Wednesday, June 19, 2013

stiller protest in der Türkei: duranadam - standingman



Die Studentin Eylem Özkan (Foto: DW/S. Sokollu)

TÜRKEI

Stiller Protest in der Türkei

Schweigend und stehend demonstrieren Tausende im ganzen Land gegen Premier Erdogan. So wollen sie ein Zeichen gegen das aggressive Vorgehen der Polizei gegen die Proteste der vergangenen Wochen setzen.
Verhaftete, zahlreiche Verletzte und vier Tote - das ist die vorläufige Bilanz der Protestbewegung in der Türkei. Mehr als zwei Wochen lang demonstrierten Tausende Türken für mehr Rechte und Freiheiten in ihrem Land. Vor allem Premierminister Recep Tayyip Erdogan wurde zur Zielscheibe der Proteste: "Tayyip istifa!" ("Tayyip trete zurück!") gehörte zu den am lautesten gerufenen Slogans.
Die Demonstranten marschierten durch die Straßen Istanbuls, beschmierten die Wände mit regierungskritischen Sprüchen und lieferten sich heftige Gefechte mit der Polizei. Der Gezi-Park wurde zum Symbol der Protestbewegung. Dort wurde getanzt, gesungen, gegessen und in Zelten geschlafen. Nach der gewaltsamen Räumung des Parks durch die Polizei scheint das alles nun ein Ende zu haben. Statt der Rufe herrscht Schweigen, statt marschierenden Menschen sieht man Stillstand.
Schweigen als neue Art des Widerstandes
Der Vater des stillen Protests in der Türkei: der Choreograph Erdem Gündüz (Foto: Reuters)Der "Vater" des stillen Protests in der Türkei: der Choreograph Erdem Gündüz (Bildmitte)
Abendliches Töpfeklopfen, Pfeifen, Klatschen und das An- und Ausschalten von Lichtern galten bereits in den vergangenen Wochen im ganzen Land als alternative Formen des Demonstrierens. Doch der schweigsame Stehprotest ist neu. Begonnen hat er am Montag (17.06.2013) mit einem Mann, der einfach nur dastand. Schweigend, die Hände in den Hosentaschen. Sein Blick starr, in Richtung eines Porträts des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Über fünf Stunden verharrte der Choreograph Erdem Gündüz in der gleichen Pose auf dem Taksim-Platz. Bald wurde er von Demonstranten bemerkt, mehr und mehr schlossen sich spontan seinem Beispiel an.
In der Nacht schließlich stand eine Menschentraube um den vorher einsamen Protestler herum. Schweigend. Nichts fordernd. Ein friedlicher Stehprotest. Die türkische Polizei war sich nicht sicher, was sie tun soll. Demonstrationen auf dem Taksim-Platz hat Erdogan verboten. Jeder, der jetzt noch dort demonstriere, werde als Terrorist behandelt, erklärte seine Regierung. Schließlich vertrieb die Polizei die schweigende Menge. Gündüz wurde festgehalten und verhört, letztendlich aber frei gelassen.
Stehender Mann mobilisiert die Massen
Ausschreitungen auf dem Taksim-Platz in Istanbul (Foto: Reuters)Vorherige Proteste wurden mit Gewalt beendet
Binnen weniger Stunden gingen die Bilder und Berichte über den stillen Protest des stehenden Mannes (türkisch: duran adam) auf dem Istanbuler Taksim-Platz via Twitter (Hashtag #duranadam bzw. #standingman) um die Welt. In vielen türkischen Städten nahmen sich Demonstranten ein Beispiel am friedlichen Stehprotest. In Istanbul selbst hat sich der stille Protest inzwischen auf andere Stadtteile verlagert. So stehen etwa in Besiktas Demonstranten gegen die Regierung Erdogan ein. Ein Mann stellte sich vor die Redaktion der als regierungsnah geltenden Tageszeitung Sabah. Über die sozialen Netzwerke werden feste Uhrzeiten ausgemacht, zu denen die gesamte türkische Nation für fünf Minuten stillstehen soll. So wie Dienstagabend: Um Punkt 20 Uhr stand das ganze Land still.
Unglücklicherweise  sei es in den letzten Tagen zu einem Verbrechen geworden, auf Dinge zu reagieren, die in diesem Land passieren, erklärt die 26-jährige Demonstrantin Eylem Özkan im DW-Gespräch: "Im Gezi-Park haben die jungen Menschen versucht, mit ihrer Kultur und ihrem Sinn für Humor Widerstand zu leisten. Aber es hat nicht geholfen. Jetzt haben wir uns für Stille entschlossen. Manchmal ist Stille die beste Reaktion."
"Wir sind klüger und stärker als sie"
Der Soziologe Hüseyin Günes (Foto: DW/S. Sokollu)Soziologe Hüseyin Günes: Das ist ein Aufschrei
Auf dem Taksim-Platz richten sich die Blicke vor allem auf das Atatürk-Kulturzentrum, das Erdogan zum Abriss verdonnert hat. Sitzend, betend und meditierend drücken die Menschen ihren Protest aus. Die Blicke richten sich auch auf die Polizei, die den Gezi-Park mit Absperrungen besetzt. Stundenlang stehen die Menschen den Beamten gegenüber. Ohne eine Miene zu verziehen, schauen sie ihnen in die Augen. "Das ist der beste Weg, um ihnen zu zeigen, dass wir klüger und stärker sind als sie. Denn sie schlagen uns und schubsen uns. Wir müssen klügere Wege finden, zu demonstrieren", sagt die Demonstrantin Gökce Isilsen. Ein weiterer Demonstrant hat vier Kerzen angezündet: Als Andenken an die vier Todesopfer - drei Demonstranten und ein Polizist. "Wenn wir uns mit Lauten ausdrücken, werden wir mit Schmerz konfrontiert, wenn wir leise sind, dann nicht", so der sitzende Demonstrant.
Der Journalist und Soziologe Hüseyin Günes ist schon seit dem ersten Tag der Protestbewegung dabei. "Mich hat eine Plastikkugel an der Hand getroffen, ich wurde von einer Tränengasbombe getroffen und mit Wasserwerfern angegriffen", so der stillstehende Günes im DW-Gespräch. Dies sei ein Aufschrei - und er wolle den Schrei damit verstärken.

DW.DE

AUDIO UND VIDEO ZUM THEMA

  • Datum 19.06.2013

Turkish Protesters Stand Up straight - Even Cats involved now


Tuesday, June 18, 2013

S.V. Lawrow, Ministers für auswärtige Angelegenheiten Russlands in der Huffington Post» vom 15. Juni 2012.

Der Beitrag des russischen Außenministers mag ein Jahr alt sein, die Aktualität bleibt leider brennend:

„Auf der richtigen Seite der Geschichte“ Artikel des Ministers für auswärtige Angelegenheiten Russlands S.V. Lawrow Veröffentlicht in der Ausgabe «The Huffington Post» vom
15. Juni 2012. 
Es ist immer wieder festzustellen, dass in den Mainstream-Medien der BRD und mitunter auch von Vertretern der offiziellen Politik außenpolitische Ereignisse tendenziös oder auch falsch dargestellt werden. Das betrifft insbesondere die russischen Positionen im Ringen um die Beilegung des Konflikts in und um Syrien, ein Konflikt, der größte Gefahren für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten und in der Welt in sich trägt. Der russische Außenminister S.V. Lawrow hat in einem grundsätzlichen Artikel diese Positionen dargelegt.  weiter lesen >>

Monday, June 17, 2013

Syriens Präsident Präsident Assad warnt vor einem Export des Terrorismus nach Europa.


