Friday, March 8, 2013

Syrien: Infos, die unsere Medien verschweigen



Bericht über eine Konferenz in Genf am 1. März 2013

Freitagabend. Über 300 Menschen versammeln nach Feierabend im Ghandi-Saal des Genfer „Maison des Associations“. In konzentrierter Stille lauschen sie den Vorträgen des belgischen Publizisten und Menschenrechtsaktivisten Bahar Kimyongür und der russischen Kriegsreporterin Anastasia Popova. Mit ihrem Kamerateam hat die blutjunge, zarte Frau insgesamt sieben Monate an allen Fronten der syrischen Konfliktzonen recherchiert. Eingeladen zu der mit unerhörten Bildprojektionen unterlegten Präsentation hatte das „Internationale Institut für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte“ in Zusammenarbeit mit dem „Kollektiv der schweizer Syrer“.
Zuvor hatten die beiden Journalisten schon im UN-Palais referiert. Anlass, die aktuelle Tagung des UNO Menschenrechtsrats. In das alt erwürdige Völkerbundgebäude am Genfer See hat allerdings nicht jeder Zutritt. Es gleicht heutzutage einer Festung. Das Volk muss draußen bleiben, wo selbst UN-Diplomaten und akkreditierte Vertreter von NGOS für ermüdende Sicherheitskontrollen Schlange zu stehen haben.
Auch der Zugang zum Vereinshaus in der schmalen 'Rue des Savoises' war durch Bauarbeiten verbarrikadiert. Wer an diesem Abend hinein wollte, musste Spießrutenlaufen. Ein Pulk Jugendlicher, ein offenkundig bestellter Mob, hatte vor dem Eingang ein großes Banner platziert. Gut gekleidet skandierten sie ihre vorgestanzte Losung: „Keine Konferenz für Faschisten!“
Einmal drinnen traf man auf informationshungrige, gediegene Schweizer Bürger, unter ihnen viele aus der jungen Generation. Der Radiologe und gebürtige Syrer Constantin Sayegh moderierte die Sitzung.
„Antiochia, die ehemalige Hauptstadt Syriens, laut Lukas, die Wiege der christlichen Kultur, wurde 1939 von den Franzosen an die Türken verschachert, um sie von einem Kriegsbündnis mit den Deutschen abzuhalten“, sagte Bahar Kimyongür. Er qualifiziert die Übertragung des Gebiets um Iskenderun als das „München des Nahen Ostens“. Und in der Tat, nach der Besetzung von Paris durch deutsche Truppen, marschierten die Militärs der kollaborierenden Vichy Regierung mit britischer Unterstützung im Mandatsgebiet Syrien ein.
Ein für das Verständnis der neokolonialen Politik gegenüber Syrien heute unverzichtbares Stück Geschichte, um das keiner im Westen zu wissen scheint, über das zumindest keiner spricht. Kimyongür, der Autor des Buches „Syriana, la conquete continue“, trauert um seine viel geschundene Heimat diesseits und jenseits der türkisch-syrischen Grenze. Eine Heimat, aus der die Eltern einst als Gastarbeiter ins ferne Belgien zogen, eine ferne Heimat der der Sohn, Historiker und Archäologe sich noch immer verbunden fühlt. Türkisch und Arabisch scheinen ihm wie das Französische ans Herz gewachsen. Der ortsansässigen Bevölkerung in der heute türkischen Grenzprovinz Hatay, verblieb ein „Küchenarabisch“, das versetzt ist mit türkischen Vokabeln. Die türkisch-syrische Grenze wird laut einem gegenseitigen Abkommen von 1998 nur von der türkischen Seite aus kontrolliert. Auf syrischer Seite gibt es keine Grenzer! Mit strategischer Unterstützung der NATO wird von der enormen US-Militärbase nahe Iskenderun ein offener Krieg gegen das alte Kulturland Syrien vorbereitet, werden zwei Brudervölker gegeneinander gehetzt. Hatay, so der Türko-Syrer ist eine Miniaturausgabe Syriens.
