der Plan, jetzt die Kurden aufzurüsten, um einen weiteren Brandherd zu schaffen, nämlich in der Türkei.

Sobald die Kurden im Nordirak ihren eigenen Staat haben, dürfte sich diese Entwicklung in den umliegenden Staaten beispielhaft fortsetzen. Die etwa 17 Millionen Kurden in der Türkei werden ebenfalls ihren Wunsch nach einem eigenen Staatsgebiet, oder den Wunsch zum Anschluss an einen bestehenden Kurdenstaat, mit Nachdruck vertreten. Damit kommt Recep Erdogan unter Druck, ganz nach den Plänen Israels, da sich Erdogan in letzter Zeit zu deutlich als Juden-Kenner ausgewiesen hatte. "Erdogan drohte auch implizit den türkischen jüdischen Gemeinden, indem er ihnen zwar den Schutz des Staates zusicherte, sie aber im selben Atemzug aufforderte, sich von Israel zu distanzieren. Israelischen Staatsbürgern riet er, sich in der Türkei angesichts der dort herrschenden Stimmung derzeit besser nicht blicken zu lassen." [8]

Insofern kann kaum jemand von einem Zufall sprechen, wenn Israel scheinheilig einen unabhängigen Kurdenstaat fordert, aufgerüstet mit modernsten Waffensystemen des Westens, um angeblich ein Bollwerk gegen den ISIS-Terrorismus schaffen zu wollen. Laut Netanjahu hätten sich die "tapferen Kurdenkämpfer" für einen unabhängigen Staat als würdig erwiesen. Wenn das die Kriterien für eine staatliche Unabhängigkeit sind, dann fragt man sich, warum Netanjahu die Palästinenser ausrotten lässt, anstatt ihnen einen eigenen Staat zu gewähren, denn mehr noch als die Kurden haben sich die Palästinenser als "tapfere Kämpfer" ausgewiesen. Und weder die Hamas, noch die Hizbollah massakrieren kleine Kinder von anderen islamischen Gruppen und "Nichtgläubigen", wie es die von USrael aufgebaute ISIS tut. Der israelische Massenmörder Netanjahu verrät in diesem Zusammenhang mit eigenen Worten nur den Yinon-Plan, der hinter dem künstlich erzeugten Chaos im Mittleren Osten wirkt: "Netanjahu fordert unabhängigen kurdischen Staat. … Die Kurden seien eine Nation von Kämpfern, die sich der Unabhängigkeit würdig erwiesen hätten. Es sei nun an der Zeit für eine 'erweiterte regionale Zusammenarbeit'". [9]

Die Judenführungen haben bereits das Urteil über den türkischen Präsidenten Erdogan gesprochen. Deshalb die Bewaffnung der Kurden mit der verlogenen Begründung, die Kurden sollten der ISIS mit Waffengewalt Einhalt gebieten. Die Klagelieder der jüdischen Machtzentren sprechen eine klare Sprache, wie die "Jüdische Allgemeine" beweist: "Um Wähler für sich zu gewinnen, setzt Erdogan auf ein probates Mittel: harsche Attacken gegen Israel, gepaart mit antisemitischen Ausfällen. So bezeichnete Erdogan beispielsweise im Frühling 2013 den Zionismus als 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit'. Im Sommer 2013 behauptete ein Stellvertreter Erdogans, hinter den Protesten am Istanbuler Gezi-Park stecke die 'jüdische Diaspora'. Erdogan selbst sprach von einer 'Zinslobby', welche die Türkei schädigen wolle."Die Juden werden Erdogan nie vergeben, dass er das Wissen um das Judentum in der Türkei gefördert hat. Wenn ein Politiker mit Juden-Aufklärung in irgendeinem Land der Welt bei einer Wahl Stimmen gewinnt, dann steht er bei der Lobby auf der Abschuss-Liste. Erst recht, wenn das in einem entscheidenden Land des Lobby-Machtbereichs, in einem Nato-Mitgliedsland, geschieht. Dann besteht dringender Handlungsbedarf. Die "Jüdische Allgemeine" klagt dahingehend weiter an: "Viele Juden in der Türkei beklagen ein Klima, in dem sie vor allem durch die AKP-nahe Presse immer stärker als Fremde, als Feinde oder als Agenten Israels dargestellt werden. … Warum gibt Erdogan antisemitische Statements ab? Ganz klar, weil es ihm Stimmen und Popularität einbringt. Es gibt unter Türken die weitverbreitete Befürchtung, dass Israel, 'die Juden', zusammen mit den USA, 'ein Land, das heimlich von Juden kontrolliert wird', die Türkei schädigen wolle. Dieses Gefühl schüre der Premier und nutze er aus." [10]


Dies ist auch der politische Hintergrund dafür, warum die offizielle EU nach Erdogans gewaltigem Wahlsieg zum türkischen Präsidenten im August 2014 nichts mehr von einer türkischen EU-Mitgliedschaft wissen will, wo ihr doch sonst an der Totalvernichtung der weißen Völker Europas (???) durch raumfremde europäische Mitglieds-Staaten so sehr gelegen ist.