Syriens Machthaber Assad im F.A.Z.-Gespräch„Europa wird den Preis für Waffenlieferungen zahlen“

 ·  In einem exklusiven Interview mit der F.A.Z. warnt Syriens Präsident Assad vor einem Export des Terrorismus nach Europa. Assad spricht über Waffen für die Rebellen, den Einsatz von Giftgas, die Rolle ausländischer Mächte und die Genfer Konferenz.
© SYRISCHES PRÄSIDIALAMTF.A.Z.-Redakteur Rainer Hermann im Gespräch mit Baschar al Assad nahe Damaskus
Herr Präsident, die syrische Armee hat die Kontrolle über Teile Syriens verloren. Fällt das Land auseinander?
Wir befinden uns nicht in einem gewöhnlichen Krieg, in dem wir die Kontrolle über Landesteile verlieren und andere Teile kontrollieren. Es ist kein Krieg einer Armee gegen eine andere Armee. Unsere Armee sieht sich vielmehr Banden gegenüber. Richtig ist, dass die Armee nur dann an einen Ort vordringen wollte, wenn sie das auch konnte. Wollte sie es, tat sie es auch. So können wir jeden Ort, in den wir vordringen, auch kontrollieren. Die Jagd auf die Terroristen hat einen hohen Preis. Wir zweifeln nicht daran, dass wir die Terroristen auf unserem Boden vollkommen ausschalten werden. Das Problem ist die Zerstörung, die dabei entsteht.
Sie sprechen von Terroristen. Ist jeder Aufständische ein Terrorist?
Ist es in Ihrem Land erlaubt, Waffen zu tragen, unschuldige Menschen zu töten, Bürger zu terrorisieren, Schaden anzurichten, zu stehlen? In allen Ländern der Welt wird jeder, der Waffen trägt – ausgenommen Armee und Polizei –, um Menschen zu schikanieren und zu töten, als Terrorist definiert. Und die Leute in Syrien, die Waffen tragen, tun genau das. Ob sie ein extremistisches oder kriminelles Motiv haben – für die trifft die Bezeichnung Terrorist zu. Daher unterscheiden wir zwischen Terroristen und der Opposition, die politisch ist und ein politisches Programm hat. Töten und Abschlachten aber ist Terrorismus.
Wie lange wird der Krieg dauern?
Seit den ersten Tagen wird mir die Frage gestellt, wann die Krise zu Ende geht. Meine Antwort war, die Krise könnte lange Zeit dauern. Denn der externe Faktor ist offensichtlich. Eine innere Krise wird entweder endgültig gelöst, oder sie entwickelt sich in einen Bürgerkrieg. Weder ist das eine passiert noch das andere. Der Grund dafür ist der externe Faktor, der bemüht ist, die Krise politisch und militärisch zu verlängern.
Tragen Sie nicht eine Mitschuld an der Zerstörung des Landes? Am Anfang waren die Proteste rein politischer Natur, erst später wurde daraus ein bewaffneter Konflikt.
Seit Beginn der Krise, ja sogar schon mehrere Jahre vor ihrem Ausbruch haben wir mit Reformen begonnen. Wir haben mehrere Gesetze erlassen, das Notstandsgesetz aufgehoben, die Verfassung geändert und darüber ein Referendum abgehalten. Vielleicht weiß der Westen das, vielleicht auch nicht. Was er nicht sehen will ist das: Schon in den ersten Demonstrationswochen hat es unter der Polizei Tote gegeben, Märtyrer. Wie konnte es bei friedlichen Demonstrationen dazu kommen, dass Polizisten getötet wurden? Unter den Demonstranten waren Bewaffnete, die auf die Polizisten schossen. Manchmal waren sie auf Plätzen unweit der Demonstration, und von dort schossen sie auf Demonstranten und Polizisten, damit man annimmt, die eine Seite habe auf die andere das Feuer eröffnet.
Es gibt zentrifugale Kräfte in Syrien. Einzelne Regionen des Landes orientieren sich mehr an ihren Nachbarstaaten. Werden sich in der Levante die Grenzen verschieben?
Nimmt man aus einem Steinbogen den Schlussstein heraus, und der ist Syrien, fällt der gesamte Bogen auseinander. Jedes Spielen mit den Grenzen in der Region bedeutet, die Landkarte neu zu ziehen. Das hat einen Dominoeffekt, den keiner mehr kontrollieren kann. Es kann sein, dass eine der Großmächte diesen Prozess anstößt. Aber niemand wird es gelingen, diesen Prozess an einer bestimmten Stelle zu stoppen. Es gibt heute im Nahen Osten neue soziale Abgrenzungen – konfessionelle und nationale, neben den politischen Grenzen. Sie machen die Lage kompliziert. Niemand kann sich bei einem Neuskizzieren der Landkarte vorstellen, wie die Region aussehen wird. Sie wird wahrscheinlich eine Landkarte für unzählige Kriege im Nahen Osten und möglicherweise anderswo sein, die von niemand gestoppt werden können.
Wie wird also die regionale Ordnung in den kommenden Jahren aussehen?
Wenn wir das Szenario einer zerstörenden Spaltung Syriens ausschließen, glaube ich an ein anderes, positives Szenario. Die erste Herausforderung ist die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität, die zweite der Wiederaufbau. Die größte und wichtigste Herausforderung aber ist, sich gegen den Extremismus zu stellen. Denn es hat sich gezeigt, dass in manchen Gesellschaften der Region Verschiebungen in Richtung Extremismus stattfinden und ein Entfernen von der Mäßigung, insbesondere in Angelegenheiten der Religion. Es stellt sich die Frage, ob es uns gelingt, diese Gesellschaften neu zu positionieren, so wie sie in der Geschichte gewesen waren. Manche sprechen von Toleranz, manche sagen, es sei Koexistenz. Hält sich jemand für tolerant, kann er eines Tages den Anderen plötzlich nicht mehr tolerieren. Es hängt auch nicht von bloßer Koexistenz ab, sondern vom Zusammenfügen der Teile der Gesellschaft. Das hatte diese Region ausgezeichnet. Die andere Herausforderung ist die Reform, die wir wollen. Die ständige Frage ist, welches das beste politische System ist, das unsere Gesellschaft zusammenhält: das präsidiale oder halbpräsidiale System? Das parlamentarische? Was ist das passende Parteiensystem? Wir können hier keine religiöse Partei haben – weder eine christliche noch eine islamische. Für uns ist die Religion die Aufforderung zum persönlichen Glauben, kein Instrument, um Politik zu machen. Das Wichtigste ist, den Anderen zu akzeptieren. Tut man das nicht, kann es keine Demokratie geben, selbst wenn wir über die beste Verfassung und die besten Gesetze verfügen.
Was bedeutet Säkularismus in einem Umfeld, in dem die islamistischen Tendenzen an Stärke gewinnen?
Der Nahe Osten ist eine ideologiegebundene Region. Die arabische Gesellschaft stützt sich auf zwei Säulen: den Panarabismus und den Islam. Alles andere hat nicht diese Bedeutung. Für uns in Syrien bedeutet Säkularismus die Freiheit der Religionen: Christen, Muslime und Juden, mit allen ihren vielfältigen Konfessionen. Der Säkularismus ist notwendig für die Einheit der Gesellschaft und für das Gefühl von Staatsbürgerschaft. Dazu gibt es keine Alternative. Denn zur gleichen Zeit sind die Religionen in unserer Region stark. Das ist schön und nicht schlecht. Schlecht ist indes, dass Fanatismus in Terrorismus umschlägt. Nicht jeder Fanatiker ist ein Terrorist, aber jeder Terrorist ist ein Fanatiker. Deshalb sage ich: Das Konzept unseres säkularen Staats ist, dass jeder das Recht hat, seine Religion frei auszuüben. Keiner wird aufgrund seiner Religion, Konfession und Rasse anders behandelt.