Er selbst, Alawit mit belgischem Pass wünscht sich, wie fast alle türkischen Menschen von ganzem Herzen, dass den Kriegsvorbereitungen gegen dass Nachbarland der Türkei Einhalt geboten wird. „Frieden“ ist das Zauberwort, dafür arbeiten er, seine Freunde, seine Familie und dafür, dass das unbeschreibliche Leiden der syrischen Bevölkerung aufhören möge.
Für Kimyongür ist es gleichgültig, welcher der achtzehn allein christlichen Religionsgemeinschaften Syriens man angehört, ob man Christ, ob Muselman, ob Alawit, ob Jude, Shiit oder Sunnit ist. Sie leiden alle. Ja, auch letztere verschonen die „Islamisten“ nicht, sobald diese sich nicht den Rebellen „freiwillig“ anschließen oder sich auch nur der Dämonisierung des syrischen Präsidenten Assad verweigern. Es treibt Bahar K. die Tränen in die Augen, während er sagt: „ Die Bezeichnung „Allawit“ wird heute gleichgesetzt mit „Kindermörder“. Zwischentöne, so der Publizist, finden kein Gehör mehr. Man kann im Westen keine differenzierte Kritik am syrischen Präsidenten, an der syrischen Politik mehr vorbringen. „Bist du für oder gegen Assad“, lautet die standardisierte Frage. Ein Verdammungsurteil Bashar al-Assads ist der Preis dafür, dass du weiterreden darfst. Während in Saudi-Arabien zwischen zehn- und zwanzigtausend Gefangene in den dortigen Gefängnissen schmoren und Israel sich angesichts der Entwicklungen im Nachbarstaat Syrien die Hände reibt, halten fanatisierte, von den Amerikanern geförderte Libyer an der türkisch-syrischen Grenze vorgeblich eine „Konferenz“ ab, über das, was sie unter „Islam“ verstehen. Die sogenannten Rebellen, in Wirklichkeit gedungene ausländische Söldner aus allen Herren Ländern, werden im Stützpunkt Incerlik an modernsten Waffen trainiert. Die Welt weiß es seit langem und schweigt. Sie schweigt zu all den unheilvollen, bedrohlichen Entwicklungen, während die syrische Politik pausenlos als „verbrecherisch“ charakterisiert wird und ein Eingreifen gegen Syrien immer lauter gefordert wird. Den offenen Kriegsvorbereitungen gegen Syrien müsse endlich ein Ende gesetzt werden, meint der junge Journalist, Buchautor und Menschenrechtsaktivist. Er, der in mehreren Kulturen zu Hause ist, er der polyglott ist und die Völkerverständigung als seinen Auftrag begreift, bittet fast demütig sein Publikum:„Helfen Sie mit diesen Krieg zu verhindern!“
Während Kimyongürs Beitrag ins Grundsätzliche reicht und in elegantem Französisch vorgetragen wird, berichtete seine russische Kollegin, die dekorierte Kriegsberichterstatterin Anastasia Popova in flüssigem Englisch von den knallharten Fakten vor Ort. Ihr Kameramann hat alles im Bild festgehalten. Jetzt müssen wir, das Publikum, den Bildokumenten ins Auge schauen. Die bestialischen Gewaltakte überschreiten das Maß des Erträglichen. Wie kann soviel Hass gezüchtet werden, der sich gegenüber völlig wehrlosen Opfern entlädt? Worin gründen die Motive? Warum greifen Menschen zu Mitteln, die sie selber ihrer Menschlichkeit berauben.
