Guten Abend,
der Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, Walter Roller, hat auf meine Kritik an seiner parteiischen Berichterstattung bzw. Kommentierung im Ukrainekonflikt (vgl. meine Mail vom 29. April 2014) ziemlich ungehalten reagiert.
Ich habe mich mit Rollers Vorwürfen und der insgesamt kläglichen Rolle der aktuellen deutschen Mainstream-Publizistik nochmals auseinandergesetzt (siehe unten Mail vom 9. Mai 2014).
Im Interesse einer größtmöglichen Objektivität wollte ich ursprünglich auch Herrn Rollers Brief an mich dieser Mail anfügen, so dass sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden kann.
Dem hat Herr Roller heute jedoch widersprochen. Ich respektiere seine Bitte, seinen Brief nicht weiterzuleiten, habe Herrn Roller jedoch Folgendes zu bedenken gegeben:
„... Ihre Auffassung, es handle sich um einen persönlichen Brief, kann ich nicht teilen.
Wenn der Chefredakteur Roller seine wiederholt öffentlich vorgetragenen Auffassungen zur Ukraine und zu Putin gegenüber einem Kritiker verteidigt, hat das inhaltlich keinen privaten Charakter. Abgesehen von Ihrem reichlich überflüssigen Hinweis auf meinen früheren Beruf und Ihrer Vermutung über meine parteipolitischen Präferenzen (warum eigentlich die Linkspartei??) enthält Ihr Brief keine persönlichen Bezüge. Alles andere ist öffentlich und deshalb nicht schutzbedürftig: Ihr geradezu zwanghaftes Feindbild Putin, die Geringschätzung russischer Sicherheitsinteressen und Ihre unübersehbare Sympathie für die westliche Expansionspolitik sind den Lesern Ihrer Zeitung hinlänglich bekannt. Man fragt sich deshalb schon, weshalb Sie sich nun der Weiterverbreitung von Altbekanntem so vehement widersetzen. Könnte es sein, dass Sie eine rationale Durchleuchtung Ihrer Einschätzungen scheuen? Es ist schon verwunderlich, dass ein Publizist, der die öffentliche Meinung tagtäglich hunderttausendfach einseitig beeinflussen kann, auf die vergleichsweise geringen Einflussmöglichkeiten eines Privatmannes so empfindlich reagiert. Noch verwunderlicher ist Ihr Hinweis, dass Sie in Ihrem Brief „nur einige Aspekte der Ukraine-Krise beleuchten konnten“. Sie und Ihre Zeitung haben seit Monaten Ihre Sichtweise umfassend öffentlich gemacht – ein Privileg, das ich nicht habe.
Da mir aber daran liegt, unser Verhältnis nicht zusätzlich zu belasten, werde ich Ihren Wunsch jedoch respektieren. Sie können davon ausgehen, dass ich Ihre Schreiben nicht verbreiten werde.“
Unten beigefügt ist also lediglich mein Brief. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Text auch ohne Rollers vorausgehenden Brief verständlich ist.
Mir liegt viel daran, dass die Leser den Vorgang nicht nur als Privatfehde zwischen dem einflussreichen Chefredakteur einer Regionalzeitung und einem verärgerten, aber weitgehend machtlosen Zeitungsleser begreifen. Die aufgezeigten Meinungsunterschiede sind vielmehr exemplarisch für die sich vertiefende Kluft zwischen dem Machtkartell aus Politik und Medien einerseits und dem Rechtsempfinden vieler Medienkonsumenten andererseits.
PV
Gesendet: Freitag, 9. Mai 2014 15:42
An: 'Walter Roller'
Betreff: da capo Putin und Roller
Sehr geehrter Herr Roller,
zuerst möchte ich Ihnen aufrichtig danken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auf meinen geharnischten Brief ausführlich (und ehrlich) zu antworten. Nur so besteht eine Chance des gegenseitigen Verstehens und - im günstigsten Fall - auch der schrittweisen Annäherung.
Ich habe meinen Brief, wie Sie wissen, nicht als ehemaliger „hoher Richter“ geschrieben. Sie haben jedoch insofern Recht, als meine Empörung über Ihre journalistische Arbeit wesentlich durch mein Berufsverständnis gespeist wird.