So ganz nebenbei erzielt die Lobby mit Hilfe ihres ISIS-Betrugs eine zusätzliche Einfuhr von Millionen potentieller Tötungs-Bereicherer in die BRD (????), was bei einem Abfall der BRD vom jahwistischen Weltsystem die "BRD-Beute" für das aufstrebende Russland ungenießbar machen soll."
Hervorgehobene Absätze und rote Hervorhebung mit Fragezeichen von Bloggerin. Als  Verfasser des Textes wird Jürgen Elsässer vermutet, der sich stets als teils sachkundig, teils  sich latent   rechter Klischees bedienend hervortut.
Quelle: http://stopesm.blogspot.de/2014/08/hinter-dem-isis-schwindel-steckt-der.html 

Friday, July 17, 2015

Richtigstellung der Begriffe: Zum "Antifaschismus" von Susann Witt-Stahl


Was meint eigentlich Antifaschismus heute? Das Verprügeln von Nazis? Die Bombardierung des Kosovo wegen Kriegslügen, die dort Konzentrationslager ausmachen? Beides nicht, meint die Publizistin Susann Witt-Stahl im Interview mit Jens Wernicke. Leider jedoch würde auch der Antifaschismus im Land immer mehr »neoliberalisiert«, was immer krudere Blüten treibe. 
Frau Witt-Stahl, Sie publizieren seit Langem zu den Themen Faschismus und Antifaschismus. Antifaschismus – ist das, wo wir beispielsweise in Hussein, Gaddafi und inzwischen auch Putin einen neuen Hitler zu erkennen meinen und deshalb in den Krieg ziehen – »gegen den Faschismus der Welt«?
Hegemoniale Strömungen des Antifaschismus in Deutschland verkommen mehr und mehr zu Legitimationsideologen neoliberaler Expansion – nach innen wie außen. Ich rede von Austeritätspolitik und Sozialchauvinismus gegen die Unterschicht, von imperialistischen Kriegen und hanebüchenen Nazi-Vergleichen, mit denen Regierungen von Staaten belegt werden, die sich westliche Kapitale auf die Speisekarte gesetzt haben.
Heute geht kein Antikriegsprotest über die Bühne, ohne dass »Antifaschisten« den Akteuren willkürlich »Antisemitismus« und Verrat an der »westlichen Zivilisation« vorwerfen. Die Profiteure von Sozialabbau und der Fortsetzung einer entfesselten Marktwirtschaft mit gewalttätigen Mitteln hingegen bleiben von Kritik weitgehend verschont.
Wie meinen Sie das, wenn Sie in Ihrem Buch »Antifa heißt Luftangriff!« schreiben, das sei kein Antifaschismus mehr, sondern eher dessen Gegenteil? Und was genau ist denn »Faschismus« für Sie?
»Antifaschisten«, die, flankiert durch den Jubel aus dem Springer-Flaggschiff Die Welt, gegen die Anti-G7-Proteste mobil machen, wie jüngst geschehen, mit der Behauptung, die G7 seien die »wichtigsten Demokratien der Welt« und die Proteste gegen deren Militärinterventionen »verbrecherisch«, haben sich von Aufklärung und Emanzipation verabschiedet. Mehr noch haben sie mit einer beinahe schon kriminellen Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass Auschwitz ohne Angriffskrieg nicht möglich gewesen wäre, den zweiheitlichen welthistorischen Imperativ »Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus« aufgebrochen, seine beiden Elemente in ein Entweder-Oder-Verhältnis zueinander gezwängt und ihn so in sein dystopisches Gegenteil verkehrt.
In welch finstere Abgründe viele »Antifaschisten« in Deutschland mittlerweile hinabgestiegen sind, verdeutlicht dabei die Parole »Antifa heißt Luftangriff!«, die bei einer Feierlichkeit zu einem des 8. Mai in Berlin ausgegeben wurde. Wachsende Kreise im Antifa-Lager, bis hinein in die VVN und LINKE, verfechten derart pervertierte Vorstellungen und dienen sich somit als Jubelperser dem Neoliberalismus an – der übrigens nicht durch Wahlen in den führenden bürgerlichen Demokratien Ende der 1970er-Jahre, sondern bereits 1973 durch einen faschistischen Putsch in Chile zur alles beherrschenden Wirtschaftsdoktrin aufgestiegen ist.