47 Journalisten haben die 'Rebellen' bereits auf dem Gewissen. Unter den dahin Gemordeten sind Kollegen, die die Referentin liebgewonnen hatte. Freunde, deren sinnloser Tod sie schwer verkraftet. Auch Anastasia wurde verletzt, während einer ihrer vor Ort Recherchen. Auch sie hat manches Bildmaterial von Rebellen übernommen, von jenen also, die die keinen Hehl aus ihren verbrecherischen Taten machen. Schließlich sollen die von ihnen angebotenen Bilder abschrecken, von jeder Solidarität mit de moräsidenten. Durch die dokumentierten Untaten soll das Grauen hervorgerufen werden, das die Syrer massenhaft aus ihrem einst reichen Land treibt. Für all jene, die sich nicht dem fundamentalistisch-archaischen Ideengut der 'Dschihadisten' unterwerfen und für jene, die sich deren brutaler Herrschaft entgegenstellen, solle im künftigen Syrien kein Platz mehr sein. „Warum“, so fragt Frau Popova, „hören wir niemals von jener millionenstarken 'Hälfte' der syrischen Bevölkerung, die noch immer zu ihrem Präsidenten Bashar al-Assad steht, trotz aller Gräuel, mit denen sie bedroht werden, trotz des bereits erfolgten Aderlasses von hunderttausenden Mitbürgern, denen der Absprung ins Ausland glückte? Wer erzählt ihre Version der Geschichte? Warum können die „Rebellen“ nicht besiegt werden, obwohl sie zweifelsfrei eine Minderheit verkörpern und einen völligen Fremdkörper innerhalb der traditionell toleranten syrischen Gesellschaft bilden?“ Die Antwort ist einfach, so Popova, handelt sich doch weder um 'syrische Oppositionelle' noch um eine isolierte Bande von besonders brutalen Gangstern. Vielmehr haben wir es zu tun mit Terroristen, die mit modernsten Waffen ausgestattet und die von NATO Offizieren trainiert werden. Sie verfügen über die neueste Kommunikationstechnologie und über schwere Geschütze, bis hin zu Panzerabwehrraketen. Über eine halbe Milliarde Dollar habe allein die USA bereits für Waffenhilfe ausgegeben und jetzt sei gar ein Trainingslager auf syrischem Boden geplant. Laut UN-Daten kämen die Söldner aus 29 Ländern. Die Bezahlung laufe vornehmlich über Saudi-Arabien und Katar. Die USA schicke sogar zum Tode Verurteilte nach Syrien und zahle dafür den Familien eine monatliche Zuwendung. Andere „Dschihadisten“ kämen aus Libyen, dem Irak, Afghanistan; bis hin nach Australien reiche die Blutspur.
Die „Rebellen“ seien mit dem Auftrag unterwegs in einem Ursprungsland des Christentums mit gleichwohl reicher islamisch toleranter Kulturtradition die „Sharia“ einzuführen, die der Westen anderswo mit Waffengewalt bekämpfe.
Warum riskiert Frau Popova für ihre Auftraggeber „Russia Today“, „Russia 24“ und die internationale Presseagentur 'Pressenza' ihr Leben in Kriegsgebieten? Warum ging sie innerhalb der letzten zwei Jahre immer wieder zurück nach Syrien, dahin wo der Zugang für Journalisten unmöglich sein soll?
Unmöglich sei gar nichts, meint sie. Jeder Journalist, der das wolle, erhalte eine Akkreditierung, aber die Berichte von mutigen Journalisten würden von den Auftraggebern oft verfälscht wie sie an einem selbst miterlebten Beispiel erläutert. Viele Kollegen blieben an der Grenze und in ihren Hotels und verließen sich auf Bildmaterial der bewaffneten 'Rebellen', die ihre Gräueltaten der syrischen Armee zuschrieben. Eine Überprüfung vor Ort würde meist vermieden.
Ihr eigenes Motiv sei identisch mit dem ihres Landes, sie wolle einen Beitrag zum Frieden in der Region und damit zum Frieden in der Welt leisten.





