Friday, January 3, 2014

Stimmen wider die größte Propagandalüge des Jahres 2013

"Die Rebellen und nicht die Regierung Assad  haben Giftgas verwendet" Prof. Günter Meyer 

Wer setzt Giftgas in Syrien ein?

Interview von Peter Voegeli, Redaktor SRF, mit Prof. Günter Meyer
Peter Voegeli: Der Wind hat gedreht. Immer mehr kommen die syrischen Rebellen ins Visier. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie Giftgaswaffen eingesetzt hätten und nicht das Regime Assad. Professor Günter Meyer leitet an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz das «Zentrum für Forschung zur Arabischen Welt». Er vertritt ganz pointiert die These, dass die Rebellen und nicht die Regierung Assad Giftgas verwendet haben. Ich habe ihn gefragt: «Wie können Sie sich von Mainz aus dessen so sicher sein?»
Günter Meyer: Es ist völliger Unsinn anzunehmen, dass die Regierungstruppen in der gegenwärtigen Situation Giftgas einsetzen. Das Regime ist auf dem Vormarsch. Die Streitkräfte von Assad haben eine überragende Feuerkraft. Mit konventionellen Waffen, mit ihrer Artillerie, mit ihrer Luftwaffe, mit ihren Kampfflugzeugen können sie die Aufständischen gezielt bekämpfen. Deshalb ist in dieser Situation davon auszugehen, dass das Regime auf keinen Fall das Risiko eingehen wird, Giftgas einzusetzen, was nicht zuletzt durch eine Änderung der Windrichtung gegen die eigenen Reihen gelenkt werden könnte.
Das macht Sinn, wenn die Regierung rational handelt, wenn Assad ein rational handelnder Diktator ist.
Zu unterstellen, dass Assad irrational handelt, dafür gibt es nicht den geringsten Anlass. Er selber hat kürzlich in einem Interview erklärt: «Wir lassen uns doch nicht von unseren Gegnern über die rote Linie hinwegziehen.» Gemeint ist die rote Linie, die von Obama aufgestellt worden ist: Wenn das syrische Regime Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einsetzt, dann wird es Konsequenzen haben von seiten der USA, die damit den entscheidenden Grund hätten, um militärisch in Syrien einzugreifen. Und daran haben nur die Gegner von Baschar al-Assad ein Interesse.
Könnte Assad nicht hoffen, dass er seine Unterstützer mobilisiert, falls die Amerikaner in Syrien intervenieren?
Hier müssen wir uns in die Perspektive der Obama-Regierung hineinversetzen und die Folgen bedenken, was passiert, wenn eine Flugverbotszone eingerichtet wird, wenn in grossem Umfang Waffen an die Aufständischen geliefert werden und das Regime tatsächlich stürzt. Dann entsteht ein Machtvakuum, und das wird gefüllt von den Aufständischen, insbesondere der al-Nusra-Front, den Dschihadisten, den ­al-Kaida-Anhängern, die nur darauf warten, in das Machtvakuum hineinzustossen. Die Befürchtung, dass diese Terrorgruppen schliess­lich die Macht übernehmen würden, ist einer der Hauptgründe, weshalb Obama auf keinen Fall militärisch in Syrien eingreifen will.
Aber warum ist dann selbst die unabhängige Uno-Kommission zu Syrien sehr skeptisch, nicht nur die Amerikaner?
Nach Aussage des prominenten Kommissionsmitgliedes Carla del Ponte sprechen alle vorliegenden Indizien dafür, dass die Rebellen die Verantwortlichen sind für den Chemiewaffeneinsatz. Das wird auch deutlich, wenn wir uns die konkrete Situation beim Giftgaseinsatz in Khan el-Assal nördlich von Aleppo anschauen, bei dem 27 Menschen getötet worden sind. Mit chemischen Kampfstoffen wurde ein Dorf angegriffen, das auf seiten des Regimes steht. Die meisten Einwohner des Ortes sind Schiiten, die von den sunnitischen Rebellen bekämpft werden. Auch Soldaten des Regimes waren unter den Toten. Dass Regierungstruppen eine von ihnen selbst kontrollierte Siedlung mit chemischen Kampfstoffen angreifen, das widerspricht jeglicher Logik. Für diesen Angriff können nur die Aufständischen verantwortlich sein.
Woher haben die Rebellen denn das Giftgas Ihrer Meinung nach?
Der «Guardian» hat sehr detailliert recherchiert und kommt zu dem Schluss, dass eine kleine, mit einer Giftgasgranate bestückte Rakete von der Siedlung Bab abgeschossen worden ist, die unmittelbar vor der türkischen Grenze liegt. Dieser Ort ist die Hochburg der dschihadistischen al-Nusra-Front, die sich al-Kaida angeschlossen hat. Immer wieder haben westliche Geheimdienste betont, dass die syrischen Chemiewaffenlager sicher sind, solange das Regime an der Macht bleibt. Es ist deshalb auszuschliessen, dass die Chemiewaffen von hier ihren Weg zu den Rebellen gefunden haben. Viel naheliegender ist es dagegen, dass über die benachbarte offene Grenze von türkischem Gebiet her die Chemiewaffen in die Hände der al-Nusra-Front gelangt sind.
Das heisst also, Sie glauben, dass die Türkei die Rebellen mit Giftgas beliefert, und das, obwohl sie Verbündete sind der USA, die das überhaupt nicht wollen?
Der Verdacht liegt zumindest nahe, und er wird auch dadurch bestärkt, dass Ministerpräsident Erdogan jetzt behauptet hat, dass der türkische Geheimdienst über die Reste von mindestens 200 Geschossen mit Giftgasspuren verfüge, die vom Regime in Syrien eingesetzt worden sein sollen. Wenn tatsächlich 200 Geschosse mit Giftgas abgefeuert worden wären, hätte das Hunderte, gar Tausende Tote gegeben und wäre überhaupt nicht vergleichbar mit den relativ geringen Folgen, die bei den bisherigen angeblichen Angriffen mit Sarin-Gas beobachtet wurden. Deshalb deutet alles auf eine grossangelegte Propaganda-Aktion hin, um jetzt den Druck auf Obama vor den anstehenden Verhandlungen Erdogans in Washington zu erhöhen.
Nun gibt es ja eine unübersichtliche Vielfalt von Rebellen. Welche setzen denn das Giftgas ein?
Am besten organisiert sind die Mitglieder der al-Nusra-Front, die nach unterschiedlichen Schätzungen unterstützt wird von mindestens 600 Dschihadisten allein aus europäischen Ländern sowie zahlreichen al-Kaida-Kämpfern, die aus dem Irak und vielen anderen islamischen Ländern eingesickert sind. Diese Gruppen sind auch in medialer Hinsicht hervorragend organisiert. Sie haben ein eindeutiges Interesse daran, das Assad-Regime als Verantwortlichen für den Chemiewaffeneinsatz darzustellen. Sie sind sich sehr wohl bewusst, dass das Regime wieder an Boden gewinnt, während die Aufständischen verlieren. Um das Blatt noch einmal zu wenden, ist es entscheidend, dieses Argument – Überschreiten der roten Linie durch den Einsatz von Giftgas – in die Diskussion hineinzubringen; und es ist für die Rebellen ein Leichtes, sich chemische Kampfstoffe zu beschaffen.    •
Quelle: SRF, Echo der Zeit vom 16.5.2013 aus  den Schweizer ZEITFRAGEN Nr. 20/21 vom 11. Juni 2013