»Antifaschisten«, die sich nicht in Fundamentalopposition dazu stellen, sogar Sozialabbau, Privatisierung, TTIP, westliche Kriege »für die Menschenrechte« – bis hin zu Zweckbündnissen etwa mit den mörderischen Faschisten, die seit dem »Euromaidan« die Ukraine im Würgegriff halten – abnicken, sind viel mehr Teil des Problems als seiner Lösung. Denn, und damit komme ich zu Ihrer zweiten Frage, seit jeher gilt, was Bertolt Brecht sagte: Faschismus ist geniun »nacktester, frechster, erdrückendster und betrügerischster Kapitalismus«.
Faschismus ist also ein Kapitalismus, der totalitär wird, und um der Profite willen die eigene Bevölkerung zu unterdrücken und andere Länder und deren Ressourcen zu erobern beginnt?
Es war kein Zufall, dass die Nazis nach der Machtübernahme zuerst die Kommunisten und andere Kapitalismusgegner ermordet oder weggesperrt haben. Betriebszweck des NS-Staates war die Zerschlagung der Arbeiterbewegung und die ungehinderte Durchführung imperialistischer Raubzüge.
Allein das Prinzip »Vernichtung durch Arbeit« in den KZs ermöglichte traumhafte Profitmargen für Kapitalbesitzer: Lückenlose Ausbeutung von Arbeitskräften, garantiert ohne lästige Tarifverhandlungen und Streiks – und das alles weitgehend reproduktionskostenfrei.
Dann wäre ja gar nicht, wie aktuell vielerorts kolportiert, »der dumme Mann auf der Straße«, der vermeintlich die Politik nach rechts treibe, das zu bekämpfende Problem, sondern müsste antifaschistisches Engagement ... ja, vorrangig die materiellen und sozialen Bedingungen, die solche Dummheit produzieren, angehen?
»Dumme Männer auf der Straße« haben sich zwar immer wieder als kadavertreue Komplizen faschistischer Machthaber erwiesen, nicht wenige sind auch in deren Cliquen aufgestiegen, aber ohne die Finanzierung durch das Großkapital und Unterstützung von Militärs wäre der Faschismus nirgendwo an die Macht gelangt.
Erschreckend ist, dass diese Tatsache nicht nur von den ökonomischen Eliten und der politischen Klasse, sondern auch von »Antifaschisten« inzwischen verdrängt wird: Sie beschweigen die Verbrechen beispielsweise der Deutschen Bank, die im NS-Staat unter anderem an der »Arisierung« jüdischen Eigentums beteiligt war, während sie ihre Zeigefinger gegen Anti-Banken-Proteste richten und »Nazis raus!« brüllen. Eine Praxis übrigens, die vorzüglich mit den zwei in entgegengesetzte Richtungen verlaufenden Operationen des Neoliberalismus korrespondiert: Auf ökonomischer Ebene betreibt er eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben und auf ideologischer Ebene eine Umverteilung der historischen Schuld von oben nach unten.
Ich bedanke mich für das Gespräch.
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Susann Witt-Stahl ist freie Journalistin und Autorin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören: Ideologiekritik neoliberaler Politik, der modernen Kriege, der Kulturindustrie und reaktionärer Tendenzen in der Linken. Darüber hinaus berichtet sie für Tageszeitungen und Magazine über internationale Krisen, u.a. im Nahen Osten und der Ukraine. Zuletzt erschien von ihr »Antifa heißt Luftangriff!«.
erschienen  am 16.07.2015 -  unter "Wortmeldungen " unter dem Titel Antifaschismus
:in: http://www.neues-deutschland.de/artikel/978120.antifaschismus.html

Thursday, July 16, 2015

"Griechenland könnte das Tor zu einem neuen Europa sein, dessen Zukunft im Osten liegt" Peter König