Thursday, March 7, 2013

Syria, an alternate reality. Interview with Anastasia Popova


Pressenza

popova
Anastasia Popova
Pressenza has recently  re-launched an article written by Silvia Cattori, that reported the documentary made by Anastasia Popova and transmitted by the channel Russia 24. This publication has attracted praise and criticism for the point of view about what is happening in Syria that is very different from the one circulating in the European media.
For this reason we decided to pursue this issue by talking to the author of the report, a young journalist who covered the “Arab spring” in different countries and has spent some time in Syria, in contact with many people involved in the conflict.
Anastasia, first of all many thanks for your willingness. How long have you been in Syria with your crew?
We were there for 7 months in total, from August of 2011, when there was no war yet, until now when the war in full swing. So, you can say that all the events unfolded right in front of our eyes. On average we were on the ground in Syria for about a month at a time, from Deraa to Idleb and Aleppo and from Latakia along the Turkish border to al-Qamishli and down to Deir Ez Zour.
What is your general impression about the state of the conflict?
From the time when we arrived in August all the way until December, what struck us the most was the difference between what was being said about Syria from the outside and what was actually happening inside the country. Sometimes it would reach the point of absurdity, when we would get calls from our channel asking us about so-and-so square where an anti-government demonstration was being shot at by tanks or artillery. We would get to that square and there was literally nothing — a few pedestrians and a policeman directing traffic.
Despite all our attempts we didn’t manage to find the thousands-strong demonstrations against the government so often talked about by the Western media.  We spoke to the opposition, and even they told us that it was very difficult to gather people to protest. The only way to do this was through the mosques, and if they managed to get even 50 people to come out for fifteen minutes and film them, they considered it a victory. The vast majority of the population was just not interested.
Then provocations started, people were killed for belonging to the wrong religion, armed attacks on government buildings and employees, police stations and court houses began.
Nevertheless, the government responded to the peaceful demands. Laws were changed. A commission was created for a national dialogue that included almost all the opposition groups. Based on the work of this commission a new Constitution was adopted through a national referendum. Then, elections were held, and a lot of the political opposition inside Syria got seats in the Parliament. And so, the whole topic of mass protests became moot.
But as it turns out, for the key interested players this was not the end of the game. They put together what can be called “the foreign opposition”, composed mainly of people who had been living in Europe for over 40 years. Obviously, due to lack of support inside Syria, this opposition had no chance of coming to power via elections, so they turned to the only option available to them — overthrowing the current government with weapons.
They began pitting religious confessions against one another and at the same time sending in foreign insurgents. The proof of this can be found in the latest UN report, which lists armed people from 29 countries (!) fighting against the Syrian army.
They use foreign weapons that cannot be purchased in Syria, which we filmed, and which the Syrian army does not have, including M16 sniper rifles, European machine guns, various anti-tank and anti-aircraft missiles, as well as advanced satellite communications equipment which is openly provided to them by certain Western states.
These weapons are first sent to Turkey (evidence of this was provided by an Egyptian businessman), then given to the FSA by Turkish officers on the border.  This was witnessed by a Lebanese journalist who tried to film it but was arrested in Turkey for three days and had her camera broken.
By the way, the border between Syria and Turkey is controlled by the Turkish army due to an agreement between the two countries signed in 1998. There is no Syrian border patrol. I have been there and I have seen it.
In addition Western states openly provide the opposition, which is composed largely of foreigners, with money. Because of all this, it is hard to call what is happening in Syria a civil war, although now they managed to divide the people and there are cases when half of a family is fighting for the government and the other half against it.
Do you think there could be a peaceful solution?
I think it is the only way to end this crisis. Most wars between countries at some point stopped by signing a peace agreement. The situation on the ground is this: all the major cities are still controlled by the government. After more than a year of fierce fighting armed groups still couldn’t create any strongholds or take the main part of the territory. They keep splitting up because some lose financial support, some end up looting, some already began battling foreign insurgents, some join al-Qaida, which is also fighting against Syria and which, if I may remind you, is officially named a terrorist group. So with whom should they negotiate? Even the UN monitors couldn’t find any single leader of these armed groups and another attempt to reach a ceasefire had failed. And yet, in his recent speech the president once again stressed his readiness to negotiate, but this time he openly referred to the foreign sponsors of the militants. Unfortunately, a peaceful solution does not seem to be on their agenda — they’ve already rejected his offer.
Why did you realize this documentary? Have you been asked by your superior or was it your initiative?
The original decision to send me to Syria was made by my superiors, but naturally, during the course of my work there I made friends, many of whom were subsequently killed. I went to Syria to report facts, but in time I realized that people are not facts — they are people, and I felt their pain in my own heart.
This movie was my personal initiative. It was an emotional response to the events which I was reporting. I made it to honour my fallen friends and the people of Syria, who don’t care about politics and who just want to live in peace.
Fortunately, my job provides me an outlet to get this point across to many people, and I used this opportunity, although getting my superiors to approve this film was not that easy.
We have received criticism that Russia 24 is a channel that only reflects the position of the Russian government: what can you reply?
It’s easy to attack the messenger when you don’t like the message. When people see reports done from comfortable hotel rooms in Lebanon, citing “unverified information” from activists about supposed government atrocities, they chant “Yes! Yes! Kill the evil dictator!”, but when someone actually spends considerable time in Syria trying to figure out what’s going on, then comes back and says, “Hey guys, that is not AT ALL what is happening…”, people brand it as government propaganda. So what can I reply? That a ticket to Syria is not that expensive and its borders are open. Over 300 foreign media outlets worked there and sent their reports via the Internet, freely and without any censorship from the Syrian government; 3G is available all over the country. If you do not trust me, “a young reporter from a state-owned Russian channel”, go and see for yourself. But don’t be surprised to end up in an alternate reality.
Here is a good example from The Independent: “I have now been in Damascus for 10 days, and every day I am struck by the fact that the situation in areas of Syria I have visited is wholly different from the picture given to the world both by foreign leaders and by the foreign media.”  (http://www.independent.co.uk/voices/comment/syria-the-descent-into-holy-war-8420309.html)
Another one from The Guardian:
FSA- “There has been no real progress on the fronts and that has affected our sponsors, who haven’t been sending us ammunition…Even the people are fed up with us. We were liberators, but now they denounce us and demonstrate against us.
What do you think of the attitude of the Russian government regarding the situation in Syria?
I think they are perfectly aware of the situation on the ground and they constantly insist on peace — immediate ceasefire and all-inclusive dialogue. What more can you ask for?
You are going to leave for a well-deserved vacation. Will you return to Syria? What hope do you have about it?
It was not my decision to go there in the first place. I was sent to Syria as a special reporter and I was just doing my job. It’s up to my superiors to decide where I go next but if they say Syria – I guess I will agree.