Der Kriegspropaganda Paroli bieten - zentrale Aufgabe für Friedensarbeiter im Jahr 2014


Gedanken von Irene Eckert am 31. 12. 2013

"Danke " für deine Texte und Analysen zur Weltsituation.
 Ich bin zum größten Teil mit ihnen einverstanden, aber nach wie vor teile ich Deine Beurteilung solcher Staatsmänner wie Putin oder Assad nicht. Ich sehe nicht ein, wieso diplomatische Arbeit nicht einhergehen kann mit schärfster Kritik an der Unterdrückung und, im Falle Assad, Ermordung des eigenen Volkes. Man kann sehr wohl gegen Krieg und für diplomatische Lösungen sein, und doch Einspruch erheben gegen ein Regime des Terrors oder der Autokratie, inklusive Druckausüben  mit dem Ziel, dem Alptraum ein Ende zu setzen."

Obige  Zeilen aus einer akademisch geschulten Feder, versandt als Neujahrsbotschaft, enthalten fatale Irrtümer. Sie sind das Ergebnis kriegsdienlicher Propaganda. Dem Frieden  förderlich sind derlei Betrachtungen gewiss nicht.



Ohne zähes, kraftvolles Anschwimmen gegen einen reißenden Strom von Unwahrheiten ist der Terror des Krieges  nicht überwindbar. Wer seine Energien in den Dienst dieser schwierigen Sache   stellt,   tritt  mit dem Ringen um Frieden  konsequenter und notwendiger Weise auch auf gegen Unterdrückung und Gewalt. Das Wesen des Krieges besteht ja in terroristischem Druck  gegen ganze Völker. Seine Methode ist  heute der feige  Mord mittels modernster Tötungsmaschinerie. Ohne eine ausgeklügelte Propagandaindustrie aber, wäre dem kriegerischen Unwesen längst ein Ende gesetzt worden, denn im Grunde wollen alle Menschen in Frieden leben. Frieden ist unsere Daseinsvoraussetzung. 

Eine  Minderheit allerdings verdient gut am Tötungshandwerk und an der Entwicklung der dafür erforderlichen Tötungsmaschinerie. Diese bedarf des propagandistischen Schmieröls. Auch daran essen sich  welche satt.

Als Einzelmeinung wären die einleitenden, fehlerhaften, lapidar dahin geworfenen Gedanken vielleicht noch  zu übergehen. Da aber die hier vorgetragene, nur  scheinbar harmlose  "Meinungsäußerung"  das  Ergebnis von massenmedialer Schmieren-Propaganda ist und diese  schlimme Folgen zeitigt, muss  man ihr um des Friedens und der  Gerechtigkeit Willen  entgegentreten.

Schauen wir uns  also die locker dahin geschriebenen Sätze genauer an. Schon mit dem Adversativ "aber" wird ja das ohnehin nur  rhetorisch floskelhaft vorgetragene Einverständnis wieder zurückgenommen. Der Einspruch wäre bei entsprechender Bereitschaft des Gegenübers diskursiv sachlich zu erörtern. Allerdings sind  die in den Eingangssätzen artikulierten Grundannahmen schlicht falsch. Die formulierten Voraussetzungen  beruhen auf den üblichen,  unsinnigen, klischeehaften Zuschreibungen,  die da lauten "Assad mordet sein eigenes Volk" oder  "Putin ist ein Autokrat,  der das Volk unterdrückt".  Klischees haften leider wie klebrige Kaugummi-Masse. Der  durch sie bewirkten  Verunreinigung des Denkens ist  entsprechend schwer beizukommen.

Tatsachen lassen sich zwar  überprüfen, aber  das kostet Mühe und ist ohne Recherchearbeit nicht zu haben. Wer  sich aber in der Kaugummi-Masse eines  Klischees   einmal verfangen hat, denkt selten daran daran, zu überprüfen, was er wiedergibt. Das,  was  täglich und stündlich aus allen medialen Kanälen als Wahrheit verkündet wird, gilt den Menschen gemeinhin einfach als zutreffend und Punkt.  Leider finden  sich auch unter  den "Aktivisten der Friedensbewegung"  zahlreiche Medienkonsumenten,  die dem folgenreichen   falschen Blick auf die Wirklichkeit  fataler Weise erliegen. Womit schon erklärt ist, warum es eine wirkliche  Bewegung für den Frieden  derzeit nicht gibt.  

Ein objektiver, die nackten  Tatsachen aufgreifender Blick auf die  mit schweren Vorwürfen bedachten Staatsmänner kann  allerdings rasch Klarheit schaffen. Es ist nachprüfbar dem  diplomatischen Wirken eben jener mies gemachten Politiker geschuldet,  dass der offene Krieg gegen Syrien, längst vom Pentagon beschlossen,  im zurück liegenden Jahr noch einmal abgewendet werden konnte.  Die Präsidenten Putin und Assad  verweigern sich beharrlich einer Politik des Krieges  und der Konfrontation. Beide Staatsmänner sind bemüht Schaden von ihrem Volk abzuwenden. Ihre Standhaftigkeit kommt der Welt zugute.