Was Ich Ihnen vorwerfe ist nicht, dass Sie eine andere Meinung haben als ich, sondern dass Sie mit zweierlei Maß messen mit der Folge, dass Ihre Einschätzungen zwangsläufig fehlerhaft sein müssen. Da ich Ihnen Unkenntnis in der Sache nicht unterstellen will, drängt sich der Verdacht der bewussten Diskriminierung des politischen Gegners oder gar der Hetze auf; letzteres wäre für den leitenden Redakteur einer auflagenstarken Zeitung allerdings ungut.
Selbstverständlich darf ein Journalist in einem Kommentar seine persönliche Auffassung darlegen. Allerdings rechtfertigt das nach meinem Verständnis nicht die Anlegung von zweierlei Maßstäben und genau das tun Sie bzw. Ihre Redaktion:
· Wer die Verletzung des Völkerrechts durch Russland rügt, der darf die ungleich zahlreicheren und folgenschwereren Völkerrechtsverstöße des Westens unter der Führung der USA und der Nato im letzten Vierteljahrhundert nicht stillschweigend übergehen. Tut er es dennoch, macht er sich unglaubwürdig.
· Wer die Abspaltung der Krim kritisiert, sollte die völkerrechtswidrige Abspaltung des Kosovo mit westlicher Beförderung zumindest nicht unerwähnt lassen. Natürlich rechtfertigt ein Rechtsbruch der einen Seite nicht einen solchen der anderen Seite. Aber es relativiert die Beurteilung.
· Wer die Aktivisten auf dem Maidan zu Freiheitshelden und Kämpfern für Demokratie hochstilisiert, darf die Aufständischen in der Ostukraine nicht als ferngesteuerte Gewalttäter diskriminieren. In beiden Fällen spielen dunkle Elemente und Interessen von außen eine große Rolle.
· Wer Putin einen Lügner, Täuscher oder Rechtsbrecher schilt, darf nicht müde werden, Obamas alltägliche Drohnenmorde, Guantanamo und die diversen Ausspähprogramme anzuprangern – und zwar gerade dann, wenn man sich selbst der westlichen „Wertegemeinschaft“ zugehörig fühlt.
· Wer sich so vehement zum Fürsprecher des Völkerrechts aufschwingt wie Sie es in Ihren Kommentaren tun, kann – nebenbei bemerkt - auch den jahrzehntelangen massiven Völkerrechtsverletzungen der Besatzungsmacht Israel nicht mit Stillschweigen begegnen. Auch da wäre ein vergleichbar vehementes Wort am Platze.
Noch ärgerlicher als die erwähnten Kommentare empfinde ich die unzulängliche Berichterstattung Ihrer Zeitung aus dem Krisengebiet. Ich frage mich, ob die Ursache hierfür miserable Recherche vor Ort, Bequemlichkeit (unkritische Übernahme parteiischer Agenturmeldungen) oder politische Einäugigkeit ist. Durch solche Pressearbeit wird die Kritikfähigkeit der Leser nicht gestärkt, sondern der Vertuschung oder Meinungsmanipulation der Weg bereitet. Ich nenne nur stichwortartig: Brandanschlag in Odessa (wer war Täter, wer Opfer?), die fragwürdige Rolle der sog. „OSZE-Beobachter“, Funktion Putins bei deren Freilassung, Rolle der Rechtsextremisten und der Oligarchen auf dem Maidan und in der „Regierung“, Werdegang und Verhalten von Jazenjuk, Rolle westlicher Geheimdienste bei der Destabilisierung der Ukraine, etc.
Ihr berechtigter Hinweis, dass auch andere Journalisten und große Zeitungen mit gleicher Tendenz berichten, ist kein überzeugendes Argument gegen meine Kritik. Ein Blick in internationale Blätter und in die Neuen Medien (Internetzeitungen, Blogs) zeigt, dass jenseits des deutschen publizistischen Mainstreams eine große Unzufriedenheit mit Printmedien, Funk und TV herrscht. Dies wird durch die überaus zahlreichen zustimmenden Mails und Anrufe bestätigt, die ich als Reaktion auf meinen Brief an Sie erhalten habe. Die oben genannten Leitmedien sind im Begriff, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Wenn nicht die Lokalberichterstattung wäre, hätte ich Ihre Zeitung schon längst abbestellt.