„Wenn die Opposition unabhängig und national ist, haben wir kein Problem.“© SYRISCHES PRÄSIDIALAMT„Wenn die Opposition unabhängig und national ist, haben wir kein Problem.“
Wie bewerten Sie das „Arabische Erwachen”, das manche „Arabischer Frühling“ genannt haben?
In einem Frühling gibt es kein Blutvergießen, kein Töten und keinen Extremismus; Schulen werden nicht zerstört, Kindern wird der Schulbesuch nicht verboten, der Frau wird nicht verboten, sich so zu kleiden, wie sie es will. Was wir heute durchmachen, ist kein Frühling. Schauen Sie, was in Syrien vor sich geht – töten, schlachten, Menschen enthaupten, sogar Menschenteile essen.
Sie werfen Ländern wie Saudi-Arabien, Qatar, der Türkei und Großbritannien Einmischung vor. Sind nicht auch Russland und Iran aktiv beteiligt?
Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Zusammenarbeit unter Staaten und der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates mit der Absicht, dessen Stabilität zu untergraben. Staaten arbeiten in dem Willen zusammen, ihre Souveränität, Unabhängigkeit, die Freiheit ihrer Entscheidungen und ihre Stabilität zu gewährleisten. Das Verhältnis zwischen Syrien und Russland, Iran und anderen Staaten, die an der Seite Syriens stehen, ist ein Verhältnis der Zusammenarbeit, das vom Völkerrecht garantiert und abgesichert ist. Die Staaten aber, die Sie genannt haben, mischen sich mit ihrer Syrien-Politik in die inneren Angelegenheiten Syriens ein. Diese Einmischung stellt eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität des Landes dar. Sie will das Land destabilisieren und Chaos und Rückständigkeit verbreiten.
Der Libanon und der Irak werden von konfessionellen Spannungen geprägt. Tragen Sunniten und Schiiten beider Länder ihre Konflikte nach Syrien?
Hat man in der Nachbarschaft konfessionelle Systeme, konfessionelle Unruhen oder Bürgerkriege – wie es im Libanon vor 30 Jahren der Fall war –, wird man selbst in Mitleidenschaft gezogen. Syrien hat sich daher 1976 im Libanon eingemischt, um sich selbst und auch den Libanon zu schützen. Daher kümmern wir uns auch um das, was im Irak geschieht, denn wir werden direkt davon beeinflusst. Gegen den Krieg im Irak zu sein, war daher entscheidend, trotz der amerikanischen Drohungen jener Zeit. Konfessionelle Ordnungen sind gefährlich.
Auf der Seite der Rebellen in Syrien kämpft die Nusra-Front. Wer ist das? Wer versorgt sie mit Waffen und Geldern?
Die Nusra-Front ist ein Zweig von Al Qaida. Sie vertritt dieselbe Ideologie. Zu finden ist sie in Syrien, im Irak, im Libanon und in Jordanien. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch anonyme Personen und Organisationen mit derselben Ideologie. Sie verfügen über Unsummen an Geld und Waffen. Die Spenden fließen direkt an die Nusra-Front; es ist schwierig, Herkunft und Abnehmer dieser Ressourcen aufzuspüren. Die Nusra-Front zielt auf die Errichtung eines islamischen Staats und stützt sich hauptsächlich auf die wahhabitische Konfession. Letztlich mündet das ins Konzept von Al Qaida – siehe die Lage in Afghanistan. Das betrifft in erster Linie die Frauen. Die Nusra-Front will das islamische Gesetz, die Scharia, anwenden. Das ist eine entstellte und deformierte Form des Islams. Auf Youtube kann man eine Vorstellung von ihrem barbarischen Handeln bekommen. Im belgischen Fernsehen war kürzlich zu sehen, wie ein Unschuldiger mit einem Beil enthauptet wurde. Die Mitglieder der Nusra-Front kommen aus Syrien, aus anderen arabischen und islamischen Staaten, auch aus Europa.
Wie schätzen Sie die Syrien-Politik Frankreichs und Großbritanniens ein?
Ich bin der Auffassung, dass Frankreich und Großbritannien ein Problem mit der – nach ihrer Auffassung – störenden syrischen Rolle in der Region haben. Sie und die Vereinigten Staaten suchen nach Lakaien und Puppen, die ihre Interessen durchsetzen. Wir haben das abgelehnt. Wir waren immer unabhängig und frei. Frankreich und Großbritannien sind historisch Kolonialmächte. Wahrscheinlich haben sie das nicht vergessen. Sie handeln in dieser Region durch Vertreter und Kollaborateure. Es kann sein, dass Frankreich und Großbritannien Saudi-Arabien und Qatar steuern. Wir sollten nicht außer Acht lassen, dass die Politik und die Wirtschaften Frankreichs und Großbritanniens von Petrodollars abhängig sind. Was in Syrien vor sich geht, ist eine Chance für diese Staaten, einen nicht fügsamen Staat an den Rand zu drängen und nach einem neuen Präsidenten zu suchen, der immer nur „jawohl“ sagt. Den haben sie nicht gefunden und den werden sie auch in Zukunft nicht finden.
Die EU hat ihr Waffenembargo gegen Syrien nicht verlängert, aber noch keine Entscheidung zur Lieferung von Waffen an die Rebellen getroffen.
Ich kann nicht behaupten, dass die Europäer auf der Seite Syriens stehen. Es gibt Staaten, die gegenüber dem syrischen Staat eine feindselige Haltung einnehmen, insbesondere Frankreich und Großbritannien. Die anderen Staaten, in erster Linie Deutschland, stellen rationale Fragen zu Waffenlieferungen an Terroristen. Was würde geschehen? Erstens, Syrien würde noch mehr zerstört. Wer würde den Preis zahlen? Das syrische Volk. Zweitens, die Europäer liefern Waffen und wissen, dass sie diese an Terroristen liefern. Manche unterscheiden zwischen „guten“ und „schlechten“ Kämpfern, so wie sie vor ein paar Jahren zwischen „guten“ und „schlechten“ Taliban sowie einer „guten“ und „schlechten“ Al Qaida unterschieden haben. Ist das vernünftig? Wenn die Europäer Waffen liefern, wird der Hinterhof Europas terroristisch, und Europa wird den Preis dafür zahlen. Terrorismus bedeutet hier Chaos; Chaos führt zu Armut; und Armut bedeutet, dass Europa einen wichtigen Markt verliert. Die zweite Folge wäre der direkte Export des Terrorismus nach Europa. Terroristen werden kampferfahren und mit extremistischer Ideologie ausgerüstet zurückkehren. Für Europa gibt es zu einer Kooperation mit dem syrischen Staat keine Alternative, auch wenn das Europa nicht gefällt.
Sehen Sie sich als Teil des Kampfes gegen den Terrorismus?
Das sagt einem die Vernunft. Leider gehen viele Verantwortliche in Europa nicht rational vor, nicht realistisch und nicht objektiv. Sie lassen sich von negativen Gefühlen leiten statt vom Verstand. Politik hat mit Interessen zu tun, sie basiert nicht auf Liebe oder Hass. Sie sollten sich als Deutscher fragen, worin Ihr Interesse an dem besteht, was in dieser Region geschieht. Was hier geschieht, richtet sich gegen das Interesse Europas. Denn Europa hat ein Interesse an der Bekämpfung des Terrorismus.