Vladimir  Putin ist daher  ein weithin  angesehener,  von seinem  Volk direkt  und  zum 3. Mal gewählter, Staatschef. Obwohl es im großen Russland seit langem wirtschaftsmächtige Gegenkräfte gibt, obwohl die Printmedien überwiegend gegen ihn Stimmung machen, so erzielt Präsident Putin dennoch  regelmäßig hohe Zustimmungsraten. Unter seiner  klugen Führung  wurde das von seinem Vorgänger  Jelzin bereits zum Ausverkauf feil gegebene Vermögen des Landes einem gewissen nationalen  Schutz unterstellt. Trotz neoliberaler kapitalistischer Weichen, denen auch Russland heute ausgesetzt ist, werden im Lande die Renten erhöht, Beamtengehälter überhaupt wieder regelmäßig ausgezahlt und dem kompletten Ausverkauf der nationalen Reichtümer des Landes wurden Grenzen auferlegt.  Außenpolitisch ist es vor allem Putins Initiativkraft geschuldet, dass es nicht zum offenen Krieg gegen Syrien kam. Dieser hätte einen Weltbrand nach sich ziehen können.

 Russland bietet derzeit Edward Snowden Schutz, ohne die Präsenz des Ex-Geheimdienstmannes propagandistisch auszuschlachten.  Russland agiert weltpolitisch klug und äußerst vorsichtig. Dazu kann man sämtliche Reden, Interviews und öffentlichen Verlautbarungen Putins lesen. Seine hervorragenden Deutschkenntnisse, sowie die Kenntnis unserer Literatur und Kultur könnten ihn uns zum Verbündeten machen.  
Souverän erwies sich  der Russe jüngst  gegenüber seinen innenpolitischen Gegnern.  Er  erließ eine umfassende  Amnestie. Der Staatschef  Putin nutzte seine verfassungsmäßigen Vollmachten  gegenüber rechtsstaatlich Verurteilten.  Auch hier liegt eine politische Chance.  Wann und und wo gab es je eine vergleichbare Geste des Westens? 

Nun zum stolzen multiethnischen und multireligiösen  Syrien, dem letzten, noch zumindest  bis 2011 wirklich souveränen, freien arabischen Land.  Es ist ein kleines  Land von kaum mehr als 20 Millionen Staatsbürgern, das dem Westen noch immer die Stirn bietet. Ein Land, das von einer Dynastie von Alawiten, also liberalen Muslimen, gelenkt wird. Sein derzeitiger Präsident, Dr. Assad, ein Augenarzt, musste nach dem Unfalltod seines Bruders 34jährig , nach dem Ablebens des Vaters der Staatsraison folgend, in die Politik eintreten. Natürlich wurde er von seinem  Volk gewählt. Der gebildete, sprachgewandte Mann ist bis heute populär. Trotz der terroristischen Umtriebe im Lande wurde  sogar  2012  unter seiner Führung eine neue Verfassung ausgearbeitet und mittels eines  Referendums angenommen.

Das kleine Land hatte übrigens bis 2011 keine nennenswerten  Auslandschulden. Der heutige Präsident Baschar al-Assad hat in Großbritannien studiert und ist modernen, kapitalistischen Einflüssen gegenüber (leider!) durchaus aufgeschlossen. Aber er ist ein stolzer Syrer, er vertritt die Interessen seiner Nation.  Die Schulbildung im Lande war kostenlos und  ebenso wie die Gesundheitsversorgung vorbildlich in der arabischen Welt, bis vor kurzem noch. Das  Land nahm überproportional  viele Flüchtlinge auf, aus dem kriegsverheerten Irak, aus dem  gebeutelten Libanon,  aus Palästina. Die Führung des  Landes  ließ sich  trotz schlimmer Provokationen von Seiten Israels, dessen völkerrechtswidriger Annexion der  syrischen Golanhöhen  und trotz wiederholter Bombenangriffen seitens des Nachbarlandes,  nicht zu unbedachten Schritten hinreißen.

Weil  also die oben genannten Staatsmänner ihre respektiven Länder, das eine klein, das andere riesig, nicht so führen, wie es  fragwürdige  westliche "Demokratie"-Vorstellungen einfordern, weil sie ihre Länder, dem  neoliberal geschminkten Kapitalismus nicht  gänzlich zum Fraße hinwerfen, weil sie standfest und nicht so korrupt sind wie so viele andere Politiker,  deswegen werden sie grotesker Weise  von westlichen Medien verteufelt. Weil sie sich dem Diktat des Westens nicht völlig unterwerfen, ist ihnen das gleiche Schicksal zugedacht wie  dem  libyschen Staatschef Ghaddafi, wie dem Iraker  Saddam Hussein oder  dem Jugoslawen Slobodan  Milosevic. Der Erste  stand einem (öl-)reichen, für afrikanische Verhältnisse wohlhabenden Land vor,  der Zweite  repräsentierte ein (öl-)reiches arabisches Land und der Dritte vertrat einen  noch halb-sozialistischen europäischen Staat, der  sich den  Plänen  des IWF in den Weg stellte. Nach der Zerschlagung der Sowjetunion ist der große Hegemon zur Duldung eigenwilliger Experimente nicht mehr bereit. Allerdings haben sich die Zeichen der Zeit geändert und seiner Macht sind neuerdings gewisse Schranken auferlegt.

Warum  erfahren wir  dergleichen nicht aus unseren Leitmedien, sondern werden  quasi bombardiert mit  Negativschlagzeilen über die jeweiligen  Staatsmänner der unbotmäßigen und daher zu bekriegenden Nationen?

 Das ist so, weil unsere Medien nicht den Auftrag haben aufzuklären, sondern im Sinne ihrer Auftraggeber Tatsachen verschleiern müssen.  Das Leitpersonal der Alpha-Medien ist  gekauft.  Eine von der Rüstungsindustrie unabhängige Presse  oder Medienwelt gibt es längst nicht mehr. Eine im Jahr 2013 in Köln erschienene Doktorarbeit von Uwe Krüger führt den exakten Nachweis darüber. Die Arbeit wurde unter dem Titel "Medienmacht - Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten- eine kritische Netzwerkanalyse", 2012 beim Institut für praktischen Journalismus- und Kommunikationsforschung/ IPJ in Leipzig vorgelegt  und für seine methodische Innovation und  Genauigkeit gepriesen.

Nur wenn wir mit Hilfe einer um Wissenschaftlichkeit bemühten Literatur begreifen, wie wir genasführt werden und wie man versucht, uns menschenrechtliche Bären aufzubinden, nur dann können wir der Kriegspropaganda erfolgreich widerstehen. Diese Arbeit ist aber notwendig, wenn wir den Frieden  wollen, wenn wir für Menschenrechte und diplomatische Lösungen votieren und dafür zu kämpfen bereit sind.