SYRIE, CE QUE LES MEDIAS NE VOUS DISENT PAS



L’Institut International pour la Paix, la Justice et les Droits de l’Homme IIPJHR
en collaboration avec le Collectif des Syriens de Suisse CSS
vous convie à la conférence :
SYRIE, CE QUE LES MEDIAS NE VOUS DISENT PAS

qui aura lieu le :
vendredi 1 mars 2013 à 19h00
(réception dès 18h30)

à la Maison des Associations (Salle Gandhi)
Rue des Savoises 15
1205 Genève

avec le témoignage des journalistes :
Anastasia POPOVA et son équipe
&
Bahar KIMYONGUR, militant aux droits de l’homme

Report on this Conference will follow soon


Syriana, la conquête continue

Après LIBYE, OTAN et MEDIAMENSONGES, voici le numéro 2 de la Collection "Informez-vous" du collectif Investig'Action
Que vaut notre info sur la Syrie ? Qui croire, après tant de médiamensonges ?

Les Etats-Unis et la France pensent-ils seulement à la démocratie et au bonheur des Syriens ? Alors pourquoi protègent-ils toutes les autres dictatures arabes ? Veulent-ils la démocratie ou contrôler le Moyen-Orient ?

Dépassant les propagandes simplistes, Bahar Kimyongür, originaire de la communauté alaouite de Turquie, jette un regard transfrontalier sur ce conflit plus complexe qu’on nous le dit.

Tout en critiquant durement le système syrien, il éclaire aussi les milliards de financements occultes de Washington, le plan Syriana préparé par la CIA pour remodeler le «Grand Moyen-Orient», le rôle trouble joué par un milliardaire libanais et le prince saoudien Bandar Sultan, financier avéré de mouvements terroristes.

L’info sur les guerres en cours ou à venir est trop importante pour avaler n’importe quoi.
9.00 €







WILPF Women Against Austerity



„The effects of the Financial and Econonmic Crisis on Women in Europe"

This is what the Spanish WILPFers have to say:

WILPF alerts on the tragic consequences of the austerity policies of the European Union, particularly for women. By the pressure of financial markets. The policy in Europe is shaped by drastic reduction of public spending, privatisation, wage and pension cuts and the reduction of social security, sometimes also by tax increases that hit in particular the poor and vulnerable.

Women are affected by it in the frist place: the unpaid work of women increases, the state withdraws from social security. This consequently produces more pressure and more stress. Other results are: female dependency on males is increased, violence against women and children are on the rise, roll back into tradtional role models follows with women's exclusion from access to all kinds of resources. Instead of investing more into poverty reduction programs, into conflict solution and into furthering human rights, into family support centres, into pre-and postnatal health care and into preventive healthcare services, into facilitating abortion for women in need, into HIV prevention programs, suchlike programs are even reduced. The gap between rich and poor is growing.