Nicht wenige sehen die libanesische Hizbullah als terroristische Organisation. Sie kämpft an der Seite der syrischen Armee, etwa in Qusair. Es gibt Hinweise, dass iranische Pasdaran syrische Einheiten ausbilden. Brauchen Sie diese Verbündeten?
Medien versuchen das Bild zu vermitteln, dass die Hizbullah kämpfe, weil die syrische Armee schwach sei. In Wirklichkeit erringen wir seit ein paar Monaten große Siege in verschiedenen Regionen, die vielleicht wichtiger sind als Qusair. Aber darüber wird nicht berichtet. Niemand anders kämpft in solchen Gebieten als die syrische Armee. Es gibt auch lokale Bürgerwehren, die zusammen mit der Armee ihre eigenen Gebiete verteidigen. Das ist ein Grund unseres Erfolgs. Qusair bekam besondere Bedeutung aufgrund der Erklärungen westlicher Verantwortlicher, dass es sich in Qusair um eine strategische Stadt handle. Das ist übertrieben. In der Stadt gab es jedoch viele Bewaffnete und Waffenarsenale.
Was war dann die Rolle der Hizbullah?
Die Terroristen hatten begonnen, die der Hizbullah nahestehenden Dörfer entlang der Grenze zu beschießen. Es war unumgänglich, dass die Hizbullah mit der syrischen Armee eingriff, um das Chaos zu beenden. Die syrische Armee ist eine große Armee und kann ihre Aufgabe mit den lokalen Bürgern in allen Gebieten wahrnehmen. Brauchten wir wirklich Hilfe, hätten wir diese Hizbullah-Kräfte in das Umland von Damaskus gebracht. Sie wissen, dass Kämpfe an der Peripherie von Damaskus stattfinden. Damaskus ist viel wichtiger als Qusair, auch Aleppo ist wichtiger als Qusair, alle Großstädte sind es. Diese Propaganda bezweckte zweierlei: Erstens zu zeigen, dass die Hizbullah die Arbeit macht, und zweitens sollte die westliche und internationale Meinung gegen die Hizbullah aufgebracht werden.
Wie groß sind die Einheiten der Hizbullah in Syrien?
Es gibt keine Verbände. Es handelt sich um individuelle Kämpfer entlang der Grenze, etwa wo die Terroristen bei Qusair zu finden waren. Sie haben die syrische Armee bei den Säuberungsaktionen entlang der libanesischen Grenze unterstützt. Die Kräfte der Hizbullah sind Richtung Israel stationiert und können den Süden des Libanons nicht verlassen. Auch wenn die Hizbullah Kämpfer nach Syrien geschickt hatte, wie viele können das sein? Einige Hunderte? Wir sprechen von einer Schlacht mit hunderttausend Soldaten der syrischen Armee. Einige Hunderte können an einem Ort Einfluss nehmen, nicht aber das Kräfteverhältnis in Syrien verändern.
Die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens sagen, ihnen lägen Beweise vor, dass die syrische Armee chemische Waffen eingesetzt habe. Nun sagt das auch die amerikanische Regierung. Weshalb gestatten Sie den Inspekteuren der UN nur den Zugang nach Aleppo?
Beginnen wir mit dem, was das Weiße Haus bekanntgegeben hat, mit den 150 Toten in einem Zeitraum von einem Jahr. Militärisch gesehen, können konventionelle Waffen an einem Tag viel mehr als diese Zahl in einem ganzen Jahr töten. Waffen, die zur Massenvernichtung eingesetzt werden, sind in der Lage, Hunderte, Tausende auf einmal zu töten. Deshalb werden sie eingesetzt. Es ist daher unlogisch, Chemiewaffen einzusetzen, um eine Zahl von Menschen zu töten, die durch Einsatz konventioneller Waffen erreicht werden kann. Frankreich und Großbritannien sowie einige amerikanische und europäische Verantwortliche haben gesagt, wir hätten diese Waffen in einigen syrischen Gebieten eingesetzt. Wir haben weder erklärt, dass wir chemische Waffen besitzen, noch, dass wir sie nicht besitzen. Chemische Waffen sind Massenvernichtungswaffen. Hätten Paris, London und Washington nur ein einziges Beweismittel für ihre Behauptungen, hätten sie dieses der Weltöffentlichkeit vorgelegt. Wo bleibt die Kette der Beweise, die zu dem Ergebnis führen soll, dass „Syrien chemische Waffen eingesetzt“ habe? Als Beweis dafür, dass die Terroristen diejenigen sind, die chemische Waffen einsetzen, haben wir die UN aufgefordert, eine Untersuchungskommission an jenen Ort zu schicken, an dem die Terroristen chemische Waffen eingesetzt haben – und das war in Aleppo. Franzosen und Briten haben diesen Antrag blockiert. Wäre die Untersuchungskommission gekommen, hätte sie festgestellt, dass die Terroristen chemische Waffen eingesetzt haben. Alles, was über den Einsatz von Chemiewaffen gesagt wird, ist eine Fortsetzung der Lügen über Syrien. Es ist der Versuch, mehr militärische Einmischung zu rechtfertigen.
Weshalb lehnen Sie dann Inspekteure der UN ab?
Es wird sich herausstellen, dass Frankreich und Großbritannien an der Wahrheit vorbeigehen. Sie wollten, dass die Kommission Zugang zu allen Plätzen bekommt und die gleiche Arbeit verrichtet, die einst die Waffeninspekteure im Irak getan haben. Dabei haben sie sich in Angelegenheiten eingemischt, die nicht unter ihre Befugnisse fallen. Wir sind ein Staat, wir haben unsere Armee, wir haben unsere Geheimnisse. Wir werden niemand erlauben, sich Einblick in sie zu verschaffen, nicht den UN, nicht Frankreich, nicht Großbritannien, nicht anderen.
Weshalb bombardiert die syrische Armee bewohnte Gebiete?
Wir jagen die Terroristen, wohin sie auch gehen. Sie gehen oft in Wohngebiete. Nehmen wir als Beispiel Qusair. Westliche Medien berichteten von 50.000 Zivilisten in Qusair. Die Zahl der Bewohner war ursprünglich viel kleiner. Als sich die Terroristen des Orts bemächtigten, verließen ihn die Bewohner. Wir fanden nahezu keine Zivilisten vor, als wir in Qusair einzogen. Kommen die Terroristen, verlassen die Zivilisten jeden Ort, und die Kämpfe brechen aus. Beleg dafür ist die Tatsache, dass die meisten Opfer Angehörige des Militärs sind. Die Zivilisten, die getötet wurden, sind Opfer von Terroristen, die Hinrichtungen vollstreckten und Zivilisten als menschliche Schutzschilder benutzten. Eine große Zahl der zivilen Opfer wird durch Selbstmordanschläge und Autobomben getötet. Die restlichen Getöteten sind entweder syrische oder ausländische Terroristen.
Nachdem Ihre Armee die Stadt Qusair erobert hat: Warum nutzen Sie das nicht, um der Opposition die Hand zur nationalen Versöhnung auszustrecken?