Das Eingangszitat bietet dafür ganz und gar keine Grundlage.  Für die Verteidigung von Menschenrecht, Frieden, Demokratie oder auch nur  Diplomatie ist es gänzlich ungeeignet.  Es dient objektiv den am Kriege verdienenden Kräften. 

Sich den am Kriege verdienenden Kräften entgegenzustellen erfordert begreiflicherweise Mut. Wer dazu bereit ist, braucht nicht nur die nötige Klarheit im Kopf, sondern er  braucht  dafür zuverlässige Verbündete. Friedensarbeit ist in erster Linie  Kopfarbeit, Recherche-Arbeit. Die  Lektüre schöngeistiger Literatur, selbst die der Klassiker, bietet  dafür keine ausreichende Grundlage.

Der  Willen und der nötige  Mut dafür, solch eine gegen den Strom zu leistende Arbeit zu erbringen, ist in allen Völkern gegenwärtig. Ich selbst konnte aufgeklärte und mutige Friedensarbeiter in diesem Frühjahr in Istanbul und Hatay erleben und zuletzt im Dezember in Haifa und Ramallah. Es sind überall  auf der  Erde mutige Menschen  am Werk. Sie kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Ihr Engagement ist geprägt von den unterschiedlichsten  weltanschaulichen Erwägungen. Obwohl sie aus ganz verschiedenen Kulturen kommen, teilen sie eine basiale Ethik. Es ist wohltuend, sich mit solchen Menschen über Kontinente hinweg verbunden zu wissen.

Ich freue mich daher über die Bekanntschaft mit  Menschen wie dem Mathematik-Professor Akido, dem Ex-Bürgermeister von Hiroshima, über die Begegnung  mit  Avraham Burg, dem Thora-Gelehrten und  ehemaligen Sprecher der israelischen Knesset, über das Zusammentreffen mit  türkischen Anwaltsvertretern der Istanbuler Anwaltskammer im Mai  des zurückliegenden Jahres  Ich fühle mich getragen  durch die Inspiration von türkischen Musikern und Popkünstlern, von den vielen Menschen, die anders als bei uns zu Lande keine Berührungsängste etwa gegenüber  der Kommunistischen Partei ihres Landes haben. Ich freue mich darüber, Frauen wie die Brasilianerin  Soccoro Gomez, Präsidentin des Weltfriedensrates kennengelernt zu haben. 

Der Mut und die Einsatzbereitschaft solcher Menschen gibt uns Kraft weiter zu kämpfen für ein besseres Morgen. Die Inspiration durch solche Menschen hilft uns, für die Wahrheit einzutreten. Denn es ist die Wahrheit, die uns frei machen wird, frei von Kriegen und frei von sozialem Elend.

Die Verlogenheit wird  keine Zukunft haben, solange wir uns  von aufrechten Menschen umgeben fühlen und   wir selbst  uns immer wieder persönlich darum bemühen, das Weltgeschehen zu verstehen.  Alternative, unabhängige Quellen gibt es. Die Frage nach den  macht -und wirtschaftspolitischen  Motiven der Textverfasser  ist dienlich.