Die neoliberale Habgier des Westens hat keinerlei Zukunft

Peter König zur Situation  Griechenlands im Gespräch mit Ken Jebsen


Ken Jebsen wird völlig zu unrecht von einer Pseudolinken oder pseudo "Friedensbewegung" verunglimpft. Er gehört zu den hervorragendsten mutigen Journalisten unserer Republik hier im sachkundigen  Interview mit dem Schweizer ehemaligen Weltbankmitarbeiter Peter König (Wasserexperte)
https://www.youtube.com/watch?v=76piYCJAu68

BRICS/SCO/EEU-Gipfel als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer neuen multipolaren Weltordnung



Die auf Initiative der Russischen Föderation verbundenen Gipfeltreffen der BRICS, der Shanghai-Organisation und der Eurasischen Wirtschaftsunion haben zu einem Zusammenrücken in Zentral- und Ostasien geführt. Künftig sollen auch Indien und Pakistan stärker in die eurasische Zusammenarbeit eingebunden werden. Von westlichen Medien de facto totgeschwiegen, gilt das Treffen in Fachkreisen als bedeutender Schritt hin zu einer neuen multipolaren Weltordnung.

BRICS-Treffen als weiterer Meilenstein auf dem Weg zur multipolaren Weltordnung
Quelle: Ruptly
Die Ereignisse der letzten Wochen machen deutlich, dass eine neue, multipolare Weltordnung empordämmert und sich das geopolitische Gleichgewicht zunehmend nach Osten verlagert. Zum einen hat der Deal mit dem Iran im Atomstreit einen neuen Player entlang der alten Seidenstraße wieder zurück ins Konzert der Wirtschaftsmächte gebracht.
Vor allem aber haben der BRICS/SCO-Gipfel und das dritte informelle Treffen der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EEU) neue Akzente gesetzt, die der Shanghai-Organisation (SCO) als wesentlichstem BRICS-Akteur im zentralasiatischen Raum schon bald eine größere Bedeutung verleihen wird. Russland hatte im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Zusammenführung der Veranstaltungen zu erreichen.
Der Effekt blieb auch im Westen nicht unbemerkt. „Indien und Pakistan treten einem von Russland und China dominierten Bündnis bei“, schreibt das in Wien erscheinende „Wirtschaftsblatt“, und ergänzt: „Eurasische Wirtschaftsunion und die neue Seidenstraße rücken zusammen“.
In der Vorwoche hatten die Russische Föderation und die Volksrepublik China am Rande des Treffens der SCO-Staats- und Regierungschefs im russischen Ufa ein Außenwirtschaftsabkommen beschlossen und machten in weiterer Folge den Weg frei für Indien und Pakistan, auf wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Ebene näher an Moskau und Peking zu rücken. Nach Abschluss des Atomdeals mit dem Iran soll auch dieser bald die Möglichkeit bekommen, sich in die SCO und die Eurasische Wirtschaftsunion zu integrieren.

Der angestrebte Binnenmarkt innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion umfasst neben der Russischen Föderation jetzt bereits Kasachstan, Weißrussland, Armenien und Kirgisien. Gleichzeitig arbeitet China an der Errichtung eines Infrastruktur-Korridors, der entlang der alten Seidenstraße entstehen und es ermöglichen soll, künftig chinesische Güter per Schiene oder Straße schneller nach Europa zu befördern.
Zur See plant China, eine maritime Seidenstraße aufzubauen, in welcher der China-Pakistan-Wirtschaftskorridor eine wichtige Rolle spielt. Erst kürzlich habe Peking, so das „Wirtschaftsblatt“, 46 Milliarden US-Dollar an Investitionen zugesagt, um Schienen und Straßen auszubauen sowie Stromleitungen bis an den pakistanischen Hafen von Gwadar zu verlegen.
China will zudem mit 50 Milliarden US-Dollar den Bau von Wasserkraftwerken finanzieren, die Pakistan zum Zwecke der Modernisierung der eigenen Energieversorgung verwenden soll. Dies soll den Weg zu noch weiteren Investitionen in Pakistan frei machen, während der langjährige Rivale Indien nach einer stärkeren Positionierung in Zentralasien sucht. Die Einbindung in einen gemeinsamen Binnenmarkt und in supranationale eurasische Organisationen soll aus Sicht Russlands und Chinas zur Stabilität in Zentral- und Ostasien beitragen und die Gefahr einer Eskalation zwischen beiden Ländern minimieren – ähnlich wie die Bildung der EU einst die langjährigen Erzfeinde Deutschland und Frankreich zusammengeführt hat.
Insbesondere soll die SCO sich bei der Beilegung von Grenzstreitigkeiten einbringen können. Eine eigenständige militärische Komponente soll jedoch bis auf weiteres nicht aufgebaut werden. Russland betont, es soll mit der SCO keine Konkurrenz zur NATO entstehen. In Sicherheitsfragen ziele die SCO darauf, Probleme wie die Terrorgefahr oder Drogenschmuggel anzugehen, erklärte Bakhtier Khakimov, der SCO-Beauftragte des russischen Präsidenten, dem „Wirtschaftsblatt“ zufolge. Der SCO-Entwicklungsplan sehe demnach bis 2025 nicht vor, daraus ein militärisch-politisches Bündnis zu schmieden.
Allerdings soll es ab 2016 zu den ersten Kreditvergaben seitens der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) sowie der Neuen Entwicklungsbank der BRICS (NDB) kommen. Unterdessen setzt auch die chinesische Zentralbank weiterhin auf eine offensive Geldpolitik. Gerade jetzt in Zeiten der instabilen Börsen solle das Finanzsystem weiter mit Liquidität versorgt werden.