Vom ersten Tag hatten wir unsere Hand ausgestreckt für jeden, der den Dialog will. Wir haben diese Haltung nicht geändert. Wir haben zu Beginn der Krise eine nationale Dialogkonferenz abgehalten, parallel dazu bekämpften wir die Terroristen. Bei dem Begriff Opposition sollten wir nicht alle in einen Topf werfen, wir sollten nicht Terroristen mit Politikern zusammentun. Sie haben in Deutschland eine Opposition, sie trägt aber keine Waffen. Sprechen wir von Opposition, meinen wir Politiker. Wir sind stets bereits, mit diesen Politikern in einen Dialog einzutreten. Das hat mit Qusair nichts zu tun. Ich glaube nicht, dass nationale Versöhnung ein zutreffender Begriff ist. Es handelt sich bei uns nicht um einen Bürgerkrieg wie im Libanon. Es ist auch nicht eine Frage wie zwischen Weißen und Schwarzen in Südafrika. Hier handelt es sich um einen Dialog, der darauf zielt, aus der Krise herauszukommen und die Terroristen dazu zu bewegen, die Waffen niederzulegen. Die Genfer Konferenz verfolgt die genannten politischen Ziele. Also, der politische Prozess ist nicht zum Stillstand gekommen. Es gibt allerdings Hindernisse von außen – die Türkei, Qatar, Saudi-Arabien, Frankreich und Großbritannien. Sie wollen den Dialog nicht. Sie wollen vielmehr die Fortsetzung der Unruhen, und das führt dazu, dass sich der Dialog und die politische Lösung verzögern.
Mit wem sind Sie bereit, sich an einen Tisch zu setzen?
Mit jeder Opposition, die keine Waffen trägt, nicht den Terrorismus unterstützt und ein politisches Programm hat. Die Opposition hat sich in Wahlen zu bewähren; das sind Lokalwahlen und – als wichtigstes – Parlamentswahlen. Wir haben es mit Kräften zu tun, die sich Opposition nennen. Hier stellen wir zwei Fragen: Was ist ihre Basis im Volk? Was ist ihr politisches Programm? Entsprechend verhalten wir uns.
Weshalb haben Sie bisher nicht mit der Opposition in Syrien verhandelt?
Wir haben in der ersten Dialogkonferenz von 2011 jeden eingeladen, der sich als Oppositioneller betrachtet. Ein Teil der Oppositionellen kam, andere schlugen die Einladung mit der Begründung aus, dass wir ihnen nicht entgegengekommen seien. Was ist damit gemeint? Was bieten wir ihnen an? Ministerposten im Kabinett? Sie haben ja keinen Sitz im Parlament. Wie können wir wissen, wer es verdient, in der Regierung zu sein? Dazu braucht man Kriterien und Maßstäbe. Das hat nichts mit Launen zu tun. Die einzige Opposition, die sich heute in der Regierung befindet, ist die Opposition, die Sitze im Parlament errungen hat. Um es klar zu sagen: Der Staat ist nicht Eigentum des Präsidenten, um Geschenke in Form von Ministerien zu verteilen. Es ist ein nationaler Prozess, Regierung und Verfassung werden vom Volk bestimmt. Unsere Türen sind geöffnet.
Gibt es Raum für eine politische Lösung?
Wenn die Opposition unabhängig und national ist, haben wir kein Problem. Die Opposition im Ausland legt ihre Berichte den westlichen Außenministerien und deren Geheimdiensten vor. Wer sie finanziert, gibt ihnen ihre Entscheidungen vor. Für uns bedeutet Opposition, dass sie einen Teil der Bevölkerung repräsentiert und nicht einen ausländischen Staat. Um eine aufrichtige Opposition zu sein, muss man auf syrischem Boden mit seinem Volk sowie dessen Problemen und Nöten leben. Erst dann kann diese Opposition Teil eines politischen Prozesses sein.
Sie haben gesagt, Sie verhandeln nicht mit Sklaven, sondern nur mit deren Herren. Was bedeutet das?
Ich habe diesen Vergleich angestellt, um klarzustellen, was wirklich passiert. Im Fernsehen war zu sehen, wie der französische Botschafter in Syrien mit der syrischen Opposition gesprochen hat, wie er ihr Befehle gegeben und sie sogar beschimpft hat. In einem anderen Video haben Oppositionelle ausgesagt, wie der amerikanische Botschafter in Syrien sie beschimpft hat. Praktisch werden wir Verhandlungen führen mit den Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien sowie deren Werkzeugen Türkei, Qatar und Saudi-Arabien. Die Kräfte, die sich Opposition im Ausland nennen, sind bloße Angestellte und in diesem Sinne Sklaven.
Was erwarten Sie von der Syrien-Konferenz, die in diesem Sommer in Genf stattfinden soll?
Wir hoffen, dass die Genfer Konferenz eine wichtige Station wird, um den Dialog in Syrien voranzutreiben. Insbesondere weil wir zu Beginn des Jahres eine Vision für eine politische Lösung bekanntgegeben haben. Wir sollten nicht außer Acht lassen, dass es Staaten gibt, die an einem Erfolg in Genf nicht interessiert sind. Das sind die gleichen Staaten, die den Terrorismus in Syrien unterstützen. Gelingt es der Konferenz – und das ist es, was wir hoffen –, zu verbieten, dass Waffen nach Syrien eingeschleust werden und Terroristen einsickern – es gibt Terroristen aus 29 Nationen –, dann ist das ein Ansatz zum Erfolg. Geschähe das nicht und setzte sich der Terrorismus fort: Worin bestünde dann der Wert einer politischen Lösung? Eine politische Lösung basiert darauf, das Einschleusen von Terroristen und Waffen nach Syrien zu stoppen. Wir hoffen, dass die Genfer Konferenz mit diesem Punkt beginnt. Sollte es ihr gelingen, dies zu beschließen, betrachte ich die Konferenz als erfolgreich. Ohne dieses Ergebnis würde die Konferenz keinen Erfolg haben.
Was wäre die Folge eines Scheiterns der Konferenz?
Geht die syrische Krise nicht zu Ende, wird sie auf andere Länder übergreifen, und die Lage wird sich verschlechtern. Der Verstand gebietet es zwar, dass alle an einem Erfolg Interesse haben. Aber die Opposition im Ausland würde ihre Gelder verlieren, sollte die Konferenz erfolgreich sein. Hat man weder Geld noch eine Basis in der Bevölkerung, besitzt man gar nichts.
Kann aus Genf eine Übergangsregierung mit Personen aus verschiedenen politischen Lagern hervorgehen?
Wir sind auf eine erweiterte Regierung eingegangen, die unterschiedliche Seiten vertritt und die Parlamentswahlen vorbereitet. Wer in diesen Wahlen Erfolg hat, wird an der Regierung teilnehmen, wer nicht, hat darin keinen Platz.
Es heißt, nach so viel Blutvergießen sei ein politischer Neubeginn nur mit neuen Führern möglich. Sind Sie bereit, Ihr Amt als Präsident aufzugeben?
Die Verfassung schreibt die Aufgaben des Präsidenten vor. Seine Legislaturperiode endet 2014. Befindet sich das Land in einer Krise, so sind die Aufgaben des Präsidenten größer und nicht kleiner. Selbstverständlich kann man das Land während einer Krise nicht im Stich lassen. Immer wieder vergleiche ich die Lage mit einem Schiff, das in einen Sturm gerät. Man stelle sich vor, der Kapitän verlässt das Schiff und flieht mit einem Rettungsboot. Unter diesen Umständen aufzugeben, bedeutete, einen großen nationalen Verrat zu begehen. Eine andere Sache ist es, wenn das Volk beschließt, dass jemand sein Amt verlieren soll. Wie kann man wissen, ob das Volk will, dass man das Amt aufgibt? Entweder durch Wahlen oder ein Referendum. Am Referendum zur neuen Verfassung haben sich 58 Prozent der Wähler beteiligt. 89,4 Prozent stimmten der neuen Verfassung zu, das ist ein guter Indikator. Nicht der Präsident ist das Problem. Andere Staaten wollen, dass der Präsident zugunsten eines von diesen Staaten bestimmten Lakaien abtritt.
Mit dem syrischen Präsidenten sprach Rainer Hermann.