The austerity measures, carried through under the pretext of (illegal/unjustifiable) debts, install a new way of domination. By neglecting basic demands they are pushing Europe into a deep humanitarian crisis. Chaos is on the horizon. Democratic participation of women and the functioning of democracy as such are endangered.

The foreseeable split in the society threatens social peace and cohesion. The results are expressed in growing violence within the societies and the rise of neofascist movements, the latter atacking the most vulnerable part of the communities, women, ethnic minorities, migrants, refugees, children, persons with disabilities, the elderly, people with HIV and indigenous people.

The EU of today does not only stand for social sell out, it is also directly involved in global conflicts over resources and combats for strategic influence. With FRONTEX it created a military institution that serves for exluding immigrants. The Europeans arms industry and its arms trade are one of the greatest causes for destruction the world over, so indeed, „YOU GET WHAT YOU PAY FOR“.
A growing coordination of the ams production is even presented as a solution out of the economic crisis (see Barrose and van Rompey only one week after the Nobel Prize award to the EU).

WILPF supports the proposal for a European Campaign from the movement of „Women Against Austerity“ who acts under the title „Give priority to the people and to women instead of banks and creditors.“

WILPF supports the Manifesto of the European Women's Lobby on the „Effects of Economic and Financial Crisis on Women in Europe“.

WILPF addresses the European States and demands to respect and implement their human rights obligatiosn with regard to economic, social and cultural rights. Available resources must be used in fulfilment of this purpose. Such a commitment requires from the respective nation states to implement laws and to develop policies in order to achieve incremental improvements as to universal access to basic services, such as helath care, education, housing, social security and culture.
WILPF supports Audits for public debst on all levels in order to identify the illegtimate part of the debt, which must be cancelled.

WILPF campains actively for rebudgetting under the titel „You get what you pay for“ and under „Genderbudgetting.

Topics that need to be discussed with women and critical economists are:

  • Alternatives to the European Fiscal Pact, because you get what you pay for!
  • Reduction of Arms Production!
  • Stop the arms Trade ! (Include all weapons small and large, chemical and nuclear means of mass destruction! No restrictions on crisis regions, but stop it the world over!)
  • Stretch out hands to the de-growth movement, to decentralised instruments of food distribution, health care, local money
  • Discuss alternative tax policies and bank control!




Wednesday, March 6, 2013

"In Venezuela gibt es keinen Weg zurück"


Venezuelas Vizepräsident Nicolas Maduro gab am Dienstag bekannt: Hugo Chávez ist gestorben
Von amerika21

Heute, am 5. März um 16.47 (Ortzeit), erlag der venezolanische Präsident Hugo Chávez seinem Krebsleiden. Dies gab Vizepräsident Nicolas Maduro nach einem Treffen mit den führenden Politikern der sozialistischen Partei PSUV in Caracas in einer Fernsehansprache bekannt. mehr...


Interview mit der venezolanischen Soziologin Maryclen Stelling über Hugo Chávez Von Manola Romalo

http://www.youtube.com/watch?v=LlRVviSee4E

Hugo Chávez Frías ist tot


EIN NACHRUF von Wolf Gauer, Brasilien 

Am Nachmittag des 5. März  2013 erlag Venezuelas Präsident Hugo Chávez Frias seinem Krebsleiden. Der schwerste Verlust Lateinamerikas seit dem ungeklärten Tod von Salvador Allende am 11.9.1973.

Während ich diese Zeilen schreibe, überträgt der multinationale Sender TeleSur (eine Initiative Chávez') erschütternde Szenen und Kommentare aus ganz Lateinamerika. Es wird überdeutlich, wie fundamental Hugo Chávez für das Zusammenrücken Lateinamerikas gewesen ist. Für die gleichzeitige Loslösung vom Imperialismus der USA (die auch ihm nach dem Leben trachteten) und für die Verankerung sozialistischen Denkens und Wirkens nicht nur in Venezuela.