Thursday, January 2, 2014

"Russia and US in Middle East: Summing Up 2013 Events" Nikolai Bobkin


Nikolai BOBKIN | 31.12.2013 | 00:00

Summing up the main political events which have taken place in 2013 it could be said that Russia expanded its agenda to the global level trying to stabilize the situation and get off the ground what has been stymied for many years. The Arab world has said the Russia’s regional clout is growing while the US reputation is falling down. Americans don’t argue. A recent Pew Research Center conducted in partnership with the Council on Foreign Relations showed that full 70% of Americans believe the United States is less respected than in the past. The public also disapproves of Obama’s handling of Syria, Iran, China and Afghanistan by wide margins...
The situation in Syria has drastically turned for the better. By the end of this summer it looked like a US strike against Syria was inevitable, now many politicians consent that Bashar Assad’s remaining in power is the best scenario for Washington. The Russian initiative on elimination of Syria’s chemical weapons was a starting point for changing the West’s attitude.Those days US State Secretary John Kerry sounded belligerent enough saying to the whole world that strikes on Syria could be avoided, if President Bashar al-Assad handed over his stockpile of chemical weapons, «Sure, he could turn over every single bit of his chemical weapons to the international community in the next week – turn it over, all of it without delay and allow the full and total accounting (of it). But he isn't about to do it and it can't be done».Back then Russia Foreign Chief Sergey Lavrov and his American counterpart discussed the issue in Geneva during almost two days. Finally the Russian side managed to convince Americans and defended its stance. It gave a reason to say that in Geneva Russian diplomacy carried the day preventing a new Middle East war with the US involvement and allowing President Obama to find a way out of a difficult situation he found himself in while calling on allies to join him in the operation against Syria. The accords with Russia saved the administration from defeat in Congress where it lacked support for the action. President Obama expressed gratitude saying he welcomed Putin's involvement as helpful and said any deal on Syria must include a verifiable way to ensure that it gives up all its chemical weapons capacity, «I think there's a way for Mr. Putin, despite me and him having a whole lot of differences, to play an important role in that», Obama said. «And so I welcome him being involved. I welcome him saying, «I will take responsibility for pushing my client, the Assad regime, to deal with these chemical weapons». «This is not the Cold War, this is not a contest between the United States and Russia», Obama told ABC's This Week in an interview broadcast in mid-September. 
Russia is intent to further resist the attempts of regime change in Syria; this mission is on the 2014 foreign policy priority list. There is no talking about confrontation, the situation is complicated enough for all parties involved. Nevertheless the differences between Moscow and Washington on a range of issues have got narrowed down. The success of joint efforts while tackling the issue of Iran’s nuclear program is a pertinent example. 
The Iranian issue, which to some extent paled amidst the heat of the Syrian crisis, came to the fore again in September when the US and Iran’s presidents exchanged letters as the first step to normalization. Sometime later the US and Iran’s foreign chiefs met eye to eye at the session of UN General Assembly, the results of the meeting were assessed as constructive by the both sides. Then presidents Obama and Rouhani tried to give the process a new lease on life in a 15-minute conversation on the phone after 34 years of silence. The event immediately became a sensation. It was approved by leaders of many states but became a bone of contention between the White House and his main Middle East allies – Israel and Saudi Arabia. Since a long time Russia warned the US not to drive Tehran into the corner by imposing new sanctions. No doubt Russian diplomats tried to influence Iran within the framework of the P5+1 and bilateral contacts to avoid further worsening of relations between Tehran and Washington. After all, there was a high probability of a war sparked between the US and Iran at the start of the year and many scared the world saying it was nearing the third world war. Few expected Iran and the «big six» find an arrangement concerning the nuclear issue, something the world had waited for during ten years. The proposals put forward by Putin two years ago became the basis for finding a common language. The process got a new impetus to make the US and Europeans join the dialogue as President Rouhani came to power. The importance of the reached consensus is hard to overestimate, the agreement is rightfully considered to be a historic event. Was it a long time ago the suppositions that the US and Iranian diplomats could work together on a draft agreement evoked nothing else but skepticism? Russia was pragmatic enough to lose no time coming in support of Iran. In the given case Washington was also set on reaching progress. The US plan includes two phases. US National Security Adviser Susan Rice said that the first phase of the deal being offered to Iran would involve six months of halting progress on Iran’s nuclear program and beginning to roll it back, while the U.S. would offer«limited, temporary and reversible economic relief» that leaves the «architecture of sanctions wholly in place». Americans believe the six months pause will let finish the preparatory work to reach a comprehensive long-term agreement and do away with the concern voiced by international community. In future many things will depend on Iran with the sanctions remaining the main argument in the hands of the White House. Washington insists the use of force is still on the table as the way to tackle the problem of Iran’s nuclear dossier (though the possibility of conflict has greatly diminished as a result ofGeneva talks). At that, the United States and Iran are still rivals. The Obama’s administration turned a deaf ear to the recommendations of Russia, the United Nations and the Arab League who say Iran should be a party to the Geneva-2 conference on Syria. In this case Washington sides with Israel and Saudi Arabia which oppose the full-fledged participation of Iran in the process of peaceful management. In its turn Tehran remains the only country openly opposing the agreement between the United States and Afghanistan. According to Iranian leadership, the long-term military presence of the US and NATO in the neighboring country may adversely affect the situation in the region as a whole. It should be noted that these apprehensions have certain substantiation to be taken into consideration. 
The Russia’s stance on Afghanistan. The Russian Ministry of Foreign Affairs rejected the reports that President Putin had called on Afghanistan to sign an agreement with the United States. Moscow insists the United Nations Security Council be submitted a report on the results of the mission before pulling the forces out, because it was the UN who sanctioned the military operation in Afghanistan. Now the United States decided to get around any international mandate in favor of a bilateral accord with Kabul. Iran wants the United States to fully withdraw from Afghanistan. We believe the Iran’s approach is worth of taking into account because there are many doubts the US will be able to guarantee security in Afghanistan after the agreement comes into force. According to Russia’s view, if Washington provides no guarantees, then the US presence loses any purpose. Especially once Kabul strives to move away from one-sided orientation on Washington and Brussels. At the end of outgoing year Afghanistan approached Russia with a request to make a contribution in providing security and take part in infrastructure projects. Afghanistan needs Russia’s assistance in formation of national police force and hopes to cooperate within the framework of Shanghai Cooperation Organization fighting terrorism and extremism, as well as illegal drugs trade. During the 12 years the US maintained its presence in the country the drugs production there grew by 44 times. The cooperation in question does not include Russia’s military presence. President Putin summed up the results of the year in a press-conference. As to him, Russia’s contribution into the management of acute log-lasting problems related to Syria and the Iranian nuclear program. But Russia does not strive for the role of the only leader. Putin believes sometimes Russia has come up with the proposals becoming the basis for the decisions, some things have been proposed by Americans, Chinese and Europeans. It is all the result of joint efforts and it cannot be viewed otherwise.

  Source:


ONLINE JOURNAL

Der Kriegspopaganda Paroli leisten - vornehmste Aufgabe für Friedensarbeiter im 100. "Kriegsjubiläumsjahr" 2014!



Gedanken von Irene Eckert am 31. 12. 2013

"Danke " für deine Texte und Analysen zur Weltsituation.
 Ich bin zum größten Teil mit ihnen einverstanden, aber nach wie vor teile ich Deine Beurteilung solcher Staatsmänner wie Putin oder Assad nicht. Ich sehe nicht ein, wieso diplomatische Arbeit nicht einhergehen kann mit schärfster Kritik an der Unterdrückung und, im Falle Assad, Ermordung des eigenen Volkes. Man kann sehr wohl gegen Krieg und für diplomatische Lösungen sein, und doch Einspruch erheben gegen ein Regime des Terrors oder der Autokratie, inklusive Druckausüben  mit dem Ziel, dem Alptraum ein Ende zu setzen."

Obige  Zeilen aus einer akademisch geschulten Feder, versandt als Neujahrsbotschaft, enthalten fatale Irrtümer. Sie sind das Ergebnis kriegsdienlicher Propaganda. Dem Frieden  förderlich sind derlei Betrachtungen gewiss nicht.



Ohne zähes, kraftvolles Anschwimmen gegen einen reißenden Strom von Unwahrheiten ist der Terror des Krieges  nicht überwindbar. Wer seine Energien in den Dienst dieser schwierigen Sache   stellt,   tritt  mit dem Ringen um Frieden  konsequenter und notwendiger Weise auch auf gegen Unterdrückung und Gewalt. Das Wesen des Krieges besteht ja in terroristischem Druck  gegen ganze Völker. Seine Methode ist  heute der feige  Mord mittels modernster Tötungsmaschinerie. Ohne eine ausgeklügelte Propagandaindustrie aber, wäre dem kriegerischen Unwesen längst ein Ende gesetzt worden, denn im Grunde wollen alle Menschen in Frieden leben. Frieden ist unsere Daseinsvoraussetzung. 

Eine  Minderheit allerdings verdient gut am Tötungshandwerk und an der Entwicklung der dafür erforderlichen Tötungsmaschinerie. Diese bedarf des propagandistischen Schmieröls. Auch daran essen sich  welche satt.

Als Einzelmeinung wären die einleitenden, fehlerhaften, lapidar dahin geworfenen Gedanken vielleicht noch  zu übergehen. Da aber die hier vorgetragene, nur  scheinbar harmlose  "Meinungsäußerung"  das  Ergebnis von massenmedialer Schmieren-Propaganda ist und diese  schlimme Folgen zeitigt, muss  man ihr um des Friedens und der  Gerechtigkeit Willen  entgegentreten.