Sie haben Recht, ich hätte meinen Brief auch an Joffe und Kornelius adressieren können, mein Vorwurf trifft sie mindestens in gleicher Weise (ich hatte allerdings ihre Mailadressen nicht). Aber Sie sind der Chefredakteur der Zeitung, die ich seit Jahrzehnten abonniert habe und lese. Und deshalb müssen Sie meinen Leserunmut aushalten.
Nein, ich glaube nicht, dass sich zahlreiche große Blätter und renommierte Journalisten „gegen Russland verschworen“ haben. Aber ich glaube sehr wohl, dass sie (und Sie!) Teil einer transatlantischen Gesinnungsgemeinschaft sind, deren erklärtes Ziel es ist, einseitig die Interessen der USA und des Westens zu befördern (mehr dazu in der Dokumentation „Atlantikbrücke“, Anlage).
Dass auch der „Spiegel“ die von Ihnen verwendeten und von mir gerügten Bewertungen gebraucht hat, entschuldigt Ihre Missgriffe nicht. Zum einen kann man eigene Fehler nicht mit dem Hinweis auf das Fehlverhalten eines anderen rechtfertigen. Entscheidend ist allein, dass Sie sich die Abwertungen zueigen gemacht haben. Zum anderen hat der „Spiegel“ längst nicht mehr die publizistische Orientierungskraft wie einst unter Augsteins Verantwortung (Indiz: „Die Spiegel-Affäre“, ARD).
Herr Roller, seien Sie versichert: Sobald Sie zu einer gerechten Beurteilung vergleichbarer Sachverhalte finden, werde ich der erste sein, der Sie dafür genauso leidenschaftlich lobt (und zwar öffentlich) wie ich Ihr Verhalten jetzt (halböffentlich) kritisiert habe.
Die einseitige Pressearbeit ist dem Weltfrieden abträglich. Im konkreten Zusammenhang wirkt sie sich zulasten Russlands aus, dem gerade unser Land mehr Sensibilität und auch mehr Dankbarkeit schuldet (2.Weltkrieg, Wiedervereinigung).
Im Übrigen hat die Ukraine-Krise nicht Putin/Russland ausgelöst, sondern los ging es mit dem unüberlegten EU-Assoziierungsvertrag. Es folgte die Unterstützung des Maidan durch Minister Westerwelle und die Kanzlerin sowie die rechtlich hochproblematische Unterstützung einer durch Verfassungsbruch installierten „Regierung“. Begleitet wurde all das seit den 90er Jahren durch die von Nato/EU orchestrierte und von westlichen Staaten finanzierte planmäßige Einkreisung Russlands. Dass hierbei legitime russische Interessen nicht ausreichend berücksichtigt worden sind, leuchtet inzwischen auch altgedienten Atlantikern ein (Kissinger, Schmidt, Eppler, Teltschik, Ischinger, Gauweiler, Schröder, u.a.).
Ein großes Missverständnis liegt darin, dass Sie offensichtlich meinen, ich mache mich zum Fürsprecher Putins. Nein, ich verteidige nur einen (in mancherlei Hinsicht fragwürdigen) Menschen gegen unangemessene Anwürfe. Im Grunde nehme ich auch nicht Putin in Schutz, sondern das hinter ihm stehende Land. Und ja, an dieser Stelle melden sich Gewissen und Berufserfahrung des ehemaligen Richters!
Ich vermag im Gegensatz zu Ihnen nicht zu beurteilen, ob Putin „durch Schmerz über das Ende der Sowjetunion“ getrieben wird. Genauso gut kann ich mir vorstellen, dass ihn seine Verantwortung als russischer Präsident zu Reaktionen auf die massive westliche Expansions- und Einkreisungspolitik antreibt. Aber vielleicht haben Sie einen besseren Einblick in Putins Seelenleben.