Chávez' Energie und Charisma gelang es, auf breiter Basis das Bewusstsein lateinamerikanischen Selbstwerts zu verankern. Und dies im historischen Kontext von Kolonialismus und Unterdrückung, von Verrat seitens der feudalistischen und kapitalistischen Eliten und Auflehnung der Unterdrückten. Zweihundert Jahre nach Simón Bolivar sind die bolivarianischen Ideale wieder Realität und Wegweiser - aus meiner Sicht Chávez' wichtigster  und entscheidender Beitrag zur weiteren, eigenständigen Entwicklung Lateinamerikas. Er erreichte dies mittels Reform der Verfassung und ihrer Institutionen, durch Neuregelung des Bildungssystems,  dezentralisierte und partizipative Verwaltung und mit überzeugenden Leistungen im Gesundheitswesen und Wohnungsbau.  

Chávez war Internationalist. In ständiger Abstimmung mit den Ärmsten der Opfer des Imperialismus, mit Nikaragua, Bolivien und Ekuador, ständig bereit zur praktischen Hilfe, sei es in den USA nach Naturkatastrophen oder in Paraguay bei Treibstoffmangel. Die Bolivarianische Allianz der Amerikas (ALBA), die Entwicklungsbank des Südens, (Banco Sur)  und andere gemeinschaftsbildende Institutionen sind Resultat seiner Initiative. 

Die gleichgeschalteten Medien der Bourgeoisie, insbesondere die deutschsprachigen und US-amerikanischen, haben Hugo Chávez zum grotesken, populistischen Caudillo stilisiert. Sie werden nicht verhindern können, dass er zukünftig und verdientermaßen in einem Atemzug mit Simón Bolívar, mit José Martí, Sandino und Fidel Castro genannt werden wird.

Wednesday, February 27, 2013

Sagt NEIN zum Mali-Einsatz der Bundeswehr!

Heute soll im Bundestag über den Einsatz deutscher Soldaten in Mali abgestimmt werden.
 Angeblich gilt es den Kampf gegen Islamisten,  gegen Terroristen also zu unterstützen.

Das ist eine vorgeschobene Begründung, die selbst ein alter CDU Abgeordneter durchschaut:

 Jürgen Todenhöfer. DDP ... Aber mit Krieg jagt man keine Terroristen, das ist ein dummer Gedanke. .

Feb 2, 2013 – "Wir sind die eigentlichen Terroristen. Antiterror-Kriege sind Terrorzuchtprogramme. " Berliner Morgen


... und vor 10 Jahren (24.01 1003)

SPIEGEL ONLINE: Was sind die Alternativen in der Terrorbekämpfung?
Todenhöfer: Terroristen gehören gejagt - mit aller Härte. Aber mit Polizei-Methoden und allen erprobten und bekannten Mitteln der Terrorbekämpfung: Dazu gehört Zielfahndung, die Unterstützung, das Umfeld, die Finanziers austrocknen, die selbsterklärte "moralische" Grundlage entziehen, ihnen die religiöse Maske vom Gesicht reißen - denn sie handeln keineswegs im Namen Allahs - die Ursachen erkennen - und viel, viel Geld. Härte und Gerechtigkeit, nicht Bomben auf Unschuldige. Dazu gehört auch stärkeres Engagement im Nahen Osten, eine Lösung, die die Interessen Israels genauso berücksichtigt, wie die der Palästinenser.
"Interview mit Jürgen Todenhöfer: "30 Tage Bomben provozieren 30 Jahre Terrorismus"
Der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete und jetzige Burda-Manager Jürgen Todenhöfer ist streitbarer Verfechter der deutsch-amerikanischen Freundschaft. In den 80er Jahren bereiste er unter Lebensgefahr das von Sowjets besetzte Afghanistan, jetzt war er zweimal in Bagdad. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt er die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror und warum George W. Bush ein Anti-Amerikaner ist."

Jürgen Todenhöfer (* 12. November 1940 in Offenburg) ist ein Autor und Publizist. Der promovierte Jurist war von 1972 bis 1990Bundestagsabgeordneter der CDU und danach bis 2008 Vorstandsmitglied des Burda-Medienkonzerns. In den 1980er Jahren zählte Todenhöfer zur so genannten „Stahlhelmfraktion“ des rechten Flügels der CDU. (WIKIPEDIA)


Zu Bedenken auch, dass die selbe Politik des Westens in Syrien die Islamisten in ihrem erwünschten, mit Terrormethoden geführten Kampf der Islamisten nachdrücklich und materiell unterstützt.