Schauen wir uns  also die locker dahin geschriebenen Sätze genauer an. Schon mit dem Adversativ "aber" wird ja das ohnehin nur  rhetorisch floskelhaft vorgetragene Einverständnis wieder zurückgenommen. Der Einspruch wäre bei entsprechender Bereitschaft des Gegenübers diskursiv sachlich zu erörtern. Allerdings sind  die in den Eingangssätzen artikulierten Grundannahmen schlicht falsch. Die formulierten Voraussetzungen  beruhen auf den üblichen,  unsinnigen, klischeehaften Zuschreibungen,  die da lauten "Assad mordet sein eigenes Volk" oder  "Putin ist ein Autokrat,  der das Volk unterdrückt".  Klischees haften leider wie klebrige Kaugummi-Masse. Der  durch sie bewirkten  Verunreinigung des Denkens ist  entsprechend schwer beizukommen.

Tatsachen lassen sich zwar  überprüfen, aber  das kostet Mühe und ist ohne Recherchearbeit nicht zu haben. Wer  sich aber in der Kaugummi-Masse eines  Klischees   einmal verfangen hat, denkt selten daran daran, zu überprüfen, was er wiedergibt. Das,  was  täglich und stündlich aus allen medialen Kanälen als Wahrheit verkündet wird, gilt den Menschen gemeinhin einfach als zutreffend und Punkt.  Leider finden  sich auch unter  den "Aktivisten der Friedensbewegung"  zahlreiche Medienkonsumenten,  die dem folgenreichen   falschen Blick auf die Wirklichkeit  fataler Weise erliegen. Womit schon erklärt ist, warum es eine wirkliche  Bewegung für den Frieden  derzeit nicht gibt.  

Ein objektiver, die nackten  Tatsachen aufgreifender Blick auf die  mit schweren Vorwürfen bedachten Staatsmänner kann  allerdings rasch Klarheit schaffen. Es ist nachprüfbar dem  diplomatischen Wirken eben jener mies gemachten Politiker geschuldet,  dass der offene Krieg gegen Syrien, längst vom Pentagon beschlossen,  im zurück liegenden Jahr noch einmal abgewendet werden konnte.  Die Präsidenten Putin und Assad  verweigern sich beharrlich einer Politik des Krieges  und der Konfrontation. Beide Staatsmänner sind bemüht Schaden von ihrem Volk abzuwenden. Ihre Standhaftigkeit kommt der Welt zugute.

Vladimir  Putin ist daher  ein weithin  angesehener,  von seinem  Volk direkt  und  zum 3. Mal gewählter, Staatschef. Obwohl es im großen Russland seit langem wirtschaftsmächtige Gegenkräfte gibt, obwohl die Printmedien überwiegend gegen ihn Stimmung machen, so erzielt Präsident Putin dennoch  regelmäßig hohe Zustimmungsraten. Unter seiner  klugen Führung  wurde das von seinem Vorgänger  Jelzin bereits zum Ausverkauf feil gegebene Vermögen des Landes einem gewissen nationalen  Schutz unterstellt. Trotz neoliberaler kapitalistischer Weichen, denen auch Russland heute ausgesetzt ist, werden im Lande die Renten erhöht, Beamtengehälter überhaupt wieder regelmäßig ausgezahlt und dem kompletten Ausverkauf der nationalen Reichtümer des Landes wurden Grenzen auferlegt.  Außenpolitisch ist es vor allem Putins Initiativkraft geschuldet, dass es nicht zum offenen Krieg gegen Syrien kam. Dieser hätte einen Weltbrand nach sich ziehen können.

 Russland bietet derzeit Edward Snowden Schutz, ohne die Präsenz des Ex-Geheimdienstmannes propagandistisch auszuschlachten.  Russland agiert weltpolitisch klug und äußerst vorsichtig. Dazu kann man sämtliche Reden, Interviews und öffentlichen Verlautbarungen Putins lesen. Seine hervorragenden Deutschkenntnisse, sowie die Kenntnis unserer Literatur und Kultur könnten ihn uns zum Verbündeten machen.  
Souverän erwies sich  der Russe jüngst  gegenüber seinen innenpolitischen Gegnern.  Er  erließ eine umfassende  Amnestie. Der Staatschef  Putin nutzte seine verfassungsmäßigen Vollmachten  gegenüber rechtsstaatlich Verurteilten.  Auch hier liegt eine politische Chance.  Wann und und wo gab es je eine vergleichbare Geste des Westens? 

Nun zum stolzen multiethnischen und multireligiösen  Syrien, dem letzten, noch zumindest  bis 2011 wirklich souveränen, freien arabischen Land.  Es ist ein kleines  Land von kaum mehr als 20 Millionen Staatsbürgern, das dem Westen noch immer die Stirn bietet. Ein Land, das von einer Dynastie von Alawiten, also liberalen Muslimen, gelenkt wird. Sein derzeitiger Präsident, Dr. Assad, ein Augenarzt, musste nach dem Unfalltod seines Bruders 34jährig , nach dem Ablebens des Vaters der Staatsraison folgend, in die Politik eintreten. Natürlich wurde  er von seinem  Volk gewählt. Der gebildete, sprachgewandte Mann ist bis heute populär. Trotz der terroristischen Umtriebe im Lande wurde  sogar  2012  unter seiner Führung eine neue Verfassung ausgearbeitet und mittels eines  Referendums angenommen.

Das kleine Land hatte übrigens bis 2011 keine nennenswerten  Auslandschulden. Der heutige Präsident Baschar al-Assad hat in Großbritannien studiert und ist modernen, kapitalistischen Einflüssen gegenüber (leider!) durchaus aufgeschlossen. Aber er ist ein stolzer Syrer, er vertritt die Interessen seiner Nation.  Die Schulbildung im Lande war kostenlos und  ebenso wie die Gesundheitsversorgung vorbildlich in der arabischen Welt, bis vor kurzem noch. Das  Land nahm überproportional  viele Flüchtlinge auf, aus dem kriegsverheerten Irak, aus dem  gebeutelten Libanon,  aus Palästina. Die Führung des  Landes  ließ sich  trotz schlimmer Provokationen von Seiten Israels, dessen völkerrechtswidriger Annexion der  syrischen Golanhöhen  und trotz wiederholter Bombenangriffen seitens des Nachbarlandes,  nicht zu unbedachten Schritten hinreißen.