Wenn Sie mir, dem „Putinversteher“, auch noch die Rolle von „Gysis Pressesprecher“ zutrauen, dann ehrt mich das. Ich bekenne, dass mich diese Funktion intellektuell weniger überfordern würde als der Versuch, die Ukraine-Politik Merkels, Obamas oder Rasmussens der Welt zu erklären.
Nebenbei, ich habe Sie nicht als Pressesprecher dieses Dreigestirns bezeichnet. Vielmehr habe ich Sie gebeten, Sie möchten sich besinnen, dass Sie genau das nicht sind. Das ist, mit Verlaub, ein großer Unterschied. Und als Kriegstreiber habe ich Sie auch nicht bezeichnet, das sind Sie sicher nicht. Aber Leuten wie Ihnen liegt erkennbar viel daran, die Vormachtstellung des „freien Westens“ auszubauen – auch zum Preis einer Doppelzüngigkeit und einer globalen Ungerechtigkeit.
Sehr geehrter Herr Roller, ich bemerke gerade, dass meine Antwort viel zu lang geraten ist. Betrachten Sie das bitte als Wertschätzung Ihrer offenen Äußerung.
Ich bin mir im Übrigen auch dessen bewusst, dass ich Sie vermutlich durch noch so viel Worte nicht von Ihren Grundüberzeugungen abbringen kann. Denn wir „ticken“ offensichtlich zu unterschiedlich.
Deswegen grüße ich Sie aber nicht minder freundlich.
Peter Vonnahme
p.s.
Ich beabsichtige, auch diesen Brief wieder demselben ausgewählten Empfängerkreis zugänglich zu machen. Eine Weiterverbreitung über Webportale und Mailaustausch ist zu erwarten.
Gesendet: Montag, 12. Mai 2014 23:31
Cc: LT-Redaktion
Betreff: Medienkrieg 2. Teil; Replik an Chefredakteur
Journalisten,
der Atlantikbrücke
in Treue verbunden
...
Journalisten
erklären uns die Welt, beeinflussen unsere Meinung, machen Politik.
Wer aber erklärt den Journalisten die Welt, beeinflusst ihre Meinung
und macht somit Politik? In Berlin gibt es die Hintergrundkreise in
denen Politiker mit den Hauptstadtjournalisten kungeln. Gezielt
werden bei einem guten Essen und reichlich teurem Rotwein sogenannte
Hintergrundinformationen gegeben, unter dem Mantel der
Verschwiegenheit Gerüchte gestreut und den Journalisten ein Gefühl
der exklusiven Nähe vermittelt.
Lobbyisten
bearbeiten nicht nur Politiker und hohe Beamte, sondern auch die
Hauptstadtkorrespondenten.
PR-Agenturen liefern fertige Texte, in
denen sie die Sicht ihrer Auftraggeber verbreiten. Und dann gibt es
noch die Vereinigungen der Strippenzieher, Stiftungen, Institute,
Center und Konvente.
Eine
der ältesten und auch wohl einflussreichsten Verbindungen von
Finanzwelt, Großindustrie, Militärs, Politik, Geheimdienst und
Journalismus, ist die Atlantikbrücke.
1952 von dem Deutsch-Amerikanischen Bankier Eric M. Warburg in
Hamburg gegründet, hat sie sich die Pflege
der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA
auf die Fahnen geschrieben. Ihr derzeitiger Vorsitzender ist der
ehemalige CDU-Bundestagsabgeordneter Friedrich
Merz.
......
Die
Atlantikbrücke
war
einer der Hebel, die eingesetzt wurden, um die deutsche Elite für
sich einzunehmen. Es ging und es geht den Amerikanern aber neben der
militärischen Zusammenarbeit vor allen Dingen um den Export ihres
Wirtschaftssystems, die angeblich unlösbar feste Bindung der
Demokratie an den Kapitalismus.
...
Mit
dem Young-Leaders-Programm betreibt die Brücke eine Art Elitebildung
in ihrem Sinn. Junge Leute aus Wirtschaft und Politik werden von
ihren Mentoren empfohlen und in das Programm aufgenommen. Dass diese
jungen Streber nicht gerade ein Ausbund an Eigenständigkeit und der
Fähigkeit eigenen ungebundenen Denkens sind, versteht sich von
selbst. Der Name "Young Leader", also "Junger Führer"
gewährt einen Eindruck in die Denkweise der Mitglieder der
Atlantikbrücke,
egal ob jung oder alt.