Syria: Assad interview with prestigious German daily FAZ


Sehr interessantes Interview mit der FAZ/ Frankfurter Allgemeine Zeitung 

Sunday, June 16, 2013

Obama Lied in Claiming Syria Used Chemical He’s a Serial iar.


 Obama Ups the Stakes in Syria. By Stephen Lendman / Elias
Obama lied. He’s a serial liar. He claims Syria used chemical weapons. His so-called red line was crossed. No verifiable evidence provides proof. Clear facts prove he lied. Syria’s Foreign Ministry called Obama’s accusations “a caravan of lies” and “fabrications.” On May 5, Reuters [3] headlined “UN has testimony that Syrian rebels used sarin gas: investigator.”...
The same lies - like in IRAK!!!   AK

The Snake behind the "Arab Spring" By Dr. Elias Akleh

"We should remember that permanent changes happen through the evolution of human consciousness not through violent destructive revolutions."
By Dr. Elias Akleh -  Intifada-Palestine.com

Due to its important geopolitical location (linking Asian, African and European continents) and to its diversified rich natural resources the indigenous inhabitants of the Middle Eastern region had been subjected to multi-forms of colonial campaigns since the beginning of ancient times. These inhabitants were subjected to ruthless military occupations, genocides, persecutions, oppressions, enslavements, and ethnic cleansing. Yet the people never surrendered nor gave up. They struggled for their freedom and independence and fought all colonial powers one after the other. Since the beginning of 2011 we are witnessing their latest regionally-sweeping fight against local ruling regimes that are subservient to foreign powers. This has become known as the Arab Spring. Unfortunately, like all their previous struggles, there is a poisonous snake in the background, which covertly is directing and orchestrating this Arab Spring to reap its fruits for itself.

Their most previous sweeping struggle, similar to the present Arab Spring, was the famous Arab Revolt of June 1916 kicking the colonial Ottoman Empire, known as the “Sick Man”, out of the whole Middle East. The poisonous snake then was the United Kingdom, who pledged to recognize Arab independence throughout the whole Middle East if they join the British in their fight against the Ottoman Empire; an ally to Germany during WWI. This pledge was officiated through what is known as McMahon/Hussein Correspondence (1915 through 1916). Lieutenant-Colonel Sir Arthur McMahon was the British High Commissioner in Egypt from 1915 to 1917 and Hussein bin Ali was the Sharif of Mecca. The British confirmed their pledge, again, through the January 1918 letter by Sir Mark Sykes carried by British Commander David Hogarth to Hussein. British weapons were shipped to Arab fighters through T.E. Lawrence (known as Lawrence of Arabia), who also coordinated the war efforts between the two parties. After the defeat of the Ottoman Empire the British broke their pledge to Sharif Hussein. According to their May 16th 1917 secret Sykes-Picot Agreement they divided the Middle East into French and British colonies, and according to their Balfour Declaration, November 2nd 1917, they promised Palestine to the Zionists. Sharif Hussein was ousted from Mecca to exile by the British supported Abdul-Aziz bin Saud, who established the Kingdom of Saudi Arabia.

The military struggle continued within each separate Arab state until independence was achieved. Before quitting and leaving their Arab colonies, France and Great Britain raised some of their local cronies to become heads of states in order to keep the country dependent on the occupier economically, politically and even culturally. Some of the Arab countries, especially in Northern Africa, still use the occupier’s language next to Arabic as a main daily language.

There exists in the world a very wealthy and very influential group of people; the wealthiest 1%; a Power Elite, who exerts tremendous influence on world events. This Power Elite value themselves above all other nations. They had developed a kind of political theology that exalts them as the elite of all elites, the divinely chosen group, the architects of this world, the crafters of all religious, political and social ideologies, and the destroyers and builders of nations. It gives them the right and the duty to move nations and lead them into reshaping their political regimes through revolutions and wars to make these nations subservient to their own agenda. They spend their days drawing global projects and dedicate all their resources for their execution. They were responsible for all major wars around the world, for revolutions in many countries, for economical crises and for most major events in the history of this world. Through their wealth they control heads of states, all media outlets, military and intelligence organizations, and the world economy. Looking at the present global financial crises affecting many countries, one could not help but ask: who is this debtor, wealthy enough to hold many countries and their whole economies in his debt?

This is not any longer the farfetched conspiracy theory they are trying to ridicule those who try to expose it. It is a fact. After all a conspiracy is defined as “evil, unlawful, treacherous, or surreptitious plan formulated in secret by two or more people”.

For those who doubt that nations could be blindly and irrationally driven to acts against their own national interests and welfare, I would like to remind them of the drastic opposing effects of the famous speeches given by Brutus Albinus and Mark Antony to the Roman citizens after the assassination of Julius Caesar. The Romans, won by Brutus’ speech, were immediately converted against him within few minutes by Mark Antony’s speech. The famous proverb states that “people are just like a ball kicked from one corner of the field to the other by politicians.” Thus the political term “the ball is in one politician’s court.”

Iraq, Syria and Iran were the main obstacles to the Power Elite’s primary colonial Zionist Project of establishing Greater Israel to control the Middle Eastern region. The Power Elite came up with the “New Middle East” and “fighting global terrorism” projects to augment their Zionist Project. Intending to move southward they started with the occupation and destruction of Iraq. Although the Iraqi occupation was carried out under the banner of weapons of mass destruction and spreading the American democracy, it was faced with huge global political opposition not to mention the large financial expenses.