Weil  also die oben genannten Staatsmänner ihre respektiven Länder, das eine klein, das andere riesig, nicht so führen, wie es  fragwürdige  westliche "Demokratie"-Vorstellungen einfordern, weil sie ihre Länder, dem  neoliberal geschminkten Kapitalismus nicht  gänzlich zum Fraße hinwerfen, weil sie standfest und nicht so korrupt sind wie so viele andere Politiker,  deswegen werden sie grotesker Weise  von westlichen Medien verteufelt. Weil sie sich dem Diktat des Westens nicht völlig unterwerfen, ist ihnen das gleiche Schicksal zugedacht wie  dem  libyschen Staatschef Ghaddafi, wie dem Iraker  Saddam Hussein oder  dem Jugoslawen Slobodan  Milosevic. Der Erste  stand einem (öl-)reichen, für afrikanische Verhältnisse wohlhabenden Land vor,  der Zweite  repräsentierte ein (öl-)reiches arabisches Land und der Dritte vertrat einen  noch halb-sozialistischen europäischen Staat, der  sich den  Plänen  des IWF in den Weg stellte. Nach der Zerschlagung der Sowjetunion ist der große Hegemon zur Duldung eigenwilliger Experimente nicht mehr bereit. Allerdings haben sich die Zeichen der Zeit geändert und seiner Macht sind neuerdings gewisse Schranken auferlegt.

Warum  erfahren wir  dergleichen nicht aus unseren Leitmedien, sondern werden  quasi bombardiert mit  Negativschlagzeilen über die jeweiligen  Staatsmänner der unbotmäßigen und daher zu bekriegenden Nationen?

 Das ist so, weil unsere Medien nicht den Auftrag haben aufzuklären, sondern im Sinne ihrer Auftraggeber Tatsachen verschleiern müssen.  Das Leitpersonal der Alpha-Medien ist  gekauft.  Eine von der Rüstungsindustrie unabhängige Presse  oder Medienwelt gibt es längst nicht mehr. Eine im Jahr 2013 in Köln erschienene Doktorarbeit von Uwe Krüger führt den exakten Nachweis darüber. Die Arbeit wurde unter dem Titel "Medienmacht - Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten- eine kritische Netzwerkanalyse", 2012 beim Institut für praktischen Journalismus- und Kommunikationsforschung/ IPJ in Leipzig vorgelegt  und für seine methodische Innovation und  Genauigkeit gepriesen.

Nur wenn wir mit Hilfe einer um Wissenschaftlichkeit bemühten Literatur begreifen, wie wir genasführt werden und wie man versucht, uns menschenrechtliche Bären aufzubinden, nur dann können wir der Kriegspropaganda erfolgreich widerstehen. Diese Arbeit ist aber notwendig, wenn wir den Frieden  wollen, wenn wir für Menschenrechte und diplomatische Lösungen votieren und dafür zu kämpfen bereit sind.

Das Eingangszitat bietet dafür ganz und gar keine Grundlage.  Für die Verteidigung von Menschenrecht, Frieden, Demokratie oder auch nur  Diplomatie ist es gänzlich ungeeignet.  Es dient objektiv den am Kriege verdienenden Kräften. 

Sich den am Kriege verdienenden Kräften entgegenzustellen erfordert begreiflicherweise Mut. Wer dazu bereit ist, braucht nicht nur die nötige Klarheit im Kopf, sondern er  braucht  dafür zuverlässige Verbündete. Friedensarbeit ist in erster Linie  Kopfarbeit, Recherche-Arbeit. Die  Lektüre schöngeistiger Literatur, selbst die der Klassiker, bietet  dafür keine ausreichende Grundlage.

Der  Willen und der nötige  Mut dafür, solch eine gegen den Strom zu leistende Arbeit zu erbringen, ist in allen Völkern gegenwärtig. Ich selbst konnte aufgeklärte und mutige Friedensarbeiter in diesem Frühjahr in Istanbul und Hatay erleben und zuletzt im Dezember in Haifa und Ramallah. Es sind überall  auf der  Erde mutige Menschen  am Werk. Sie kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Ihr Engagement ist geprägt von den unterschiedlichsten  weltanschaulichen Erwägungen. Obwohl sie aus ganz verschiedenen Kulturen kommen, teilen sie eine basiale Ethik. Es ist wohltuend, sich mit solchen Menschen über Kontinente hinweg verbunden zu wissen.

Ich freue mich daher über die Bekanntschaft mit  Menschen wie dem Mathematik-Professor Akido, dem Ex-Bürgermeister von Hiroshima, über die Begegnung  mit  Avraham Burg, dem Thora-Gelehrten und  ehemaligen Sprecher der israelischen Knesset, über das Zusammentreffen mit  türkischen Anwaltsvertretern der Istanbuler Anwaltskammer im Mai  des zurückliegenden Jahres  Ich fühle mich getragen  durch die Inspiration von türkischen Musikern und Popkünstlern, von den vielen Menschen, die anders als bei uns zu Lande keine Berührungsängste etwa gegenüber  der Kommunistischen Partei ihres Landes haben. Ich freue mich darüber, Frauen wie die Brasilianerin  Soccoro Gomez, Präsidentin des Weltfriedensrates, kennengelernt zu haben. 

Der Mut und die Einsatzbereitschaft solcher Menschen gibt uns Kraft weiter zu kämpfen für ein besseres Morgen. Die Inspiration durch solche Menschen hilft uns, für die Wahrheit einzutreten. Denn es ist die Wahrheit, die uns frei machen wird, frei von Kriegen und frei von sozialem Elend.

Die Verlogenheit wird  keine Zukunft haben, solange wir uns  von aufrechten Menschen umgeben fühlen und   wir selbst  uns immer wieder persönlich darum bemühen, das Weltgeschehen zu verstehen.  Alternative, unabhängige Quellen gibt es. Die Frage nach den  macht - und wirtschaftspolitischen  Motiven der Textverfasser  ist  dienlich.

"Greatest Threat To World Peace: The United States of America" Global Research


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Over 12 years into the so-called “Global War on Terror,” the United States appears to be striking terror into the hearts of the rest of the world.
In their annual End of Year survey, Win/Gallup International found that the United States is considered the number one “greatest threat to peace in the world today” by people across the globe.
The poll of 67,806 respondents from 65 countries found that the U.S. won this dubious distinction by a landslide, as revealed in the chart below.
The BBC explains that the U.S. was deemed a threat by geopolitical allies as well as foes, including a significant portion of U.S. society.
Predictable in some areas (the Middle East and North Africa) but less so in others. Eastern Europe’s 32% figure may be heavily influenced by Russia and Ukraine, but across most of Western Europe there are also lots of figures in the high teens.
In the Americas themselves, decades of US meddling have left an awkward legacy. Its neighbours, Mexico (37%) and Canada (17%), clearly have issues. Even 13% of Americans see their own country as a danger.