Der
Begriff "Elite" ist in den Kreisen der Atlantikbrücke
allerdings ein ganz spezieller. So tummelten sich jahrelang geistige
Tiefflieger und Aufschneider wie Karl Theodor zu Guttenberg, Patrick
Döhring, mittlerweile FDP-Generalsekretär, oder Phillip Mißfelder
von der CDU bei den verschiedenen Veranstaltungen der Atlantikbrücke
im wärmenden Schein der Gunst von Leuten wie Richard von Weizsäcker,
ehemaliger Bundespräsident, Jürgen Fitschen,
Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, oder eines Henry
Kissinger bei seinen zahlreichen Besuchen bei der
Atlantikbrücke.
Die
selbstverliebten Manager und die in die Jahre gekommenen Alphatiere
der Politik halten sich aber nicht nur einen Stall gegelter,
karrieresüchtiger "Young Leader", die unselbstständig und
unfähig zu eigenem Denken, dereinst die Geschäfte in ihrem Sinne
weiterführen. Sie müssen auch dafür sorgen, dass die öffentliche
Meinung in ihrem Sinne beeinflusst wird. Deswegen werden auch immer
wieder Spitzenjournalisten, besonders gern von den
öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF zu den Treffen und Reisen
der Atlantikbrücke
eingeladen.
Allein
in den Jahren 2006 bis 2012 werden in den Jahresberichten 88
Journalisten erwähnt, davon allein 26 aus dem Bereich der
Öffentlich-Rechtlichen.
Hier die
Liste der Journalistinnen und Journalisten, die dem Ruf dieser
undemokratischen, anarchischen Altherrenloge nicht widerstehen
konnten, sie birgt sicher ein paar Überraschungen:
| Schönenborn |
Jörg |
ARD
– Chefredakteur WDR-Fernsehen |
| Deiß |
Matthias |
ARD
– Hauptstadtstudio |
| Roth |
Thomas |
ARD
– Korrespondent New York |
| Mikich |
Sonja
Seymour |
ARD
– Leiterin der Programmgruppe Inland des WDR - Monitor |
| Wabnitz |
Bernhard |
ARD
– Moderator Weltspiegel |
| Hassel |
Tina |
ARD
– Studio Washington seit 01.07.2012 |
| Zamperoni |
Ingo |
ARD
– Tagesthemen, Nachtmagazin |
| Ehni |
Ellen |
ARD
– WDR Fernsehen - Leiterin der Programmgruppe Wirtschaft und
Recht |
| Jahn |
Frank |
ARD-
Korrespondent London |
| Löwe |
Rüdiger |
Bayrischer
Rundfunk |
| Wilhelm |
Ulrich |
Bayrischer
Rundfunk – Intendant |
| Schröder |
Dieter |
Berliner
Zeitung – Herausgeber bis2001, seither Leitartikler, Autor |
| Schoeller |
Olivia |
Berliner
Zeitung, Frankfurter Rundschau – Leiterin Ressort Panorama zuvor
USA Korrespondentin |
| Diekmann |
Kai |
Bild
Zeitung – Chefredakteur |
| Kessler |
Katja |
Bild
Zeitung – Klatschkolumne |
| Blome |
Nikolaus |
Bild
Zeitung – Leitung Hauptstadtbüro |
| Kallen |
Paul-Bernhard |
Burda
Media – Vorstandsvorsitzender |
| Pleitgen |
Frederik |
CNN,
davor ZDF, RTL, NTV |
| Feo
de, Dr. |
Marika |
Corriera
della sera – Deutschlandkorrespondentin |
| Aslan |
Ali |
Deutsche
Welle TV |
| Meurer |
Friedbert |
Deutschlandradio
– Ressortleiter Redaktion Zeitfunk |
| Stürmer |
Michael |
Die
Welt – Chefkorrespondent, Deutschlandfunk, Deutschlandradio
Kultur - Autor |
| Sommer |
Theo |
Die
Zeit - Herausgeber, seit 2000 Editor-at-Large |
| Joffe |
Josef |
Die
Zeit – Herausgeber |
| Naß |
Matthias |
Die
Zeit – Internationaler Korrepondent |
| Brost |
Marc |
Die
Zeit – Leiter Hauptstadtbüro |
| Leicht |
Robert |
Die
Zeit – Politischer Korrespondent, Kolumnist Berliner
Tagesspiegel |
| Ross |
Jan |
Die
Zeit – Redakteur |
| Stelzenmüller |
Constanze |
Die
Zeit – Redakteurin, Leitung des Berliner Büros des German
Marshall Fund seit 2009 Senior Transatlantic Fellow |
| Klingst |
Martin |
Die
Zeit – US-Korrespondent |
| MCLaughlin |
Catriona |
Die
Zeit Referentin der Geschäftsführung, Zeit online |
| Heckel |
Margret |
ehem.