After failing to manipulate the IAEA and UN to isolate and to break the Iran/Syria ally, who supports Lebanese Hezbollah and Palestinian Hamas in their resistance against Israeli occupation and expansion, the Power Elite came up with the perfect scheme of “New Order through Chaos” erroneously dubbed, later on, as the Arab Spring. It involves revolution from within to topple the ruling regime and to incite conflict and struggle between the different religious and ethnic groups to divide and to weaken the country in order to make it easier for them to interfere, under the pretence of protecting minorities and/or of economic aid, to virtually control and re-organize the country. This way the Power Elite would present itself as an ally rather than an occupier, would gain the approval of the international community, would sidetrack all global political opposition and criticism, and would avoid the huge expenses incurred by the revolution. Their first attempt during 2009 Iranian election failed to topple the regime due to the relatively small size of demonstrators. A proven precedent with a strong credibility was needed to convince larger masses into revolting. The Power Elite was ready for a “controlled sacrifice” in order to win the ultimate prize, similar to a chess player, who is ready to sacrifice his queen in order to check-mate his opponent’s king. The goal is a controlled election in an American style democracy in some of the “non-friendly” Middle Eastern countries.

Tunisian Zine El Abidine Ben Ali was the first sacrifice. Tunisia was a French colony from 1883 to 1956 when Habib Bourguiba established the Republic of Tunisia. Bourguiba made the fatal mistake of nationalizing foreign land holdings and Christian religious institutions. This infuriated the Italians, who brokered what is known as the “medical coup d’état” deposing Bourguiba and installing the head of security forces, Ben Ali, in his place. This was declared to a 1999 Parliamentary Committee by Fulvio Martini, former head of Italian military secret service (SISMI). Ben Ali was perfect local foreign puppet. He has French and American military and intelligence training. He had close working relationship with Bush’s (Junior) administration and was a partner in fighting the so called global terrorism through the Trans-Saharan Counterterrorism Initiative.

Contrary to the claimed cause for the 2010/11 Tunisian Revolt its economy was considered the best in the African continent and was projected to even improve in the coming years. The 2010-2011 Global Competitive Report(Davos World Economic Forum) ranked Tunisia as first in Africa and 32ndout of 132 globally. In an attempt to fight potential terrorism through economic assistance Ben Ali established a National Solidarity Fund that slashed Tunisia’s poverty from 7.4% in 1990 to 3.8% in 2005. The Oxford Business Group stated that Tunisia’s economy was likely to grow starting with 2008 due to its diversified industries.

Tunisia was chosen for its vulnerability to the West. Its security intelligence was penetrated through its cooperation in NATO’s Operation Active Endeavor, and its military and economy were compromised through the American military and economic assistance programs. Although the Power Elite supports its local puppet rulers they also support, to a lesser extent, opposition groups just in case the ruler gets out of line they would use the opposition groups to get rid of him.

The revolution started with Wikileaks exposing the large extent of Ben Ali’s corruption. When Mohammed Bouazizi lit himself aflame the opposition groups were already primed for mass demonstrations. As the head of state, and through bribery, Ben Ali could have sent the army and thugs to crush the demonstrators, as we have seen in Libya, Yemen, Bahrain, and Syria. The country’s army chief withdrew his support to Ben Ali after his consultation with the Obama’s administration as was rumored. Ben Ali flew out to Saudi Arabia that has become known as the refuge for all deposed dictators of the region.

The many political parties formed before the Tunisian election is an indicative of the prevalent division and confusion among the people. The inexperienced Ennahda Islamist Party, who won the October 23rd election, could become a very easy prey to foreign long experienced political interference and to economical manipulation.

Egypt was the litmus test that would propel the rest of the Arab nations, particularly Syrians, into revolting against their ruling regimes. Hosni Mubarak was chosen for he was the most hated, although very influential, Arab leader of the most important Arab country. He was hated by his people for his tyranny, his oppression, his corruption, and his cheap privatization of Egyptian natural resources to foreign investors among many others. He was hated by the majority of Arab nations for his pro-American/Israeli foreign policies, for supporting the American invasion of Iraq, for his opposition to the democratically elected Palestinian Hamas, for his sabotage to all inter-Palestinian reconciliation efforts, for his partnership with Israeli Gaza siege, for his opposition to Hezbollah’s and Hamas’ armed resistance against Israeli occupation, and for his support to Israel’s 2006 war against Hezbollah and Israel’s 2009 war against Gaza. He was the queen to be sacrificed in the chess game.

“US groups helped nurture Arab Uprisings” was the title of an article in New York Times, which exposed that young Egyptian activists had received technical training on the use of social networking and mobile technology, and were financed by American groups such as International Republican Institute, National Democratic Institute and Freedom House, National Endowment for Democracy and Project on Middle East Democracy.

It is inconceivable that Mubarak, the wealthy ruthless head of state for thirty years and with long history in military service, did not have any loyal subjects in the army, who would help him crush the demonstrators. For the last thirty years the Egyptian army had been virtually armed, trained, and financed by the US. The army did not crush the protesters because there were strict orders not to do so. Comparatively the same army had crushed protesters and even opened live fire at them after the revolution (Maspero Massacre of 9th October, here and here). The Supreme Counsel of the Armed Forces, who seized power after the revolution, had re-instated the emergency laws and is slapping in military courts prison sentences to young activists, who started the revolution. This Counsel stood watching thugs attacking and destroying many government buildings. The latest attack this month was on the Supreme Court while judges were in a meeting. Egypt now is divided with religious conflicts (Christian Copts vs Muslims) and non-functioning government.

The American chosen next president is already primed and ready for the proper time to grab presidency. As for Mubarak, he had served the American/Israeli interest well for the last thirty years and would not be let off empty handed. According to Egyptian weekly “Alanbaa Aldawlia” the Cooperative for Assistance and Relief Everywhere (CARE) organization, with 14 million members and specializes in the monitoring of money laundering schemes, had reported to the FBI that for 10% commission President Obama and 17 other American officials, including both former presidents Bush (father & son), Hillary Clinton, James Baker and others, with the cooperation of Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu and a high manager of Deutche Bank in France, had been involved in the money laundering of Mubarak’s $700 Billion from Deutche Bank, Barclays Bank and HSBC Bank, to Israel’s Bank Leumi and other banks in China and Taiwan. According to Anat Levin, the branch manager of Israeli Bank Haboalim-Swiss branch, she was authorized by the Israeli government to transfer $20 Billion from Mubarak’s account to Saudi King Abdulla Abd El-Aziz’s account and to UAE president Khalifa bin Zayed Al Nahyan’s account. The weekly also reported that Christine Legarde, while still French Minister of Economic Affairs, had submitted a report to the Interpol requesting thorough investigation into the management of Deutche Bank in France.

Libyan revolution was actually a civil war brokered by Western powers (US, UK, and France) and some Arab Gulf countries (Egypt, UAE, and Qatar). After paying reparations for Lockerbie bombing, abandoning his nuclear program, and giving Western energy companies (Royal Dutch Shell and BP) access to Libyan oil fields in 2004, Gaddafi had ended enmity with the West. Although he had a type of grandeur illusions Gaddafi attempted in the past to unite Arab countries, and upon failing he recently attempted to create an African Union which threatened the re-colonization plan of Africa by AFRICOM. The decision to get rid of Gaddafi, once and for all, came when he vowed to expelWestern energy companies from the country and replace them with oil firms from China, India and Russia. Gaddafi’s second fatal mistake was his plan to convince African and Muslim counties to create a new currency, the gold dinar, to rival the American Dollar and the European Euro, in oil trade.