The BRICS and SCO summits – symbolism and specific content

Boris VOLKHONSKY | 16.07.2015 | 00:00

It is rather difficult to assess the significance of the BRICS and SCO summits held in Ufa on 8-10 July immediately, and this is evidenced by the barrage of relatively similar (though essentially true) comments. Most of the commentators are drawing attention to the fairly external, essentially symbolic, aspects. It is difficult to argue against statements that the BRICS and the SCO together are forming a new centre of power in opposition to the unipolar world order, for example, but what does this mean in practice?
Neither the SCO, much less the BRICS, are military and political alliances, so there is no point talking about some kind of Asian NATO and even less point talking about a transcontinental one. Yet both organisations, for all their differences related to organisational structure, membership and agenda, are a real alternative to the global West with all its institutions, including NATO.
It is appropriate to recall the classics of Marxism-Leninism, which said that «politics is the concentrated expression of economy». From this point of view, specific steps to create a new financial architecture independent of institutions established under the Bretton Woods system that ensure the monopoly position of the US dollar are far more important than political declarations. When the idea of a BRICS bank was first raised a couple of years ago, many tried to declare it utopian and even ridiculed it. Now, however, it has not only acquired a concrete organisational and financial outline, but the Asian Infrastructure Investment Bank is being set up at the same time without the involvement of the US. At the SCO summit, the idea was raised of setting up a bank for this organisation as well, and the countries of both organisations are increasingly switching to mutual payments in national currencies.
Although it is currently unlikely that even all these institutions will be unable to really shake off the monopoly of the IMF and the World Bank in the next few years, it should be remembered that mighty oaks from little acorns grow. And these acorns have not just been thrown into the soil – their first shoots are already starting to appear.
More specifically, I would like to focus on one thing that happened in Ufa, and that is the start of India and Pakistan’s accession to the SCO. There is undoubtedly also a symbolic aspect to this (long-awaited) event: the three great powers of Asia uniting in a single organisation realises the ideas of the late Yevgeny Primakov on the geopolitical axis ‘Moscow-Delhi-Beijing’. But the importance of this step goes far beyond political symbolism.
Let us turn, once again, to economic specifics. As a great Asian (and global) power, India could be regarded as an island nation in a sense: it is surrounded by sea on three sides, the north and north-east are restricted by the world’s highest mountain system, and the north-west borders Pakistan, relations with which have left much to be desired throughout nearly the whole of its 70 years of independence. The result: with India’s enormous interest in Russia and Central Asia’s markets and raw materials, the lack of infrastructure is stopping current potential being used to the full. Figures such as trade turnover between Russia and India in 2014 (less than $10 billion) speak for themselves – they are simply laughable.
On 8 May 2015, during Chinese president Xi Jinping’s visit to Moscow to celebrate the 70th anniversary of Victory in the Great Patriotic War, Russia and China made a landmark decision to join together two integrated projects – the Eurasian Economic Union and the Chinese Silk Road Economic Belt project (One Belt, One Road (OBOR)). India joining the SCO means that these two projects, the main thrust of which is from the east to the west, would be supplemented with the long-cherished but not yet fully operational North-South International Transport Corridor project (from India across the sea to the Port of Chabahar in Iran and then on via the road and railway system to Afghanistan, Central Asia, the South Caucasus, Russia and Northern Europe). Thus a closed infrastructure system would be created in the vast area from Northern Europe to South Asia and from the Mediterranean to the Far East capable of increasing trade turnover between all the countries whose territory it covers many times over.
And when (I do not think there is any point in saying «if») this system becomes a reality (the recent agreement on Iran’s nuclear programme and the future lifting of sanctions against Iran will give additional impetus to the project’s realisation), it will be possible to say that a workable integrated alliance is being created in the vast expanse of Eurasia, not just an alternative to what exists at present (including the European Union), but probably something even more attractive.
It stands to reason that they cannot understand this in Washington, so it is reasonable to expect attempts to undermine the situation in one or more of the countries making up the links of these integrated chains and stage coups in them along the lines of the colour revolutions. But even Washington strategists must understand that the idea of Russia, China and India is by no means Georgia or even Ukraine. The fact that the three great Asian powers have a common interest will serve as a reliable guarantee against any attempts at outside intervention.
 http://www.strategic-culture.org/news/2015/07/16/brics-sco-summits-symbolism-and-specific-content.html
Tags: BRICS Shanghai Cooperation Organization China Russia