Welt – Welt am Sonntag – Financial Times Deutschland
Politikchefin seit 2009 freie Journalistin und Buchautorin |
| Busse
Dr. |
Nikolas |
FAZ |
| Frankenberger |
Klaus
Dieter |
Frankfurter
Allgemeine – Redakteur |
| Wrangel,
von |
Cornelia |
Frankfurter
Allgemeine Zeitung - Redakteurin |
| Kammerer |
Steffi |
Freie
Journalistin schreibt für Stern, Süddeutsche Zeitung, Spiegel,
Spiegel online, Park Avenue |
| Seligmann |
Rafael |
Freier
Journalist – publiziert in Spiegel, B.Z., die Welt, Bild,
Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung, Jüdische Allgemeine,
Atlantic Times |
| Herles |
Helmut |
Generalanzeiger
– Chefredakteur |
| Schulte-Hillen |
Gerd |
Gruner
und Jahr – Bertelsmann bis 2003 |
| Innacker,
Dr. |
Michael
J. |
Handelsblatt
– stellvertr. Chefredakteur |
| Steingart |
Gabor |
Handelsblattgruppe
– Geschäftsführung |
| Klasen-Bouvatier |
Korinna |
Jungle
World |
| Ippen
Dr. |
Dirk |
Münchner
Merkur – Verleger |
| Marohn |
Anna |
NDR
– Persönliche Referentin von Intendant Lutz Marmor |
| Diehl |
Julia |
NDR
– Redakteurin |
| Bremer |
Heiner |
ntv
– Moderator „Das Duell“, Stern Chefredakteur |
| Kolz |
Michael |
Phoenix
- Leiter Redaktion Ereignis 2 – Stellvertr.
Programmgeschäftsführer |
| Augter,
Dr. |
Stefanie |
Ständige
Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen
Union, Brüssel, Pressesprecherin Familienministerium,
Wirtschaftswoche, Handelsblatt |
| Arnold |
Tim |
Pro-Sieben-Sat-1
- Senior Vice President Political Strategy der ProSiebenSat.1
Group |
| Schremper |
Ralf |
ProsiebenSat1
- CFO Digital & Adjacent |
| Ebeling |
Thomas |
ProSiebenSat1
Vorstandsvorsitzender |
| Procházková |
Bára |
Respekt,
Zeitschrift Tschechien |
| Krauel |
Thorsten
Wilhelm |
Rheinischer
Merkur – Ressortleiter Innenpolitik |
| Ulbrich |
Sabine |
Sat
1 – N24 Korrespondentin Washington |
| Ridderbusch |
Katja |
schreibt
aus Atlanta für Welt Handelsblatt Spiegel online,
Deutschlandfunk, WDR, The European |
| Stuff |
Eckhard |
SFB
Ausbildungsleiter, RBB Kulturradio |
| Hoffman |
Christiane |
Spiegel
– Leiterin Hauptstadtbüro, FAZ |
| Hujer |
Marc |
Spiegel
online |
| Trautmann |
Clemens |
Springer
Verlag – Büroleiter Döpfner |
| Klaeden
von Dr. |
Dietrich |
Springer
Verlag – Leiter Regierungsbeziehungen |
| Döpfner |
Mathias |
Springer
Verlag – Vorstandsvorsitzender |
| Gloger |
Katja |
Stern
– Korrespondentin, Washington – Ehefrau von Georg Mascolo,
Chefredakteur Spiegel |
| Gohlke |
Reiner
Maria |
Süddeutsche
- Vorsitzender der Geschäftsführung des Süddeutschen Verlags
bis 2000 |
| Wernicke |
Christian |
Süddeutsche
– US-Korrespondent |
| Klüver |
Reymer |
Süddeutsche
– USA-Korrespondent |