Libyan revolution was totally militarized. It was revealed that Egypt and Qatar were the main arms suppliers to the Libyan rebels. Under American pressure Arab League urged UN to impose a no-fly zone over Libya, and Qatar offered to cover all expenses of NATO forces to bomb alleged Gaddafi’s forces. Libyan rebels were civilians without any military training and were no match for Gaddafi’s well-trained and well-equipped army. It was revealed by Walter Fauntroy, member of US House of Representatives, that while in a self-sanctioned peace mission to Libya, he witnessed French and Danish troops coordinating NATO bombings and raiding Libyan villages, and giving the credit to Libyan rebels. At the end Gaddafi was ordered murdered rather than captured for fear of exposing all his shady dealings with the West.

Two unplanned products of the Arab Spring were the Yemeni and Bahraini revolutions. These are genuine popular peaceful revolutions against Yemeni Saleh’s 33 years oppressive rule, and against Al Khalifa family virtual 191 years rule. The two countries have strategic locations in the region and are of important interest to the American Administration. Yemen is located on the southern entrance of the Red Sea, through which all east/west marine traffic passes. Citing the October 2000 USS Cole bombing, the 2008 attacks on US embassy, and the October 2010 bomb packages incidents, allegedly linked to Anwar al-Awlaki, as proof of Al Qaeda in Yemen, Obama’s administration and Saudi Arabia justified sending money, arms and troops to help Saleh fight terrorists, and to crush the 10 months old demonstrations

The US has possibly the largest marine/air force base in Bahrain, where the Fifth Fleet provides support to all war ships of the US Naval Forces Central Command (USNACENT) to patrol the Persian Gulf and the Indian Ocean. To keep the status quo in Bahrain Obama’s administration encouraged Gulf States to send the Peninsula Shield Force to Bahrain to crush the demonstrators. Saudi Arabia, Qatar and UAE were happy to oblige and send their troops to Bahrain.

Syria is the main target; the prize; the king to be checked-mate. With American money and with the cooperation of some Arab officials, paid operatives incited some Syrian citizens, motivated by ethnic and religious background, to demonstrate in the streets demanding reform and regime change. These demonstrations took place in the easy accessible small towns on the borders of Iraq, Jordan, Lebanon, and Turkey. Yet these demonstrations were dwarfed by millions of other Syrian citizens who demonstrated in major cities in support of the regime. To intensify the conflict these operatives, dressed in Syrian army outfits, started killing some citizens and accusing the Syrian police and army, and at the same time attack police and army personnel to force them into the defensive.

Compared to Tunisian, Egyptian, Yemeni and Bahraini peaceful demonstrations, Syrian demonstrations are totally armed with heavy weapons; machine guns, propelled missiles, anti-tank RPG, mines and heavy explosives, and are directed and orchestrated by military experts from other neighboring Arab countries as exposed by Al-Alam and Syrian TVs.

Heavy weapons and military experts were smuggled in through Lebanon, Jordan, Iraq, Qatar, and Saudi Arabia, as reported by the Lebanese ArabicAssafir. Turkey had also played a major role in pressuring Syria and had harbored and encouraged armed Syrian rebels called Free Syrian Army. In successive televised interviews the former Lebanese MP Nasser Kandil had exposed in details including names, dates, and places, the conspiracy of destroying Syria as a country not just a regime change. The Saudi Bandar Ben Sultan (dubbed Bandar Bush by the Bush family) was named as a major conspirator with the Americans against Syria. It was reported that He was arrested in Syria while under cover smuggling money and weapons to Syrian operatives. It was also exposed that the American Ambassador Robert Ford and French Ambassador Eric Chevallier (in Arabic) to Syria had smuggled sophisticated satellite communication and surveillance equipment to the Syrian rebels some of which were seized by Syrian police.

Media outlets had also been manipulated to pressure Syrian government and to inflame the demonstrators. After gaining credibility in reporting Tunisian, Egyptian, and Libyan revolutions Al-Jazeera and Al-Arabia TV channels had almost totally ignored the 99% popular Bahraini peaceful demonstrations and concentrated on Syrian demonstrators, less than 40% of the population, in a biased unconfirmed and more hostile reporting against the Syrian government. Every Thursday one could notice heightened reports about civilian casualties and ruthless attacks of the Syrian army in an attempt to incite more people to join Friday demonstrators. Syrian news would top every news broadcast even though there might be more important news in the region. Al-Jazeera repeated broadcasting phone video clips of the same demonstrations from different angles, and of alleged civilian victims, some of these clips proved to be of old Iraqi troops abusing citizens. The victims were always reported as civilians while there was no mention of Syrian soldiers being killed. Unlike Tunisian, Egyptian, Libyan, and Yemeni army defectors shown on TV declaring support to the people, the media failed to show one Syrian army defector while they keep announcing wide defection. Al-Jazeera had established a special war room planning anti-Syrian propaganda as reported by some Al-Jazeera’s prime reporters and directors such as Ghassan Ben Jeddo and Luna Al-Shibl among many others (Arabnews in Arabic), who submitted their resignation in protest of such unprofessional politically biased reporting.

The US and France, particularly, had pushed for many harsh sanctions against Syria through the UN. Fortunately they could not obtain a military interference under the excuse of protecting Syrian citizens, as was done in Libya, because of the Russian and Chinese veto threat. So the Arab League, a Western tool, was pushed to play pressuring active role in Syria. It seems that many Arab leaders, especially Gulf leaders, who cynically call for democratic regime in Syria, have forgotten that they, themselves, employ family autocratic dictatorships in their own countries. Despite this fact the Syrian government had accepted the Arab League plan. The oppositional Syrian National Council rejected the plan and intensified its violence against the Syrian army inviting harsh retaliation. So the Arab League suspended Syria’s membership and threatened economic and political sanctions. Such are illegal actions contradicting the constitution of the Arab League that had never made a decision benefiting any Arab state, but legalized the many Western military interference in the Middle East such as in Iraq, Palestine, Lebanon, and Libya. We should mention here that the Arab League had refused to receive a petition from the slaughtered Bahraini people requesting protection. Thousands of people within different Arab states demonstrated against the decision of Arab League in front of Qatar’s and Saudi Arabia’s embassies.

It has become obvious that the Syrian oppositional groups are divided and have different aspirations some of them are conflicting and confusing. This division and confusion are due to the background of each oppositional group. The Western paid groups are armed seeking violent regime change and call for foreign interference the same as in Libya. The genuine oppositional groups reject any foreign interference fearing the same fate of Libya, and seek drastic reform through dialogue.

To obtain peace, real democracy and prosperity in the Arab World, ALL the present Arab leaders and regimes need to be abolished, starting east with the Gulf States all the way west to the Atlantic  Ocean through the northern Arab states of Africa. This would give a chance for an Arab Union to develop under one real democratic regime with one united economy. Such a strong Arab Union would rebalance global power and put an end to Western re-colonization schemes of the Middle East.

We should remember that permanent changes happen through the evolution of human consciousness not through violent destructive revolutions.
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Dr. Elias Akleh

Dr. Elias Akleh is an Arab writer from a Palestinian descent born in the town of Beit Jala. His family was first evicted from Haifa after the “Nakba” of 1948, then from Beit Jala after the “Nakseh” of 1967. He lives now in the US, and publishes his articles on the web in both English and Arabic.