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Tuesday, December 31, 2013

May 2014 Become A New Year of Enlightenment and Successful Efforts for Peace On Earth!

May everyone see his or her possibility to contribute to this wishful thinking in the year ahead, so that together we will eventually become strong enough to implement the noble  project 'peace by peace'.
The first piece of  peace begins in the minds and hearts of people. Therefore let us be prepared to stretch out our hand to those who have been  denigrated and labelled as enemies for us. Enemy images can be and must be shred. Reality must be looked at afresh without preconceptions.
Let us celebrate unity for the most nobel causes on earth:  Solidarity for a modest but good life. NO to war propaganda and arms expenditures. Let us  defy the distortation of language and  the renaming of  violent aggression as "humanitarian intervention" or "responsibility to protect".  ONE HUNDRED YEARS are enough! We want no more wars, no more power over other nations, no more of exploiting the natural riches of others for free. May there be peace on earth and may it be furthered by us.


Monday, December 30, 2013

The Mainstream Now Admits that the Syrian Rebels Have Chemical Weapons


News | 31.12.2013 | 06:53
 
Pulitzer Prize winning journalist Seymour Hersh wrote an extensive investigative piece last week featured in the London Review of Books, which details the Obama administration’s “cherry-picking” of intelligence related to the August 21 Damascus chemical attack. “Whose sarin?” was originally intended for the Washington Post, but neither the Post nor Hersh’s usual New Yorker Magazine published it – presumably because its allegations and conclusions are too explosive and embarrassing for those already heavily invested in the accepted narrative of D.C. official sources. Read the following bombshell revelation from the first paragraph:
Most significant, he [Obama] failed to acknowledge something known to the US intelligence community: that the Syrian army is not the only party in the country’s civil war with access to sarin, the nerve agent that a UN study concluded – without assessing responsibility – had been used in the rocket attack. In the months before the attack, the American intelligence agencies produced a series of highly classified reports, culminating in a formal Operations Order – a planning document that precedes a ground invasion – citing evidence that the al-Nusra Front, a jihadi group affiliated with al-Qaida, had mastered the mechanics of creating sarin and was capable of manufacturing it in quantity. When the attack occurred al-Nusra should have been a suspect, but the administration cherry-picked intelligence to justify a strike against Assad.
Hersh goes on to detail an intelligence community revolt, involving high-level officers, against the administration claim that only the Assad regime could have been responsible for the August 21 incident. Hersh has extensive intelligence and military contacts based on his decades long career covering war going back to Vietnam (it was Hersh that exposed the My Lai Massacre). His reporting of intelligence community push-back begins with the following:
But in recent interviews with intelligence and military officers and consultants past and present, I found intense concern, and on occasion anger, over what was repeatedly seen as the deliberate manipulation of intelligence. One high-level intelligence officer, in an email to a colleague, called the administration’s assurances of Assad’s responsibility a ‘ruse’. The attack ‘was not the result of the current regime’, he wrote.
In mid-November, Philip Giraldi, a former CIA officer who writes on foreign and defense affairs for The American Conservative first broke the story of a threatened mass resignation by top intelligence analysts over Syria chemical weapons claims. “Quitting Over Syria,” while written by an insider who keeps extensive intel community contacts, got no exposure in major network news, failing to reach the mass of Americans. Giraldi’s reporting was consistent with Hersh’s recent revelations:
With all evidence considered, the intelligence community found itself with numerous skeptics in the ranks, leading to sharp exchanges with the Director of Central Intelligence John Brennan and Director of National Intelligence James Clapper. A number of analysts threatened to resign as a group if their strong dissent was not noted in any report released to the public, forcing both Brennan and Clapper to back down. This led to the White House issuing its own assessment, completely divorcing the process from any direct connection to the intelligence community. The spectacle of CIA Director George Tenet sitting behind Secretary of State Colin Powell in the United Nations, providing him with credibility as Powell told a series of half-truths, would not be repeated.
The American public had no knowledge of this internal conflict and dissent within the intelligence community while it was happening, and few know of it today.
More surprising is that while the ongoing UN investigation was center stage throughout September, the final UN findings on chemical weapons usage in Syria were published this last Thursday (12/12), yet received little focus in major American media reporting or analysis. While major media has perhaps “moved on” – the UN report contains some damning information related to the rebels and chem weapons: “The United Nations Mission remains deeply concerned that chemical weapons were used in the ongoing conflict between the parties in the Syrian Arabic Republic, which has added yet another dimension to the continued suffering of the Syrian people,” the report says [emphasis LR's].
The report states that chemical weapons were “probably used” at five sites in Syria during the two-and-a-half year long conflict. Most significant is that at two sites, the victims were Syrian government soldiers, and at another, the victims were regime soldiers and civilians (for initial BBC reporting go here). While the purpose of the investigation was not to establish the culprit in each attack, the report identifies the victims in three out of the five incidents as regime soldiers. This is a tacit UN admission that the rebels possess and have used chemical weapons.
Even the generally pro-rebel and very establishment New York Times had to admit the following on Thursday:
Chemical weapons were used repeatedly in the Syria conflict this year, not only in a well-documented Aug. 21 attack near Damascus but also in four other instances, including two subsequent attacks that targeted soldiers, the United Nations said in a report released Thursday.
And concerning the first reported usage of chemical weapons in the entirety of the Syrian conflict, the NYT admits that Syrian soldiers were on the receiving end:
The report said the panel had corroborated “credible allegations” that chemical weapons were used in the first reported attack — a March 19 episode involving soldiers and civilians in Khan al-Assal in the country’s north.
For those that did their homework while questions of Syria chemical attacks were the hot topic in August and September, credible allegations of rebel chemical weapons are nothing new. Last May, Carla Del Ponte, a top UN human rights investigator and former UN Chief Prosecutor and veteran International Criminal Court prosecutor - was the first to accuse the rebels using Sarin gas against regime forces and civilians (see here, here, and here). Del Ponte’s assertions, based upon her information gathering team on the ground, caused a row in Europe, but it seems the only major American outlet to cover the story was the LA Times. During a Swiss-Italian TV interview, she was convinced enough to be very blunt in her assessment, saying, “I was a little bit stupefied by the first indication of the use of nerve gas by the opposition.”
Revelations of the deep divide within the U.S. intelligence community over the August 21 chemical attack and Obama’s push for intervention, along with the just release UN report confirming that CW were used against regime troops in the majority of attack sites, should get common sense Americans questioning everything they were ever told by establishment sources concerning chemical weapons and Syria.