Einspruch wider den Brüsseler Würgegriff um Hellas

Auf die Straße! meint Enrico Borelli


Das Ergebnis des Marathons in Brüssel war zu befürchten: Unter Androhung des Grexit haben  Schäuble und Kamaraden Griechenland Privatisierungen im Wert von 50 Milliarden Euro, weitere Lohnkürzungen sowie Kürzungen bei den Renten (die schon jetzt unter dem Existenzminimum liegen) aufgezwungen. Gleichzeitig wurde ein Schuldenschnitt als mögliche Kompensation abgelehnt. Die Massnahmen werden von den besten Ökonomen der Welt, darunter Nobelpreisträger Stiglitz und Krugman, seit geraumer Zeit als irrsinnig bezeichnet. Und dies alles für ein sogenanntes “Rettungspaket”, das wie auch die vorhergehenden zum grossen Teil dazu dienen wird, die von den deutschen und französischen Banken in Hellas aufgebauten Schulden zu decken. Hier drängt sich der historische Vergleich mit Deutschland auf: Wären Deutschland (das in wenigen Jahrzehnten mit zwei Weltkriegen immerhin 100 Millionen Tote verursachte) nach dem Zweiten Weltkrieg dieselben Bedingungen auferlegt worden, würde das Land heute noch am Hungertuch nagen. Stattdessen hat man Deutschlands Schulden komplett annulliert und das Land mit dem Marshall-Plan mit Milliarden überschwemmt. Das geschah aus politischen Gründen: Es sollte verhindert werden, dass ganz Deutschland sozialistisch wird. Die Menschen hatten damals nämlich verstanden, dass der Nazismus eine Folge des Kapitalismus ist. Sie wollten deshalb ein System aufbauen, das eine Wiederholung des Nazismus verhindert. 
Wir müssen uns bewusst sein, dass die Entscheidungen des Marathons von Brüssel grundlegender politischer Natur sind: Indem Griechenland – nun wieder unter der Kontrolle der Gerichtsvollzieher der Troika – die Luft zum Atmen genommen wird, soll Syrizas linke Regierung abgestraft werden. So soll in erster Linie verhindert werden, dass sich ganz Südeuropa in den nächsten Jahren den ihm von Brüssel und Berlin auferlegten drakonischen neoliberalen Massnahmen widersetzt. 

Es ist höchste Zeit, dass die Linke in der Schweiz und Europa geschlossen auf die Strasse geht, um gegen die zu protestieren, die das griechische Volk aus politischen Gründen aushungern und sich darum scheren, dass in der Zwischenzeit die Kindersterblichkeit um 10% und die Suizidrate um 20% angestiegen sind. Das Mindeste, das die SP Schweiz – sie hat das NEIN der Griechen und Griechinnen im kürzlich abgehaltenen Referendum mit einem triumphalistischen Communiqué begrüsst – tun könnte, ist, eine Manifestation zu organisieren und damit auch gegen das ungeheuerliche Vorgehen der deutschen Sozialdemokratie zu protestieren, die Schäubles irrsinnige Massnahmen unterstützt. Vor hundert Jahren haben die deutschen “Sozialdemokraten” mit ihrem Ja zu den Kriegskrediten ihre Prinzipien verraten und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs ermöglicht. Hundert Jahre später hat sich ihr Verhalten nicht geändert.


Für das ForumAlternativo
Franco Cavalli
Adriano Venuti


Aus dem Italienischen übersetzt: Aufruf des Tessiner "ForumAlternativo": 
Versendet durch:
Samuel Wanitsch
Mitglied vpod
Comité Coord. ALBASUIZA

Koord. Vereinigung Schweiz-Cuba