| Kornelius |
Stefan |
Süddeutsche-
Leiter Ressort Aussenpolitik |
| Dewitz
von |
Ariane |
Tagesspiegel |
| Schäuble |
Juliane |
Tagesspiegel |
| Marschall,
von |
Christoph |
Tagesspiegel
– Korrespondent Washington – Kommentator Deutschlandfunk,
Deutschlandradio, Cicero, Atlantic Times |
| Rohwedder |
Cecilie |
Tagesspiegel
– Redakteurin |
| Rimscha,
von |
Robert |
Tagesspiegel
bis 2004, FDP, 2011 Botschafter Laos |
| Lehming |
Malte |
Tagesspiegel
Us-Korrespondent |
| Görlach |
Alexander |
The
European – Herausgeber |
| Karnitschnig |
Matthew |
Wall
Street Journal – Büroleiter Deutschland |
| Kiessler
Dr. |
Richard |
WAZ
– Sonderkorrespondent Aussenpolitik bis 2011, Freier Journalist,
Kommentator deutschlandfunk, Deutsche Welle |
| Hombach |
Bodo |
WAZ-Mediengruppe
– Geschäftsführer, Bonner Akademie für Forschung und
Lehre praktischer Politik (BAPP) |
| Plättner |
Anke |
WDR |
| Siegloch |
Klaus-Peter |
ZDF
- Korrespondent Washington, seit 2011 Lobbyist als Präsident des
Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) |
| Biedenkopf-Kürten |
Susanne
Gabriele |
ZDF
– Europaredaktion |
| Koll |
Theo |
ZDF
– Hauptredaktion Außen-, Innen-, Gesellschafts- und
Bildungspolitik |
| Burgard |
Jan
Philipp |
ZDF
– Hauptstadtstudio, Morgenmagazin |
| Bellut |
Thomas |
ZDF
– Intendant |
| Kampen
van |
Udo |
ZDF
– Leiter Studio Brüssel |
| Kleber |
Claus-Detlev |
ZDF
– Moderator Heute Journal |
| Schmiese |
Wulf |
ZDF
– Moderator Morgenmagazin |
| Jobatei |
Cherno |
ZDF
– Morgenmagazin |
| Theveßen |
Elmar |
ZDF
– Stellvertretender Chefredakteur – Leiter Hauptredaktion
Aktuelles |
| Sölch |
Rudi |
ZDF
– Verwaltungsdirektor |
Besonders
fällt auf, dass sehr viele Korrespondenten, die von ihren Sendern
und Verlagen in die USA entsandt worden sind, in der Liste vertreten
sind. .... Die Verbindungen der Brücke zu erzkonservativen
Politikern und Think Tanks in den Staaten sind hervorragend.
Alte
Strippenzieher wie Henry Kissinger, Madeleine Albright, Zbigniew
Kazimierz Brzeziński und
John Kornblum können jenseits des Atlantiks so manche Tür öffnen.
Die Berichterstattung ist dann auch entsprechend und zeichnet hier
ein Bild von den USA, wie es diese machiavellischen Machtpolitiker
sehen wollen. Die CIA dürfte bei jedem Treffen dieser Journalisten
mit amerikanischen Politikern, Wissenschaftlern und Militärs immer
mit am Tisch sitzen.
Den
Lesern und Zuschauern bleibt es überlassen aus der obigen Liste ihre
Schlüsse zu ziehen. Sie sollten allerdings der Berichterstattung der
Medien in Zukunft etwas kritischer gegenüberstehen und Artikel in
den Druckmedien, im Internet oder Filmbeiträge im Fernsehen
gründlich hinterfragen.